Der Magistrat der Stadt Aurich teilt dem Magistrat der Stadt Emden mit, dass auf eine entsprechende Kabinettsorder des preußischen Königs hin demnächst mit der Ankunft eines Schiffes und mehrerer Personen zu rechnen sei, die in der Stadt Emden mit ihrem direkten Zugang zur Nordsee ein privates Kontor einrichten sollen, um den preußischen Handel mit Ostindien und China zu fördern. Der Magistrat der Stadt Emden wird angewiesen den genannten Personen, darunter die drei Kapitäne Johann van Ostveen, Carl Philip Cassel und Hermann Heymann, volle Unterstützung zu gewähren.
Carl Philip Cassel und die anderen drei Partenreeder, die sich im Herbst 1782 zwecks Entsendung des Segelschiffs „Asia“ zu einer Handlungs-Gesellschaft auf Aktienbasis zusammengeschlossen haben, erteilen den beiden von ihnen bevollmächtigten Supercargos Melm und Panse mit der vorliegenden „Special Instruction“ zusätzlich zu den ohnehin geltenden Reglements detaillierte Anweisungen zu einer äußerst sorgfältigen Buch- und Rechnungsführung über alle Ein- und Verkäufe von Waren sowie die umfassende Berichterstattung über alle Ereignisse und Beobachtungen während der Reise, insbesondere über das Betragen der Schiffsmannschaft und im Hinblick auf die besuchten Handelsplätze. Ein ausgeklügeltes System geteilter Aufgaben und Verantwortlichkeiten soll dafür sorgen, dass auch bei unverhofften Sterbefällen alles seinen geordneten Gang gehen kann. Die Partenreeder mahnen ihre Supercargos zur Beachtung der Autorität des Kapitäns, zur gemeinsamen Beratung und Dokumentation von Ein- und Verkaufsentscheidungen und zur Verschwiegenheit gegenüber Dritten. Sie drohen Strafen für Nachlässigkeit und Zuwiderhandeln an, sichern aber auch Belohnung und Gewinnbeteiligung zu.
Der Supercargo Gottfried Melm des Schiffes Asia, das 1782 im Auftrag von Carl Philip Cassel und anderen Partenreedern auf Spekulationsfahrt nach Ostasien entsandt worden war, legt unter Bezugnahme auf die ihm und seinem inzwischen verstorbenen Kollegen G. A. Panse erteilten Instruktionen nachträglich ausführlich Rechenschaft darüber ab, warum er anders als ursprünglich vorgesehen, nicht auf direktem Wege von Batavia nach Emden zurückkehrte, sondern zuvor eine Fahrt von Batavia nach Surate in Britisch-Indien und von dort wieder zurück nach Batavia unternahm. Als Hauptgrund führt er das unzureichende Warenangebot bei seinem ersten Aufenthalt in Batavia an, was die Zusammenstellung einer gewinnbringenden Retourladung nach Hause verhindert habe, also nicht eigenes Versehen oder Verschulden, sondern die Diskrepanz von Angebot und Nachfrage. Den durch die erheblich verlängerte Reisezeit erhöhten Kosten stellt er eine detaillierte Berechnung des Nutzens der Suratschen Expedition gegenüber und bringt zur Verteidung der getroffenen Entscheidung verschiedene Zeugnisse von Dritten bei, mit denen er sich beraten hat.
In dem Bericht über seine erste Spekulationsfahrt nach Kanton, zu der er im Auftrag verschiedener amerikanischer Kaufleute aus New York und Philadelphia im Februar 1784 als Supercargo mit der Empress of China aufbrach, gibt der Autor detailliert Auskunft über die Gepflogenheiten des Handels in Kanton. Er hebt die Bedeutung der Cohong-Gilde hervor, u. a. bei der Festsetzung von Preisen, beschreibt die Anforderungen und Routinen bei der Abfertigung ankommender und auslaufender Schiffe, nennt Größenordnungen für die dabei anfallenden Kosten, etwa für die Anwerbung von Kompradoren, für den Zoll und für Schmiergelder. Darüber hinaus schildert er die eingeschränkte Bewegungsfreiheit der Europäer in Kanton, die wenigen, eher förmlichen Begegnungen mit chinesischen Kaufleuten, sowie das karge kulturelle und gesellschaftliche Leben der Europäer in Kanton. Samuel Shaw betont die besondere Freundlichkeit der Franzosen ihm gegenüber, erwähnt aber auch die Rivalitäten zwischen Briten und Franzosen und die Ignoranz der Chinesen gegenüber den USA als potenziell interessantem Handelspartner. Deutsche Seefahrer und Kaufleute wie Carl Philip Cassel spielen in seinem Bericht keine Rolle.
