Personenregister

ID Name Lesename Qualifikator GND-Nummer Geboren Gestorben Biogramm Erwähnungen
addischarles_47867 Addis, Charles Bankier 118873962 23.11.1861 14.12.1945 Der Schotte Addis arbeitete zwischen 1876 and 1880 für die Firma Peter Dowie and Co., Getreideimporteure aus Leith. Von 1880 bis zu seinem Ruhestand arbeitete er für die Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC). 1883 wurde er zunächst nach Singapur, dann als Leiter zum HSBC Hauptquartier nach Hong Kong versetzt. Von 1918 bis 1932 war er einer der Direktoren der Bank of England, bevor er (genauso wie bei der HSBC) aus Altersgründen ausscheiden musste. Von 1924 bis 1929 saß Addis außerdem im international besetzten Direktorium der Reichsbank. ca. 3-mal erwähnt
albertheinrichfr_61589 Albert, Heinrich Friedrich Politiker 116263709 12.02.1874 01.11.1960 Nach dem Abitur studierte Albert Rechtswissenschaft an den Universitäten von München, Leipzig, Jena. Nach verschiedenen Tätigkeiten im preussischen Staatsdienst fungierte er von 1917 bis 1918 als Treuhänder des in Deutschland befindlichen Vermögens feindlicher Staaten. Von 1918 bis 1919 übernahm er den Posten als Präsident des Reichsamts zur Verwertung von nach dem Kriegsende disponibel gewordenen Heeresgütern. 1919 wurde er Unterstaatssekretär, 1920 Staatssekretär der Reichskanzlers. Albert war im Kabinett Cuno von November 1922 bis April 1923 der letzte Reichsschatzminister, weil das Ministerium schließlich ins Reichsfinanzministerium eingegliedert wurde. Danach übernahm er das Reichsministerium für Wiederaufbau. Nach dem Ende der Regierung Cuno 1923 arbeitete Albert als ein auf die USA spezialisierter Wirtschaftsanwalt, der Transaktionen amerikanischer Unternehmen in Deutschland abwickelte. ca. 3-mal erwähnt
alberti_53804 Alberti, Mario Ökonom 13357086X 04.05.1888 18.01.1939 Alberti nahm als wirtschaftlicher Sachverständiger u. a. an den Versailler Friedensverhandlungen sowie den Konferenten von Cannes und Genua teil. 1925 wurde er Präsident der albanischen Nationalbank. ca. 1-mal erwähnt
allenhenrytureman_81504 Allen, Henry Tureman Militär 117254274 13.04.1859 30.08.1930 Allen besuchte die Militärschule Peeksville und das College von Georgetown. 1882 wurde er Leutnant der Kavallerie und machte anschließend fortgesetzt Karriere, bis er 1912 zun Oberstleutnant befördert wurde. 1916 wurde er Oberst und Kommandeur der 17. Brigade und nahm an der mexikanischen Strafexpedition teil. 1917 erfolgte seine Ernennung zum Generalmajor und ab September 1917 kommandierte Allen die 90. Division des American Expeditionary Forces in Nordfrankreich. Er nahm an den Kämpfen an der Mosel und an der Maas-Argonnen-Offensive teil. Im November 1918 wurde er zum Kommandeur des VIII. Armee-Korps ernannt. Ab dem März 1921 war Allen Kommandeur der amerikanischen Truppen am Rhein, ab Juli 1919 Kommandeur der amerikanischen Besatzung in Deutschland und ab Mai 1920 auch Mitglied der Rheinland-Oberkommission. Im Februar 1923 kehrte er in die USA zurück. ca. 1-mal erwähnt
andersoncharlesp_23304 Anderson, Charles Parsons Diplomat 05.09.1866 02.08.1936 Berater des US-amerikanischen Außenministeriums. ca. 2-mal erwähnt
angellnorman_46989 Angell, Norman Literat 118637711 26.12.1872 07.10.1962 Nach einer kaufmännischen Ausbildung am Lycée St. Omer in Nordfrankreich ging Angell im Anschluss nach London, um Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Dieses Studium absolvierte er nur ein Jahr, parallel arbeitete er bereits als Journalist einer Provinzzeitung. Sein zweites Buch, das ihn international berühmt machte, erschien 1910 und trug den Titel The Great Illusion (dt. Die falsche Rechnung. Was bringt der Krieg ein?). Es wurde innerhalb eines Jahres in 15 Sprachen übersetzt. In dem Buch klagt er die Kriegsführung ebenso wie den traditionellen Pazifismus an. Nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich Norman Angell für eine Revision des Versailler Vertrages zu Gunsten Deutschlands ein. 1919 wurde er Mitglied der Labour Party und außenpolitischer Berater derselben. Von 1928 bis 1931 erschien unter seiner Herausgeberschaft die Zeitung Foreign Affairs. ca. 1-mal erwähnt
aronalexandre_97778 Aron, Alexandre Militär Mitglied der Reparationskommission. Enger Mitarbeiter Louis Loucheurs und Vorsitzender der Kohlekommission in Essen. ca. 1-mal erwähnt
aronsbarthold_15689 Arons, Barthold Bankier 1373172495 1850 1933 Berliner Bankier. Gründer des Privatbankhauses Arons & Walter. ca. 1-mal erwähnt
a_55417 Aschberg, Olof Bankier 22.07.1877 21.04.1960 Nach Abschluss einer kaufmännischen Ausbildung begann Aschberg zunächst im schwedischen Textilgeschäft, wechselte aber bald in die Finanzbranche. 1912 gründete er die Genossenschaftsbank AB Nya Banken, die er bis 1918 leitete. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg entwickelte Aschberg hervorragende Beziehungen zu Russland und begann später die Bolschewiki zu unterstützen. Zu diesem Zweck gründete er die Garantie- und Kreditbank für den Osten in Berlin. Ab 1926 lebte Aschberg in Frankreich, wo er nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Emigranten unterstützte. Er wurde Mehrheitseigner der Société Pathé Frères, einer großen Filmgesellschaft. Im Januar 1941 emigrierte er über Lissabon in die Vereinigten Staaten. ca. 1-mal erwähnt
asquithherberthe_74413 Asquith, Herbert Henry Politiker 118646133 12.09.1852 15.02.1928 Nach Studium in Oxford wurde Asquith 1905 Finanzminister und war von 1908–1916 britischer Premierminster. ca. 1-mal erwähnt
atherton_47018 Atherton, Ray Diplomat 28.03.1883 14.03.1960 Nach einer Ausbildung zum Architekten trat Atherton in den Diplomatischen Dienst ein. Vom Mai 1923 bis zum Juni 1924 arbeitete er zunächst in der Gesandtschaft in Griechenland. Von 1930–1937 fungierte er als Botschaftsrat in Großbritannien sowie Berater der Delegation bei den Londoner Flottenkonferenzen 1930 und 1935. 1937 wurde er Außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigten Minister in Bulgarien. 1939 wurde er zum Außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister in Dänemark berufen. 1943–1948 war er US-amerikanischer Botschafter in Kanada. ca. 1-mal erwähnt
auldgeorgep_82626 Auld, George P. Ökonom 1055242740 Mitglied der Reparationskommission. Autor des Buches "The Dawes Scheme and the new Economics", in dem er vehement den Dawes-Plan verteidigte. ca. 2-mal erwähnt
bachfriedrich_89034 Bach, Friedrich Prokurist Prokurist der Firma August Klönne. ca. 3-mal erwähnt
bachmanngottlieb_55653 Bachmann, Gottlieb Bankier 133560724 20.07.1874 11.12.1947 Studium der Jurisprudenz. Von 1910–1913 war er Leiter der städtischen Rechtsauskunftsstelle in Zürich. Von 1918–1925 amtierte er als Vorsteher des III. Departements der Schweizerischen Nationalbank und von 1925–1939 war er Vorsteher von deren I. Departement. Damit agierte er während der zweiten Hälfte der 1920er Jahre de facto als Präsident der Schweizerischen Nationalbank. ca. 2-mal erwähnt
baer_81398 Bär Diplomat Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Washington D. C. während der 1920er Jahre. ca. 10-mal erwähnt
baldwinstanley_46134 Baldwin, Stanley Politiker 118652117 03.08.1867 14.12.1947 Nach einem Studium in Harrow und Cambridge wurde Baldwin 1908 ins britische Unterhaus gewählt. 1917 erhielt er seinen ersten Regierungsposten in der Koalition aus Konservativen und Lloyd Georges liberaler Teilfraktion. 1921 wurde er President of the Board of Trade und Mitglied im Kabinett. Danach wurde er Schatzkanzler in Bonar Laws konservativer Alleinregierung 1923 und avancierte nach Bonar Laws gesundheitsbedingtem Rücktritt zu dessen Nachfolger als Premierminister. Nach einer ersten kurzen Regierungszeit bildete er von 1924–1929 seine zweite Regierung und von 1935–37 seine dritte Regierung als konservativer Premierminister. ca. 1-mal erwähnt
ballinalbert_56365 Ballin, Albert Reeder und Unternehmer 118652133 15.08.1857 09.11.1918 Nach der Schulausbildung arbeitete Ballin zunächst bei der Auswanderungsagentur Norris & Co., wo er bis zum Teilhaber aufstieg. 1886 wurde er Leiter der Passagier-Abteilung der Hamburg-Amerika Passagier AG (HAPAG). 1888 wurde er in den Vorstand des Unternehmens berufen. Ab 1899 war er Generaldirektor der HAPAG und entwickelte die Firma erfolgreich zur größten Schifffahrtslinie der Welt. Nach dem Ende des Krieges beging er Selbstmord. ca. 2-mal erwähnt
bamberger_25390 Bamberger, Franz Bankier und Politiker 116047461 26.09.1855 27.08.1926 Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der 1873 erfolgten Promotion zum Dr. jur. trat Bamberger in das familiäre Bankhaus Bamberger & Co. in Mainz ein, das 1911 von der Berliner Disconto-Gesellschaft übernommen wurde. Bamberger war danach Aufsichtsratsmitglied der Disconto-Gesellschaft wie auch mehrerer anderer Unternehmen. Seit 1905 war Bamberger Mitglied der Mainzer Handelskammer, ab 1907 dort Vizepräsident und ab 1908 deren Präsident. Diesen Posten bekleidete er bis zu seinem Tod 1926. Ab 1900 war er Stadtrat in Mainz und von 1905–1911 Beigeordneter im Mainzer Magistrat. ca. 2-mal erwähnt
bambergerludwig_90115 Bamberger, Ludwig Bankier, Politiker 118656961 22.07.1823 14.03.1899 Liberaler Politiker des Kaiserreichs. 1851 Gründer des Bankhauses Bamberger & Co., einer wichtigen, später in Mainz ansässigen Bank. ca. 1-mal erwähnt
barbialice_21724 Barbi, Alice Marchesa della Torretta Diplomatin 130241075 01.06.1858 04.09.1948 Alice Barbi, seit ihrer Heirat in zweiter Ehe mit dem italienischen Botschafter in London Pietro Tomasi Della Torretta die Marchesa della Torretta, war eine italienische Violinistin und Sängerin. In den 1920er Jahren war sie als diplomatische Gesandtin u. a. in Wien tätig. ca. 1-mal erwähnt
barthoulouis_50168 Barthou, Louis Politiker 119069954 25.08.1862 09.10.1934 Nach dem Jurastudium arbeitete Barthou zunächst als Anwalt. 1899–1922 vertrat er das Department Basses-Pyrénées als Abgeordneter, dann von 1922–1934 als Senator. Während der 1920er Jahre hatte er verschiedene Ministerposten inne: Von 1921–1922 war er Kriegsminister, 1922 Justizminister, von 1922–1926 Außenminister. Von 1926–1929 amtierte er als Vorsitzender der Reparationskommission. 1934 fiel er einem Attentat durch einen kroatischen Terroristen zum Opfer. ca. 1-mal erwähnt
beckerenno_74956 Becker, Enno Finanzpolitiker 118943340 17.05.1869 31.01.1940 Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg und Berlin. 1896 folgte der Eintritt in das Staatsministerium des Großherzogtums Oldenburg, wo er 1898 Gerichtsassessor wurde. Anschließend bekleidete er verschiedene Positionen als Amts- und Lanrichter im Norddeutschen Raum. 1907 wurde er zum Oberlandesgerichtsrat in Oldenburg ernannt. Im Oktober 1918 wechselte Becker in das damalige Reichsschatzamt und spätere Reichsfinanzministerium. Er war für die Erarbeitung der Reichsabgabenordnung verantwortlich, die am 23. Dezember 1919 in Kraft trat. Im Januar 1920 wurde Becker Reichsfinanzrat am Reichsfinanzhof in München und 1922 zum Senatspräsidenten ernannt. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1935 führte er den Vorsitz im Senat für Einkommenssteuersachen. 0-mal erwähnt
belloncigoffredo_36195 Bellonci, Goffredo Literatur- und Theaterkritiker 119329514 05.09.1882 31.08.1964 Arbeitete als Redakteur u. a. für das Giornale d´Italia, den Messagero und den Resto del Carlino. ca. 3-mal erwähnt
bemelmans_97252 Bemelmans, Arthur Finanzsachverständiger 133290336 04.02.1881 17.10.1952 Teilnehmer der Versailler Friedensverhandlungen als belgisches Mitglied der Reparationskommission. Verhandler des 1922 geschlossenen Bemelmans-Cuntze-Abkommen über den freien Verkehr von Reparationen als Sachleistungen. 1922 wurde Bemelmans Verwalter von Unternehmen im Kongo. Ab 1928 Berater der Société Général de Belgiqué, wo er 1939 Direktor wurde. ca. 9-mal erwähnt
bendix_89634 Bendix, Albert Bankier und Konsul 133290352 12.08.1879 Unbekannt Bendix war Direktor und Geschäftsinhaber des Barmer Bankvereins Hinsberger, Fischer & Comp. in Köln. Er war Litauischer Konsul für Westfalen, die Rheinprovinz und den oldenburgischen Landesteil Birkenfeld. Während der 1920er Jahre amtierte er als Aufsichtsratsmitglied mehrerer Industrieunternehmen, zudem war er Mitglied im Devisenbeirat. 0-mal erwähnt
benediktxv_40408 Benedikt XV Benedikt 258. Papst (1914-1922) 21.11.1854 22.01.1922 Benedikt XV wurde 1854 unter seinem bürgerlichen Namen Giacomo della Chiesa in Genua geboren. Er wurde kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs im September 1914 zum Papst gewählt. Während des Krieges rief er die Kriegsparteien wiederholt zum Frieden auf und bot sich schließlich mit seiner Friedensnote Dès le début als neutraler Vermittler an. Seine Friedensbemühungen blieben letztlich erfolglos, allerdings trugen sie dazu bei, die katholische Kirche langfristig als Friedenspartei zu etablieren. 0-mal erwähnt
berenberggossler_61600 Berenberg-Gossler, Johann von Berenberg-Gossler, John von Bankier 11612542X 22.10.1866 14.07.1943 John von Berenberg-Gossler war der älteste Sohn des Chefs des Bank- und Handelshauses Joh. Berenberg, Gossler & Co (Berenberg Bank). Nach einer Banklehre arbeitete er zwei Jahre in der Firma Gossler & Co. in Boston, einer Tochtergesellschaft von Joh. Berenberg, Gossler & Co., die vor allem mit Zucker handelte. 1892 trat er in die väterliche Firma ein und wurde 1893 Teilhaber. Im August 1920 wurde er auf Empfehlung DVP-Abgeordneten Jakob Riesser in den diplomatischen Dienst berufen und zum 1. Oktober 1920 trat Berenberg-Gossler das Amt des deutschen Botschafters in Rom an. Er amtierte dort bis Ende 1921. Von 1923 bis 1925 war er Vorsitzender der Hamburger Bank von 1923, die in Zeiten der Hyperinflation im Jahre 1923 versuchte, eine stabile Währung auf US-Dollar-Basis bereitzustellen. Er wirkte außerdem in Aufsichtsräten unterschiedlicher Firmen, beispielsweise der HAPAG oder der Dresdner Bank. ca. 4-mal erwähnt
bergerygaston_81142 Bergery, Gaston Politiker 123634482 22.11.1892 10.02.1974 Nach dem Kriegsdienst stieg er zunächst als Übersetzer bei der Pariser Friedenskonferenz in die Politik ein. Von 1928–1934 war er Abgeordneter für die Radikalsozialisten. Ab 1940 diente er dem Vichy-Regime als Botschafter in Moskau. 0-mal erwähnt
bergmanncarl_30381 Bergmann, Carl Finanzfachmann 133570878 20.04.1874 26.09.1935 Nach Studium der Rechtswissenschaft in Berlin erfolgte im Jahr 1900 die Promotion zum Dr. jur. Anschließend arbeitete Bergmann als Gerichts-Assessor in Berlin. 1901 erfolgte der Wechsel zur Deutschen Bank. Seit 1911 war er stellvertretender Direktor der Deutschen Bank und seit 1919 Vertreter des Deutschen Reiches bei der Reparationskommission in Paris. Von 1919–1921 amtierte er als Vorsitzender der Kriegslastenkommission und als Staatssekretär im Reichsfinanzministerium. 1921 erfolgte die Rückkehr zur Deutschen Bank. Von 1924–1927 war er Mitinhaber der Bank Lazard-Speyer-Ellissen in Frankfurt/M. Er war Mitglied im Verwaltungsrat der Reichsbank und seit 1931 der Treuhänder der zusammengebrochenen Danatbank. ca. 6-mal erwähnt
bernandarmand_62356 Bernand, Armand Diplomat 08.03.1868 01.08.1935 Nach einer abwechslungsreichen Karriere im Innenministrium wurde Bernard 1922 Richter am Kassationsgericht in Paris. Von 1924–1929 war er Frankreichs Botschafter in Schweden. ca. 2-mal erwähnt
bernsteinotto_48806 Bernstein, Otto Bankier 133571254 07.05.1877 Unbekannt Nach dem Studium der Rechtswissenschaft leistete Bernstein 1904 die preussische juristische Staatsprüfung ab und trat 1905 in der Geschäftsleitung des Centralverbandes des Deutschen Bank- und Bankiersgewerbe ein. Von 1925–1935 amtierte er als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Centralverbandes. Zugleich war er stellvertretender Vorsitzender der Berliner Börsen-Courier AG. ca. 4-mal erwähnt
bessemerhenry_40840 Bessemer, Henry Ingenieur, Unternehmer 118510231 19.01.1813 15.03.1898 Erfinder des nach ihm benannten Massenstahlverfahrens, dass zu grundlegenden Änderungen in der Struktur der Eisen- und Stahlindustrie führte. ca. 1-mal erwähnt
bethmannhollwegt_69718 Bethmann Hollweg, Theobald Bethmann Hollweg Deutscher Politiker und Reichskanzler (1909-1917 29.11.1856 02.01.1921 Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Straßburg, Leipzig und Berlin trat 1882 in den preußischen Staatsdienst ein. 1899 wurde er zum Oberpräsidenten der preußischen Provinz Brandenburg, 1905 Preußischer Innenminister. 1907 wechselte er auf die Reichsebene und wurde Staatssekretär des Innern in der Bülow-Regierung. Nach Bernhard von Bülows Rücktritt wurde Bethmann Hollweg 1909 Reichskanzler. In dieser Position spielte er eine zentrale Rolle in den diplomatischen Verwicklungen, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten und war im Krieg bis zu seinem Rücktritt an allen wesentlichen Entscheidungen Deutschlands beteiligt. Sein Rücktritt im Juli 1917 ist insbesondere auf das Betreiben der dritten Obersten Heeresleitung um Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff zurückzuführen, die dem Kaiser im Falle des Verbleibens Bethmann Hollwegs an der Spitze des Reichs mit Rücktritt gedroht hatten. 0-mal erwähnt
bewley_45981 Bewley, Thomas Kenneth Finanzpolitiker 03.07.1890 23.06.1943 Nach dem Studium in Oxford und Cambridge trat Bewley 1913 in das Britische Treasury Department ein. Er leistete seinen Kriegsdienst von 1914–1918 im Royal Army Service Corps. 1922–23 wurde er zum Irish Department of Finance abgeordnet. 1933–39 war er Financial Advisor der britischen Botschaft in Washington D. C. ca. 1-mal erwähnt
billoteau_52240 Billoteau Politiker ca. 1-mal erwähnt
bizotjeanjacques_27360 Bizot, Jean-Jacques Ministerialbeamter 133290751 22.02.1899 05.09.1939 1927 wurde er Finanzinspektor im französischen Finanzministerium im Kabinett Poincaré. 1928 wechselte er zur Banque de France. Er amtierte von 1937–1939 als deren stellvertretender Gouverneur. ca. 6-mal erwähnt
blackettbasil_65321 Blackett, Basil Politiker 127571647 08.01.1882 15.08.1935 Nach dem Studium in Oxford trat Blackett 1904 in das britische Treasury-Department ein. Dort diente er zunächst als Vorsitzender der Royal Commission on Indian Currency and Finance (1913–1914). Er war ab 1915 Mitglied der englisch-französischen Finanzkommission in den USA. Von 1917–1919 war Blackett Repräsentant des Treasury-Departments in Washington D. C.. Von 1922–1928 arbeitete er in Indien, um dort grundlegende Finanzreformen zu erarbeiten. Er war Mitglied des Experten-Komitees zur Erarbeitung des Young-Plans. Nach Großbritanniens Abgang vom Goldstandard war er ein Verfechter der Schaffung eines Pfund-Blocks. ca. 1-mal erwähnt
boal_80161 Boal Chief of the Division of Western European Affairs ca. 1-mal erwähnt
bonnmoritzjulius_98576 Bonn, Moritz Julius Wirtschaftswissenschaftler und Politologe 118661515 28.06.1873 25.01.1965 Nach der Promotion 1895 folgte 1905 die Habilitation an der Universität München. 1910 wurde er Außerordentlicher Professor an der Münchner Handelshochschule. Von 1914–1917 war Bonn Gastprofessor an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Nach dem Weltkrieg nahm er an den Friedensverhandlungen in Versailles und Spa als Sachverständiger für Reparationsfragen teil. 1920 wurde er Dozent an der Handelshochschule Berlin. 1930–1932 war er Mitglied der Gold-Delegation des Völkerbundes und seit 1931 Gründungsrektor der Handelshochschule Berlin. Nach der "Machtergreifung" wurde Bonn als dezidierter Liberaler von den Nationalsozialisten aus allen Ämtern entlassen. 1933 emigrierte er nach London, wo er u.a. an der London School of Economics unterrichtete. Von 1938–46 arbeitete er als Dozent in den USA, seit 1946 wieder in London. ca. 5-mal erwähnt
bortkiewitsch_70742 Bortkewitsch, Ladislaus von Statistiker, Ökonom 130266884 07.08.1868 15.07.1931 Bortkewitsch war ein in Deutschland arbeitender russischer Ökonom und Statistiker. Er studierte zunächst Jurisprudenz in St. Petersburg und dann ab 1890 Politische Ökonomie und Statistik in Straßburg, Göttingen, Wien und Leipzig. Ab 1895 lehrte er Statistik und Versicherungsmathematik in Straßburg und wurde 1901 außerordentlicher Professor für Statistik an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, wo er 1920 Ordentlicher Professur wurde. Er beschäftigte sich in wichtigen Arbeiten mit der Bevölkerungsstatistik und der Arbeitswerttheorie. Zudem leistete er wichtige Beiträge zur statistischen Analyse von Wahlen. ca. 2-mal erwähnt
bresciani_38771 Bresciani Turroni, Costatino Ökonom 118673890 26.02.1882 07.12.1962 Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre in Padua und Berlin lehrte er 1909 bis 1917 an der Universität Palermo sowie zwischen 1917 und 1919 an der Universität Genua. Von 1920 bis 1929 war er Staatsrat für Finanzen der Reparationskommission und lehrte von 1925 bis 1926 Politische Ökonomie an der Universität Bologna sowie von 1926 bis 1927 an der Universität Mailand. Von 1927 bis 1940 lehrte Bresciani an der Universität Kairo. Anschließend kehrte er nach Italien zurück und lehrte bis 1957 als Professor für Politische Ökonomie an der Universität Mailand. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er ein entscheidender Programmatiker des italienischen Liberalismus und bekleidete mehrfach Ministerämter. Seine Schriften zum deutschen Inflationsproblem machten ihn international bekannt. ca. 3-mal erwähnt
briandaristide_47454 Briand, Aristide Politiker 118674056 28.03.1862 07.03.1932 Briand war Sozialist und von 1906–1932 mehrfach französischer Minister. U. a. bekleidete er die Ministerposten für Justiz und Äußeres 1909–1911, 1915–1917, 1921–1922, 1925–1926 und 1929. Als Ministerpräsident war er 1925 einer der Schöpfer des Locarno-Vertrages, der einen Meilenstein in der deutsch-französischen Verständigung darstellte. 1926 erhielt er zusammen mit Gustav Stresemann und Joseph Austen Chamberlain den Friedensnobelpreis. In der zweiten Hälfte der 1920er Jahre propagierte er u. a. sein Projekt einer Union der europäischen Staaten. ca. 4-mal erwähnt
brockdorffrantzau_42939 Brockdorff-Rantzau, Ulrich von Politiker und Diplomat 118674242 29.05.1869 08.09.1928 Nach dem Studium der Rechtswissenschaft und Heeresdienst trat Brockdorff-Rantzau 1893 in den Diplomatischen Dienst ein. 1897 wurde er Legationssekretär in St. Petersburg und 1901 Legationsrat in Wien. Von 1909-1912 war er Generalkonsul in Budapest und von 1913–1918 Gesandter in Kopenhagen. Nach der Revolution wurde Brockdorff-Rantzau der erste Außenminister der Weimarer Republik. Zusammen mit dem gesamten Kabinett Scheidemann trat er im Juni 1919 aus Protest gegen den Versailler Vertrag zurück. 1922 bis zu seinem Tod war er Botschafter in der Sowjetunion. ca. 1-mal erwähnt
brueningheinrich_44959 Brüning, Heinrich Politiker 118515969 26.11.1885 30.03.1970 Nach der 1915 abgeschlossenen Promotion leistete Brüning bis 1918 Kriegsdienst. Von 1919–1921 arbeitete er als Referent im Preußischen Wohlfahrtsministerium. Von 1920–1930 war er Geschäftsführer des Christlichen Deutschen Gewerkschaftsbundes. Von 1924–1933 saß er für das Zentrum im Reichstag und war zudem von 1928–1930 Mitglied des Preußischen Landtag. Seit 1929 amtierte er als Vorsitzender der Reichstagsfraktion des Zentrums. Von April 1930 bis Mai 1932 amtierte er als Reichskanzler und ab 1931 in Personalunion als Außenminister. Brüning regierte im Wesentlichen gestützt auf Notverordnungen und § 51 der Weimarer Reichsverfassung. Mit insgesamt vier Notverordnungen setzte er im Reich eine rigorose Sparpolitik durch. 1934 emigrierte er in die USA und war von 1937–1951 Professor an der Harvard University. 1951–1955 war er Professor in Köln, bevor er 1955 in die USA zurückkehrte. ca. 7-mal erwähnt
bruhnbruno_43349 Bruhn, Bruno Industrieller 133299570 09.03.1872 1958 Nach dem mit der Promotion abgeschlossenen Studium der Staatswissenschaften arbeitete Bruhn zunächst als Industriekaufmann bei G. Polytius Dessau. Von 1912–1927 war er Mitglied des Vorstands bzw. des Aufsichtsrates der Friedrich-Krupp-AG. Während der Weimarer Republik amtierte er als Vorstandsmitglied des Reichsverbands der Deutschen Industrie. ca. 3-mal erwähnt
bruinsgijsbertwe_37029 Bruins, Gijsbert Weijer Jan Finanzfachmann und Bankier 127434658 06.07.1883 22.03.1948 Nach Studium der Rechtswissenschaften und Promotion in Leiden wurde Bruins in der niederländischen Provinzialverwaltung tätig. Anschließend wurde er Professor an der Handelshochschule Rotterdam und war seit 1924 Mitglied der Kommission für Notenausgabe der deutschen Notenbank. In der zweiten Hälfte der 1920er Jahre war Bruins Abteilungsleiter der Banque de Belgique. ca. 3-mal erwähnt
buecherhermann_87938 Bücher, Hermann Industrieller 13356293X 28.08.1882 14.07.1951 Nach dem Studium der Botanik, das er 1906 mit der Promotion abschloss, trat Bücher 1905 in den Kolonialdienst ein und wurde 1908 Leiter des Instituts für tropische Agrikultur in Victoria (Kamerun). 1914 trat er in das Kolonialamt Berlin ein und agierte 1915–1918 als Berater des türkischen Landwirtschaftsministeriums. Von 1919–1921 war er als Quereinsteiger Vortragender Rat im Auswärtigen Amt. 1921–1925 Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Reichsverbands der Deutschen Industrie, seit 1925 Berater der IG Farben und seit 1928 Mitglied der Direktion der AEG. Von 1931–1947 amtierte er als Vorstandsvorsitzender der AEG. 1948 wurde er als Leiter des Ausschusses zur Entflechtung der IG Farben von den Alliierten eingesetzt und 1950 Aufsichtsratsvorsitzender der AEG. ca. 3-mal erwähnt
burgesswarrenran_56020 Burgess, Warren Randolph Ökonom und Diplomat 1036719855 07.05.1889 16.09.1978 Burgess trat 1920 als Statistiker in die Federal Reserve Bank of New York ein und verließ sie erst 1938 als Vizepräsident, zuständig für die Wertpapiere in der Bank. 1927 veröffentlichte er das Buch The Reserve Banks and the Money Markets. 1938 wechselte er als stellvertretender Direktor des Aufsichtsrates zur National City Bank of New York und wurde später Vorsitzender des Exekutivkomitees der Bank. 1953 trat Burgess in das US-amerikanische Finanzministerium ein und wurde ein Jahr später Unterstaatssekretär. Von 1957–1961 war Burgess permanenter Vertreter der Vereinigten Staaten bei der NATO. ca. 3-mal erwähnt
calmesalbert_56866 Calmes, Albert Industrieller und Wirtschaftshistoriker 141349689 26.02.1881 22.09.1967 Calmes gehörte zu den ersten Wissenschaftlern, die mit einem Doktorititel nach Luxemburg zurückkehrten, nachdem er an verschiedenen Universitäten in Deutschland und der Schweiz gearbeitet hatte. In den 1920er Jahren wurde er Direktor des luxemburgischen schwerindustriellen Konzerns Arbed. Während er in den frühen 1920er Jahren an der Universität Frankfurt unterrichtete, wurde er 1921 vom Völkerbund beauftragt, die finanzielle Lage Albaniens zu untersuchen. Als Historiker beschäftigte er sich vor allem mit der luxemburgischen Geschichte im 19. Jahrhundert. ca. 6-mal erwähnt
calwerrichard_80447 Calwer, Richard Journalist und Politiker 121647722 21.01.1868 12.06.1927 Redakteur des Braunschweiger Volksfreundes, dann freier Journalist in Berlin. Von 1898–1902 war er Mitglied des Reichstages für die SPD. Von 1900–1913 gab er das Handbuch "Das Wirtschaftsjahr" heraus. Seit 1906 leitete er ein wirtschaftsstatistisches Büro in Berlin. Von 1919-23 gab er die Zeitschrift Die Konjunktur heraus. ca. 1-mal erwähnt
capelcureedward_49893 Capel Cure, Edward Henry Diplomat 27.06.1866 1923 Britischer Diplomat in Italien. ca. 1-mal erwähnt
capperarthur_45422 Capper, Arthur Politiker 1132145856 14.07.1865 19.12.1951 US-amerikanischer Politiker aus Kansas. Von 1915–1919 war er der 20. Governor von Kansas und von 1919–1949 saß er für den Bundesstaat im US-Senat. ca. 2-mal erwähnt
carrwilbur_51743 Carr, Wilbur S. Diplomat. 31.10.1870 26.06.1942 1892 trat Carr in den diplomatischen Dienst ein und war nach 1900 führend daran beteiligt, ein professionelles Diplomatisches Corps zu schaffen. Von 1924–1937 war Carr Assistant Secretary of State. Im Jahr 1937 ernannte ihn Präsident Franklin D. Roosevelt zum amerikanischen Botschafter in der Tschechoslowakei. ca. 1-mal erwähnt
casselgustav_63600 Cassel, Gustav Ökonom 118519492 20.10.1866 1945 Von 1895–1898 war Cassel Professor für Mathematik in Stockholm. 1904 wurde er Dozent für Nationalökonomie in Stockholm. Er war ein angesehener Wirtschaftsberater in Deutschland und Gutachter für den Völkerbund. So trug er mit seiner Expertise zu den Verhandlungen des Dawes- und Young-Plans bei. Während der Weltwirtschaftskrise argumentierte er vehement gegen den Goldstandard. ca. 2-mal erwähnt
castlerichardwil_36993 Castle, William Richards Diplomat 120673711 19.06.1878 13.10.1963 Nach einem Studium der Literaturwissenschaft in Harvard arbeitete Castle dort u. a. als Englisch-Dozent. 1919 trat er in das US-Außenministerium ein. Er diente als Vize-Direktor der Abteilung für Westeuropäische Angelegenheiten und ab 1921 als deren Leiter. 1927 wurde er zum Assistent Secretary of State ernannt. Er wirkte wesentlich an der Verhandlung des Kellogg-Briand Pakts 1928 mit. 1930 wurde er Botschafter in Japan und 1931–33 amtierte er als Staatssekretär im US-Außenministerium. ca. 2-mal erwähnt
cattier_48166 Cattier, Félicien Bankier, Politiker 1135853150 04.03.1869 04.02.1946 Cattier war ab 1906 Professor für Öffentliches Recht an der Universität Brüssel. Zudem war er Geschäftsführer der Société Générale de Belgiqué und von 1932–1939 ihr Vorstandsvorsitzender. Bis 1944 war er außerdem Aufsichtsratsvorsitzender der Union minière du Haut Katanga, einer belgischen Bergbaugesellschaft im Kongo. ca. 1-mal erwähnt
chalmersrobert_33230 Chalmers, Robert Finanzpolitiker 1055094393 18.08.1858 17.11.1938 Chalmers trat 1882 in das Britische Finanzministerium ein und amierte von 1903-1907 als Assistant Secretary. Anschließend wurde er Chairman of the Board of Inland Revenue (1907–1911) und Permanent Secretary to the Treasury (1911–1913). Zwischen Juni 1913 und Dezember 1915 war Chalmers Governor von Ceylon, wonach er anschließend ins Finanzministerium zurückkehrte. Neben seiner politischen Karriere machte er sich einen Namen durch zahlreiche Werke zur Geschichte des Buddhismus. ca. 1-mal erwähnt
camberlainjoseph_64683 Chamberlain, Joseph Austen Politiker. 118520016 16.10.1863 17.03.1937 Von 1902–1903 war Chamberlain zunächst Postminister, von 1903–1904 und von 1919–1921 britischer Finanzminister. Von 1924–1929 bekleidete er das Amt des britischen Außenminister. ca. 3-mal erwähnt
chenobenoit_59533 Chénobenoit Politiker ca. 2-mal erwähnt
churchillwinston_65409 Churchill, Winston Politiker 119261073 30.11.1874 24.01.1965 Nach einer Karriere als Offizier wurde er 1900 Mitglied des Unterhauses für die Konservativen. Von 1904–1924 war er Mitglied der Liberal Party und bekleidete zahlreiche Ministerämter: 1908–1910 Handelsminister, 1910–1911 Innenminister, 1911 Erster Lord der Admiralität, 1917–1918 Munitionsminister, 1918–1921 Kriegs- und Luftfahrtminister, 1921–1922 Kolonialminister. 1924 wurde er erneut Mitglied der Konservativen. Von 1924–1929 war er Finanzminister, 1939 Erster Lord der Admiralität und von 1940–1945 sowie 1951–1955 Premierminister. ca. 3-mal erwähnt
clarkwilliamhenry_32088 Clark, William Henry Finanzbeamter 04.01.1876 22.11.1952 Ausbildung/Studium in Eton und Cambridge. Clark begann seine Laufbahn als Assistent beim Board of Trade in London 1899. U. a. war er an der Aushandlung des Handelsvertrags mit China 1901 beteiligt. Von 1903–05 war er Geschäftsführer der Royal Commission on Supply of Food. Während des Ersten Weltkriegs war er Comptroller-General am Commercial Intelligence Department des Board of Trade. 1917–28 amtierte er als Comptroller-General of Department of Overseas Trade. In den Jahren. 1928–1934 amtierte Clark als 1st High Commissioner in Kanada. 0-mal erwähnt
clayhenry_45264 Clay, Henry Ökonom 105157503 09.05.1883 30.07.1954 Nach dem Studium in Oxford arbeitete Clay zunächst als Civil Servant. Von 1917–1919 war Clay im Ministry of Labour beschäftigt. 1917 war Clay an der Gründung der "Romney Street Group" beteiligt, einem Think Tank, der sich mit den Problemen der britischen Rekonstruktionspolitik nach dem Ersten Weltkrig beschäftigte. Von 1919–1922 war er Fellow am New College in Oxford. 1922 wurde er als Ökonomieprofessor an die University of Manchester berufen. Von 1930–1944 war er wirtschaftlicher Berater der Bank of England. ca. 1-mal erwähnt
clemenceaugeorges_73877 Clemenceau, Georges Politiker 118676407 28.09.1841 24.11.1929 Seit 1871 mit Sitz in der französischen Deputiertenkammer bildete er von 1906–1909 seine erste Regierung. 1917 trat er an die Spitze einer neugebildeten Kriegsregierung. ca. 1-mal erwähnt
clemnteltienne_66124 Cleméntel, Étienne Politiker 120163152 29.03.1864 25.12.1936 Cleméntel war ein französischer Politiker der Gauche radicale. Er war von 1900 bis 1919 Mitglied der Nationalversammlung. Er bekleidete zahlreiche Ministerämter in verschiedenen Kabinetten und war von 1920 bis 1936 Mitglied des Senats. Darüber hinaus war er 1919 Gründungspräsident der Internationalen Handelskammer. ca. 4-mal erwähnt
coffinwilliam_90243 Coffin, William Diplomat ca. 1-mal erwähnt
collierjameswill_95267 Collier, James William Politiker 28.09.1872 28.09.1933 Collier war Mitglied der Demokratischen Partei und gehörte zwischen 1896 und 1899 dem Repräsentantenhaus von Mississippi an. Zwischen 1900 und 1909 war er Gerichtsangestellter (Circuit Clerk) im Warren County. Bei den Kongresswahlen des Jahres 1908 wurde Collier im achten Distrikt von Mississippi in das US-Repräsentantenhaus in Washington gewählt. Bis 1933 absolvierter er insgesamt elf Legislaturperioden im Kongress. Zwischen 1931 und 1933 war er Vorsitzender des Committee on Ways and Means. ca. 6-mal erwähnt
contarinisalvatore_92841 Contarini, Salvatore Diplomat und Politiker 120892316 06.08.1867 17.12.1945 Nach dem Jurastudium in Palermo trat Contarini 1893 in den Diplomatischen Dienst ein und war von 1912 bis 1914 Gesandter Italiens in Portugal. Ab 1914 war er Generalsekretär des Außenministeriums. Von 1924 bis 1926 war er Außenminister, bevor er nach einem Konflikt mit Mussolini sowohl als Minister wie als Generalsekretär des Außenministeriums zurücktrat und sich ins Privatleben zurückzog. Ab 1930 war er wieder Mitglied des Senats. ca. 2-mal erwähnt
coolidgecalvin_13765 Coolidge, Calvin Politiker 118669974 04.07.1872 05.01.1933 Rechtsanwalt aus Massachussetts. 1919–1921 diente er als Governeur des Staates. Von 1921–1923 war er Vizepräsident der USA und wurde 1923 Nachfolger Warren G. Hardings nach dessen Tod im August des Jahres. Nachdem er die Wahl 1924 gewinnen konnte, beschloss er 1928 nicht noch einmal anzutreten. ca. 1-mal erwähnt
crenadeionghdan_86614 Crena de Iongh, Daniel Bankier 1089912803 1888 1970 Niederländischer Bankier beim Völkerbund. ca. 1-mal erwähnt
crewemilnesrobert_32009 Crewe-Milnes, Robert 1st Marquess of Crewe Politiker und Schriftsteller 132758482 12.01.1858 20.06.1945 Von 1892–1895 war er Lord Lieutenant of Ireland und von 1905–1908 Lord President of the Council. Von 1910–1915 amtierte er als Kolonialminister und von 1910–1915 als Minister für Indien. Neben einer langjährigen Tätigkeit als Rektor des Kings College London war er von 1922–28 britischer Botschafter in Paris und wurde 1931 Kriegsminister. ca. 2-mal erwähnt
cronemuenzebrock_15080 Crone-Münzebrock, August Politiker 129440817 17.05.1882 17.04.1947 Landwirt und Politiker des Zentrums. ca. 1-mal erwähnt
cunowilhelm_99191 Cuno, Wilhelm Geschäftsmann und parteiloser Politiker 118677497 02.07.1876 03.01.1933 Cuno war Direktor der HAPAG und als Wirtschaftsvertreter bei zahlreichen Konferenzen und in vielen Gremien vertreten. Von November 1922 bis zum August 1923, auf dem Höhepunkt der Inflationszeit, war er deutscher Reichskanzler. ca. 1-mal erwähnt
curtiusjuliusadam_16768 Curtius, Julius Adam Jurist und Politiker der 118670751 07.02.1877 10.11.1958 Nach der Promotion zum Dr. jur im Jahr 1900 wurde er 1905 Rechtsanwalt in Duisburg. 1919 war er Mitbegründer der Deutschen Liberalen Volkspartei in Heidelberg und bis 1921 dort Stadtverordneter. Zwischen 1920–1932 war er Mitglied des Reichstags für die DVP. Von 1926–1929 war er Reichswirtschaftsminister und von 1929–1931, als Nachfolger Stresemanns, Reichsaußenminister. Nach seinem Rücktritt arbeitete er 1931–1945 als Rechtsanwalt und war Gutsbesitzer in Mecklenburg. Nach seiner Enteignung nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er nach Heidelberg zurück. ca. 3-mal erwähnt
damelio_96432 D´Amelio, Mariano Politiker 133312909 04.11.1871 19.11.1943 Von 1923–1941 war D´Amelio Präsident des Obersten Finanzgerichtshof. Seit 1924 diente er als Senator. ca. 1-mal erwähnt
dalbergrudolf_54197 Dalberg, Rudolf Jurist und Finanzpolitiker 133563626 09.12.1885 Unbekannt Das Studium der Rechtswissenschaften schloss Dalberg 1910 mit der Promotion ab. 1908 erfolgte der Eintritt in die preußische Justizverwaltung. 1912 wurde er Regierungsassessor und arbeitete ab 1913 als Rechtsanwalt am Oberlandesgericht Düsseldorf. Von 1914–1918 leistete er den Kriegsdienst ab. Danach erfolgte 1918 der Eintritt ins Reichsschatzamt und ab 1919 war er Regierungsrat im Reichsfinanzministerium. 1921 wurde er Oberregierungsrat und Direktor des Kommissariats für Aus- und Einfuhrbewilligung. Von 1923–1925 war er Abteilungsleiter im Reichswirtschaftsministerium. 1925 übernahm er die British and German Trust Ltd. Finanzberatung in Berlin. ca. 4-mal erwähnt
dariacadrienlouis_73861 Dariac, Adrien Louis Politiker 133563758 14.06.1868 13.06.1949 Amtierte als Generalinspektor der Landwirtschaft und war Mitglied der „Alliance républicaine démocratique“. Er war nach dem Ersten Weltkrieg bekannt für seine sehr weitgehenden Reparationsforderungen gegenüber Deutschland. ca. 1-mal erwähnt
dattos_12616 Dattos ca. 1-mal erwähnt
dawescharles_73606 Dawes, Charles Gates Bankier und Politiker 12348720X 27.08.1865 23.04.1951 1898 wurde Dawes Währungskommissar der US-Regierung (Comptroller of the Currency). Ab 1901 amtierte er als Aufsichtsratsvorsitzender einer Bank in Chicago. Während des Ersten Weltkrieges wurde er zunächst Major, dann Oberstleutnant und Brigadegeneral unter General John J. Pershing im Nachschubwesen. 1921 wurde Dawes erster Direktor des neugeschaffenen Bureau of the Budget. 1923 wechselte er zur Reparationskommission, wo er den sog. Dawes-Plan mitentwickelte, mit dem die Reparationen neu geregelt wurden. 1925 erhielt er dafür den Friedensnobelpreis. 1924 war er Running Mate des Republikaners Calvin Coolidge und amtierte nach seinem Wahlsieg von 1925–1929 als US-Vizepräsident. 1929–1932 war er Botschafter der Vereinigten Staaten in Großbritannien. Ab 1932 amtierte er als Chairman of the Board der City National Bank and Trust Co. in Chicago. ca. 4-mal erwähnt
dewendel_73879 De Wendel, François Industrieller und Politiker 123917492 05.05.1874 13.01.1949 De Wendel erbte als ältester von drei Brüdern die Führung eines großen Stahlkonzerns in Lothringen. 1899 schloss er sein Studium im Ingenieurswesen ab und begann im familiären Unternehmen zu arbeiten. 1903, nach dem Tod seines Vaters, übernahm er die Leitung des Unternehmens. Zwischen 1908 und 1913 baute er ein neues Stahlwerk in Hayange auf, wobei er US-amerikanische Technologien einführte. 1913 trat er in die Politik ein und wurde Parlamentarier. Während der 1920er Jahre spielte er sowohl als Politiker wie als Industrieller eine zentrale Rolle im öffentlichen Leben Frankreichs. ca. 2-mal erwähnt
deperetti_55118 De Peretti de la Rocca, Emmanuel De Peretti Diplomat 133719464 23.12.1870 17.07.1958 Nach einem Studium der Rechtswissenschaft trat De Peretti in den Diplomatischen Dienst ein. 1909 wurde er Botschafter in Washington D. C. Von 1924–1929 war er Botschafter in Spanien und von 1929–1931 in Belgien. ca. 1-mal erwähnt
desotohernando_16233 DeSoto, Hernando Konsul 09.08.1866 24.11.1928 Wurde in Jena als Kind US-amerikanischer Eltern geboren. Er begann seine diplomatische Karriere als U.S. Deputy Consul in Chemnitz 1889-91 und durchlief in der Folgezeit Stationen in Dresden, Paris, St. Petersburg, Warschau, St. Gallen, Riga, und Palermo. Von 1921-26 war er US-amerikanischer Konsul in Leipzig. 0-mal erwähnt
desanchez_21888 DeSanchez, J. A. M. Bankier Chefökonom der Bank J. P. Morgan während der 1920er Jahre. ca. 4-mal erwähnt
dewolf_99830 DeWolf Diplomat Mitarbeiter des U.S. State Departments. ca. 1-mal erwähnt
dietrich_65219 Dietrich, Hermann Jurist, Landwirt, Politiker. 129869376 11.05.1856 05.07.1930 Nach dem Studium der Rechtswissenschaft arbeitete Dietrich ab 1882 als Rechtsanwalt in Prenzlau. Ab 1910 war er Vorsitzender des Generalverbandes der Deutschen Raiffeisengenossenschaften. Von 1894–1916 war er Stadtverordneter von Prenzlau und von 1898–1918 Mitglied des Preussischen Abgeordnetenhauses. 1918 wurde er Mitglied des neugegründeten Reichstages und Mitbegründer der DNVP. Von 1919–1924 war Dietrich Vizepräsident des Reichstags. ca. 1-mal erwähnt
diorlucien_60445 Dior, Lucien Industrieller 04.07.1867 20.05.1932 Dior entstammte einer alten Industriellenfamilie und spielte auch eine wichtige Rolle in den Interessensvertretungen der Hersteller künstlicher Düngemittel in Frankreich. 1921 wurde er im Kabinett von Aristide Briand Handelsminister, wobei er den Posten auch unter Poincaré bis 1924 behielt. ca. 3-mal erwähnt
d_14632 Doumergue, Gaston Politiker 119000199 01.08.1863 18.06.1937 Seit 1893 hatte Doumergue einen Sitz in der französischen Deputiertenkammer. Von 1906–1908 war er Wirtschaftsminister und von 1902–1905 und 1914–1917 Kolonialminister. Von 1910–1924 war er Mitglied des Senats. Von 1924–1931 amtierte er als Präsident der französischen Republik. ca. 1-mal erwähnt
dornherbert_45972 Dorn, Herbert Finanzpolitiker 133566390 21.03.1887 11.08.1957 Studium der Rechtswissenschaften in Berlin, Freiburg, München und Würzburg. 1913 trat Dorn in den preußischen Justizdienst ein. Er war Teilnehmer der Pariser Friedenskonferenz und an der Erzbergerschen Finanzreform beteiligt. 1920 wechselte Dorn ins Reichsfinanzministerium und wurde dort 1921 Ministerialdirigent, 1926 Ministerialdirektor. Zu seinen Hauptarbeitsgebieten gehörte der Abschluss verschiedener Abkommen über Doppelbesteuerung. 1931 wurde er Direktor des Reichsfinanzhofes und 1934 von den Nationalsozialisten wegen seiner nichtarischen Abstammung aus dem Dienst entfernt. ca. 1-mal erwähnt
doumerpaul_17063 Doumer, Paul Politiker 118672363 22.03.1857 07.05.1932 Paul Doumer war ein französischer Staatsmann und von 1931–1932 vorletzter Präsident der Dritten Republik. Von 1897–1902 war er Generalgouverneur von Indochina und bekleidete in der Folgezeit mehrfach das Amt des Finanzministers (von 1895–1896, 1921–1922, 1925–1926). 1932 fiel er einem Attentat zum Opfer. ca. 1-mal erwähnt
duclos_31878 Du Clos, Pierre Amidieu Industrieller und Politiker 16.09.1881 30.05.1955 Nach dem Studium der Ingenieurswissenschaften trat Du Clos in das familiäre Unternehmen der Lothringischen Schwerindustrie in Longwy ein. Während der 1920er Jahre begann er sich zunächst als Bürgermeister von Longwy politisch zu betätigen und wechselte dann in das Parlament der Republik. Er vertrat nationalistische Ansichten und kooperierte nach der Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg mit den Deutschen. So gehörte er zu den Direktoren der 1943 ins Leben gerufenen Société Française Krupp. ca. 10-mal erwähnt
dubois_84088 Dubois, Leopold Bankier 129018295 10.07.1859 13.10.1928 Von 1890–1901 war Dubois zunächst Direktor der Neuenburger Kantonalbank und arbeitete von 1901–1906 als Finanzdirektor der Schweizerischen Bundesbahnen. Von 1906–1920 war er Delegierter und von 1920–1928 Vorsitzender des Verwaltungsrates des Schweizer Bankvereins in Basel 1919. Dubois galt als international renommierter Finanzexperte. Er saß im Aufsichtsrat der Reichsbank und beriet den Völkerbund. ca. 1-mal erwähnt
ducassef_13271 Ducasse, Francois Unternehmer Präsident der American Taximeter Co. ca. 1-mal erwähnt
dufourvonfronce_79915 Dufour von Féronce, Albert Kaufmann 128789514 14.05.1868 03.02.1945 Kaufmann und Miteigentümer der Firmen seines Großvaters Carl Lampe, E. Sachse & Co. Fabrik ätherischer Öle Leipzig und Liesing bei Wien sowie Brückner, Lampe & Co. Drogen en gros Berlin, Leipzig Hamburg. 1919 wurde Dufour Referent der Außenhandelsstelle des Auswärtigen Amts. 1920 wurde er Geheimer Legationsrat in der deutschen Botschaft in London, 1922 dann Botschaftsrat und 1923 Gesandter. Im Jahr 1926 erfolgte seine Versetzung in den einstweiligen Ruhestand. Von 1927–1932 war er Untergeneralsekretär des Völkerbundes. 1932 wurde er Gesandter in Belgrad, bevor er 1933 in den Ruhestand versetzt wurde. ca. 3-mal erwähnt
duisbergcarl_81535 Duisberg, Carl Industrieller 118528009 29.09.1861 19.03.1935 Nach der Promotion 1881 war Duisberg seit 1884 in der Farbstoffentwicklung bei der Firma Bayer, Elberfeld tätig. 1888 wurde er Prokurist und war ab 1900 entscheidend am Aufbau der Leverkusener Chemiefabrik beteiligt. Seit 1900 war Duisberg Vorstandsmitglied bei Bayer und ab 1912 Vorsitzender des Vorstands. 1925 gehörte er zu den Gründern der I. G. Farben, einem Zusammenschluss der großen deutschen Chemieunternehmen. Von 1925–1931 war Duisberg Vorsitzender des Reichsverbands der Deutschen Industrie und ab 1926 Vorsitzender des Aufsichstrats der I. G. Farben. ca. 2-mal erwähnt
dullesjohnfoster_89736 Dulles, John Foster Jurist und Politiker 118681168 25.02.1888 24.05.1959 Von 1911–1949 war er Rechtsanwalt in New York. 1917/18 leistete er Kriegsdienst ab und war 1918/19 Mitglied der US-Friedensdelegation in Paris und bei der Reparationsdelegation. Während der 1920er Jahre arbeitete er erfolgreich als international vernetzter Wirtschaftsanwalt. 1945–1950 war Dulles US-Delegierter bei der Gründung der Vereinten Nationen. Von 1953–1959 amtierte er als Außenminister der USA. ca. 4-mal erwähnt
dunlopdanielnicol_46679 Dunlop, Daniel Nicol Unternehmer, Verbandsfunktionär 118821814 28.12.1868 30.05.1935 Nach verschiedenen kleineren Tätigkeiten arbeitete Dunlop seit 1899 als Verkaufsleiter für Westinghouse in London. 1911 gründete er die British Electrical and Manufacturer's Association. 1924 organisierte er die World Power Conference, den Vorläufer des World Energy Council. Zudem machte er sich als Anthroposoph einen Namen. ca. 1-mal erwähnt
ebertfriedrich_48799 Ebert, Friedrich Politiker 118528610 04.02.1871 28.02.1925 Nach einer Sattlerlehre ging Ebert 1888–1891 auf Wanderschaft. 1889 wurde er Schriftführer des Sattlerverbandes Hannover und 1894 SPD-Vorsitzender in Bremen. 1905 stieg er zum Hauptgeschäftsführer der SPD in Berlin auf. Von 1913–18 saß er für die SPD im Reichstag. Seitdem war er auch deren Vorsitzender. 1917 war Ebert maßgeblich an der Friedensresolution im Reichstag beteiligt und war 1918 im Januarstreik Mitglied der Streikleitung. Nach der Revolution 1918 war Ebert kurzfristig Reichskanzler und Vorsitzender des Rates der Volksbeauftragten. Von 1919–1925 amtierte er als erster Reichspräsident der Weimarer Republik. ca. 4-mal erwähnt
edisonthomas_45473 Edison, Thomas Erfinder 118528912 11.02.1847 18.10.1931 US-amerikanischer Erfinder und Unternehmer. Edison war ein Pionier der Elektroindustrie, Inhaber zahlreicher Patente und Gründer von General Electric. ca. 2-mal erwähnt