Der amerikanische Kaufmann William A. Thompson, der sich in Hamburg niedergelassen hatte, informiert seine Geschäftspartner in Manila, Estevan Locatelli und Pedro Everardo Camper, dass er infolge der französischen Kontinentalsperre, der britischen Gegenblockade und damit zusammenhängenden Unstimmigkeiten zwischen der amerikanischen und der französischen Regierung trotz bereits getroffener Vorbereitungen ihre Anfrage für eine Lieferung nicht bestätigen könne. Die Kosten für die Versicherung seien leider prohibitiv. Am Schluss des Briefes gibt er ihnen jedoch zu verstehen, dass - angeblich in der Erwartung eines baldigen Friedensschlusses - an verschiedenen Orten bereits zwei beladene Schiffe und auch eine ausreichende Finanzierung zur Verfügung stehen.
Mit dem Handelsabkommen vom 29. September 1825 vereinbaren Großbritannien und die drei norddeutschen Hansestädten Lübeck, Bremen und Hamburg, vertreten durch ihren Generalkonsul James Colquhoun in London, abweichend von der grundsätzlich noch immer geltenden Navigationsakte prinzipiell gleiche Rechte für den Zugang ihrer Handelsschiffe und deren Ladungen zu den Häfen des jeweils anderen Landes, vor allem was die Herkunft der Waren und die zu entrichtenden Zölle und Abgaben angeht. Sie wollen damit den wechselseitigen Handel beleben. Als Schiffe der Hansestädte Lübeck, Bremen und Hamburg sollen solche gelten, die entweder in einer der drei Städte gebaut werden, einem ihrer Bürger gehören oder deren Mannschaften zu drei Vierteln aus Bürgern oder Untertanen der drei Hansestädte oder der Staaten des Deutschen Bundes bestehen.
Karl Sieveking, als Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg für deren auswärtige Beziehungen zuständig, wendet sich an James Colquhoun, den Generalkonsul der drei norddeutschen Hansestädte in London, um ihn auf ein Anliegen des Kaufmanns Anderson von der Firma Anderson, Hoeber & Co. in Hamburg aufmerksam zu machen. Dieser habe unter den von der East India Company in Bombay erhobenen Zöllen zu leiden und hoffe, sich bei einem Besuch in London persönlich an den britischen Handelsminister Huskisson wenden zu können, um dessen Unterstützung für die bessere Durchsetzung des zwischen Großbritannien und den drei norddeutschen Hansestädten geschlossenen Handelsabkommens in der Direktion der East India Company zu gewinnen und damit die Etablierung des Ostasienhandels in Hamburg zu fördern.
John MacVicar, als britischer Kaufmann in Kanton ansässig und 1829 zum Konsul der Hansestadt Hamburg in Kanton berufen, bedankt sich für die Übermittlung seines Konsularpatents durch den Senat der Hansestadt und berichtet, dass ihm die Mitglieder der Cohong-Gilde zugesichert hätten, künftig in Kanton eintreffende Hamburgische Schiffe zu den gleichen Bedingungen wie die Großbritanniens und anderer Nationen behandeln zu wollen. MacVicar legt ausführlich dar, mit welchen allgemeinen Kosten die Schiffe verschiedener Größenordnungen aktuell zu rechnen haben, wenn sie in den Hafen von Kanton einfahren wollen. Da er selbst plane, alsbald für einige Zeit nach Europa zurückzukehren, habe er Alexander Matheson von der Firma Magniac & Co. für die Zeit seiner Abwesenheit zum Hamburgischen Vizekonsul in Kanton ernannt. Den zu dieser Zeit in Kanton anwesenden deutschen Asienforscher Karl Friedrich Neumann erwähnt er nicht.