eggertwilhelm_15732 Eggert, Wilhelm Gewerkschafter 133566587 31.05.1880 1938 Eggert trat 1898 in den Deutschen Metallarbeiterverband ein. Nach dem Weltkrieg gehörte er dem Landesausschuss der Arbeiterräte Württembergs an und vertrat die SPD von 1919 bis 1924 im Württemberger Landtag. 1921 bis 1933 war er Vorsitzender des Deutschen Metallarbeiterverbandes und seit 1925 Mitglied des Reichswirtschaftsrates. ca. 1-mal erwähnt
eisenlohrernst_80594 Eisenlohr, Ernst Diplomat 116427175 12.11.1882 20.01.1958 Nach dem Studium der Jurisprudenz in Heidelberg und Berlin trat Eisenlohr 1904 in den badischen Justizdienst ein, dem 1911 der Eintritt in den Auswärtigen Dienst folgte. Nach Kriegsteilnahme und Ausbildungsstationen in São Paulo, Lissabon und Belgrad war er von 1931 bis 1936 Gesandter in Athen und von 1936 bis 1937 in Prag. ca. 2-mal erwähnt
erzbergermatthias_94111 Erzberger, Matthias Politiker 11853100X 20.09.1875 26.08.1921 Erzberger war ab 1903 Reichstagsabgeordneter für die Deutsche Zentrumspartei. Als Leiter der deutschen Waffenstillstandskommission war er einer der Unterzeichner des Waffenstillstands von Compiègne. Im Januar 1919 wurde er in die verfassungsgebende Weimarer Nationalversammlung gewählt. Von Juni 1919 bis März 1920 war Erzberger Reichsfinanzminister und zeitweise Vizekanzler. Neben der Neuorganisation in Form einer Zentralisierung der Finanzverwaltung beinhalteten die unter seiner Ägide durchgeführten umfassenden Reformen auch die Einführung eines modernen einheitlichen Steuerrechts in Form der Reichsabgabenordnung. 1921 wurde er von Rechtsradikalen ermordet. ca. 3-mal erwähnt
escallierlouis_66722 Escallier, Louis Geschäftsmann 11.01.1883 11.07.1965 Escallier war 1934–1946 Finanzaufseher und Governeur der Banque de l'Algérie. Anschließend agierte er 1946–49 als Verwaltungsratsvorsitzender der Crédit Lyonnais und 1949–1952 als Verwaltungsratsmitglied bei der Électricité de France. 1943 wurde er deportiert und zeitweise in Buchenwald und Dachau interniert. ca. 2-mal erwähnt
fahrenhorstwalter_72113 Fahrenhorst, Walter Industrieller 133328171 12.01.1871 08.04.1938 Nach der juristischen Promotion folgte 1897 der Eintritt in die landwirtschaftliche Verwaltung Höxter. 1904 wurde Fahrenhorst Regierungsrat im Preussischen Landwirtschaftsministerium. Seit 1905 agierte er als Vorstandsmitglied der Phoenix-Aktiengesellschaft in Ruhrort, deren Generaldirektor er 1922 wurde. Ab 1926 war er Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Vereinigten Stahlwerke AG. Darüber hinaus war Fahrenhorst in zahlreichen Aufsichtsräten der deutschen Eisen- und Stahlindustrie vertreten. ca. 1-mal erwähnt
feie_29533 Feie Diplomat US State Department. ca. 1-mal erwähnt
fordhenry_27917 Ford, Henry Unternehmer 118534300 30.07.1863 07.04.1947 US-amerikanischer Erfinder. Mit seiner Firma Ford Motor Company revolutionierte er vor dem Ersten Weltkrieg die Massenproduktion durch die Einführung der Fließfertigung. In den 1920er Jahren verfolgte er zudem verschiedene politische Projekte und zeichnete sich durch einen ausgeprägten Antisemitismus aus. ca. 1-mal erwähnt
francklouis_94272 Franck, Louis Anwalt und Bankier 133360407 28.11.1868 31.12.1937 Nach seinem Einstieg in die Politik 1906 diente er in verschiedenen Regierungsfunktionen, u.a. von 1918 bis 1924 als Minister für die Kolonien und von 1924–1926 als Finanzminister. Von 1926 bis zu seinem Selbstmord 1937 war er Gouverneur der Banque de Belgique. ca. 2-mal erwähnt
francoisponcet_13674 François-Poncet, André Politiker und Diplomat 118534726 13.06.1887 08.01.1978 Von 1931–1938 war er Botschafter Frankreichs im Deutschen Reich sowie von 1949–1955 der einzige französische Hohe Kommissar in Deutschland. Über seine Zeit in Deutschland verfasste er mehrere Bücher. ca. 2-mal erwähnt
franqui_51380 Francqui, Lucien Emile Politiker 133569136 25.06.1863 01.11.1935 Nach einer Karriere im belgischen Kongo entsandte die belgische Regierung Francqui von 1897–1902 nach China, um dort Eisenbahnkonzessionen auszuhandeln. Nach einem Zwischenspiel als Präsident der Banque d´Outremer war Francqui ab 1918 wesentlich an der Etablierung des Belgischen Hilfswerks und der Versorgung der notleidenden Bevölkerung beteiligt. 1924 nahm er für die belgische Regierung an den Dawes-Verhandlungen teil. Als Minister ohne Geschäftsbereich war er an der Stabilisierung der Währung (Belga) entscheidend beteiligt. ca. 3-mal erwähnt
frischwalther_72604 Frisch, Walther Bankier und Politiker 133570363 15.07.1879 06.02.1966 Frisch schloss sein Studium mit Promotionen in den Rechtswissenschaften und Philologie ab. Von 1919–1933 war er Vorstandsmitglied der Dresdner Bank. 1933 wurde er Teilhaber des Bankhauses Gebrüder Arnhold. Von 1937–1944 war er Geschäftsführer des Bankhauses Hardy & Co. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er als Oberbürgermeister von Lindau eingesetzt und blieb bis 1956 im Amt. ca. 1-mal erwähnt
froechtlingalfred_29625 Fröchtling, August F. Glasfabrikdirektor 03.05.1885 Unbekannt Studium der Staatswirtschaftslehre und 1909 Promotion zum Dr. phil. Er war Direktor und stellvertretendes Vorstandsmitglied der Aktiengesellschaft für Glasindustrie Dresden. ca. 2-mal erwähnt
fuchsrichard_18756 Fuchs, Richard 133378985 10.12.1872 Unbekannt 1919 wurde er ständiger Hilfsarbeiter des Reichsbankdirektoriums und im selben Jahr Reichsbankdirektor. 1920 wurde er Referent des Reichsbankdirektoriums und amtierte von 1922–1933 als dessen Mitglied. ca. 2-mal erwähnt
gaydavirginio_93894 Gayda, Virginio Journalist 1055262180 12.08.1885 14.03.1944 Seit 1908 arbeitete er als Redakteur für La Stampa und war in den 1930er und 1940er Jahren eine prominente Stimme des "Giornala d´Italia" mit erkennbarer Nähe zu Mussolini und dem Faschismus. ca. 2-mal erwähnt
gesslerotto_60843 Geßler, Otto Politiker 116599723 06.02.1875 24.03.1955 Nach dem Jurastudium trat Geßler 1900 in den bayerischen Justizdienst ein. 1905 wurde er Gewerberichter in München und 1910 Bürgermeister von Regensburg, bevor er 1913 Oberbürgermeister von Nürnberg wurde. 1918 gehörte er zu den Mitbegründern der DDP. 1919 amtierte er als Reichsminister für Wiederaufbau und von 1920–1928 als Reichswehrminister. Im Zuge der sog. Phoebus-Affäre trat er 1928 als Reichswehrminister zurück. Von 1931–1933 war Geßler Vorsitzender des Vereins für das Deutschtum im Ausland. 1944 wurde er verhaftet und im KZ Ravensbrück interniert. Von 1950–1952 war er Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. ca. 1-mal erwähnt
ghandimohandaska_17010 Gandhi, Mohandas Karamchand Aktivist 118639145 02.10.1869 30.01.1948 Mohandas Karamchand Gandhi war ein indischer Rechtsanwalt, Publizist und Morallehrer. Bevor er einem Attentat zum Opfer fiel, war er der spirituelle und politische Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung. ca. 1-mal erwähnt
goldschmidtjacob_31611 Goldschmidt, Jacob Bankier 124538614 31.12.1882 23.09.1955 Nach einer Banklehre in New York fungierte er 1910 als Mitbegründer des Bankhauses Schwarz, Goldschmidt & Co in Berlin. Im Jahr 1918 wurde er Direktor der Nationalbank für Deutschland KG a.A. und war von 1922–1931 Mit-Inhaber der Darmstädter und Nationalbank. 1924 war er Mitgründer der Internationale Bank Amsterdam, als deren stellvertretender Aufsichtsrat er fungierte. Gleichzeitig war er Mitbegründer und Vorsitzender des Initiativkomitees Encyclopaedia Judaica. 1934 emigrierte er in die USA. Insbesondere während der 1920er Jahre hatte er zahlreiche Aufsichtsratsmandate inne. ca. 5-mal erwähnt
glasenapp_74026 Glasenapp, Otto von Jurist, Bankier 116653124 30.09.1853 03.03.1928 Glasenapp trat 1874 in den preussischen Justizdienst ein, bevor 1875 die Promotion folgte. Seit 1882 war er als Referent für das Reichsschulden-, Geld- und Münzwesen im Reichsschatzamt beschäftigt. Von 1896–1924 saß Glasenapp im Direktorium der Reichsbank und war von 1907–1924 deren Vizepräsident. Zusammen mit Rudolf Havenstein leitete Glasenapp die Reichsbank während Inflation und Hyperinflation. ca. 4-mal erwähnt
goffins_89957 Goffin, Sydney Frederick Herbert Berater 1878 1947 Finanzberater der Britischen Rhine Army. ca. 2-mal erwähnt
goodewilliam_26585 Goode, William Politiker Goode leitete nach dem Ersten Weltkrieg zunächst englische Relief-Missionen in den ostmitteleuropäischen Staaten. Nach Auflösung der österreichischen Sektion der Reparationskommission im Frühjahr 1921 blieb Goode Finanzberater der österreichischen Regierung und war in wichtiger Funktion an der Stabilisierung der Währung beteiligt. ca. 3-mal erwähnt
grandidino_57917 Grandi, Dino Politiker 119212188 04.06.1895 21.05.1988 Von 1929 bis 1932 war er Außenminister und von 1939 bis 1943 Justizminister des monarchisch-faschistischen Italiens. ca. 2-mal erwähnt
greenwilliam_43751 Green, William Gewerkschaftsführer 03.03.1873 21.11.1952 Von 1924–1952 war Green Präsident der American Federation of Labor (AFL). Er war ein Befürworter kooperativer Beziehungen zwischen Unternehmensleitungen und Arbeitern. Zudem setzte er sich stark für verbesserte Regelungen zum Arbeitsschutz ein. ca. 1-mal erwähnt
greenwoodarthur_44313 Greenwood, Arthur Politiker 124321410 08.02.1880 09.06.1954 Er war ein prominentes Mitglied der Labour Party während der Zwischenkriegszeit und während der kurzlebigen Labour-Regierung. Ab 1924 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Gesundheitsministerium. In den 1930er Jahren war er ein vehementer Gegner der britischen Appeasement-Politik gegenüber dem nationalsozialistischen Deutschland. ca. 1-mal erwähnt
gruenfeld_59203 Grünfeld, Heinrich Textilkaufmann 133436594 10.04.1865 1936 Grünfeld war Teilhaber der Landeshuter Leinen und Gebildewebereien F.V. Grünfeld. Von 1920–1933 war er Mitglied des Vorläufigen Reichswirtschaftsrats und darin Leiter der Gruppe Handwerk. Bis 1933 war er Präsidialmitglied der Industrie- und Handelskammer Berlin und Mitglied des Verwaltungsrates der Deutschen Post. Bis 1933 war er zudem im Vorstand der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels. ca. 1-mal erwähnt
gurin_44664 Guérin, Albert Industrieller 1069804126 24.03.1893 19.03.1974 1911 siedelte Guérin von Frankreich nach Argentinien über und etablierte sich in Buenos Aires als Hersteller von Parfümen. Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg kehrte er dorthin zurück und wurde Vorsitzender der dortigen französischen Handelskammer. ca. 1-mal erwähnt
guinesswalter_58118 Guiness, Walter -irischer Politiker und Brauereiunternehmer 105530259X 29.03.1880 06.11.1944 Neben dem Besitz und der Leitung der irischen Guiness-Brauerei war er u. a. von 1924–1929 persönlicher Referent von Winston Churchill im britischen Treasury Department. ca. 1-mal erwähnt
hagemannwerner_14501 Hagemann, Werner Ministerialbeamter 101827016 04.06.1881 1960 Hagemann studierte Jurisprudenz an den Universitäten in Lausanne, Heidelberg und Leipzig. 1911 trat er als Regierungsassessor in das Reichsamt des Innern ein. 1918 wurde er Geheimer Regierungsrat im Reichswirtschaftsamt, dann im Reichswirtschaftsministerium. 1935 wurde Hagemann Ministerialdirigent, jedoch bereits 1936 in den Ruhestand versetzt. Anschließend wurde er Leiter der Reichsstelle für Seide, Kunstseide und Zellwolle. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete er hauptsächlich als Sachverständiger. ca. 1-mal erwähnt
hagenlouis_80594 Hagen, Louis Bankier 116379588 15.05.1855 01.10.1932 Der Sohn jüdischer Eltern (damals noch Louis Levy) trat 1873 in das väterliche Bankhaus A. Levy & Co. ein und fungierte dort seit 1877 als Teilhaber. Nach seiner Heirat 1873 konvertierte er zum Katholizismus. In den Folgejahren schaffte es Hagen, das Bankhaus Levy & Co. zu einem der führenden Privatbankhäuser im Westen zu entwickeln. Allerdings geriet die Bank bereits im Jahr 1929 in eine schwere Krise. Hagen zeichnete sich seit der Jahrhundertwende durch eine große Zahl an Aufsichtsratsmandaten aus. Zudem war er bis 1932 Präsident der Kölner Industrie- und Handelskammer. ca. 3-mal erwähnt
haller_67121 Haller Bankier Bankier bei der Basler Handelsbank. ca. 1-mal erwähnt
hammeduard_87069 Hamm, Eduard Politiker, Verbandsvertreter 118946226 16.10.1879 23.09.1944 Hamm trat 1906 in den bayerischen Staatsdienst ein und wurde 1916 Vorstandsmitglied der Zentralen Einkaufsgesellschaft, bevor er zum Kriegsernährungsamts in Berlin wechselte. Von 1919–1922 war er bayerischer Handelsminister und 1919–1922 Bevollmächtigter Bayerns im Reichsrat. 1920–1924 saß er für die DDP im Reichstag. Von 1922–23 war Hamm Staatssekretär in der Reichskanzlei und von 1923–25 Reichswirtschaftsminister. Von 1925–1933 war er Mitglied des Vorläufigen Reichswirtschaftsrates und von 1925–33 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Nach 1933 war er als Rechtsanwalt tätig und ab 1944 Teil des deutschen Widerstandes gegen Hitler. 1944 wurde er verhaftet und starb vermutlich durch Selbstmord in Haft. ca. 1-mal erwähnt
hardingwarreng_26154 Harding, Warren G. Politiker 11872035X 02.11.1865 02.08.1923 Harding arbeitete zunächst im Zeitungswesen und begann seine politische Laufbahn 1899 im Senat von Ohio. Von 1921–1923 war er der Präsident der Vereinigten Staaten. Der Republikaner gewann die Präsidentschaftswahl 1920, die erste, bei der Frauen wählen durften, mit dem größten prozentualen Vorsprung seit der Abschaffung des Zensuswahlrechts 1830. Harding starb nach etwa zwei Jahren und fünf Monaten Amtszeit unerwartet im August 1923. ca. 4-mal erwähnt
harrisongeorge_51305 Harrison, George L. Bankier 13345441X 26.01.1887 05.03.1958 Nach dem Studium der Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Yale und an der Harvard Law School arbeitete er 1913 als Law Clerk am U.S. Supreme Court und ab 1914 als Mitarbeiter der New Yorker Federal Reserve Bank. Nach dem Tod von Benjamin Strong im Frühjahr 1928 wurde er Governor der New Yorker Federal Reserve Bank, die er durch die Große Depression und die Bankenkrise hindurch führte. Harrison verließ die New Yorker Federal Reserve Bank 1941, um Präsident der New York Life Insurance Company zu werden. ca. 11-mal erwähnt
hartmann_87377 Hartmann Bankier ca. 2-mal erwähnt
harveyernest_15624 Harvey, Ernest Musgrave Finanzfachmann, Bankier 1867 1955 Harvey war von 1918–1925 Chief Cashier der Bank of England. Von 1929–1936 war er Deputy Governor der Bank of England. ca. 5-mal erwähnt
hasslacherjohann_56281 Hasslacher, Johann Jacob Industrieller 127819746 02.09.1869 16.07.1940 Studium der Rechtswissenschaft in Bonn. Von 1896 bis 1910 war er als Justitiar tätig und wechselte anschließend auf eine Direktorenstelle bei der Gelsenkirchener Bergwerks-AG. Bis zu seinem Ruhestand 1936 war er Generaldirektor der Rheinischen Stahlwerke AG. Seit 1922 Präsidialmitglied im Reichsverband der Deutschen Industrie. Von 1921 bis 1930 war er stellvertretendes Mitglied des Preußischen Staatsrates. Für die DNVP saß er von 1928 bis 1930 im Reichstag. ca. 1-mal erwähnt
havendons_13467 Haven, Don S. US-amerikanischer Vize-Konsul Gebürtig aus Pennsylvania wurde er US-amerikanischer Vize-Konsul in Belgrad 1922 und U.S.-amerikanischer Konsul in San Luis Potosi 1925. ca. 2-mal erwähnt
havensteinrudolf_47191 Havenstein, Rudolf Bankier 116550295 10.03.1857 20.11.1923 Nach Studium der Rechtswissenschaft in Heidelberg und Berlin trat Havenstein 1887 in den preussischen Staatsdienst ein; zunächst als Richter, bevor er 1890 in das Preussische Finanzministerium eintrat. Von 1900 bis 1908 war Havenstein Präsident der Königlichen Seehandlung. Seit Januar1908 bis zu seinem Tod amtierte er als Präsident der Reichsbank, deren Leitung er während der Inflation zu verantworten hatte. ca. 21-mal erwähnt
hawtreyralphgeorg_86589 Hawtrey, Ralph Georg Ökonom 1879 1975 Hawtrey beschäftigte sich insbesondere mit Fragen der Geldtheorie und des internationalen Währungssystems. Das 1919 veröffentlichte Werk "Currency and Credit" gilt als sein Hauptwerk. Seit 1919 war er Director of Financial Inquiries des Treasury. ca. 1-mal erwähnt
headlammorleyjam_45208 Headlam-Morley, James Historiker und Diplomat 116554398 24.12.1863 06.09.1929 1919 nahm er als Mitglied der britischen Delegation an der Friedenskonferenz in Paris teil. Bei dieser Konferenz wurde er von Lloyd George damit beauftragt, eine Lösung für die Streitfragen um Danzig und das Saargebiet zu finden. ca. 3-mal erwähnt
hendersonarthur_94091 Henderson, Arthur Politiker 118886711 13.09.1863 20.10.1935 Seit der Wende zum 20. Jahrhundert engagierte sich Henderson stark für die Labour Party. Er war mehrfach Chief Whip des Parlaments und war von 1908–1911 sowie 1914–1922 und 1931–1934 Vorsitzender der Partei. Von 1915–1917 gehörte er den Kabinetten von Herbert Henry Asquith und David Lloyd George als Erziehungsminister und Berater in Arbeiterfragen an. Im Jahr 1918 versuchten Henderson mit anderen, die Labour Party zu einer straff organisierten Partei mit sozialistischem Profil auszugestalten. 1924 fungierte Henderson in der Regierung MacDonald als Innenminister. Im zweiten Kabinett MacDonald war er von 1929 bis zum Bildung des Nationalen Government im August 1931 Außenminister. In dieser Funktion war er unter anderem an den Haager Konferenzen zur Neuregelung der Reparationszahlungen des Deutschen Reiches sowie an der Flottenkonferenz von 1930 beteiligt. Von 1932–1933 nahm Henderson als Präsident an der Genfer Abrüstungskonferenz teil, bei der er auch inhaltlich eine wesentliche Rolle spielte. Dafür wurde er 1934 mit dem Friedensnobelpreis geehrt. ca. 1-mal erwähnt
helfferichkarl_39615 Helfferich, Karl Politiker, Finanzfachmann 118773828 22.07.1872 23.04.1924 Helfferich studierte ab 1890 Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin, München und Straßburg, wo er 1894 mit einer Dissertation über den Wiener Münzvertrag von 1857 promoviert wurde. 1899 habilitierte er sich an der Universität Berlin. 1915 wurde Helfferich Staatssekretär im Reichsschatzamt und war damit verantwortlich für die Kriegsfinanzierung des Reichs. In der Weimarer Republik gehörte er zu den führenden Politikern der DNVP. Während der Hyperinflation 1923 entwarf er den Plan einer Roggenwährung, der einer der Grundlagen für die Einführung der Rentenmark wurde. Er bewarb sich Ende 1923 um den Posten des Reichsbankpräsidenten, unterlag jedoch gegen Hjalmar Schacht. 1924 kam er bei dem Eisenbahnunfall von Bellinzona ums Leben. ca. 9-mal erwähnt
hermesandreas_53400 Hermes, Andreas Diplom-Landwirt, Politiker 118703730 16.07.1878 04.01.1964 1905 wurde er in Agrarwissenschaften promoviert und arbeitete für die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft. Von 1911–1915 war er Abteilungsleiter am Internationalen Landwirtschaftsinstitut in Rom und bis 1918 Landwirtschaftskommissar in Rumänien. 1919 wurde er Ministerialdirektor im Reichswirtschaftsministerium, 1920–1922 im Reichsernährungsministerium und bis 1923 im Reichsfinanzministerium. Seit 1928 war Hermes Präsident der Vereinigung der Deutschen Bauernvereine und seit 1930 Präsident des Reichsverbandes der Landwirtschaftlichen Genossenschaften (Raiffeisen). 1933 emigrierte er nach Kolumbien, kehrte aber 1939 nach Deutschland zurück. 1945 gehörte er zu den Mitbegründern der CDU und war von 1946–1954 Präsident des Deutschen Bauernverbandes. ca. 2-mal erwähnt
herriot_69343 Herriot, Édouard Politiker 118774220 05.07.1872 26.03.1957 Nach seinem Aufstieg in der Lyoner Kommunalverwaltung war Herriot seit 1905 Bürgermeister von Lyon. 1912 wurde er Senator, dann Abgeordneter und Führer der Radikalsozialisten. Von 1916–1917 amtierte er als Ernährungsminister und von 1924–1925 als Ministerpräsident und Außenminister. Von 1926–1928 war er Unterrichtsminister und 1932 erneut Ministerpräsident. Von 1934–1936 amtierte er als Minister ohne Geschäftsbereich und von 1947–1954 als Präsident der französischen Nationalversammlung. ca. 1-mal erwähnt
hilgerewald_63374 Hilger, Ewald Bergbauunternehmer 128884347 13.07.1859 20.08.1934 Nach dem Studium wurde Hilger 1887 Bergassessor und 1889 Berginspektor. 1891 wurde er zum Bergrat und Mitglied der Königlichen Bergwerksdirektion berufen. Von 1894–1896 war er als Bergwerksdirektor und Leiter der Berginspektion II in Luisenthal an der Saar tätig. Von 1896–1900 arbeitete er als Oberbergrat und Vorsitzender der Bergwerksdirektion in Zabrce (Hindenburg) in Oberschlesien. 1900 wurde Hilger Geheimer Bergrat und Präsident der Königlichen Bergwerksdirektion in Saarbrücken. Zwischen 1905–1923 hatte er die Generaldirektion der Vereinigten Königs- und Laurahütte AG inne. Im Jahr 1919 war er Mitglied der Deutschen Delegation in Versailles. Seit 1928 war er Vorsitzender der Fachgruppe Bergbau im Reichsverband der Deutschen Industrie. ca. 4-mal erwähnt
hindenburgpaulvon_80521 Hindenburg, Paul von Militär, Politiker 118551264 02.10.1847 02.08.1934 Der Sohn eines preussischen Offiziers wählte eine militärische Laufbahn. Dort stieg er kontinuierlich auf und wurde 1903 zum Kommandierenden General des IV. Armeekorps befördert. Im August 1914 wurde Hindenburg zum Oberbefehlshaber der 8. Armee ernannt und übernahm im August 1916 zusammen mit Erich Ludendorff die Oberste Heeresleitung. Obwohl er der Weimarer Republik ablehnend gegenüberstand, wurde er 1925 als Nachfolger Friedrich Eberts zum Reichspräsidenten gewählt und 1932 wiedergewählt. ca. 3-mal erwähnt
hirschjulius_35849 Hirsch, Julius Ökonom, Politiker 118551450 30.10.1882 14.08.1961 Nach einer mehrjährigen kaufmännischen Tätigkeit und dem Studium der Nationalökonomie wurde Hirsch 1909 zum Dr. phil. promoviert. 1911 habilitierte er sich an der Handelshochschule Köln. 1916 wurde er stellvertretender Abteilungsleiter für Preisregulierung im Kriegsernährungsamt und 1919 ordentlicher Professor der Privatwirtschaftslehre an der Universität Köln. 1919 kam er als Abteilungsleiter für Fragen der Übergangswirtschaft in das Reichsernährungsministerium nach Berlin und wurde im selben Jahr Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium. Seit 1924 lehrte er an der Handelshochschule Berlin und war seit 1926 Honorarprofessor und Leiter des Betriebswirtschaftlichen Instituts an der dortigen Universität, seit 1928 Honorarprofessor an der Handelshochschule und der Hochschule für Politik. 1933 zwangsemeritiert, emigrierte Hirsch nach Dänemark und arbeitete bis 1940 als Professor an der Handelshochschule Kopenhagen. 1941 emigrierte er in die USA, wo er bis zu seinem Tod an der New School for Social Research in New York lehrte. ca. 3-mal erwähnt
hitleradolf_27011 Hitler, Adolf Politiker 118551655 20.04.1889 30.04.1945 Gründer und Führer der NSDAP. Diktator während des "Dritten Reiches". ca. 5-mal erwähnt
hoeschleopoldvon_98765 Hoesch, Leopold von Diplomat 116933062 10.06.1881 10.04.1936 Diplomat. Hoesch studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten in Genf, Heidelberg, München und Leipzig. Das Studium schloss er im Februar 1905 mit dem 1. Juristischen Examen ab und begann im Juli als Referendar im königlich sächsischen Justizdienst in Pirna. 1907 trat er in den Diplomatischen Dienst ein und wurde 1921 Botschaftsrat in Paris. Nachdem er 1923 zunächst die Kommissarische Leitung der deutschen Botschaft in Paris übernommen hatte, wurde er ab 1924 offiziell Deutscher Botschafter in Paris. 1932–1936 war er Botschafter in London. ca. 1-mal erwähnt
holtzendorffarndt_80019 Holtzendorff, Arndt von Reeder 13348632X 10.11.1859 24.10.1935 Unternehmer. Direktor der Hamburg-Amerika Linie. ca. 1-mal erwähnt
hooverherbert_44964 Hoover, Herbert Politiker 118706985 10.08.1874 20.10.1964 Vor 1914 als Bergbauingenieur zu Wohlstand gekommen, war Hoover im Ersten Weltkrieg maßgeblich an der Gründung der Commission for Relief in Belgium (später American Relief Organisation) beteiligt und wurde daran anschließend zum Leiter der United States Food Administration berufen. Von 1921 bis 1929 war er US-amerikanischer Minister of Commerce und von 1929 bis 1933 der 31. Präsident der Vereinigten Staaten. Konfrontiert mit den gravierenden Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise verlor er jedoch 1932 die Wahl gegen Franklin D. Roosevelt. ca. 51-mal erwähnt
hopkinsrichard_62884 Hopkins, Richard Politiker und Finanzfachmann 13.02.1880 30.03.1955 Nach der Ausbildung an der King Edward's School in Birmingham und am Emmanuel College, Cambridge arbeitete er zunächst beim Board of Inland Revenue, dessen Leitung Hopkins 1922 übernahm. 1927 wechselte er zum Treasury, wo er 1942–1945 als Permanent Secretary to the Treasury amtierte. ca. 1-mal erwähnt
hoppergeorged_42671 Hopper, George D. Diplomat 1890 1969 Nach einer langjährigen Tätigkeit als Anwalt in Kentucky wurde er 1917 als Amerikanischer Konsul nach Stockholm berufen. Von 1934–1937 war er Konsul in Casablanca. ca. 1-mal erwähnt
hornesirrobert_26315 Horne, Sir Robert Politiker 133486435 28.02.1871 03.09.1940 Horne war ein Politiker der Scottish Unionist Party. Zwischen 1918 und 1937 vertrat er den Wahlkreis Glasgow Hillhead im House of Commons. In der Koalitionsregierung von Premierminister David Lloyd George war er von 1919–1920 Arbeitsminister, von 1920–1921 Handelsminister sowie von 1921–1922 Finanzminister. 1937 wurde er als Viscount Horne of Slamannan in den erblichen Adelsstand erhoben und gehörte damit bis zu seinem Tod 1940 dem House of Lords als Mitglied an. ca. 9-mal erwähnt
houghtonalansonb_64521 Houghton, Alanson B. Unternehmer und Politiker 124376460 10.10.1863 15.09.1941 Nach dem Studium an der Harvard University und in Berlin, Göttingen und Paris trat Houghton 1889 in das Familienunternehmen Corning Glass Works ein. 1902 wurde er Vizepräsident und von 1912 bis 1918 war er Präsident der Firma. Unter seiner Leitung wurde das Unternehmen einer der größten Glasproduzenten in den USA. Zwischen 1919 und 1922 saß er für den Staat New York im US-Repräsentantenhaus und war Mitglied im Auswärtigen Ausschuss. Ab 1922 war er Botschafter in Berlin. Danach war er von 1925–1929 Botschafter in Großbritannien. Im Jahr 1928 kandidierte Houghton erfolglos für den US-Senat. ca. 4-mal erwähnt
hugenbergalfred_95416 Hugenberg, Alfred Montan-, Rüstungs- und Medienunternehmer, Politiker 118554565 19.06.1865 12.03.1951 Von 1894–1899 war er Regierungsassessor in der königlich preußischen Ansiedlungskommission für Westpreußen und Posen und von 1900–1903 Verbandsdirektor der Raiffeisengenossenschaft in Posen. Von 1907–1909 fungierte Hugenberg als Direktor der Berg- und Metallbank in Frankfurt/Main. Von 1909–1918 fungierte er als Vorsitzender des Direktoriums der Firma Krupp. seit 1913 Präsident der Industrie- und Handelskammer Essen und Mitglied des Vorstandes und des Ausschusses der Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Seit 1916 arbeitete er am Aufbau eines Medienkonzern und gehörte 1918 zu den Mitbegründer der DNVP, für die er von 1920–1945 im Reichstag saß und als deren Vorsitzender er von 1928–1933 amtierte. Nach der "Machtergreifung" war er 1933 kurzzeitig Reichswirtschaftsminister. ca. 2-mal erwähnt
hughescharleseva_63957 Hughes, Charles Evans Politiker, Jurist 118775219 11.04.1862 27.08.1948 Von 1907 bis 1910 bekleidete er das Amt des Gouverneurs von New York. 1910–1916 war er Richter am Supreme Court. 1916 war er Präsidentschaftskandidat der Republikaner, verlor die Wahl jedoch gegen Woodrow Wilson. Unter Präsident Warren G. Harding diente Hughes bis 1925 als Außenminister. Während seiner vierjährigen Amtszeit berief er die Washingtoner Flottenkonferenz ein, bei der die geopolitischen Interessen Japans, der Sowjetunion, Großbritanniens, Frankreichs, der Niederlande, Italiens, Belgiens, Chinas und der USA im Südpazifik verhandelt wurden. Hughes war zudem Richter am Ständigen Internationalen Gerichtshof in Den Haag (1928–1930). Die letzte Station seiner Karriere war das Amt des Chief Justice of the United States, des höchsten Richters des Landes, das er bis 1941 innehatte ca. 8-mal erwähnt
imhoffludwig_48654 Imhoff, Ludwig Politiker 129439061 30.06.1878 25.08.1953 Imhoff studierte zunächst Rechtswissenschaften. 1905–1909 war er als Richter im Kolonialdienst in Samoa tätig. Von 1909–1914 arbeitete er als Regierungsassessor in Baden. Nach dem Kriegsdienst war er 1919–1924 Regierungsrat und von 1925–1945 Ministerialrat im Reichswirtschaftsministerium. Während dieser Zeit nahm er an Wirtschaftskongressen und Außenhandelsverhandlungen teil. 1927 war er Berater beim Völkerbund. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war er zunächst bis 1946 inhaftiert. Ab 1948 war Imhoff im Bundeswirtschaftsministerium mit Zollpolitik und Außenhandel befasst. ca. 2-mal erwähnt
jolyfranz_93467 Joly, Franz Diplomat ca. 2-mal erwähnt
johauxlon_23159 Jouhaux, Léon Gewerkschafter 124546234 01.07.1879 29.04.1954 1909 wurde er Generalsekretär der Confédération générale du travail (CGT). Im Ersten Weltkrieg führte er die Organisation in die nationale Einheitsfront der Union sacrée. 1919 arbeitete er als Technischer Experte und Vertreter der Arbeiterbewegung auf der Friedenskonferenz in Paris. Er war einer der Gründer des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) und Mitglied ihres Verwaltungsrates. In den späten 1930er Jahren war Jouhaux ein Gegner der politischen Entwicklung Frankreichs. Nach dem deutschen Überfall auf Frankreich wurde Jouhaux mehrfach inhaftiert und schließlich am 1. März 1943 in das KZ Buchenwald deportiert. Nach dem Krieg wurde Jouhaux Vertreter Frankreichs bei den Vereinten Nationen und Präsident der Abteilung Arbeit des Internationalen Arbeitsamtes. Ab 1947 war er außerdem Vorsitzender des Wirtschaftsrats. 1948 gründete er eine neue Gewerkschaft mit dem Namen Confédération générale du travail-Force ouvrière. ca. 2-mal erwähnt
juglarclemens_48233 Juglar, Clément Ökonom 170759377 1819 28.02.1905 Empirischer Ökonom und Entdecker der Konjunkturzyklen. ca. 1-mal erwähnt
kappwolfgang_38046 Kapp, Wolfgang Politiker, Verwaltungsbeamter 118891502 24.07.1858 12.06.1922 Studium der Rechtswissenschaften, das Kapp 1886 mit der Promotion abschloss. 1891 wurde er Landrat in Guben und 1907 Generallandschaftsdirektor in Königsberg. Mit Walther von Lüttwitz führte er im März 1920 den sog. Kapp-Putsch gegen die Weimarer Republik an, der jedoch nach wenigen Tagen scheiterte. ca. 1-mal erwähnt
kastlludwig_85568 Kastl, Ludwig Jurist, Wirtschaftsfachmann 124426840 17.09.1878 19.05.1969 1902 trat Kastl in den bayerischen Landesdienst ein und reiste 1906 für die Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes nach Deutsch-Südwestafrika. Von 1915–1920 war er dort Leiter der deutschen Zivilverwaltung, bevor er 1921 nach Deutschland zurückkehrte. Danach wurde er Ministerialrat im Reichsfinanzministerium und nahm an den Verhandlungen zum Dawes-Plan teil. 1925 wurde er geschäftsführendes Präsidialmitglied des Reichsverbands der Deutschen Industrie und war von 1929–1932 Mitglied der Mandatskommission des Völkerbundes in Genf. Im Jahr 1929 vertrat er Deutschland bei den Verhandlungen über den Young-Plan. Seit 1933 war er dann Rechtsanwalt am Berliner Kammergericht und wurde 1946/47 Präsident des Bayerischen Wirtschaftsrats. 1952 war er Mitglied der deutschen Delegation bei der Londoner Schuldenkonferenz und trat mehrmals als Sachverständiger bei den Nürnberger Prozessen auf. ca. 4-mal erwähnt
kauffmanncarl_47225 Kauffmann, Carl 133514609 04.12.1861 1932 1884 fing Kaufmann zunächst als Hilfsarbeiter bei der Reichsbank an. 1896 wurde er Bankvorstand bei der Reichsbanknebenstelle Mülheim. 1900 wurde er zum 2. Vorstandsbeamten und 1901 Reichsbank-Assessor befördert, bevor er 1907 als Hilfsarbeiter beim Reichsbankdirektorium Berlin eintrat. 1908 wurde er Mitglied des Reichsbankdirektorium und Geheimer Finanzrat. 1913 folgte die Beförderung zum Geheimen Oberfinanzrat. Bereits seit Kriegsbeginn amtierte er Devisendezernent und nahm 1919 an den Verhandlungen in Spa und der Konferenz über Devisenfragen in Mainz teil. 1920 war er Teil der deutschen Delegation auf der internationalen Finanzkonferenz in Brüssel. 1924 wurde er Vizepräsident des Reichsbankdirektoriums und ging 1926 in den Ruhestand. 1927 wurde er Aufsichtsratsmitglied der Bank von Danzig, der Central-Boden-Kredit AG und der Deutschen Verkehrs-Kredit Bank. 0-mal erwähnt
kausling_99095 Kausling Protokollführer im Bundesrat ca. 1-mal erwähnt
kelloggfrankbill_97163 Kellogg, Frank Billings , Jurist und Diplomat 119537230 22.12.1856 21.12.1937 Nach langjähriger Tätigkeit als Anwalt war er von 1917–1923 Senator und von 1925–1929 Außenminister der Vereinigten Staaten. Für die Aushandlung des sog. Briand-Kellogg-Paktes, einem gegenseitigen Verzicht auf Krieg zwischen den Staaten, erhielt er 1930 den Friedensnobelpreis. ca. 1-mal erwähnt
kentfrank_63058 Kent, Frank Journalist, Politischer Theoretiker 1055121501 01.06.1877 14.04.1958 In den 1920er und 1930er Jahren verfasste er mehrere, breit wahrgenommene Zeitungskolumnen. U. a. die Kolumne "The Great Game of Politics" in der Baltimore Sun wurde in den gesamten USA rezipiert. ca. 2-mal erwähnt
kentfranki_20350 Kent, Fred I. Vice President 1869 1954 Vice President von Bankers Trust & Co.. ca. 2-mal erwähnt
keynesjohnmaynard_71079 Keynes, John Maynard Ökonom 118561804 05.06.1883 21.04.1946 Nach Studium der Volkswirtschaftslehre in Cambridge wurde er dort Dozent für Wirtschaft. Während des Ersten Weltkriegs war er Mitglied der Royal Commission on Indian Currency and Finance und Berater des britischen Schatzkanzlers. 1919 war er Vertreter des Treasury bei der Friedenskonferenz in Paris, eine Tätigkeit, die er allerdings vorzeitg aufgab und anschließend mit seinem Weltbestseller "The Economic Consequences of the Peace" für eine mildere Behandlung Deutschlands warb. In den 1920er und 30er Jahren gehörte er zu den wichtigsten internationalen Wirtschaftsexperten und begründete mit seinem Werk "General Theory of Employment, Interest, and Money" (1936) einen Paradigmenwechsel in der Wirtschaftstheorie. Ab 1942 hatte er einen Sitz im House of Lords inne und war Leiter der britischen Delegation und der Weltbank-Kommission bei den Verhandlungen zum Bretton Woods System 1944. Keynes gilt allgemein als einer der bedeutendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts. ca. 13-mal erwähnt
kielmeyer_83756 Kielmeyer Politiker Reichswirtschaftsministerium, Devisenbeschaffungsstelle. 0-mal erwähnt
kindersley_73456 Kindersley, Robert Molesworth Finanzfachmann 129304603 21.11.1871 20.07.1954 Von 1914–1946 war Kindersley Direktor der Bank of England. 1922 wurde er Mitglied des Bankkomitees für die deutschen Finanzen und 1924 Mitglied des 1. Sachverständigenkomitees (Dawes-Komitee). Zudem war er Mitglied des Organisationskomitees für die Notenbanken. ca. 1-mal erwähnt
kloecknerpeter_63924 Klöckner, Peter Industrieller 118777440 08.11.1863 05.10.1940 Nach einer kaufmännischen Lehre bei der Eisenhandelsfirma Spaeter begann er seine Tätigkeit in der Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten AG. 1888 übernahm er die Leitung einer Niederlassung der Firma und wurde 1908 Teilhaber. 1900 wurde er zum Leiter des Lothringer Hüttenvereins Aumetz-Friede befördert und war Mitgründer des Lothringer Hütten- und Bergwerksverein in Nilvingen. Im Jahr 1906 war er einer der Mitgründer der Firma Klöckner & Co. in Duisburg. 1918 gingen die Kohlegruben in Lothringen verloren. 1923 kam es zur Bildung der Klöckner-Werke AG. ca. 4-mal erwähnt
kloennepeter_17331 Klönne, August Ingenieur, Stahl- und Brückenbauunternehmer. 135667453 21.08.1849 30.12.1908 Klönne gründete 1879 in Dortmund ein Unternehmen für Stahl-und Brückenbau, das sich in der Folgezeit auch international sehr erfolgreich entwickelte und zahlreiche prominente Bauvorhaben (u. a. Gasbehälter oder Fahrhallen für den Luftschiffbau) verwirklichte. ca. 2-mal erwähnt
knightfrankh_12593 Knight, Frank H. Ökonom 119107449 07.11.1885 15.04.1972 Nach seiner Doktorarbeit, die sich mit der Rolle von Risiko und Unsicherheit im Wirtschaftsleben beschäftigte, wurde Knight zu einem wesentlichen Begründer der wirtschaftsliberalen Tradition an der University of Chicago. ca. 1-mal erwähnt
koepkew_69312 Köpke, Gerhard Diplomat 124439950 01.08.1873 19.06.1953 Ab 1893 Studium der Jurisprudenz in Marburg und Berlin. 1903 trat Köpke in den Auswärtigen Dienst ein und wurde 1909 Legationsrat, 1917 dann Wirklicher Legations- und Vortragender Rat. Nachdem er intensiv mit Reparationsfragen betraut war, wurde er 1921 zum Ministerialdirektor befördert und leitete bis 1935 die Abt. II (West- und Südosteuropa). Darüber hinaus vertrat er regulär den Staatssekretär Bülow. 1938 wurde er von den Nationalsozialisten in den Ruhestand versetzt. Danach war er für die Firma Otto Wolff und später bei einem Rechtsanwalt tätig. ca. 2-mal erwähnt
koethjoseph_11434 Koeth, Joseph Offizier und Politiker 116301821 07.07.1870 22.05.1936 Nach einer erfolgreichen Karriere erst in der Bayerischen, dann in der Preussischen Armee wurde Koeth 1912 Major. 1915 wurde er Leiter der Kriegsrohstoffabteilung und schied 1918 als Oberst aus dem aktiven Militärdienst aus. 1919 war er Minister für wirtschaftliche Demobilmachung und 1923 kurzfristig Reichswirtschaftsminister. ca. 2-mal erwähnt
koettgenkarl_44753 Köttgen, Karl Elektroingenieur; Industrieller 11630216X 29.08.1871 12.12.1951 Im Jahr 1894 trat Köttgen bei Siemens und Halske in Berlin ein, wo er 1897 Leiter der Abteilung für Kraftübertragung wurde. Im Jahr 1905 stieg er zum Stellvertretenden Vorstandsmitglied der Siemens-Schuckertwerke GmbH auf. 1907 wurde Köttgen Leiter der Siemens Brothers Dynamo Works in Stafford. Während des Ersten Weltkriegs wurde er bis 1919 in England festgesetzt. Anschließend kehrte er nach Deutschland zurück und wurde Leiter der Zentral-Werksverwaltung der Siemens-Schuckertwerke. 1921 wurde er schließlich Vorstandsvorsitzender der Siemens-Schuckertwerke. ca. 1-mal erwähnt
koppvictor_31016 Kopp, Victor Diplomat 117537365 29.09.1880 24.03.1930 Kopp engagierte sich bereits früh in sozialistischen Bewegungen in Russland. Nach seiner Verhaftung musste er 1909 emigrieren und lebte zeitweise in Wien. 1913 kehrte er nach Russland zurück und geriet 1915 in deutsche Kriegsgefangenschaft. 1918 wurde Kopp Diplomat für die bolschewistische Regierung und war von 1919 bis 1921 in Deutschland tätig. 1920 wurde Kopp von der deutschen Regierung als Leiter der sowjetischen Repatriierungskommission in Berlin akkreditiert. Von 1925 bis 1927 war er Diplomat in Tokyo und Stockholm. ca. 1-mal erwähnt
kraemerhans_44000 Kraemer, Hans Industrieller 116354909 22.04.1870 1940 Kraemer war seit 1899 Direktor und Vorstandsmitglied der Rotophot AG. 1911 wurde er Generaldirektor des Tiefdrucksyndikats. Später war er Vorsitzender des Reichsverbands der Deutschen Industrie sowie Mitglied im Vorläufigen Reichswirtschaftsrat. Zudem war er Mitglied der deutschen Kommission bei den Konferenzen von Spa und Genua. ca. 1-mal erwähnt
kreugerivar_29302 Kreuger, Ivar Industrieller 118715968 02.03.1880 12.03.1932 Nach einer Ausbildung zum Bauingenieur und mehreren Aufenthalten in den USA übernahm Kreuger 1913 die Firma Svenska Tändsticks, mit der er bald eine dominierende Rolle im europäischen Streichholzgeschäft spielte. Im Jahr 1929 gründete er die Firma Svenska Cellulosa Aktiebolaget. In der zweiten Hälfte der 1920er Jahre vergab er in wachsendem Maße Staatskredite (u. a. an Frankreich und Deutschland) im Tausch gegen Zündholzmonopole. Anlässlich des Zusammenbruchs seines Geschäfts beging Kreuger 1932 Selbstmord. ca. 1-mal erwähnt
kruppalfried_97449 Krupp, Alfred Unternehmer 118567241 26.04.1812 14.07.1887 Er baute die von seinem Vater Friedrich Krupp gegründete Kruppsche Gussstahlfabrik in Essen zu einem international agierenden, vertikal integrierten Großunternehmen aus. ca. 2-mal erwähnt
kruppfriedrich_63479 Krupp, Friedrich Unternehmer 118778129 17.07.1787 08.10.1826 Friedrich Krupp gründete 1811 die Gusstahlfabrik Friedrich Krupp und legte trotz jahrelanger Durststrecken die Grundlagen für den Aufbau eines Weltunternehmens, der unter der Ägide seines Sohns Alfred Krupp vonstatten ging. ca. 1-mal erwähnt
kuczynskirobertr_37544 Kuczynski, Robert René Ökonom 116577096 12.08.1876 25.11.1947 Nach dem Studium der Staatswissenschaften in Freiburg, München, Straßburg und Berlin wurde er 1897 promoviert. In der Folgezeit trat er vor allem mit Arbeiten zur Arbeits- und Bevölkerungsstatistik hervor, Er lehrte an der Berliner Handelshochschule und arbeitete für verschiedene Statistikämter. 1933 musste er nach Großbritannien emigrieren. ca. 1-mal erwähnt
lacourgayetrobert_40102 Lacour-Gayet, Robert Bankier 115714358X 22.07.1896 02.03.1989 Nach einer Karriere in der Privatwirtschaft wurde Lacour-Gayet 1921 zum Generalinspekteur der Finanzen in Frankreich bestimmt. Von 1924–1930 war er Finanzieller Repräsentant Frankreichs in den Vereinigten Staaten, wo er eine wichtige Rolle bei der Aushandlung des Mellon–Berenger Abkommens spielte, mit dem die Bezahlung von Frankreichs Kriegsschulden neu geregelt wurde. 1930 wurde er Direktor der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Banque de France, bevor er von 1939–1945 erneut zum Generalinspektor der Finanzen ernannt wurde. Nach 1945 unterrichtete Lacour-Gayet an verschiedenen US-amerikanischen Universitäten. ca. 1-mal erwähnt
lammersclemens_88318 Lammers, Clemens Politiker 130072087 16.09.1882 25.04.1957 Wirtschaftsberater. Von 1924–1929 war er Mitglied im Reichstag für das Zentrum sowie während der Weimarer Republik Aufsichtsratsmitglied der I. G. Farben AG, Mitglied des Direktoriums der Disconto-Gesellschaft und der Bank für deutsche Industrieobligationen. 1927 fungiert er als Delegierter Deutschlands bei der Genfer Weltwirtschaftskonferenz. Während der 1920er Jahre war er Mitglied des Präsidiums und Vorstands des Reichsverbands der Deutschen Industrie. ca. 1-mal erwähnt
lamontthomasw_68773 Lamont, Thomas W. Bankier und Reparationssachverständiger 124479200 30.09.1870 02.02.1948 Nach dem Studium in Harvard wurde er 1910 Teilhaber des Bankhauses J. P. Morgan & Cie. 1919 war er Mitglied der amerikanischen Delegation auf der Pariser Friedenskonferenz und Teilhaber des Bankhauses J. P. Morgan & Cie. 1924 nahm er an den Verhandlungen zum Dawes-Plan teil. 1929 fungierte er als Delegierter auf der Konferenz zum Young-Plan. Seit 1940 war er Direktor des Bankhauses J. P. Morgan & Cie. und seit 1943 dessen Vorstandsvorsitzender. Lamont galt allgemein als "Außenminister" dieses wichtigen, international agierenden Bankhauses. ca. 12-mal erwähnt
lansingrobert_63539 Lansing, Robert Politiker. 118778757 17.10.1864 30.10.1928 Lansing sammelte bereits vor dem Ersten Weltkrieg Erfahrungen als Staatsrechtler und war an mehreren internationalen Konferenzen beteiligt. 1914 wurde er „Counselor“ im US-Außenministerium und 1915 Außenminister, wobei er u. a. intensive Diskussion mit Deutschland um die Einhaltung des Seerechts führte. 1919 wurde Lansing Chef der amerikanischen Delegation bei der Pariser Friedenskonferenz. Allerdings war Lansing ein Gegner der Einrichtung eines Völkerbundes und trat deshalb im Februar 1920 von seinem Amt als Außenminister zurück. ca. 5-mal erwähnt
laurentthodore_61992 Laurent, Théodore Industrieller 133544699 18.12.1863 21.08.1953 Nach dem Studium an der École Polytechnique und der École des mines de Paris trat Laurent 1885 in das Corps des mines ein. Dieses verließ er jedoch bald, um in einer Eisenbahngesellschaft zu arbeiten. 1908 wurde Laurent Direktor bei der Compagnie des forges et aciéries de la marine et d'Homécourt. Für den Konzern organisierte er die Übernahme belgischer und deutscher Kohlegruben. Nach dem Krieg leitete er eine eindrucksvolle internationale Expansion der Firma ein. Zusammen mit François de Wendel und Eugène Schneider gehörte er zu den bestimmenden Persönlichkeiten der französischen Eisen- und Stahlindustrie in der Zwischenkriegszeit. ca. 1-mal erwähnt
lavalpierre_42487 Laval, Pierre Politiker 118778978 28.06.1883 15.10.1945 Seit 1907 arbeitete er als Rechtsanwalt und war zunächst Mitglied der Section Française de l’Internationale Ouvrière (SFIO). Nach dem Krieg war er Abgeordneter für Aubervilliers wobei seine Politik zunehmend konservativer wurde. Von 1924–1927 war er parteilos, seit 1927 dann Senator. Zwischen 1925–1935 übernahm er mehrere Ministerämter: So war er von 1931–1932 sowie 1935 Ministerpräsident und 1934–1936 Außenminister. 1940 sowie 1942–1944 amtierte er erneut als Ministerpräsident, womit er zu einem wichtigen Protagonisten des Vichy-Regimes wurde. 1945 floh er nach Spanien, wurde jedoch ausgeliefert, zum Tode verurteilt und hingerichtet. ca. 8-mal erwähnt
laytonwalterthom_18698 Layton, Walter Thomas Ökonom und Politiker 124371655 15.03.1884 14.02.1966 Layton studierte Economics am University College London und am Trinity College in Cambridge. Dort arbeitete er zunächst als Dozent, bevor er an das Gonville and Caius College wechselte. Während des Ersten Weltkriegs arbeitete Layton im Munitionsministerium. Von 1922 bis 1938 war er Herausgeber des Economist. Layton war Vorsitzender des nach ihm benannten Expertenausschusses, der Lösungen für die Wiederherstellung des deutschen Kredits nach der Bankenkrise finden sollte. Sein Bericht gilt als Anfang vom Ende der deutschen Reparationen. Im Zweiten Weltkrieg war er im Ministry of Supply und im Ministry of Production tätig. ca. 2-mal erwähnt
ledereremil_32176 Lederer, Emil Ökonom 119311143 22.07.1882 29.05.1939 Nach seiner 1911 erfolgten Promotion in Heidelberg war Lederer seit 1920 Ordentlicher Professor für Sozialpolitik an der Universität Heidelberg. Von 1923–1925 war er Gastprofessor in Tokyo und von 1923–1931 Co-Direktor des Instituts für Sozial- und Staatswissenschaften in Heidelberg. 1931 wechselte er an die Friedrich Wilhelms-Universität in Berlin. 1933 emigrierte er in die USA und übernahm eine Lehrtätigkeit an der New School for Social Research in New York. Lederer war ein wichtiger sozialistischer Theoretiker und Fürsprecher von Sozialisierungskonzepten. ca. 1-mal erwähnt
leffingweelrussel_58859 Leffingwell, Russell Cornell Bankier 10.10.1878 02.10.1960 Partner und Chefökonom beim Bankhaus J. P. Morgan & Cie. ca. 6-mal erwähnt
legiencarl_31791 Legien, Carl Gewerkschafter 11857101X 01.12.1861 26.12.1920 Nach einer Drechslerlehre wurde er 1885 Mitglied der SPD und im Fachverein der Drechsler, dessen Vorsitzender er 1887 wurde. 1890 wurde er zum Vorsitzenden der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands gewählt. Er war Redakteur des „Correspondenzblatt“ der Generalkommission 1893–1898 und saß von 1903–1918 für die SPD im Reichstag. Von 1909–1913 war er Sekretär der Internationalen Zentralstelle der gewerkschaftlichen Landeszentralen und von 1913–1919 Präsident des Internationalen Gewerkschaftsbundes. Im Oktober 1918 handelte er das Stinnes-Legien-Abkommen aus und war entscheidend an der Bildung der Zentral-Arbeitsgemeinschaft beteiligt. Nach seiner Gründung im September 1919 wurde Legien Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes und war 1920 Initiator des Generalstreiks zur Abwehr des Kapp-Putsches. ca. 7-mal erwähnt
leiparttheodor_60093 Leipart, Theodor Gewerkschaftsfunktionär 117634271 17.05.1867 23.03.1947 Nach langjähriger Tätigkeit im deutschen Holzarbeiterverband wurde Leipart von 1921–1933 als Nachfolger Carl Legiens Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten aus dem Amt entfernt. ca. 1-mal erwähnt
leithrossfrederi_57649 Leith-Ross, Frederick Finanzpolitiker 124729002 04.02.1887 22.08.1968 Seit 1900 befand er sich im Dienst des Treasury und war von 1920–1925 einer der englischen Vertreter in der Reparationskommission. Von 1925–1932 amtierte er als stellvertretender Finanzkontrolleur im Treasury. Von 1932–1946 war er Wirtschaftsberater der Regierung. Von 1951 an amtierte er als Generalgouverneur der Nationalbank von Ägypten. ca. 8-mal erwähnt