Edgar Daniel Roß, seit 1833 Teilhaber der Kaufmannsreederei Roß, Vidal & Co. in Hamburg, die schon im Sommer 1823 - noch unter dem Namen Witwe Vidal & Liebrecht - ein erstes Segelschiff nach Batavia entsandt hatte, wo die beiden Brüder Theodor Edmund Vidal und Camille Vidal im Mai 1828 einen Handelsstützpunkt etablierten, aus dem die Firma T. E. Vidal & Co. hervorging, wendet sich im Oktober 1840 mit einem persönlichen Brief an Georg Theodor Siemssen. Darin bedauert er, dass Siemssen, zu dieser Zeit nicht zum ersten Mal als Supercargo verantwortlich für eines der von Roß, Vidal & Co. über Nord- und Südamerika nach Batavia entsandten Schiffe, seine Pläne, ein eigenes Unternehmen zu gründen, bisher nicht realisieren konnte. Er empfiehlt ihm, eine Stellung bei T. E. Vidal & Co. in Batavia anzunehmen, der ersten Niederlassung einer deutschen Kaufmannsreederei in Niederländisch-Indien, die zwar nicht gerade floriert, an der das Haus Roß, Vidal & Co. aber doch festhalten wolle.
Mehrere britische, niederländische und andere Handelshäuser in Batavia wenden sich im Dezember 1840 an die Javasche Bank, um sie eindringlich aufzufordern, die durch zahlreiche Konkurse drohende allgemeine Handels- und Finanzkrise noch abzuwenden. Die Javasche Bank, die den Geldverkehr regele, müsse das Vertrauen in den Kredit wiederstellen, sonst drohe nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung der Kolonie Niederländisch-Indien sondern auch des Mutterlandes Schaden zu nehmen, die in den Jahren zuvor mit vielen Millionen Gulden in Gang gesetzt worden sei. Als Ursache der Probleme wird angedeutet, dass die Javasche Bank selbst daran offenkundig nicht unschuldig ist. Vgl. hierzu auch Dokument Nr. 2.1.2.07.
Camille Vidal, Teilhaber der Firma T. E. Vidal & Co. und Konsul der Hansestadt Hamburg in Batavia, berichtet dem Senatssyndikus Karl Sieveking den Verlust des Hamburgischen Schiffes „Louise & Maria“ und schildert ihm die gegenwärtig schwierige Situation der Handelshäuser in Batavia, die er auf die Handelspolitik der niederländischen Regierung zurückführt. Denn diese habe mit der Etablierung der Nederlandschen Handel-Maatschappij ein Monopolsystem eingeführt, das den Import europäischer Manufaktur- und Fabrikwaren begünstige, aber zugleich den Kapitalexport fördere. Die Versuche der Javaschen Bank, mit zusätzlicher Kreditvergabe und der vermehrten Ausgabe von Banknoten gegenzusteuern, hätten der Spekulation Tür und Tor geöffnet. Die daraufhin vorgenommene Drosselung der Kreditvergabe bedrohe nun die Existenz vieler Handelshäuser und habe eine veritable Handelskrise herbeigeführt.
Die Mitglieder der Handelskammer Kanton treffen am 21. März 1839 abends um 10 Uhr zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, bei der zeitweilig auch die Mitglieder der Cohong-Gilde chinesischer Kaufleute anwesend sind, um zu besprechen, wie sie mit der ultimativen Aufforderung des Sonderbeauftragten des chinesischen Kaisers zur Bekämpfung des illegalen Opiumhandels, LIN Zexu, umgehen sollen, ihre sämtlichen Opiumbestände an ihn auszuliefern. LIN Zexu war am 10. März 1839 in Kanton eingetroffen, hatte innerhalb weniger Tage große Mengen des Rauschgifts bei chinesischen Händlern beschlagnahmen und öffentlich zerstören lassen und die ausländischen Kaufleute am 19. März 1839 in ihren Faktoreien festgesetzt. Er droht nun damit, zwei Mitglieder der mit den ausländischen Kaufleuten kooperierenden Cohong-Gilde am nächsten Morgen hinzurichten, sollten diese seiner Aufforderung nicht nachkommen. Sie beschließen widerstrebend, 1.000 Kisten Opium an LIN Zexu zu übergeben.