leninwladimirili_94713 Lenin, Wladimir Iljitsch Politiker 118640402 10.07.1870 21.01.1924 Kommunistischer Revolutionär und marxistischer Theoretiker. Lenin war von 1903–1924 Vorsitzender der Bolschewiki, von 1917–1924 Regierungschef der Russischen Sowjetrepublik (1917–1924) sowie der Sowjetunion (1922–1924), als deren Begründer er gilt. ca. 1-mal erwähnt
levy_39208 Lévy, Raphaël-Georges Bankier und Politiker 117670499 24.02.1853 08.12.1933 Lehrte über viele Jahre an der École libre des sciences politiques und plädierte für Freihandel und die Unabhängigkeit der Zentralbank. Von 1920 bis 1927 war er Mitglied des französischen Senats. ca. 3-mal erwähnt
lewinskikarlvon_13257 Lewinski, Karl von Diplomat 116988347 02.12.1873 29.10.1951 1899 trat Lewinski in den Justiz- und Verwaltungsdienst ein. 1903 wurde er Assessor und 1907 Amtsrichter. Von 1912–1916 war Lewinski Richter am Amtsgericht Berlin und am Kammergericht. Im Jahr 1917 trat er in das Reichsjustizamt ein. 1919 wechselte er den Auswärtigen Dienst. Von 1922–1931 war er deutscher Staatsvertreter bei der Mixed Claims Commission in Washington und von 1925–1930 Generalkonsul in New York. Seit 1931 arbeitete er als Rechtsanwalt in Berlin und war ab 1933 im Ruhestand. 1946 wurde er dann Leiter des Kaiser Wilhelm-Instituts für ausländisches Öffentliches Recht und Völkerrecht. ca. 2-mal erwähnt
lichtensteinwalter_44427 Lichtenstein, Walter Bibliothekar und Bankier 1055264876 1880 1964 1918 wechselte er von der Bibliothek zur First Bank of Chicago, weil er deutscher Sympathien verdächtigt wurde. Dort stieg er während der 1920er Jahre bis zum Vice-President auf. ca. 3-mal erwähnt
lindsayrobertcha_80498 Lindsay, Ronald Charles Britischer Diplomat 133556980 1877 1945 Britischer Botschafter in Washington. ca. 4-mal erwähnt
lloydgeorgedavid_48019 Lloyd George, David Politiker 118573675 17.01.1863 26.03.1945 Seit 1890 war Lloyd George Mitglied im Unterhaus für die Liberalen. Von 1905–1908 war er Handelsminister und von 1908–1915 Finanzminister. Von 1915–1916 amtierte er als Munitions- und Kriegsminister und schließlich von 1916–1922 als Premierminister. Ab 1926 war er alleiniger Parteivorsitzender der Liberal Party, bevor er sich 1929 aus dem politischen Leben zurückzog. Er intervenierte aber über verschiedene Publikationen in das politische Leben. 1945 wurde er zum Earl of Lloyd George of Dwyfor ernannt. ca. 6-mal erwähnt
loebjamesjimmy_66059 Loeb, James „Jimmy“ Bankier, Altphilologe, Kunstsammler und Philanthrop 117084573 06.08.1867 27.05.1933 Loeb studierte von 1884–1888 an der Harvard University Wirtschaftsgeschichte, Nationalökonomie und Internationales Handelsrecht und Altphilologie. 1888 trat Loeb in das väterliche Bankhaus Kuhn & Loeb ein, wo er 1894 Partner wurde, sich jedoch bereits 1902 aus dem Geschäftsleben zurückzog. 1906 siedelte er mit seiner Familie nach Deutschland über. Neben einer breiten Tätigkeit als Mäzen gründete Loeb 1912 die Loeb Classical Library, eine bis heute erscheinende Sammlung griechischer und lateinischer Schriftsteller der klassischen Antike, deren Werke in Originalsprache und englischer Übersetzung erscheinen. ca. 4-mal erwähnt
loeb_65128 Löb, Rudolf Bankier 117084719 21.11.1877 30.01.1966 Nach einer Banklehre in Berlin trat Lob 1896 beim Berliner Bankhaus Mendelssohn & Co. ein, wurde dort 1913 Einzelprokurist und 1919 Teilhaber. Als Bankier wurde er Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Verkehrskredit-Bank AG Berlin und der Bayerischen Vereinsbank München und war seit 1924 Berater mehrerer Reichskabinette. Nach dem Tod von Franz von Mendelssohn und Paul von Mendelssohn-Bartholdy im Jahr 1935 wurde Löb Seniorchef von Mendelssohn & Co. Auf Druck der Nationalsozialisten schieden Löb und andere jüdische Vorstandsmitglieder und Teilhaber 1938 aus der Bank aus. 1939 emigrierte Löb nach Argentinien und 1948 in die Vereinigten Staaten. ca. 3-mal erwähnt
loganjamesa_20180 Logan, James A. US-amerikanischer Unoffizieller Diplomat 133571394 1879 1931 Von 1899–1922 war er Chief der Amerikanischen Militärmission bei der französischen Armee. Von 1917–18 arbeitete er als Assistent von Herbert Hoover in der American Relief Administration. Von 1919–1925 war er inoffizieller US-amerikanischer Delegierter bei der Reparationskommission. Von 1925 bis zu seinem Tod 1931 stand er in Diensten des US-amerikanischen Bankhauses Dillon Read Co.. ca. 2-mal erwähnt
loucheurlouis_34548 Loucheur, Louis Politiker 119177250 12.08.1872 22.11.1931 Nach einer Ausbildung zum Bauingenieur machte sich Loucheur 1899 selbstständig und gründete mit einem Studienkollegen das Bauunternehmen Société Giros et Loucheur, 1908 umfirmiert in Société générale d'entreprises. Der Erfolg des Unternehmens machte Loucheur zu einem führenden Unternehmer des französischen Bau-, Elektrizitäts- und Transportsektors. Im Dezember 1916 wurde er Unterstaatssekretär im Munitionsministerium und 1917 als Nachfolger von Albert Thomas Munitionsminister. Nach dem Ersten Weltkrieg fungierte Loucheur mehrfach als Minister (u.a. 1921–22 Minister für die befreiten Gebiete, 1925–26 Finanzminister, 1928–30 Arbeitsminister). Dabei handelte er u.a. das Wiesbadener Abkommen 1921 aus und regte die Weltwirtschaftskonferenz 1927 in Genf an. ca. 12-mal erwähnt
lubbockcecil_79987 Lubbock, Cecil Deputy Governor Bank of England 15.02.1872 18.01.1956 Englischer Bankier. Er amtierte von 1909–1942 als Deputy Governor der Bank of England und war ein Vertrauter von Montagu Norman. ca. 1-mal erwähnt
lubbockjohn_39045 Lubbock, John Politiker. 04.10.1858 26.03.1929 Lubbock war ab 1880 Direktor der väterlichen Bank Robbarts, Lubbock and Company, bevor diese 1914 von Coutts & Co. übernommen wurde. Dort arbeitete er anschließend als Direktor. Zudem saß er in den Boards der British National Provincial Bank sowie verschiedener kolonialer Banken, von Versicherungsunternehmen sowie Inverstmentrusts. 1925 hatte er den Vorsitz des sog. Lubbock Committee inne, in dem es um die Zurückzahlung britischer Kriegsanleihen ging. ca. 1-mal erwähnt
ludendorfferichf_60034 Ludendorff, Erich Friedrich Wilhelm Militär 118574841 09.04.1865 20.12.1937 Ludendorffs militärische Karriere begann als Heeresoffizier beim Seebataillon. 1890–1893 war er Teil der Generalstabsausbildung und wurde 1895 Hauptmann im Großen Generalstab. Von 1904–1913 arbeitete er in der Aufmarschabteilung im Großen Generalstab und wurde 1913 Oberst und Abteilungschef. 1914 diente er als Generalmajor und Brigadekommandeur in Straßburg und erhielt im selben Jahr den Orden „Pour le mérite“. Anschließend wurde er Chef des Generalstabs der 8. Armee, 1916 General der Infanterie. 1918 stieg er zum Erster Generalquartiermeister in der Obersten Heeresleitung auf. Nach dem Krieg flüchtete er 1918 zunächst nach Schweden, kehrte aber nach Deutschland zurück und nahm u. a. am gescheiterten Hitler-Putsch teil. ca. 4-mal erwähnt
lutherhans_54845 Luther, Hans Politiker 118575422 10.03.1879 11.05.1962 Luther studierte Jura in Kiel und Genf sowie an der Friedrich Wilhelms-Universität in Berlin, wo er 1904 zum Dr. iur. promoviert wurde. Nach langjähriger Tätigkeit als Oberbürgermeister von Essen amtierte er von Dezember 1922 bis Oktober 1923 als Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft sowie anschließend als Reichsfinanzminister. Von Januar 1925 bis zum Mai 1926 war er Reichskanzler des Deutschen Reichs. Von 1930–1933 war er Reichsbankpräsident. ca. 23-mal erwähnt
luettwitzwaltherv_61404 Lüttwitz, Walther von Militär 118891499 02.02.1859 20.09.1942 Nach einer erfolgreichen Militärkarriere wurde er 1918 von dem Rat der Volksbeauftragten zum Oberbefehlshaber der Vorläufigen Reichswehr in Berlin und Umgebung ernannt. In dieser Funktion leitete er im Januar 1919 die Niederschlagung des Spartakusaufstandes. Sein Widerstand gegen der Versailler Vertrag führte zu einem Ultimatum an Reichspräsident Friedrich Ebert, wonach er wegen Insubordination gegenüber zivilen Reichsbehörden entlassen wurde. Es folgte am 12. März 1920 der sog. Kapp-Putsch, der jedoch nach wenigen Tagen scheiterte. Lüttwitz, der kurze Zeit als Reichswehrminister der Putschregierung amtierte, floh am 17. März nach Ungarn, kehrte jedoch nach der im August 1925 in Kraft getretenen Amnestie ins Deutsche Reich zurück. ca. 2-mal erwähnt
lyonsjoseph_45690 Lyons, Joseph Politiker 15.09.1879 07.05.1939 Lyons wurde zunächst aktiver Gewerkschafter und frühes Mitglied in der Australian Labor Party in Tasmanien. 1909 wurde er erstmals in das tasmanische Parlament gewählt. Von 1914 bis 1916 war er Finanz- und Bildungsminister. Danach führte er die Labor-Opposition in Tasmanien, bis er 1923 Premier des Bundesstaates wurde. Er führte eine Minderheitsregierung an und war bis zu seinem Amtsende 1928 auch Schatzminister. 1929 stieg er in die nationale Politik ein und übernahm verschiedene Ministerämter, bevor er 1931 zum Premierminister wurde. 1934 verstarb er im Amt an einem Herzinfarkt. ca. 1-mal erwähnt
macdonaldramsay_80364 MacDonald, Ramsay Politiker 118729896 12.10.1866 09.11.1937 Der Schotte MacDonald stammte aus einfachsten Verhältnissen. Er arbeitete zunächst als Büroangestellter und arbeitete sich innerhalb der Independent Labour Party (ILP) nach oben. 1911 wurde er Vorsitzender der Parliamentary Labour Party. Von Januar bis November 1924 amtierte er als Premier- und Außenminister einer kurzlebigen, Labour-geführten Minderheitsregierung. 1929 wurde er erneut Premierminister einer Labour-Minderheitsregierung, die im August 1931 durch ein National Government abgelöst wurde, in dem MacDonald bis 1935 als Premierminister amtierte. Für diesen Schritt wurde er aus der Labour-Party ausgeschlossen. ca. 9-mal erwähnt
machtan_35778 Machtan Konsul in Deutscher Konsul in Neapel. ca. 2-mal erwähnt
mackensenaugustv_14137 Mackensen, August von Militär 119243334 06.12.1849 08.11.1945 Nach seiner Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gehörte Mackensen seit 1882 zum Generalstab. 1898 wurde er Flügeladjutant des Kaisers. Seit 1901 war er Kommandeur der Leibhusarenbrigade und wurde 1903 zum Generaladjutant. Ab 1908 war Kommandierender General eines Armeekorps und wurde 1914 zum Armeeführer an der Ostfront befördert. 1915 wurde er zum Generalfeldmarschall befördert und amtierte von 1916–1918 als Militärgouverneur in Rumänien. ca. 2-mal erwähnt
mankiewitzpaul_77181 Mankiewitz, Paul Bankier 137102771 07.11.1857 22.06.1924 Direktor der Deutschen Bank. 0-mal erwähnt
markwaldhans_68684 Markwald, Hans Diplomat Diplomat. ca. 1-mal erwähnt
marxwilhelm_33816 Marx, Wilhelm Jurist, Politiker des . 11873153X 15.01.1863 05.08.1946 Nach dem 2. juristischen Staatsexamen trat Marx in die preußische Justizverwaltung ein. 1894 wurde er Landrichter in Elberfeld und 1904 Landgerichtsrat in Köln. 1907 wurde er Oberlandesgerichtsrat in Düsseldorf, 1921 Landgerichtspräsident in Limburg/Lahn und dann Senatspräsident am Kammergericht in Berlin. Von 1906–1919 war er stellvertretender Vorsitzender der Rheinischen Zentrumspartei und von 1921–1923 Vorsitzender der Berliner Zentrumsfraktion sowie von 1922–1928 Vorsitzender der Zentrumspartei. 1923/24 sowie 1926–1928 amtierte er als Reichskanzler. ca. 5-mal erwähnt
mauclereeugene_60764 Mauclère, Eugene Militär und Industrieller 133600785 1857 1933 Ehemaliger Generalkontrolleur in der Armee, außerordentlicher Staatsrat (Conseiller d’État), Direktor für Pulver und Explosivstoffe während des Ersten Weltkriegs und Delegierter Frankreichs in der Reparationskommission. Nach seiner Pensionierung 1924 wechselte er in die Privatwirtschaft. Er war Verwaltungsratsmitglied der Paris-Lyon-Méditerranée sowie stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats der kolonialen Bergbaugesellschaften Mokta-el-Hadid und Gafsa, bevor man ihn 1931 in den Verwaltungsrat der Tréfileries et Laminoirs du Havre berief. ca. 4-mal erwähnt
mayerwilhelm_18230 Mayer, Wilhelm Diplomat 117559601 18.11.1874 06.03.1923 Mayer studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Heidelberg, Würzburg und München. 1898 wurde er in Würzburg promoviert. Mayer war langjähriges Mitglied des Zentrums, gehörte aber 1920 zu den Gründungsmitgliedern der Bayerischen Volkspartei. Von Februar 1920 bis Januar 1923 war Mayer deutscher Botschafter in Frankreich. Aus Protest gegen den Einmarsch der Franzosen in das Ruhrgebiet wurde er von Reichspräsident Friedrich Ebert abberufen. ca. 2-mal erwähnt
mcdermottwilliam_23621 McDermott, William Diplomat 1894 1955 US-amerikanischer Diplomat. ca. 1-mal erwähnt
mcfaddenlouisthom_31878 McFadden, Louis Thomas Politiker 25.07.1876 01.10.1936 Zwischen 1915-1935 Mitglied des US-Kongresses für die Konservativen. Zwischen 1919–1931 war er Vorsitzender des einflussreichen Committee on Financial Services. ca. 3-mal erwähnt
mcgarrahgateswhi_68711 McGarrah, Gates White Bankier 13357251X 20.07.1863 05.11.1940 McGarrah trat 1883 in die New York Produce Exchange Bank ein und arbeitete sich über verschiedene Stellungswechsel nach oben. 1903 gehörte er zu den Mitbegründern der American Bankers Association. Von 1923-1926 war er Direktor der New Yorker Federal Reserve Bank. Ab 1924 gehörte er dem Aufsichtsrat der Reichsbank an. Von 1927 bis 1930 war er der New Yorker Delegierte der Federal Reserve Bank in Washington. 1930 wurde er Präsident der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel. ca. 3-mal erwähnt
mckennareginald_59081 McKenna, Reginald Ökonom, Bankier und Politiker 133572609 06.07.1863 06.09.1943 Nach dem Studium der Mathematik in Cambridge arbeitete er von 1887–1895 als Anwalt in London. 1895 wurde er als Abgeordneter in das britische Unterhaus gewählt. 1907–1908 fungierte McKenna als Erziehungsminister, 1908–1911 als Marineminister, 1911–1915 als Innenminister und 1915–1916 als Finanzminister. Von 1919–1943 war er Vorstandsvorsitzender der Londoner Midland Bank. 1922–23 fungierte er als Berater der Britischen Regierung bei den Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über die britischen Kriegsschulden. 1924 führte McKenna den Vorsitz über den wichtigsten Ausschüsse der Dawes-Kommission und war neben Charles G. Dawes der Mitverfasser des Berichtes, der am Ende der Tagungen der Kommission veröffentlicht wurde. ca. 1-mal erwähnt
personbeispiel_93161 Melchior, Carl Bankier, Politiker 118977555 13.10.1871 30.12.1933 Melchior stammte aus einer angesehenen Hamburger jüdischen Kaufmannsfamilie. Er studierte Jurisprudenz in Bonn und Berlin und wurde 1893 in Jena promoviert. 1902 trat er als Syndikus in das Privatbankhaus M. M. Warburg & Co. ein, wo er 1911 zum Generalbevollmächtigten ernannt wurde. Er gehörte seitdem zu den engsten Mitarbeitern und Vertrauten Max Warburgs. Er war Leiter der deutschen Finanzpolitischen Delegation für den Friedensvertrag von Versailles. Allerdings konnte er bei diesen Verhandlungen seine Positionen nicht durchsetzen und verließ die Verhandlungen vorzeitig aus Protest. In den 1920er Jahren lehnte er mehrfach das Amt des Reichsfinanzministers ab, spielte jedoch bei den Verhandlungen um den Young-Plan ab 1929 wiederum eine wichtige Rolle. ca. 8-mal erwähnt
mellonandrew_93197 Mellon, Andrew Bankier und Politiker 119526549 24.03.1855 27.08.1937 Er war Präsident der Mellon National Bank und von 1921–1932 Finanzminister unter den Präsidenten Harding, Coolidge und Hoover. Von 1932–1933 war er US-amerikanischer Botschafter in London. Mellon war bekannt für seinen fiskalischen Konservativismus. ca. 5-mal erwähnt
mendelssohnfranz_14254 Mendelssohn, Franz von Bankier 116877138 29.07.1865 13.06.1935 Nach Studium der Jurisprudenz trat er 1889 in das Bankhaus Mendelssohn & Co. ein. Ab 1892 als Mitinhaber und seit 1917 als Seniorchef. Seit 1914 war er Präsident der Handelskammer Berlin. 1921 wurde er an die Spitze des Deutschen Industrie- und Handelskammertags gewählt. Er war besonders um die Wiederherstellung der internationalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit, vor allem im Bereich der Internationalen Handelskammer bemüht. Die 1925 neugebildete deutsche Gruppe der Internationalen Handelskammer berief Mendelssohn im selben Jahr zu ihrem Präsidenten. 1931 wurde er als an die Spitze der Konferenz der Internationalen Handelskammer gewählt. Zudem amtierte er als Mitglied des Generalrats der Reichsbank (1924–33) und des Vorläufigen Reichswirtschaftsrats (1922–31). ca. 5-mal erwähnt
mendelssohnbartold_44749 Mendelssohn-Bartholdy, Paul von Bankier 137020317 14.11.1875 10.05.1935 Nach einem Studium in Oxford wurde Mendelssohn-Bartholdy 1902 Teilhaber des familiären Bankhauses Mendelssohn & Co. Er war einer der aktivsten und am stärksten international vernetzten Privatbankiers der 1920er Jahre. ca. 2-mal erwähnt
merz_85685 Merz, Georg Präsident der 138170401 1883 1926 Präsident der Reichsgetreidestelle. 0-mal erwähnt
meyereugene_31243 Meyer, Eugene Unternehmer, Politker 1065093195 31.10.1875 17.07.1959 Nach dem Studium in Yale arbeitete Meyer bei Lazard Frères & Co. 1914 ging er nach Washington, um dort die War Finance Corporation zu leiten. 1929 wurde er zum US-amerikanischen Botschafter in Berlin ernannt. 1933 wurde er Besitzer der Washington Post und 1946 zum Chef der neugegründeten International Bank for Reconstruction and Development, der späteren Weltbank. Noch im selben Jahr kehrte er zur Washington Post zurück. ca. 1-mal erwähnt
meyerhansj_22099 Meyer, Hans J. Politiker, Bankier 09.12.1891 26.06.1968 Nach dem Studium der Rechtswissenschaften, das er 1913 mit der Promotion abschloss, war Meyer von 1915–1918 Mitarbeiter bei der Zentralen Einkaufsgesellschaft GmbH. 1919 wurde er Sekretär der deutschen Delegation bei den Friedensverhandlungen von Versailles. 1920–1925 amtierte er als Oberregierungsrat im Reichsfinanzministerium und war stellvertretender Vorsitzender der Kriegslastenkommission in Paris. Er nahm u.a. an den Reparationskonferenzen 1920 in Paris, 1921 in London und 1922 in Genua teil. Genauso war er an der Ausarbeitung des Dawes- und des Young-Planes beteiligt. Von 1926–1930 arbeitete er als Bankier bei M.M. Warburg & Co. in Hamburg. Von 1930–1941 war er Geschäftsführer und Teilhaber von Warburg & Co. Amsterdam. 1941 erfolgte die Emigration in die USA, wo er von 1942–1946 beim Office of Strategic Services (OSS), New York, beschäftigt war. Von 1947–1968 war Meyer Präsident von M.M. Warburg & Co. in New York. ca. 1-mal erwähnt
meyerwilhelm_22562 Meyer, Wilhelm Industrieller 133607313 22.03.1867 29.04.1929 1916 wurde Meyer Aufsichtsratsvorsitzender der väterlichen Ilseder Hütte AG. Während der 1920er Jahre war er Vorsitzender des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller sowie Vorstandsmitglied des Reichsverbands der Deutschen Industrie. ca. 1-mal erwähnt
milesbasil_41331 Miles, Basil Diplomat und Finanzfachmann Miles wurde 1907 dritter Sekretär des US-amerikanischen Botschaft in St. Petersburg. In den 1920er Jahren agierte er als amerikanischer Repräsentant der Internationalen Handelskammer. Er war ein enger Vertrauter von Benjamin Strong. ca. 4-mal erwähnt
milleradolph_92488 Miller, Adolph Ökonom und Bankier 07.01.1866 11.02.1953 Nach dem Studium an der University of California sowie in Paris und München unterrichtete Miller in Harvard Ökonomie, bevor er Professor für Finanzwissenschaft an der University of Chicago wurde. 1902 wechselte Miller nach Berkeley. 1913 wechselte Miller als Assistant Secretary in das US-amerikanische Innenministerium und wurde ein Jahr später in das Board der neugegründeten Federal Reserve Bank berufen. Während des Ersten Weltkriegs war Miller der einzige Ökonom im Führungsgremium der Bank. Insgesamt sollte er diese Position für 22 Jahre behalten, bevor er 1936 zurücktrat. ca. 1-mal erwähnt
millerandalexandre_51027 Millerand, Alexandre Politiker 118784021 10.02.1859 06.04.1943 Studium der Rechtswissenschaften, das er 1881 mit dem Lizensiat abschloss. Von 1885–1920 war er Abgeordneter in der Nationalversammlung. Von 1899–1902 war Millerand Handelsminster, von 1909–1910 Minister für öffentliche Arbeiten, Post und Telegraphen, von 1912–1913 und von 1914-Oktober 1915 Kriegsminister. Ab 1918 fungierte er als Generalkommissar der Republik für die Wiedereingliederung des von Deutschland zurückgewonnenen Territoriums, also Elsass-Lothringen. Im Januar 1920 wurde Millerand Ministerpräsident einer Mitte-rechts-Regierung des Bloc national, zusätzlich bekleidete er das Amt des Außenministers. Im September 1920 wurde er Präsident der Französischen Republik. Nach dem Sieg des Cartel des Gauches bei den Parlamentswahlen 1924 erzwang die neue Mehrheit seinen Rücktritt. Zu seinem Nachfolger wurde Gaston Doumergue gewählt. ca. 1-mal erwähnt
millsogden_93438 Mills, Ogden Politiker 133607496 23.08.1884 11.10.1937 Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Harvard Law School, das er 1907 mit der Promotion abschloss, wurde Mills 1908 als Rechtsanwalt in New York zugelassen. Zudem war er Direktor verschiedener großer Gesellschaften wie der Atchison, Topeka and Santa Fe Railway und der Mergenthaler Linotype Company. 1911 begann er seine politische Laufbahn und 1914 wurde er in den Senat von New York gewählt. Nach dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg trat er 1917 in die Armee ein und diente bis zum Ende des Krieges als Captain der American Expeditionary Forces. Von 1921–1927 war er Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus. 1927 wurde er Staatssekretär im Finanzministerium. Nach dem Rücktritt von Andrew W. Mellon wurde er am 13. Februar 1932 zum Finanzminister ernannt. Als Finanzminister war er ein starker Verfechter der Kopplung des Dollar an den Goldpreis. Nach 1933 profilierte er sich als vehementer Kritiker des New Deals von Präsident Franklin D. Roosevelt. ca. 7-mal erwähnt
moldenhauerpaul_44324 Moldenhauer, Paul Versicherungswissenschaftler, Politiker 11774428X 02.12.1876 01.02.1947 Nach der Promotion 1899 und der Habilitation 1901 wurde er 1903 Dozent für Versicherungswissenschaft an der Handelshochschule Köln. Von 1920–1930 saß er für die DVP im Reichstag. Von 1929–1930 war er Reichswirtschaftsminister und Reichsfinanzminister. 1931–1943 war er Honorarprofessor an der Universität Berlin. 1933 war er Mitglied der deutschen Delegation bei der Genfer Abrüstungskonferenz. Nach 1945 war er mit der Regelung der Pensionskassen der I. G. Farben befasst. ca. 13-mal erwähnt
moellendorffwicha_61432 Moellendorff, Wichard von Ingenieur, Wirtschaftspolitiker, Ministerialbeamter 03.10.1881 03.05.1937 Nach dem Maschinenbau-Studium an der Technischen Hochschule Charlottenburg (1901-1906), bekleidete er eine führende Stellung bei der AEG. Nach Ausbruch des Erstenweltkrieges folgte er Walther Rathenau in die auf dessen Initiative gegründete Kriegsrohstoffabteilung und arbeitete dort in der Sektion Chemie. 1916 wechselte er zum neu geschaffenen Kommissariat für die Übergangswirtschaft. 1918 wurde er auf den Lehrstuhl für Nationalökonomie und Finanzwissenschaften an die TH Hannover berufen. Nach der Novemberrevolution berief ihn Rudolf Wissel als Unterstaatssekretär ins Reichswirtschaftsamt. Hier versuchte er, seine im Krieg ausgearbeitete Konzeption zur Gemeinwirtschaft in die Praxis umzusetzen, scheiterte jedoch an der Ablehnung seines Plans durch die Reichsregierung 1919. In der Weimarer Republik leitete Moellendorff unter anderem das Materialprüfungsamt und das Kaiser-Wilhelm-Institut für Metallforschung. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten schied er nach und nach aus allen Ämtern aus. 1937 beging er Selbstmord. 0-mal erwähnt
moreaumile_94074 Moreau, Émile Bankier 133607623 29.09.1868 09.11.1950 Moreau war seit 1893 in wechselnden hohen Positionen in der französischen und algerischen Finanzverwaltung tätig. Von 1926 bis 1930 amtierte er als Gouverneur der Banque de France und war maßgeblich an der Stabilisierung des Franc Poincaré 1926/28 beteiligt. 1929/30 war er französischer Delegierter der Verhandlungen zum Young-Plan. ca. 7-mal erwähnt
moretclment_88670 Moret, Clément Volkswirt und Finanzpolitiker 133607631 09.09.1886 07.12.1943 Moret begann seine Laufbahn zunächst im Finanzministerium. 1919 wurde er zum Directeur du Mouvement Général des Fonds ernannt. 1928 wurde er Vizegouverneur der Banque de France, als deren Gouverneur er von 1930 bis 1935 amtierte. ca. 2-mal erwähnt
morganjohnpiepont_38199 Morgan Jr., John Piepont Bankier 07.09.1867 13.03.1943 Nach seinem Abschluss 1889 in Harvard trat er in das väterliche Bankhaus J. P. Morgan & Cie. New York ein. Von 1892–1900 war er in der Londoner Filiale der Bank tätig und seit 1913 Inhaber der Bank. Morgan gehörte zu den wichtigsten Personen in der internationalen Finanzwirtschaft während der Zwischenkriegszeit. Das Bankhaus J. P. Morgan & Cie. gehörte zu den bedeutendsten international agierenden Finanzinstituten und war besonders im Staatskreditgeschäft stark engagiert. ca. 16-mal erwähnt
morganshepardash_18688 Morgan, Shepard Ashman Bankier 13360764X 01.06.1884 1968 Von 1908–1913 arbeitete er als Dozent für Politik am Williams College. Von 1908–1913 war er Reporter der Zeitung New York Sun. Von 1913–1916 arbeitete er als Sekretär in der Finanzabteilung der Stadtverwaltung New Yorks und war von 1917–1924 bei der Federal Reserve Bank New York angestellt. Von 1924–1930 fungierte er erst als Berater, dann als Finanzdirektor beim Generalagenten für Reparationszahlungen in Berlin. Ab 1938 amtierte er als Vizepräsident der Chase Manhattan Bank in New York. ca. 1-mal erwähnt
morrowdwightw_22071 Morrow, Dwight W. Anwalt und Bankier 116930020 11.01.1873 05.10.1931 Morrow galt als Fachmann in Fragen internationaler Finanzbeziehungen. Von 1899–1914 war er Partner beim Bankhaus J. P. Morgan & Cie. und von 1914–1927 arbeitete er als Berater des Allied Maritime Transport Councils. 1918 fungierte Morrow als US-amerikanischer Botschafter in Mexiko. 1930 wurde er zum Senator für New Jersey gewählt. ca. 3-mal erwähnt
muelleradolf_46775 Müller, Adolf Politiker 119228467 19.08.1863 05.09.1943 Müller arbeitete zunächst im Zeitungswesen. Seit 1909 saß er im Landesvorstand der bayerischen SPD. Von 1919 bis 1933 war er deutscher Botschafter in der Schweiz. ca. 1-mal erwähnt
muellerhermann_13426 Müller, Hermann Poltiker 118584979 18.05.1876 20.03.1931 Müller war von 1919–1928 Vorsitzender der SPD. 1919–1920 war er zunächst Außenminister und von März bis Juni 1920 für kurze Zeit Reichskanzler. Von 1928–1930 war er erneut Reichskanzler, musste aber im März 1930 zurücktreten, als die von ihm geführte Koalitionsregierung auseinanderbrach. ca. 2-mal erwähnt
muellergeorg_30423 Müller-Oerlinghausen, Georg Industrieller, Poliker 133669912 22.04.1878 1954 Er arbeitete seit 1903 in der Firma Carl Weber & Co. in Oerlinghausen. Im Ersten Weltkrieg war er Vorsitzender der Kriegswirtschaftsorganisation der Flachsindustrie und zugleich Inhaber und Geschäftsführer von Carl Weber & Co. In den 1920er Jahren war er Präsidiumsmitglied des Reichsverbands der Deutschen Industrie. Von 1920–1933 fungierte er als Vorsitzender der Fachgruppe Textilindustrie. ca. 2-mal erwähnt
mussolinibenito_78191 Mussolini, Benito Politiker 118585967 29.07.1883 28.04.1945 Er war von 1922–1943 Ministerpräsident des Königreiches Italien. Als Duce del Fascismo („Führer des Faschismus“) und Capo del Governo („Chef der Regierung“) stand er ab 1925 als Diktator an der Spitze des faschistischen Regimes in Italien. ca. 4-mal erwähnt
nathanhenry_18879 Nathan, Henry Bankier 133670031 08.03.1862 09.11.1932 Nach einer Banklehre in Hamburg arbeitete Nathan seit 1884 bei der Privatbank Mendelssohn & Co. in Berlin. 1890 wurde er Prokurist in der Bank Arons & Walter und 1895 Prokurist in der Dresdner Bank. 1897 wurde er Stellvertretender Direktor und 1903 Vorstandsmitglied, 1920 schließlich Vorstandsvorsitzender. 1931 gab er das Vorstandsamt auf. Darüber hinaus war er Mitglied von Aufsichtsräten zahlreicher Firmen, Mitglied im Generalrat der Reichsbank und Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. 0-mal erwähnt
newboldwalton_80999 Newbold, John Turner Walton Politiker 08.05.1888 20.02.1943 John Turner Walton Newbold, genannt Walton Newbold, gehörte zu den ersten kommunistischen Abgeordneten, die während der 1920er Jahre in das Parlament gewählt wurden. Dort fiel er nicht zuletzt durch seine bildhafte Rede und seinen unkonventionellen Kleidungsstil auf. ca. 1-mal erwähnt
niemeyerotto_76900 Niemeyer, Otto Ernst Finanzexperte, Bankier 124729614 23.11.1883 06.02.1971 Von 1906–1927 Finanzbeamter im britischen Treasury und 1922–1937 Controller of Finance. Von 1922–1937 war er Mitglied der Economic and Financial Section des Völkerbundes und von 1928–1950 Direktor der National Bank of Egypt. Darüber hinaus agierte er 1928–1957 als Direktor der Banque des Pays d'Europe und war Direktor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Von 1938–1952 war Niemeyer erst Berater, dann Direktor der Bank of England. ca. 2-mal erwähnt
nittifrancesco_89255 Nitti, Francesco Politiker 119470764 19.07.1868 20.02.1953 Er war von 1919–21 Präsident des Ministerrats (Ministerpräsident). Anschließend arbeitete er als Publizist, der sich mit seiner franzosenfeindlichen Haltung in der Öffentlichkeit profilierte. ca. 3-mal erwähnt
normanmontagu_21011 Norman, Montagu Collet Bankier 12473118X 06.08.1871 04.02.1951 Nach einer frühen Karriere im Privatbankensektor trat Norman 1907 als Direktor bei der Bank of England ein. Während des Ersten Weltkriegs beriet er verschiedene Stellen der britischen Regierung. 1917 wurde er zum Deputy Governor und 1920 schließlich zum Governor der Bank of England ernannt, die er bis 1944 leiten sollte. Er gehörte zu den wichtigsten Zentralbankiers der Zwischenkriegszeit und war an zahllosen politischen Maßnahmen zur Stabilisierung des europäischen Wirtschaftslebens beteiligt. Mit dem langjährigen Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht verband ihn über lange Zeit eine freundschaftliche Beziehung. ca. 44-mal erwähnt
norrisgeorgew_21435 Norris, George W. Bankier 1864 1942 Nach seinem Studium trat Norris 1911 in die Stadtverwaltung von Philadelphia ein. Im Jahr 1914 trat er in die Federal Reserve Bank von Philadelphia ein. 1916 baute er ein Kreditsystem für landwirtschaftliche Betriebe auf, die unter dem Krieg besonders zu leiden hatten. 1920 wurde er Governeur der Federal Reserve Bank von Philadelphia und verblieb auf diesem Posten bis zu seinem Ruhestand 1936. ca. 1-mal erwähnt
noskegustav_64530 Noske, Gustav Politiker 118588761 09.07.1868 30.11.1946 1885 wurde er Mitglied der Gewerkschaft und 1886 Mitglied der SPD. Er war Redakteur sozialdemokratischer Zeitungen in Brandenburg/Havel und Königsberg. 1902 wurde er Chefredakteur der Volksstimme in Chemnitz. Noske war von 1906–1918 Mitglied des Reichstages für die SPD, wo er als Experte für Militär-, Marine- und Kolonialfragen auftrat. 1918 wurde er Gouverneur von Kiel und war 1919 Verantwortlicher für Heer und Marine im Rat der Volksbeauftragten. Als Reichswehrminister war er 1919 verantwortlich für die Niederschlagung sozialistischer Unruhen und trat nach dem Kapp-Putsch im März 1920 zurück. Von 1920–1933 war er Oberpräsident von Hannover. ca. 1-mal erwähnt
nothmann_72912 Nothmann Direktor Stahlwerksgesellschaft ca. 4-mal erwähnt
ohlinbertil_42859 Ohlin, Bertil Ökonom 119096684 23.04.1899 03.08.1979 Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Lund, Stockholm und Harvard promovierte Ohlin 1924 an der Universität Stockholm. 1925 wurde er Professor für Volkswirtschaftslehre in Kopenhagen. International bekannt wurde er am Ende der 1920er Jahre durch eine Debatte mit John Maynard Keynes über die Reparationen. Er erweiterte Konzepte Eli Heckschers zum sog. Heckscher-Ohlin-Theorem des internationalen Handels. Dafür bekam er 1977 den Wirtschaftsnobelpreis verliehen. ca. 2-mal erwähnt
palyimelcior_27779 Palyi, Melchior Deutsch-amerikanischer Ökonom 116021780 14.03.1892 28.07.1970 Nach dem Studium der Staatswissenschaften an der Budapester Universität und der Universität München wurde er 1915 mit einer Arbeit über die "romantische Geldtheorie" promoviert. Palyi arbeitete anschließend für kurze Zeit für den österreichisch-ungarischen Staat und übernahm von 1918 bis 1922 einen Lehrauftrag der Handelshochschule München. 1921 habiliierte sich Palyi an der Universität Göttingen. 1929 wurde er zum Außerordentlichen Professor an der Handelshochschule Berlin ernannt. Von 1928–1933 saß er in einem Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Bank. Er war Direktor des 1931 gegründeten Berliner Instituts für Währungsforschung und rechtfertigte als Publizist während der Weltwirtschaftskrise das politische Vorgehen der Reichsbank und setzte sich für den Fortbestand des Goldstandards ein. 1933 emigrierte Palyi über England in die USA. Von 1937–1940 arbeitete er als Partner in einem Handelsgeschäft und war danach als Unternehmensberater und Publizist tätig. ca. 1-mal erwähnt
parkergilbertsey_86687 Parker Gilbert, Seymour Bankier und Finanzfachmann 124318320 13.10.1892 23.02.1938 Nach dem Studium am Rutgers College und an der Harvard Law School trat er in die New Yorker Kanzlei Cravath & Henderson ein. Von 1918 bis 1920 war er als Berater für Kriegskredite im Finanzministerium der Vereinigten Staaten tätig. 1920 wurde er zunächst Assistant Secretary of the Treasury und von 1921 bis 1923 Under Secretary of the Treasury. Von 1924 bis 1930 amtierte Parker Gilbert als Generalagent für die Reparationszahlungen in Berlin. Mit der Annahme des Young-Plans und der Schaffung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich 1930 wurde diese Position abgeschafft. Parker Gilbert kehrte mit mehreren Auszeichnungen europäischer Regierungen in die USA zurück und stieg 1931 als Partner in die Geschäftsführung des Bankhauses J. P. Morgan & Cie. ein. ca. 10-mal erwähnt
parmentierjeanvi_92479 Parmentier, Jean Victor Guislain Politiker 133696367 06.11.1883 22.06.1936 Parmentier trat 1903 in die Finanzverwaltung ein. 1915 wurde er Inspekteur der Finanzen in Marokko, 1916 übernahm er dieselbe Funktion in Rumänien. 1917 trat er in das französische Finanzministerium ein und wurde 1919 stellvertretender Direktor, 1921 dann Generaldirektor. 1923 trat er aus dem Staatsdienst aus, fungierte aber 1924 als Mitglied des 1. Sachverständigenkomitees (Dawes-Komitee) und war Mitglied der Reparations-Transferkomission. 1929 wurde er Mitglied des Young-Plan-Komitees und fungierte 1929 und 1930 als Berater bei den Haager Konferenzen. 0-mal erwähnt
pauwlshenri_49209 Pauwels, Henri Gewerkschaftsführer 19.01.1890 18.09.1946 Pauwels absolvierte zunächst eine Ausbildung als Mechaniker und wurde Mitglied der Christlichen Gewerkschaft der Belgischen Metallarbeiter. Diese Organisation war eng verbunden mit der Confederation of Christian Trade Unions (ACV), deren Stellvertretender Generalsekretär Pauwels 1919 und Generalsekretär er 1921 wurde. 1932 wurde er zu ihrem Präsident gewählt. Von 1933–1937 war er außerdem Vizepräsident der Internationalen Vereinigung der Christlichen Gewerkschaften. 1945 wurde er Minister für die Kriegsopfer. Er starb bei einem Flugzeugabsturz in Neufundland. ca. 1-mal erwähnt
peyerimhoffhenri_19494 Peyerimhoff, Henri de Industrieller 133696529 19.09.1871 21.07.1953 Peyerimhoff kam aus dem elsässischen Landadel. Dort wurde er nach 1900 zu einem der wichtigsten Lobbyisten für die Bergwerksbetriebe. ca. 2-mal erwähnt
ericphipps_41654 Phipps, Eric Diplomat. 120972581 27.10.1875 13.08.1945 Nach dem Studium in Cambridge trat Phipps 1899 in den Diplomatischen Dienst ein. Nach Stationen in St. Petersburg, Madrid und Paris nahm er 1919 als britischer Sekretär an der Versailler Friedenskonferenz teil. Zwischen 1922 und 1928 bekleidete er das Amt des Bevollmächtigten Ministers in Paris und war von 1928 bis 1933 außerordentlicher Gesandter und Bevollmächtigter Minister in Österreich. Von 1929 bis 1930 nahm er als Delegierter an den Konferenzen in Den Haag teil. Von 1933 bis 1937 bekleidete er das Amt des Britischen Botschafters in Berlin. ca. 3-mal erwähnt
pirellialberto_68169 Pirelli, Alberto Industrieller und Politiker 124267467 28.04.1882 19.10.1971 Nach seinem Jurastudium mit Promotion in Mailand trat Pirelli 1900 in die Firma Pirelli & Co. ein, die sich in den Folgejahren zu einem der größten europäischen Unternehmen in den Bereichen der Elektronik- und Reifenherstellung entwickelte. Von 1915–1918 leitete Pirelli die Auslandsabteilung im Waffen- und Munitionsministerium. Nach dem Krieg hatte er dann verschiedene offizielle Funktionen inne: So saß er im Obersten Wirtschaftskomitee bei den Verhandlungen um den Versailler Vertrag und war Mitglied der Economic and Financial Section des Völkerbundes. Er vertrat die italienische Regierung bei zahlreichen internationalen Konferenzen, insbesondere zum Dawes- und Youngplan. Von 1927–1929 war er Präsident der Internationalen Handelskammer. ca. 11-mal erwähnt
pohleludwig_69388 Pohle, Ludwig Ökonom 116260793 03.04.1869 11.01.1926 Nach dem Studium der Rechtswissenschaft und Nationalökonomie in Freiburg und Leipzig folgte dort 1898 die Habilitation. Ab 1901 war er Professor für Staatswissenschaft an der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften in Frankfurt/M. Von 1918–1925 lehrte er als Ordentlicher Professor für Nationalökonomie in Leipzig. Nach dem Ersten Weltkrieg fungierte er verschiedentlich als Berater der Reichsregierung. 0-mal erwähnt
poincarraymond_15401 Poincaré, Raymond Politiker 118792652 20.08.1860 15.08.1934 Poincaré gehörte zu den dominierenden Figuren der Dritten Republik. Von 1913–1920 amtierte er als Staatspräsident. Anschließend war er in den 1920er Jahren mehrfach Ministerpräsident, u.a. von 1926–1928. ca. 15-mal erwähnt
possehans_31847 Posse, Hans Staatsbeamter 124954286 13.08.1886 18.08.1965 Nach Studium der Rechtswissenschaftt und der Promotion zum Dr. jur. wurde Posse 1913 Regierungsassessor in Beuthen. 1918 trat er zunächst als Hilfsarbeiter in das Preussische Handelsministerium ein. 1924 wurde Posse Ministerialdirektor und Leiter der zoll- und handelspolitischen Abteilung im Reichswirtschaftsministerium. Von 1927–1933 fungierte er als Leiter verschiedener deutscher Delegationen bei Wirtschaftsverhandlungen. Von 1932–1933 war er Mitglied der Economic and Financial Section beim Völkerbund. Von 1933–1938 war Posse Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium und von 1938–1945 Staatssekretär für Sonderaufgaben im Reichswirtschaftsministerium und Stellvertreter des Generalbevollmächtigten für die Wirtschaft. 1940 wurde er Leiter eines Sonderstabes des Oberkommandos des Heeres und 1941 Reichskommissar für Unilever in Rotterdam. ca. 4-mal erwähnt
post_71413 Post Diplomat ca. 6-mal erwähnt
postalexander_34695 Post, Alexander Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Von 1921–1933 Vorstand der Industrie- und Handelskammer Hagen. Geschäftsführer der Hagener Gießerei und Werkzeugfabrik Joh. Casp. Post Söhne. ca. 2-mal erwähnt
pritschow_31564 Pritschow, Eugen Reichskommissar im Reichskommissar im Reichswirtschaftsministerium und Direktor der Zentralstelle zur Beschaffung der Heeresverpflegung. 0-mal erwähnt
vonprittwitzundg_53984 Prittwitz und Gaffron, Karl Maximilian Friedrich-Wilhelm von Diplomat 116291222 01.09.1884 01.09.1955 Prittwitz trat 1908 in den Diplomatischen Dienst ein und war von 1927–1933 Botschafter in den USA. ca. 4-mal erwähnt
puenderhermann_30397 Pünder, Hermann Jurist, Politiker 118742884 01.04.1888 03.10.1976 Nach der Promotion zum Dr. jur. erfolgte 1914 der Eintritt in den preussischen Justizdienst. Von 1919–1926 arbeitete er im Reichsfinanzministerium und war seit 1926 Staatssekretär und Chef der Reichskanzlei. Nach seinem Rücktritt 1932 amtierte er als Regierungspräsident in Münster, aus welchem Amt er 1933 entlassen wurde. 1941 wurde Pünder Grubenvorstand der Erdölgewerkschaft Münsterland, Hannover und war stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Berlinischen Bodenkredit-Gesellschaft AG. 1945 gehörte er zu den Mitbegründern der CDU im Rheinland. 1948/49 wurde er Oberdirektor des Verwaltungsrats des Vereinigten Wirtschaftsgebiets und von 1949–1957 saß er für die CDU im Bundestag. 1952 wurde er Vizepräsident der Hohen Behörde der Montanunion. ca. 5-mal erwähnt
quesnaypierre_67899 Quesnay, Pierre Bankier 133697037 12.10.1895 08.09.1937 Nach seinem Studium u. a. bei Charles Rist wurde er 1918 Mitglied der Reparationskommission. Dabei arbeitete er u. a. mit dem Hochkommissar Albert Rudolf Zimmermann in Wien zusammen. 1926 trat er als Direktor in die Banque de France ein, bevor er 1930 Gründungsdirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich wurde. ca. 15-mal erwähnt
r_55228 Rašín, Alois Finanzpolitiker 119161524 18.10.1867 18.02.1923 Studium der Medizin, später dann Rechtswissenschaft in Prag bis 1891. Bereits als junger Mann trat er als scharfer Gegner der Habsburgermonarchie auf. Nach Schaffung der Tschechoslowakei wurde Rašín erst Justizminister, dann Finanzminister. Als solcher verhinderte er durch teilweise radikale Maßnahmen das Abgleiten der jungen Republik in eine Hyperinflation, u. a. als er mitten in einer Wirtschaftskrise 1922 Deflationspolitik betrieb. Am 5. Januar 1923 wurde in Prag ein Attentat auf Rašín verübt, an dessen Nachwirkungen er einige Wochen später verstarb. ca. 1-mal erwähnt
rathenauemil_50519 Rathenau, Emil Unternehmer 118598422 11.12.1838 20.06.1915 Rathenau betätigte sich seit 1865 als Unternehmer, zunächst im Bereich Maschinenbau. 1883 gründete er die AEG. Unter seiner Leitung entwickelte sich die AEG zu einem der größten deutschen Unternehmen. ca. 2-mal erwähnt
rathenauwalter_10501 Rathenau, Walter Industrieller, Politiker 118598430 29.09.1867 24.06.1922 Rathenau war der älteste Sohn des Industriellen und AEG-Gründers Emil Rathenau. Von 1886 bis 1889 studierte er in Straßburg und Berlin Physik, Philosophie und Chemie bis zur Promotion. Seit 1892 bekleidete er verschiedene Posten bei deutschen Industrieunternehmen, so von 1900 bis 1907 im Vorstand der AEG. Danach verlegte sich Rathenau immer stärker auf die Mitgliedschaft in Aufsichtsräten von Industrieunternehmen. Er gab wesentliche Anstöße zur Etablierung der Rohstoffbewirtschaftung während des Ersten Weltkrieges. Daneben entfaltete er eine vielbeachtete schriftstellerische Tätigkeit zur wirtschaftlichen und kulturellen Lage. Im Mai 1921 wurde Rathenau Wiederaufbauminister und schloss im Oktober 1921 mit Frankreich das Wiesbadener Abkommen über privatwirtschaftliche deutsche Sachlieferungen ab. Im Januar 1922 wurde Rathenau zum Außenminister ernannt, um Deutschland bei der Konferenz von Genua zu vertreten. Im Juni 1922 wurde er bei einem Attentat ermordet. ca. 21-mal erwähnt
raumerhansfriedr_32680 Raumer, Hans Friedrich Wilhelm Ernst von Jurist, Politiker 12445884X 10.01.1870 03.11.1965 Nach der Promotion im Verwaltungsdienst wurde Raumer 1899 Regierungsassessor. 1905 wurde er Landrat im Kreis Wittlage, bevor er 1911 aus dem Staatsdienst ausschied. Anschließend wurde er Leiter der Hannoverschen Kolonisations- und Moorverwertungsgesellschaft in Osnabrück und amtierte seit 1915 als Direktor des Bundes der Elektrizitätsversorgungs-Unternehmungen Deutschlands. Von 1916–1918 war er Kriegsreferent im Reichsschatzamt. Er war Mitbegründer der Zentral-Arbeitsgemeinschaft (ZAG) und deren Vorstandsmitglied. Von 1920–30 war er Mitglied des Reichsverbands der Deutschen Industrie und Mitglied des Reichstages für die DVP. Von 1920–1921 war er Reichsschatzminister und 1923 Reichswirtschaftsminister. ca. 1-mal erwähnt
rechbergarnold_76782 Rechberg, Arnold Bildhauer und politischer Publizist 188449078 09.10.1879 28.02.1947 Bekannt wurde Rechberg durch seine Versuche, vor allem mit Paul Reynauld eine „private“ Wirtschafts-Außenpolitik zu betreiben. Diese zielte während der Weimarer Republik auf eine Annäherung an die Westmächte und die Bildung eines antibolschewistischen Bündnisses ab. 0-mal erwähnt
reinierstimson_96454 Regnier (Stimson), Mabel 1866 1955 Mabel Regnier war in den 1920er Jahren zunächst die engste Mitarbeiterin, dann die Ehefrau des US-amerikanischen Außenministers Henry L. Stimson (1929–1933). ca. 1-mal erwähnt
reichertjacobwil_58918 Reichert, Jacob Wilhelm Politiker 126384002 13.03.1885 17.01.1948 Nach einem Studium der Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Mannheim wurde Reichert 1912 Hauptgeschäftsführer des Vereins Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller in Berlin. Dabei fungierte er als Mittler zwischen der Schwerindustrie im Ruhrgebiet und Finanz- und Handelskreisen in Berlin. Von 1914 bis 1920 leitete Reichert die Zentralstelle für Ausfuhrbewilligungen für Eisen- und Stahlerzeugnisse. Nach dem Krieg amtierte er von 1920 bis 1924 als Reichsbevollmächtigter der Außenhandelsstelle für Eisen- und Stahlerzeugnisse in Berlin. Politisch engagierte Reichert sich in der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). 1930 verließ Reichert die Partei aus Ablehnung des Kurses der Parteiführung um Alfred Hugenberg. ca. 3-mal erwähnt
reuschpaul_69348 Reusch, Paul Industrieller 118744666 09.02.1868 21.12.1956 1889 fing er als Ingenieur bei den Jenbacher Berg- und Hüttenwerken an. Von 1891–1895 arbeitete er als Ingenieur bei Ganz & Co in Budapest und anschließend bis 1901 als Verwalter der Witkowitzer Bergbau- und Eisenhüttengewerkschaft. Von 1901–1905 amtierte er als Direktor der Friedrich-Wilhelms-Hütte in Mülheim und war seit 1905 Vorstandsmitglied. 1909 wurde er Vorstandsvorsitzender, dann Generaldirektor der Gutehoffnungshütte AG in Oberhausen. 1918 gehörte er zu den Mitbegründern der Deutschen Werft in Hamburg und amtierte 1919–1929 als Präsident der Industrie- und Handelskammer Duisburg. Von 1923–1933 war Reusch Präsidiumsmitglied des Reichsverbands der Deutschen Industrie und von 1924–1930 Vorsitzender der Nordwestlichen Gruppe des Vereins Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller. Von 1926–1933 amtierte er als stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Industrie- und Handelstags. 1928 gehörte er zu den Mitgründern des Bundes zur Erneuerung des Reiches. Trotz seiner deutschnationalen Einstellung war ein ein Gegner der Nationalsozialisten. 1942 legte er seine Ämter in der deutschen Rüstungswirtschaft nieder. ca. 6-mal erwähnt
benthefink_75393 Renthe-Fink, Cécil Diplomat 27.01.1885 22.08.1965 Nach dem Studium der Jurisprudenz und dem Militärdienst trat er 1913 in den Diplomatischen Dienst ein und arbeitete als Gesandter u. a. in Budapest, Konstantinopel und Bern. 1926 wurde er zum Legationsrat und wenige Monate später zum Vortragenden Legationsrat ernannt. Von 1926–1933 war er Mitglied der Politischen Abteilung des Völkerbundsekretariats in Genf. 1936 wurde er Deutscher Gesandter in Dänemark. ca. 1-mal erwähnt
reynauldpaul_70707 Reynauld, Paul Politiker 15.10.1878 21.09.1966 Reynaud studierte Rechtswissenschaften und schloss das Studium 1904 mit der Promotion ab. 1919 wurde er als Abgeordneter in die Nationalversammlung gewählt. Nach seiner Abwahl 1924 agitierte er außerhalb des Parlaments gegen sozialistische und kommunistische Kräfte. Bei der Parlamentswahl im April 1928 zog er als Abgeordneter für Paris erneut in die Nationalversammlung ein. In den schnell wechselnden konservativen Kabinetten zur Zeit der Weltwirtschaftskrise war er Finanz-, Kolonial- und Justizminister. Seine wichtigsten politischen Ziele dieser Zeit waren eine Abwertung des Francs und der Ausbau der Panzerstreitkräfte. Er war ein Gegner der Appeasement-Politik gegenüber den Nationalsozialisten. ca. 2-mal erwähnt
reynoldjackson_70368 Reynolds, Jackson Präsident First National Bank of New York 133719839 1873 1958 Präsident First National Bank of New York. Mitglied Kommittees der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. ca. 1-mal erwähnt
ricardodavid_98545 Ricardo, David Ökonom 118600214 18.04.1772 11.09.1823 Begründer der theoretischen Nationalökonomie ca. 2-mal erwähnt
richardsoneverne_75345 Richardson, E. Verne Diplomat War in den frühen 1920er Jahren US-amerikanischer Konsul in Berlin. Zuletzt war er US-amerikanischer Konsul in Indien, 1929 ging er in den Ruhestand ca. 3-mal erwähnt
risserjacob_52203 Riesser, Jacob Politiker 11654533X 17.11.1853 06.05.1932 Riesser war Jurist und wurde 1888 Direktor der Darmstädter Bank für Handel und Industrie. Er war an zahlreichen Verbandsgründungen beteiligt. So initiierte er 1901 die Gründung des Centralverbandes des deutschen Bank- und Bankiergewerbes. 1909 gründete Riesser den Hansabund für Gewerbe, Handel und Industrie als Interessensvertretung des Bürgertums gegen die agrarischen Interessensgruppen im Kaiserreich. ca. 1-mal erwähnt
ristcharles_16479 Rist, Charles Ökonom und Bankier 172332966 01.01.1874 10.01.1955 1898 erwarb Rist den Doktor der Rechte und arbeitete seit 1899 als Dozent an der Universität Montpellier, wo er 1906 Professor wurde. 1913 wurde er als Professor nach Paris berufen. Von 1926–1929 amtierte er als Stellvertretender Gouverneur der Banque de France. Von 1928–1930 agierte er als Berater der rumänischen Nationalbank, dann der Österreichischen Nationalbank. Seit 1926 war Rist Mitglied in verschiedenen internationalen Finanzkommissionen. Während der Weltwirtschaftskrise trat er für eine kontrazyklische Konjunkturpolitik und den Abgang vom Goldstandard ein. ca. 4-mal erwähnt
ritschersamuel_39904 Ritscher, Samuel Bankier 133730077 17.01.1870 26.01.1938 Er war in den 1920er Jahren Direktor der staatlichen Reichs-Kredit-Gesellschaft und seit 1932 eine führende Persönlichkeit der Dresdner Bank. 0-mal erwähnt
robineaugeorges_50065 Robineau, Georges Bankier 133589528 01.07.1860 09.04.1927 Nach dem 1885 abgeschlossenen Jurastudium war Robineau zunächst journalistisch tätig. 1887 trat er als Inspekteur in die Banque de France ein und amtierte von 1902–1920 als Generaldirektor. Von 1920–1926 amtierte er als Gouverneur der Banque de France und musste mit der zunehmenden Entwertung des Franc zurechtkommen. ca. 2-mal erwähnt
roechlinghermann_29198 Röchling, Hermann Industrieller 121748626 12.11.1872 24.08.1955 Röchling war seit 1898 Leiter im Familienunternehmen Röchlingsche Eisen- und Stahlwerke GmbH in Völklingen und seit 1905 Teilhaber. 1915 wurde der Konzern auf Rüstungsproduktion umgestellt. Wegen der Requirierung von Maschinen und Werkzeugen in Frankreich wurde er während des Krieges von einem französischen Gericht wegen Demontage in Abwesenheit zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Während der 1920er Jahre war er Vertreter der Deutsch-Saarländischen Volkspartei im Landesrat und des Saarlandes im Völkerbund. 1934 agierte er als Mitbegründer der Deutschen Front bei der Saarabstimmung. Seit 1942 war er Leiter der Reichsvereinigung Eisen, der Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie und des Hauptrings Eisenerzeugung. Darüber hinaus war Röchling im Zweiten Weltkrieg Reichsbeauftragter für Eisen und Stahl. Nach 1945 wurde er verhaftet und von einem französischen Militärgericht verurteilt. 1951 wurde er aus der Haft entlassen. ca. 2-mal erwähnt
roesickegustav_58924 Roesicke, Gustav Agrarpolitiker für die und die 129409162 15.07.1856 25.02.1924 Deutscher Agrarpolitiker für die DVP und die DNVP ca. 2-mal erwähnt
roitzsch_45184 Roitzsch Industrieller Vorstand des Verbands sächsischer Textilindustrieller. Mitbesitzer der Firma Steidtmann & Roitzsch ca. 1-mal erwähnt
rooseveltfranklin_34832 Roosevelt, Franklin Delano Politiker 118602551 30.01.1882 12.04.1945 Einer wohlhabenden New Yorker Familie entstammend wurde Roosevelt 1913 Staatssekretär, wobei er seit einer Erkrankung an Kinderlähmung 1921 im Rollstuhl saß. 1933 wurde er US-amerikanischer Präsident und proklamierte den New Deal. Er blieb bis 1945 im Amt und wurde insgesamt dreimal wiedergewählt. ca. 4-mal erwähnt
rueffjacques_60880 Rueff, Jacques Politiker, Wirtschafts- und Finanzexperte 119475766 23.08.1896 23.04.1978 Von 1923–1930 war Rueff Professor am Institut für Statistik der Universität Paris. 1933 wurde er an die École libre des sciences politiques berufen. Im Kabinett Raymond Poincaré war er 1926 Finanzminister. Auch in der Folgezeit bekleidete er eine Vielzahl von Ämtern mit finanz- und währungspolitischen Aufgaben sowohl in der Regierung als auch im diplomatischen Dienst und beim Völkerbund. Rueff war maßgeblich an der finanziellen Sanierung 1927/28 von Griechenland, Bulgarien und Portugal unter der Ägide des Völkerbundes beteiligt. In den frühen 1930er Jahren war er als Financial Attaché in London für das Management der französischen Sterling-Reserven verantwortlich. ca. 1-mal erwähnt
humboldthorace_23182 Rumboldt, Horace Diplomat 119440296 05.02.1869 24.05.1941 Von 1889–1890 übernahm Rumboldt den Posten des britischen Botschaftsattachés in Den Haag. Anschließend übernahm er Posten in Kairo, Teheran, Wien und München. Von 1909 bis 1913 war er in Tokyo und von 1913 bis 1914, bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges, in Berlin tätig. Von 1916 bis 1919 war er Gesandter in Bern. 1919 war er Gesandter in Warschau im neu entstandenen Polen. Von 1920–1924 war Rumboldt britischer Hochkommissar in Konstantinopel, Es folgte 1924–1928 der Botschafterposten in Madrid und von 1928–1933 in Berlin. ca. 1-mal erwähnt
rustonjosephjohn_78369 Ruston, Joseph John Industrieller 14.03.1857 19.05.1934 Industrieller, Inhaber der Traunsee-Schifffahrt 1895–1918. ca. 1-mal erwähnt
salandraantonio_93044 Salandra, Antonio Politiker 120305690 13.08.1853 09.12.1931 Salandra war ein konservativer Politiker, Journalist und Schriftsteller. Von 1914–1916 war er italienischer Minsterpräsident. Er war ein maßgeblicher Befürworter des Kriegseintritts auf der Seite der Entente. 1901 war einer der Mitbegründer des Giornale d´Italia. ca. 1-mal erwähnt
salterarthur_96693 Salter, Arthur Regierungsbeamter, Hochschullehrer, Politiker der Conservative Party 123338999 15.03.1881 27.06.1975 Nach dem Studium in Oxford trat er 1904 in den öffentlichen Dienst ein. Während des Ersten Weltkrieges war er für Schiffsblockaden zuständig. Im Jahr 1919 übernahm er die Funktion als Secretary des Supreme Economic Councils (SEC), der die Aufgaben des Allied Maritime Transport Council, des Inter-Allied Food Council, des Supreme Council of Supply and Relief und des Superior Blockade Council zusammenfasste. Danach wurde er Leiter der Economic and Financial Section des Völkerbundes. Er war u.a. beteiligt an den Währungsstabilisierungen in Österreich und Ungarn. Von 1937–1950 und 1951–1953 war er Mitglied des House of Commons. Von 1951–1952 war er Wirtschaftsminister sowie von 1952 bis 1953 Minister for Resources. ca. 1-mal erwähnt
sandergeorg_65642 Sander, Georg Bankier Bankier. Direktor der Darmstädter Bank. Nach dem Zusammenbruch der Darmstädter- und Nationalbank wechselte er zur Dresdner Bank, die er im September 1934 auf Druck der Nationalsozialisten verlassen musste. 0-mal erwähnt
sarnoffdavid_63477 Sarnoff, David Unternehmer 124622232 27.02.1891 12.12.1971 Nach seiner Auswanderung aus Weißrussland erlebte er in New York bei der Firma Marconi einen steilen Aufstieg. 1916 entwickelte er eine Radio Music Box. 1921 übernahm General Electric die US-amerikanische Sparte von Marconi und wandelte sie zur Radio Corporation of America um. 1930 wurde Sarnoff deren Präsident. Bei der New York World’s Fair 1939 führte Sarnoff die erste regelmäßige Fernsehsendung ein. Anfang der 1950er Jahre setzte er das Farbfernseh-System von NBC durch. ca. 1-mal erwähnt
schachthjalmarho_99568 Schacht, Horace Greeley Hjalmar Bankier, Politiker 118606026 22.01.1877 03.06.1970 1900 wurde Schacht Assistent in der Zentralstelle zur Vorbereitung von Handelsverträgen. 1901 wechselte er als Geschäftsführer zum Handelsvertragsverein und wurde 1903 Archivar bei der Dresdner Bank. 1908 stieg er dort zum Stellvertretenden Direktor auf und wurde 1914/15 Repräsentant der Dresdner Bank bei der Bankabteilung des Generalgouvernements Brüssel. 1916 stieg er zum Direktor der Nationalbank auf, die 1922 mit der Darmstädter Bank zur Danat-Bank fusionierte. 1923 wurde er nach der Einführung der Rentenmark zum Reichsbankpräsident ernannt. Von diesem Amt trat er im März 1930 zurück. Ab 1931 war er Mitglied der Harzburger Front. Von 1933–1939 amtierte er erneut als Reichsbankpräsident und 1934–1937 gleichzeitig als Reichswirtschaftsminister, wobei er wesentlich für eine reflationierende Finanzpolitik verantwortlich war. 1944 wurde er zunächst von den Nationalsozialisten verhaftet und in einem Konzentrationslager interniert. 1945–1948 folgte die Inhaftierung und der Freispruch im Rahmen der Nürnberger Prozesse. Anschließend arbeitete Schacht als Privatbankier, Publizist und Berater ausländischer Regierungen. ca. 109-mal erwähnt
schiffereugen_45263 Schiffer, Eugen Jurist, Politiker 118824155 14.02.1860 05.09.1954 Seit 1911 war er Mitglied des Reichstages für die Nationalliberalen. 1916 wurde er Leiter der Rechtsabteilung im Kriegsamt des Kriegsministeriums, 1918/1919 Staatssekretär im Reichsschatzamt und 1919 Reichsfinanzminister. 1919–1920 war er Reichsjustizminister und Vizekanzler. 1921 wurde Schiffer erneut Reichsjustizminister. 1921 agierte er als Vertreter des Reichs bei den Verhandlungen der Oberschlesienfrage in Genf und als deutscher Repräsentant am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. 1924 zog sich Schiffer aus der aktiven Politik zurück. ca. 2-mal erwähnt
schlegelberger_50265 Schlegelberger, Franz Jurist 118958275 23.10.1876 14.12.1970 Nach dem Studium der Rechtswissenschaft erfolgte 1899 die Promotion zum Dr. jur. Ab 1901 arbeitete er als Gerichtsassessor in Königsberg und wurde 1904 Richter in Lyck. 1908 wechselte er nach Berlin und wurde dort 1914 Kammergerichtsrat. Im Jahr 1918 wurde er Geheimer Regierungsrat im Reichsjustizministerium, wo er 1927 zum Ministerialdirektor befördert wurde. 1931 wurde er dort schließlich zum Staatssekretär ernannt. 1941 wurde er zum kommissarischen Reichsjustizminister ernannt, ein Amt, aus dem er 1944 von Hitler entlassen wurde. Schlegelberger war der höchstrangigste Jurist, der in den Nürnberger Prozessen angeklagt wurde. ca. 2-mal erwähnt
schmidtrobert_20887 Schmidt, Robert Politiker 117514462 15.05.1864 16.09.1964 Nach einer Klavierbauerlehre amtierte er 1890–1893 als Vorstand des Verband der Klavierbauer in Berlin. Er war Redakteur der sozialdemokratischen Zeitung Vorwärts. 1902 wurde Schmidt Mitglied der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands. Von 1893–1898 und 1903–1918 war er Mitglied des Reichstags für die SPD. 1918 wurde er Unterstaatssekretär im Kriegsernährungsamt, 1919 Reichsernährungsminister und Reichswirtschaftsminister. Von 1920–30 saß er für die SPD im Reichstag und amtierte 1923 noch einmal kurzzeitig als Vizekanzler und Reichsminister für Wiederaufbau. 1929 war er noch einmal für kurze Zeit Reichswirtschaftsminister. 0-mal erwähnt
schmitzhermann_25591 Schmitz, Hermann Industrieller 118609319 01.01.1881 08.10.1960 Nach einer kaufmännischen Lehre und Besuch der Handelshochschule erlebte er 1906–1914 als Prokurist, Revisor und Stellvertretendes Vorstandsmitglied bei der Berg- und Metallbank und der Metallurgischen Gesellschaft (Metallgesellschaft) einen steilen Aufstieg. Er war Aufsichtsratsmitglied zahlreicher Aktiengesellschaften in Paris und London. 1914 wurde er Kommissar des Preussischen Kriegsministeriums und 1919 Sachverständiger für Nitrate und Düngemittel bei der Friedensdelegation in Versailles. Seit 1919 war er Leiter der Finanz- und Auslandsabteilung und Vorstandsmitglied der BASF, die 1925 Teil der I. G. Farben wurde. Seit 1926 amtierte er als Vorstandsmitglied und Finanzchef der I. G. Farben. 1927 wurde er Mitglied im Zentralausschuss der Reichsbank und 1935 Vorstandsvorsitzender der I. G. Farben. 1948 wurde er im I. G. Farben-Prozeß zu vier Jahren Haft verurteilt, aber bereits 1950 entlassen. ca. 7-mal erwähnt
schmitzkarl_20281 Schmitz, Karl Politiker 130455768 17.02.1881 02.01.1955 Schmitz war gelernter Dreher. Schon früh engagierte er sich bei den Christlichen Gewerkschaften und der Zentrumspartei. 1905 wurde er Bezirkssekretär des Christlichen Metallarbeiterverbandes in Köln. 1919 wurde er in die Hauptleitung des Christlichen Metallarbeiterverbandes in Duisburg berufen und 1920 Verbandsvorsitzender des Gesamtverbandes der christlichen Gewerkschaften Deutschlands. Im März 1933 wurde er in den Reichstag gewählt. Bereits vier Monate später schied Schmitz jedoch als Reaktion auf die Machtergreifung aus dem Parlament aus. Von 1934 bis 1944 betrieb er ein Textilgeschäft. ca. 3-mal erwähnt
schoberjohann_35051 Schober, Johann Beamter und Politiker. 118758802 14.11.1874 19.08.1932 In den Jahren 1921/22 und 1929/30 amtierte Schober als Bundeskanzler, zudem war er mehrfacher Minister. Als Außenminister verhandelte er zusammen mit seinem deutschen Pendant Julius Curtius das Projekt einer Deutsch-österreichischen Zollunion. ca. 1-mal erwähnt
schroederfranz_37213 Schroeder, Franz Mnisterialbeamter 133589811 07.05.1874 1948 Seit 1894 arbeitete er zunächst als Gerichtsreferent, 1898 dann als Gerichtsassessor im preussischen Staatsdienst. 1908 folgte der Wechsel in das Preussische Finanzministerium. 1915/1916 Stellvertreter des Generalkommissars für die Banken in Belgien. Ab 1918 war er Ministerialdirektor der Etatsabteilung im Reichsschatzamt. Als Unterstaatsekretär agierte er als Vertreter der Finanzverwaltung bei den Friedensschlüssen von Brest-Litowsk und Bukarest. 1920 wurde Schroeder Staatssekretär im Reichsfinanzministerium. 1933 wurde er Mitglied im Zentralausschuss der Reichsbank. 0-mal erwähnt
schumpeterjoseph_26788 Schumpeter, Joseph Ökonom 118611682 08.02.1883 08.01.1950 Schumpeter wurde als Ökonom bekannt durch seine Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung sowie seine Arbeiten zur Dogmengeschichte und zum Konjunkturzyklus. 0-mal erwähnt
schwarzsamuel_34420 Schwarz, Samuel Bankier Mitbegründer der Bank Schwarz, Goldschmidt & Co. ca. 1-mal erwähnt
seckel_14133 Seckel Devisenbeirat Mitglied im Devisenbeirat. 0-mal erwähnt
seeckthansvon_29666 Seeckt, Hans von Militär 118612603 22.04.1866 27.12.1936 1885 trat Seeckt in die preussische Armee ein und war seit 1899 im Generalstab. 1913 wurde er Chef des Generalstabs des II. Armeekorps. 1914–1918 amtierte er als Generalstabsoffizier. 1919 wurde Seeckt Chef des Truppenamtes im Reichswehrministerium und 1920 Chef der Heeresleitung und militärischer Oberbefehlshaber. 1923 war Seeckt vorübergehend mit der vollziehenden Gewalt beauftragt. 1926 wurde er im Range eines Generaloberst verabschiedet und saß 1930–1932 für die DVP im Reichstag. 1934/1935 war er militärischer Berater Tschiang Kai-Scheks in China. ca. 6-mal erwähnt
seringmax_12910 Sering, Max Ökonom 117466913 18.01.1857 12.11.1939 Nach dem Studium der Staatswissenschaften in Straßburg und Leipzig wurde Sering 1883 an der Univeristät Bonn habilitiert. Von 1889 bis 1906 lehrte er an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin und von 1897 bis 1925 als Ordinarius an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. Sering galt als wichtiger Agrarökonom. 1921 rief er das deutsche Forschungsinstitut für Agrar- und Siedlungswesen ins Leben, das er bis 1934 auch leitete. Er arbeitete den Entwurf des 1919 erlassenen Reichssiedlungsgesetzes aus und amtierte 1927 als deutscher Vertreter in der Agrarkommission der Genfer Weltwirtschaftskonferenz. Ab 1933 wurde er sukzessive von den Nationalsozialisten aus allen Ämtern verdrängt. ca. 1-mal erwähnt
serruysdaniel_21846 Serruys, Daniel Hochkommissar für Wirtschaft 127982299 04.03.1875 18.01.1950 Zwischen 1922-1929 war Serruys Direktor im Ministerium für Handel und Industrie. 1930 wurde er Mitglied der französischen Delegation bei der Zollfriedenskonferenz in Genf. Seit 1931 amtierte er als Präsident des Komitees für Wirtschaftsvereinbarungen der Regierung. ca. 1-mal erwähnt
severingcarl_15008 Severing, Carl Gewerkschafter, Politiker 11879678X 01.06.1875 23.07.1952 Ausbildung als Werkzeugschlosser. 1902 wurde Severing Geschäftsführer des Metallarbeiterverbandes in Herford. Von 1907–1912 war er Mitglied des Reichstags für die SPD. 1912 arbeitete er als Schriftleiter der Bielefelder Volkswacht und Mitarbeiter bei den Sozialistischen Monatsheften. 1919/20 amtierte er als Staatskommissar für das Ruhrgebiet und Westfalen. Von 1920–1926 war er Preussischer Innenminister und von 1928–1930 Reichsinnenminister. In dieser Position übernahm er eine entscheidende Rolle bei der Schlichtung von Tarifauseinandersetzungen. Nach dem Ende der Regierung Müller amtierte er von 1930–1932 erneut als Preussischer Innenminister. 1945–1952 war er Mitbegründer der rheinisch-westfälischen SPD. ca. 1-mal erwähnt
seydouxcharleslo_39894 Seydoux, Charles Louis Auguste Jacques Politiker 121091112 30.12.1870 28.05.1929 Seydoux war Abkömmling einer protestantischen Familie von Textilproduzenten. Er verbrachte einen Großteil seiner beruflichen Karriere im Außenministerium (Quai d´Orsay). Während des Ersten Weltkriegs war er eine dominierende Figur der dortigen Blockade-Abteilung. Von 1919–1924 war er stellvertretender, von 1924–1926 dann Abteilungsleiter für politische und wirtschaftliche Angelegenheiten im Außenministerium. In dieser Funktion war er zuständig für die Reparationen und die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Deutschen Reich. ca. 12-mal erwähnt
shermanjohn_39505 Sherman, John Politiker 12122368X 10.05.1823 22.10.1900 Sherman, aus Ohio stammend, war u. a. von 1877–1881 Finanzminister und von 1898–99 Außenminister der Vereinigten Staaten. ca. 2-mal erwähnt
s_96847 Siemens, Carl Friedrich von Industrieller 118765256 05.09.1872 09.07.1941 Siemens studierte ab 1893 Naturwissenschaften, Mathematik und Technik in Straßburg, München und Berlin-Charlottenburg, ohne das Studium jedoch abzuschließen. Seit 1899 war er bei der Siemens & Halske AG tätig und leitete von 1901 bis 1908 die Starkstromabteilung der Siemens Brothers & Co. in London. 1912 wurde er Vorsitzender des Direktoriums der Siemens-Schuckertwerke und 1919 wurde er Vorsitzender der Aufsichtsräte der Siemens & Halske AG und der Siemens-Schuckertwerke. Die Weltwirtschaftskrise nach 1929 führte zu großen Einbrüchen, die nationalsozialistische Rüstungskonjunktur ermöglichte jedoch eine erneute Expansion, die Siemens zeitweilig zum größten Elektrokonzern der Welt machte. ca. 4-mal erwähnt
siemssentheodorg_77256 Siemssen, Theodor Georg Kaufmann 1019913223 Hamburger Consul. 0-mal erwähnt
siepmannharryern_44090 Siepmann, Harry Ernst Ökonom und Bankier 119475456 10.01.1889 1963 Während der Versailler Verhandlungen war Siepmann der persönliche Assistent von John Maynard Keynes. Während der 1920er Jahre arbeitete er für die Bank of England u. a. als Berater der Ungarischen Nationalbank. 1933 wurde er Assistent des Gouverneurs der Bank of England. Von 1945–1954 war er Executive Director der Bank of England. ca. 3-mal erwähnt
simsonernstvon_32158 Simson, Ernst von Jurist, Industrieller 117400459 07.04.1876 07.11.1941 Nach dem Studium der Rechtswissenschaften arbeitete er zunächst ab 1904 als Gerichtsassessor und kommissarischer Hilfsarbeiter im Reichsjustizamt. 1908 wurde er Landrichter in Düsseldorf, bevor er 1910 ins Reichsjustizamt wechselte. 1911 wurde er dort Vortragender Rat und 1918 Ministerialdirigent im Reichswirtschaftsamt. 1918 wechselte Simson als Vortragender Rat und Geheimer Legationsrat in die Rechtsabteilung des Auswärtigen Amts. 1919 wurde er dort Ministerialdirektor und Leiter der Rechtsabteilung sowie der Friedensabteilung. Von 1921-1922 war er Staatssekretär im Auswärtigen Amt und dort Leiter der Wirtschaftsabteilung. Ab 1926 war Simson Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglied der Agfa Berlin und von 1926 bis 1938 Mitglied im Verwaltungsrats der I. G. Farben. Er hatte während der 1920er Jahre den Vorsitz des Rechtsausschusses des Reichsverbands der Deutschen Industrie inne. 1938 emigrierte Simson nach England. ca. 2-mal erwähnt
sobernheimcurtk_64485 Sobernheim, Curt (Kurt) Bankier 129858986 10.01.1871 24.06.1940 1892 trat Sobernheim in die Breslauer Disconto-Bank ein. 1902 wechselte er zur Nationalbank für Deutschland, erst als stellvertretender Direktor, dann als Direktor. Ab 1911 war er im Vorstand der Commerz- und Disconto-Bank in Berlin, zudem akkumulierte er zahlreiche Aufsichtsratsmandate. Im Zuge der Bankenkrise verlor Sobernheim 1931 seinen Posten. Nach der Machtergreifung flüchtete er 1933 nach Paris. 1940 wurde er dort von den Nationalsozialisten verhaften. Wenig später verschied er in Haft. ca. 2-mal erwähnt
sonninosidney_57111 Sonnino, Sidney Politiker 117508470 11.03.1847 24.11.1922 Nach der Schulausbildung ging Sonnino in den Diplomatischen Dienst u. a. in Madrid, Wien und Paris. Nach einigen Jahren als Finanzminister wurde Sonnino 1906–1909 Ministerpräsident und Außenminister. 1915 befürwortete er den Eintritt Italiens in den Ersten Weltkrieg. 1901 war er einer der Gründer des Giornale d´Italia. ca. 1-mal erwähnt
stampjosiah_10819 Stamp, Josiah Ökonom 133782271 21.06.1880 16.04.1941 Nach einem Studium an der London School of Economics trat er 1916 in den Civil Service ein. 1919 wechselte er in die Privatwirtschaft und übernahm die Leitung der Nobel Industries Limited. Ab 1926 war er Vorsitzender der London Midland and Scottish Railway. 1928 wurde er ein Direktor der Bank of England. Stamp wurde oft für öffentliche Aufgaben herangezogen und war 1924 und 1929 jeweils Mitglied der Expertenkomitees beim Dawes- und Young-Plan. ca. 3-mal erwähnt
stefanialbertode_95109 Stefani, Alberto de Politiker 170347494 06.10.1879 15.01.1969 Studium der Volkswirtschaftslehre in Padua und Venedig. Nach Kriegsteilnahme wurde er 1917 Dozent für Finanzwissenschaft an der Universität Padua. Von 1922–1925 war er Finanzminister unter Mussolini und blieb auch nach seiner Entlassung Mitglied im Großen Faschistischen Rat. Obwohl er weiterhin Parteimitglied blieb, entwickelte er sich während der 1930er Jahre zu einem Kritiker der faschistischen Wirtschaftspolitik. ca. 1-mal erwähnt
stevensoscare_55611 Stevens, Oscar E. Bankier bei ca. 10-mal erwähnt
stewartwalter_80541 Stewart, Walter W. Ökonom 133783928 24.05.1885 06.03.1958 Während des Ersten Weltkriegs arbeitete Stewart in der Division for Planning and Statistics des War Industries Board. 1922 trat er in das Federal Reserve Board als Director of Research ein. Er war von 1928–1930 als erster US-Amerikaner Wirtschaftlicher Berater der Bank of England. Während des Zweiten Weltkriegs war er Mitglied der IAS School of Economics und arbeitete ab 1944 zusammen mit Robert B. Warren für das Treasury Department beratend über die Beziehung zwischen Steuerfragen und dem Bankensystem. Von 1953–1955 war er Teil von Dwight D. Eisenhowers Council of Economic Advisers. ca. 1-mal erwähnt
sthamerfriedrich_22474 Sthamer, Friedrich Diplomat 117243302 24.11.1856 29.06.1931 Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Heidelberg wurde er 1878 in Göttingen zum Dr. jur promoviert. Nachdem er viele Jahre als Rechtsanwalt gearbeit hatte, wurde er 1902 in den Hamburger Senat gewählt. Von 1920 bis 1930 war er Botschafter in London und handelte u. a. das Locarno-Abkommen mit aus. 1930 wurde er in den Ruhestand versetzt. ca. 2-mal erwähnt
stimsonhenryl_51290 Stimson, Henry Lewis Politiker 11879891X 21.09.1867 20.10.1950 Stimson schloss sein Jura-Studium 1888 an der Yale-Universität ab. 1906 wurde er United States Attorney für den Southern District of New York. 1911 bis 1913 war er Kriegsminister, ein Amt, das er von 1940 bis 1945 erneut bekleidete. Von 1929 bis 1933 war er unter Herbert Hoover Außenminister der Vereinigten Staaten. ca. 14-mal erwähnt
stinneshugo_39144 Stinnes, Hugo Industrieller, Politiker 118618229 12.02.1870 10.04.1924 Stinnes gehörte zu den schillerndsten Unternehmerpersönlichkeiten der Weimarer Republik. Seit 1903 hatte er mit der Hugo Stinnes AG einen selbständigen Handelskonzern aufgebaut, der zunehmend zur Basis des Großprojekts einer vertikalen Integration in der Schwerindustrie wurde. Er etablierte die Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-AG unter den großen schwerindustriellen Unternehmungen des Ruhrgebiets. Während der Inflationsjahre setzte Stinnes seinen Expansionskurs fort, kaufte zahlreiche Unternehmen auf und etablierte u. a. die Siemens-Rheinelbe-Schuckert-Union, die einen großen vertikalen Zusammenschluss von der Urproduktion bis hin zum Handel darstellte. ca. 14-mal erwähnt
stoppanipietro_36240 Stoppani, Pietro Politiker 133784983 06.03.1879 11.05.1941 Stoppani war von 1912–1915 Professor an der University of Chicago. 1919 wurde er Mitglied der italienischen Delegation bei den Friedensverhandlungen. Von 1920–1923 arbeitete er für die Reparationskommission in Paris, Berlin und Wien. Von 1922–1939 arbeitete er in verantwortlicher Position in der Economic and Financial Section im Sekretariat des Völkerbunds. 1930 wurde er schließlich Direktor der Abteilung. ca. 4-mal erwähnt
stresemanngustav_53035 Stresemann, Gustav Politiker, Verbandsfunktionär 118619268 10.05.1878 03.10.1929 Das Studium der Volkswirtschaftslehre in Berlin schloss Stresemann 1900 mit der Promotion ab. Seit 1907 war er Geschäftsführer von verschiedenen Wirtschaftsverbänden und seit 1907 Mitglied des Reichstags (NLP, DVP). 1917 wurde er zum Fraktionsvorsitzender der DVP und amtierte 1923 während der Hyperinflation als Reichskanzler. Von 1923–1929 amtierte er als Außenminister und war einer der zentralen Architekten der deutsch-französischen Verständigungspolitik. 1926 erhielt er dafür zusammen mit Briand und Chamberlain den Friedensnobelpreis. ca. 14-mal erwähnt
stringherbonaldo_94397 Stringher, Bonaldo Bankier 119331152 18.12.1854 24.12.1930 Der aus bescheidenen Verhältnissen stammende Stringher wurde 1873 in Ökonomie von der Universität Venedig promoviert. Nach verschiedenen öffentlichen Ämtern wurde er 1900 Direktor, 1928 dann bis zu seinem Tod 1930 Gouverneur der Banca d´Italia. Über 30 Jahre spielte er eine entscheidende Rolle in der italienischen Finanzpolitik. ca. 2-mal erwähnt
strohekerheinrich_59702 Stroheker, Heinrich Diplomat 9.8.1870 29.12.1932 Handelsrat bei der Deutschen Botschaft in Rom. ca. 4-mal erwähnt
strongbenjamin_19766 Strong, Benjamin Bankier 121185478 22.12.1872 16.10.1928 Nach einer Ausbildung zum Bankbeamten und einer erfolgreichen Karriere bei verschiedenen Trustgesellschaften trat Strong 1904 bei Bankers Trust ein. Nach erfolgreicher Intervention während der Finanzkrise 1907 wurde Strong 1909 Vizepräsident und 1914 Präsident der Bank. Von 1914 bis 1928 amtierte Strong als Gouverneur der Federal Reserve Bank of New York und war in dieser Rolle einer der einflussreichsten Zentralbankiers der 1920er Jahre. Insbesondere seine enge Zusammenarbeit mit Montagu Norman war für die Stabilisierung zahlreicher Finanzkrisen von großer Bedeutung. ca. 18-mal erwähnt
sydowreinholdvon_13356 Sydow, Reinhold von Preußischer Beamter und Staatsminister 14.01.1851 16.01.1943 Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Berlin und Heidelberg und der Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg arbeitete Sydow zunächst als Anwalt und Justitiar. 1883 begann sein Aufstieg innerhalb der preußischen Verwaltung mit der Ernennung zum Oberpostrat bei der Reichspost. 1908 wurde er zum Leiter des Reichsschatzamtes und gleichzeitig zum preußischen Staatsminister ohne Ressort ernannt. Die von ihm durchgeführte Finanzreform führte war ein zentraler Faktor für den Bruch des Bülow-Blocks. Unter Bülows Nachfolger Bethmann Hollweg wurde Sydow 1909 zum Preußischen Handelsminister ernannt. Er verblieb auch nach der Entlassung Bethmann Hollwegs 1917 auf diesem Posten und schied erst im Oktober 1918 im Zuge der Oktoberreformen aus dem Staatsdienst aus. 0-mal erwähnt
talleyrandprigord_19137 Talleyrand-Périgord, Charles-Maurice de Diplomat und 118620606 02.02.1754 17.05.1838 Französischer Diplomat und Außenminister. ca. 1-mal erwähnt
tradieuandr_43796 Tardieu, André Politiker 118801368 22.09.1876 15.09.1945 Nach Teilnahme am Ersten Weltkrieg nahm Tardieu an der Pariser Friedenskonferenz 1919 als Berater von Georges Clemenceau teil. Von 1926–1932 war Tardieu mehrmals Minister und Ministerpräsident. Insbesondere zwischen 1929–1932 war er eine der zentralen Personen in der französischen Politik. 0-mal erwähnt
tennant_77707 Tennant, Ernest Bankier 05.05.1887 31.07.1962 Tennant war Bankier und Industrieller. Er war erfolgreich im kolonialen Bankgeschäft, hatte aber auch geschäftliche Beziehungen nach Deutschland. Bereits während der 1920er Jahre verfolgte er das Ziel, engere wirtschaftliche Beziehungen zwischen Großbritannien und Deutschland anzubahnen. Anfanfgs war er ein enthusiastischer Anhänger der Nationalsozialisten und wichtiges Mitglied des Anglo-German Fellowship. Im Laufe der 1930er Jahre distanzierte er sich jedoch zunehmend vom Antisemitismus der Nationalsozialisten. ca. 5-mal erwähnt
termeulencarele_73215 Ter Meulen, Carel Eliza Bankier 133788563 09.01.1867 14,11.1937 1901 trat er in die Leitung der Finanzmaklerfirma Hope & Co. ein. Nach 1918 nahm er an verschiedenen internationalen Währungskonferenzen teil. Seit 1920 war er Mitglied des Finanzausschusses des Völkerbundes. Er diente ab 1924 einige Jahre als Vorsitzender der Delegation des Völkerbundes in Wien zur Untersuchung der Finanzlage Österreichs. Bekannt wurde er Anfang der 1920er Jahre auch durch seinen Plan einer Erleichterung der europäischen Handelsfinanzierung (Ter-Meulen-Plan). ca. 1-mal erwähnt
thelwallf_11990 Thelwall, John Walter Francis F. Thelwall Wirtschaftsberater 1934 Wirtschaftsberater ca. 11-mal erwähnt
theunisgeorg_66061 Theunis, Georg Politiker 127985891 28.02.1873 04.01.1966 Theunis studierte Elektroingenieurwesen und arbeitete als Ingenieur im Militärdienst. Ab 1919 war er Mitglied der Reparationskommission. Im November 1920 wurde er belgischer Finanzminister. 1921–1925 war er Premierminister und Finanzministers in Personalunion. Nach der Ruhrgebietsbesetzung suchte er außenpolitisch verstärkte Anbindung an Großbritannien. Er spielte eine zentrale Rolle bei der Aushandlung der Belgisch-Luxemburgischen-Wirtschaftsunion. 1929–1931 war er Präsident der Internationalen Handelskammer. Im Oktober 1932 wurde er zum Minister für Landesverteidigung ernannt. Von 1934–35 war er wieder Premierminister. ca. 1-mal erwähnt
thomasalbert_10493 Thomas, Albert Politiker 120163993 16.06.1878 08.05.1932 Aus der sozialistischen Bewegung stammend amtierte Thomas von 1915–1917 als Rüstungsminister und übernahm eine wichtige Rolle innerhalb der Union sacrée. Er war wesentlich für die Neuorganisation der kriegswirtschaftlichen Organisation verantwortlich. Als sein Nachfolger amtierte Louis Loucheur. ca. 1-mal erwähnt
thysalbert_59551 Thys, Albert Politiker, Unternehmer 1281052957 28.11.1849 10.02.1915 Thys war seit 1878 wesentlich an der wirtschaftlichen und kolonialen Erschließung des Kongos und dem Bau von Eisenbahnlinien dort beteiligt. 1899 wurde auf seine Initiative hin die belgische Banque d´Outremer gegründet. ca. 1-mal erwähnt
thyssenfritz_64346 Thyssen, Fritz Industrieller 118622498 09.11.1873 08.02.1951 1892 trat Thyssen in die väterliche Firma ein und war seit 1898 Vorstandsmitglied der August-Thyssen-Hütte. 1926 war er Mitgründer und bis 1935 Aufsichtsratsvorsitzender der Vereinigten Stahlwerke in Düsseldorf. Seit 1928 war er Vorsitzender der Internationalen Rohstahlgemeinschaft sowie Aufsichtsratsmitglied bzw. -vorsitzender zahlreicher Unternehmen der Montanindustrie. 1923 wurde er Mitglied des Zentralausschusses der Reichsbank sowie Präsidiums- und Vorstandsmitglied des Reichsverbands der Deutschen Industrie. Ab 1933 war Thyssen Preußischer Staatsrat und Mitglied des Reichstages für die NSDAP. 1939 übersiedelte Thyssen in die Schweiz und 1940 nach Frankreich. Dort wurde er verhaftet und bis 1945 zunächst in einer Heilanstalt, dann in den Konzentrationslagern Oranienburg und Buchenwald interniert. 1946 wurde er aufgrund seiner Rolle beim Aufstieg der NSDAP durch die Alliierten erneut verhaftet. ca. 1-mal erwähnt
tiarksfrankcyril_57674 Tiarks, Frank Cyril Bankier 133789179 09.07.1874 07.04.1952 Er war Mitinhaber der J. Henry Schröder & Co. Bank und von 1921–1946 Direktor der Bank of England. Prominentes Mitglied der Anglo-German Fellowship. ca. 3-mal erwähnt
tilleyjohn_27242 Tilley, John Diplomat 122245474 31.01.1869 05.04.1952 Britischer Diplomat ca. 1-mal erwähnt
trendelenburgernst_25367 Trendelenburg, Ernst Wirtschaftspolitiker 128547111 13.02.1882 28.04.1945 Nach der Promotion arbeitete er seit 1903 als Referendar, seit 1908 dann als Hilfsarbeiter im Reichsjustizamt. Von 1912–1917 amtierte er als Generalsekretär der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. 1917 wurde Trendelenburg Vortragender Rat im Reichswirtschaftsamt und 1919–1922 Reichskommissar für Aus- und Einfuhrbewilligungen. 1922 wurde er Ministerialdirigent im Reichswirtschaftsministerium und war von 1923–1932 dort Staatssekretär. 1932/1933 amtierte er als Stellvertretender Reichswirtschaftsminister. 1934 wurde er Aufsichtsratsvorsitzender der Vereinigten Industrieunternehmen AG und der Reichs-Kredit-Gesellschaft. 1935 übernahm er die Leitung der Reichsgruppe Industrie. ca. 3-mal erwähnt
truantviktor_86250 Truant, Viktor Journalist Französischer Journalist. ca. 3-mal erwähnt
turrillcharlesl_59062 Turrill, Charles L. Diplomat US-amerikanischer Diplomat. ca. 2-mal erwähnt
tyrrellpeter_53829 Tyrrell, William Diplomat 11763901X 17.08.1866 14.03.1947 1889 trat Tyrell in den britischen Auswärtigen Dienst ein. Von 1896–1903 war er Unterstaatssekretär im Außenministerium und seit 1904 an der Botschaft in Rom beschäftigt. Von 1907–1915 war er Abteilungsleiter im Foreign Office und von 1925–1928 dort Staatssekretär. Von 1928–1934 amtierte er als Botschafter in Paris. Seit 1935 amtierte Tyrell als Präsident der Abteilung für britische Filmzensur. ca. 1-mal erwähnt
ungewitterclausj_49722 Ungewitter, Claus Johannes Adolf Claus Ungewitter Chemiker 1114685178 25.04.1890 25.03.1946 Studium von Mathematik und Philosophie in München sowie Jura und Staatswissenschaft in Berlin und Königsberg. 1916 übernahm er die Leitung der mit kriegsbedingten Bewirtschaftungsaufgaben betrauten Zentralstelle für Ätzalkalien und Soda. 1920 wechselte er als Hauptgeschäftsführer und Syndikus zum Verein zur Wahrung der Interessen der Chemischen Industrie Deutschlands . 1935 wurde er zusätzlich Leiter der Prüfungsstelle Chemische Industrie und der Reichsstelle für Chemie. ca. 1-mal erwähnt
urbigfranz_46465 Urbig, Franz Bankier 117314862 23.01.1864 28.09.1944 1884 trat Urbig in die Disconto-Gesellschaft in Berlin ein und übernahm 1894–1900 eine leitende Stellung bei der Deutsch-Asiatischen Bank in China, Japan und Indien, bevor er wieder zur Disconto-Gesellschaft zurückkehrte. 1902 wurde Urbig dort persönlich haftender Gesellschafter. 1923 war er Mitbegründer der Deutschen Rentenbank und Aufsichtsratsmitglied bis zu ihrer Liquidation 1930. Er leitete von 1930–42 den Aufsichtsrat der Disconto-Gesellschaft. ca. 4-mal erwähnt
urwickthomashunt_78404 Urwick, Thomas Hunter Unternehmer 1865 17.05.1939 1922 war Urwick britischer Delegierter der Unterkommission für Viehlieferungen bei der Reparationskommission. ca. 2-mal erwähnt
vinerjacob_73052 Viner, Jacob Ökonom 170025330 03.05.1892 12.09.1970 Viner wurde 1922 an der Harvard University promoviert. 1925 wurde er Professor an der University of Chicago. Zusammen mit Frank H. Knight prägte Viner die wirtschaftsliberale Chicago School. 1946 wechselte er nach Princeton. Viners Publikationen drehen sich um den internationalen Handel. Aufbauend auf dem Handelsmodell von David Ricardo entwickelte er das so genannte Ricardo-Viner-Modell (Specific Factors Model). ca. 1-mal erwähnt
visseringgerard_92333 Vissering, Gerard Bankier 133792455 01.03.1865 19.12.1937 Vissering war der Sohn des früheren niederländischen Finanzministers Gerard Vissering. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft arbeitete er von 1891–1895 zunächst als Rechtsanwalt in Amsterdam. Nach verschiedenen Stationen in der Amsterdamer Finanzwirtschaft war er von 1900–1906 Direktor der Amsterdam’schen Bank und von 1906 bis 1912 Präsident der Javaschen Bank. Von 1912 bis 1931 bekleidete er das Amt des Präsidenten der Niederländischen Nationalbank. ca. 4-mal erwähnt
voegleralbert_10614 Vögler, Albert Industrieller 118805592 08.02.1877 13.04.1945 1901 wurde Vögler promoviert und trat als Hütteningenieur auf der Georgsmarienhütte bei Osnabrück ein. 1910 wechselte er zur Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-AG in Bochum, wo er von 1915–1926 als Generaldirektor unter Hugo Stinnes agierte. 1926 war er Mitgründer der Vereinigten Stahlwerke AG, deren Vorsitzender des Aufsichtsrats er von 1939–1945 war. Darüber hinaus saß Vögler in den Aufsichtsgremien zahlreicher Unternehmen. 1929 war er kurzzeitig Delegationsmitglied bei der Reparations-Sachverständigenkonferenz in Paris und 1932 Mitglied des Keppler-Kreises. 1933 nahm Vögler am Geheimtreffen führender Wirtschaftsvertreter mit Hitler teil. 1934 wurde er Reichsbevollmächtigter für die Verstaatlichung der rheinisch-westfälischen Kohlengruben. 1942–1945 agierte er als Wehrwirtschaftsführer und Mitglied des Deutschen Reichsrüstungsrats. ca. 3-mal erwähnt
wagenbachernst_15467 Wagemann, Ernst Ökonom 118770586 18.02.1884 20.03.1956 Von der Ausbildung eigentlich Physiker wurde Wagemann 1919 Außerordentlichen Professor an der Universität Berlin und arbeitete gleichzeitig als Vortragender Rat im Reichswirtschaftsministerium. Von 1923–1933 war Wagemann Präsident des Statistischen Reichsamtes. 1925 gründete er das Institut für Konjunkturforschung. Im März 1933 verlor Wagemann zunächst seine Posten, wurde aber bald darauf wieder als Präsident des Instituts für Konjunkturforschung eingesetzt. ca. 1-mal erwähnt
walkmaurice_76058 Walk, Maurice Diplomat Vice Consul Hamburg 1923, Vice Consul Hong Kong 1924. ca. 6-mal erwähnt
walter_49018 Walter, Alex Politiker 120611945 17.01.1888 1944 Nach dem Studium der Rechtswissenschaften wurde Walter 1909 Referendar. 1913 folgte die Promotion zum Dr. jur. 1915 wurde er Assessor und 1919 Gerichtsoffizier im Freikorps Weihlmann. Ab 1919 arbeitete er als Assessor im Reichswirtschaftsministerium und wechselte 1920 als Regierungsrat ins Reichsernährungsministerium. 1921 wurde er dort Oberregierungsrat. Ab 1925 wurde er Ministerialrat und 1935 Ministerialdirigent im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft. 1937 trat Walter in die NSDAP ein und wurde 1939 SS-Sturmbannführer. 0-mal erwähnt
warburgfelixmori_55579 Warburg, Felix Moritz Bankier und Philanthrop 129031623 14.01.1871 20.09.1936 1904 wanderte Warburg in die USA aus und wurde 1905 Teilhaber be Kuhn, Loeb & Co. In der Folgezeit widmete sich Warburg allerdings weniger dem Bankgeschäft, sondern trat vor allem als Philanthrop und Mäzen in Erscheinung. 0-mal erwähnt
warburgfritz_44149 Warburg, Fritz Moritz Bankier 1055803696 12.03.1879 13.10.1964 Warburg war der jüngste Spross der Hamburger Bankiersdynastie Warburg. Seine Brüder Paul Warburg, Max Warburg und Felix Warburg wirkten ebenfalls als international bedeutende Bankiers und Politikberater. ca. 1-mal erwähnt
warburgmax_76932 Warburg, Max Moritz Bankier 118806173 05.06.1867 26.12.1946 1892 trat er in das familiengeführte Bankhaus M.M. Warburg ein. 1903 wurde er in Hamburg Handelsrichter und agierte als Mitbegründer des Übersee-Clubs. 1919 war er Berater der deutschen Delegation in Versailles und amtierte 1919–1924 als Mitglied des Zentralausschusses der Reichsbank. Von 1924–1933 war er Mitglied des Generalrats der Reichsbank. Nach Rathenaus Ermordung 1922 ging er einige Wochen in den Niederlande. 1921 war er Mitbegründer der Deutschen Warentreuhand AG. 1933 wurde er aus allen Staatsämtern entlassen. Das Bankhaus M.M. Warburg wurde 1938 arisiert. Als führendes Mitglied der Reichsvertretung und im Hilfsverein der deutschen Juden war Warburg entscheidend an der Organisation der jüdischen Emigration beteiligt und Mitgründer der Palästina-Treuhand GmbH. 1938 emigrierte er in die USA. ca. 17-mal erwähnt
warburgpaul_55563 Warburg, Paul Moritz Bankier 117141712 10.08.1868 14.01.1932 Nach einer Bankausbildung in Hamburg setzte Warburg seine Ausbildung bei Samuel Montagu & Co. in London und der Banque Russe pour l'Etranger in Paris fort. 1893 wurde er Prokurist von M.M. Warburg. Während eines Aufenthalts in den USA heiratete er 1895 Nina Loeb (1870–1945), eine Tochter von Solomon Loeb, Mitbegründer und Inhaber des New Yorker Bankhauses Kuhn, Loeb & Co. Während sein Bruder Max M. Warburg die Bankgeschäfte in Hamburg weiterführte, gingen Paul Warburg nach New York. 1902 wurde Warburg Teilhaber von Kuhn, Loeb & Co. Vor dem Ersten Weltkrieg war Warburg wesentlich an der Gründung des Federal Reserve Bank-Systems beteiligt. Der Bank blieb er u. a. als Mitglied des Federal Advisory Councils bis 1926 verbunden. Zu Beginn der 1920er Jahre war er einer der Gründer International Acceptance Bank, die sich besonders in der Finanzierung überseeischer Handelsgeschäfte engagierte. ca. 14-mal erwähnt
warnholtzemilmax_37793 Warnholtz, Emil Max Schifffahrtsdirektor 137699336 1870 11.11.1944 Schiffahrtsdirektor. Direktor der Hamburg-Amerika-Linie. ca. 3-mal erwähnt
weinbergcarlvon_58365 Weinberg, Carl von Kaufmann 11726220X 14.09.1861 14.03.1943 Nach einer kaufmännischen Lehre wurde Weinberg 1882 Teilhaber des Chemieunternehmens Leopold Cassella & Co. 1919 war er Delegierter bei den Verhandlungen um den Versailler Vertrag. 1924 nahm er an den Londoner Verhandlungen um den Dawes-Plan teil. 1925 wurde Cassella in die I. G. Farben überführt. ca. 3-mal erwähnt
wiedemann_40792 Wiedemann, Albert Syndikus 133794253 28.07.1875 15.01.1928 Nach der Promotion wurde Wiedemann 1906 Syndikus der Handelskammer Elberfeld. Von 1914–1917 war er Stadtverordneter in Elberfeld und von 1917–1927 Syndikus der Industrie- und Handelskammer Köln. ca. 2-mal erwähnt
wiedenfeldkurt_39280 Wiedenfeld, Kurt Ökonom 117354589 30.09.1871 26.12.1955 Wiedenfeld studierte Staatswissenschaften an den Universitäten Lausanne, München, Leipzig und Berlin. 1896 wurde er preußischer Gerichtsassessor und 1902 in Berlin für wirtschaftliche Staatswissenschaften habilitiert. 1903 wurde er Professor der wirtschaftlichen Staatswissenschaften in Posen. Von 1904 bis 1914 war er an der Handelshochschule Köln tätig und folgte 1914 einem Ruf an die Universität Halle. Ab 1916 arbeitete Wiedenfeld in der Kriegsrohstoffabteilung in Berlin und wurde 1918 Vortragender Rat in der Handelspolitischen Abteilung des Auswärtigen Amts. 1919 wurde er zum Leiter der Außenhandelsstelle befördert, 1920 folgte die Ernennung zum Ministerialdirektor. Von 1921 bis 1922 war er vorläufiger Vertreter des Deutschen Reichs in Moskau und lehrte von 1923 bis 1936 Nationalökonomie an der Universität Leipzig. ca. 2-mal erwähnt
wiehl_13167 Wiehl, Emil Karl Joseph Diplomat 128550546 22.02.1886 09.11.1960 Nach dem Studium der Rechtswissenschaft trat Wiehl 1906 in den badischen Justizdienst ein. Dort wurde er 1913 Gerichtsassessor. 1920 wechselte er in den Diplomatischen Dienst und war zunächst von 1921–1922 Legationssekretär bei der deutschen Botschaft in London. Von 1925–1927 wirkte er als Legationsrat bei der Deutschen Botschaft in Washington. Von 1933–1937 war er Generalkonsul in Pretoria. ca. 3-mal erwähnt
wirth_67646 Wirth, Joseph Politiker 11741218X 06.09.1879 03.01.1956 Nach der Promotion 1905 arbeitete Wirth ab 1908 als Gymnasiallehrer. 1913 zog er für das Zentrum in den Badischen Landtag ein. 1919 wurde er Badischer Finanzminister, 1921 Reichskanzler und 1922 Außenminister. Von 1933–1948 war Wirth im Exil in der Schweiz. ca. 1-mal erwähnt
wissellrudolf_44847 Wissell, Rudolf Gewerkschaftsfunktionier und Politiker 118634089 08.03.1869 13.12.1962 Wissell war von Beruf Maschinenbauer. 1888 wurde er Mitglied der SPD und war seitdem auch gewerkschaftlich engagiert. 1919 wurde er in den Reichstag gewählt und war von Februar bis Juli diesen Jahres der ersten Wirtschaftsminister der Weimarer Republik. Unter der Kanzlerschaft Hermann Müllers 1928–1930 bekleidete er das Amt des Arbeitsministers. Wissell war ein ausgewiesener Sozialpolitiker und Befürworter einer Sozialisierung der Wirtschaft. ca. 3-mal erwähnt
woermannernst_38984 Woermann, Ernst Diplomat 129106887 30.03.1888 05.07.1979 Studium der Jurisprudenz in Heidelberg, München, Freiburg und Leipzig. Nach Abschluss des Studiums mit der Promotion nahm Woermann am Ersten Weltkrieg teil. Danach trat er in Hamburg in den Justizdienst ein und war ab 1919 im Auswärtigen Amt tätig. 1920 gehörte er zur Deutschen Friedensdelegation in Paris und arbeitete bei der Deutschen Botschaft in Paris bevor er 1925 als Gesandter nach Wien ging. 1936 wechselte er zur Botschaft in London. 1938 wurde Woermann als Nachfolger von Ernst von Weizsäcker zum Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt befördert. Gleichzeitig trat er in die SS ein. ca. 1-mal erwähnt
yatsensun_87681 Yat-Sen, Sun Chinesischer Revolutionär und Staatsmann 118620045 12.11.1866 12.03.1925 Er gründete im japanischen Exil in Tokyo den Bund der Tongmenghui, aus dem später die Kuomintang hervorging, und wurde 1912 erster provisorischer Präsident der Republik China. Nach mehreren Jahren im Exil wurde er 1921 Präsident der ausgerufenen Regierung in Guangzhou. ca. 1-mal erwähnt
younghilton_30017 Young, Hilton Politiker 13348601X 26.03.1879 11.06.1960 Set 1915 hatte Young einen Sitz im britischen Unterhaus. 1921 wurde er Staatssekretär im Britischen Finanzministerium. 1923–24 war er als "Money Doctor" in Polen. 1926 leitete er die Royal Commission on Indian Currency and Finance, die das indische Währungssystem reformieren sollte. Von 1931–1935 war er Gesundheitsminister. ca. 1-mal erwähnt
youngowend_26183 Young, Owen D. Industrieller, Geschäftsmann, Anwalt und Diplomat. 118808176 27.10.1874 11.07.1962 Nach einer erfolgreichen Karriere bei General Electric war Young Teil des Experten-Komitees bei den Dawes-Verhandlungen und fungierte bei der zweiten Haager Konferenz als Mitglied des Internationalen Deutschen Entschädigungskomitees. Er fungierte auch als Gründer der Radio Corporation of America. ca. 13-mal erwähnt
zimmermannalbert_71985 Zimmermann, Alfred Rudolf Politiker 133794962 19.01.1869 02.07.1939 Nach dem Studium der Rechtswissenschaften übernahm Zimmermann verschiedene Funktionen innerhalb niederländischer Munizipalverwaltungen. Von 1906–1922 amtierte er als Bürgermeister von Rotterdam. Von 1922–1926 trat er in den Dienst des Völkerbundes und übernahm die Aufgabe, die österreichischen Finanzen nach der Stabilsierung der Krone zu überwachen. ca. 1-mal erwähnt