William Jardine, Mitbegründer und Teilhaber des britischen Handelshauses Jardine, Matheson & Co. in Kanton, wendet sich mit diesem Schreiben an Lord Palmerston, den britischen Außenminister, um ihm einige Empfehlungen für die anstehenden Verhandlungen mit der chinesischen Regierung über die Regelung der jüngsten Vorfälle in Kanton zu geben. Auf Verlangen von LIN Zexu, des kaiserlichen Beauftragten für die Bekämpfung des illegalen Opiumhandels hatten die britischen Kaufleute - nachdem sie von Charles Elliot, dem Chief Superintendent of British Trade in China, Kompensation versprochen bekommen hatten - ihre sämtlichen Opiumbestände ausgeliefert. Als wichtigste Ziele benennt William Jardine die Übernahme der den britischen Kaufleuten versprochenen Kompensationszahlung für das in Kanton beschlagnahmte und vernichtete Opium durch die chinesische Regierung, die Öffnung weiterer chinesischer Häfen für den internationalen Handel und die Duldung des Opiumhandels.
Valentin Lorenz Meyer, Mitbegründer des Handelshauses Behn, Meyer & Co. in Singapur, legt in diesem Erinnerungsbericht ausführlich dar, wie es im November 1840 zur Gründung der Firma kam und wie sich der Auf- und Ausbau des Geschäftes in den ersten Jahren vor dem Hintergrund des Ersten Opiumkrieges (1839–1842) und der Öffnung weiterer Häfen in China durch den Vertrag von Nanjing (29. August 1842) vollzog. Er hebt den Nutzen der bereits bestehenden Verbindungen zu verschiedenen Geschäftspartnern in Hamburg, London, Manchester und andernorts in Europa hervor, betont aber vor allem die Bedeutung der sowohl von seinem Freund und Geschäftspartner Theodor August Behn als auch von ihm selbst mit dem Segelschiff unternommenen Erkundungstouren zum Ein- und Verkauf ganz unterschiedlicher Waren in verschiedenen Regionen Ostasiens. Nicht nur Informationen über ihm bislang kaum bekannte Orte, Waren, Preise und Handelsgepflogenheiten strömen auf ihn ein, er sammelt auch erste Erfahrungen im Umgang mit den Kaufleuten und anderen Angehörigen verschiedener Nationen und Ethnien vor Ort.
Theodor August Behn dankt seinem früheren Schulfreund Heinrich Wagener, der in Hamburg für die Firma Gleichmann & Busse tätig ist, für dessen Informationen über Preisentwicklungen, wahrscheinlich in Hamburg und Europa, und gibt selbst eine Übersicht über aktuelle Preise für Handelsgüter in Singapur, die teils erheblich von dem eskalierenden Konflikt zwischen China und Großbritannien im chinesischen Kanton beeinflusst sind. Zudem geht er auf die Geldknappheit in Batavia ein, die bereits zahlreiche Häuser in Bedrängnis gebracht und zum Bankrott geführt habe. Vgl. Dokument Nr. 2.1.2.06; Dokument Nr. 2.1.2.07. Er informiert Wagener über seinen Eindruck von einem bestimmten, aber nicht genannten Haus, an dem sich Wagener besonders interessiert gezeigt hatte. Behn nutzt für sein Schreiben einen Briefbogen, der das gedruckte Rundschreiben zur Eröffnung seiner gemeinsam mit Valentin Lorenz Meyer gegründeten Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur am 1. November 1840 enthält, aus dem zahlreiche Referenzen zu Firmen in Europa und Ostasien hervorgehen.
Theodor August Behn entschuldigt sich bei seinem Freund Georg Theodor Siemssen, dass er auf dessen Brief vom 12. März 1841 nicht früher habe antworten können und es auch sehr bedaure, dass dieser nicht selbst nach Singapur gekommen sei. Aus China habe man Nachricht, dass der Handel mit Kanton nur teilweise wieder hergestellt sei, sich aber sowohl mehrere Amerikaner als auch Briten in den dortigen Faktoreien aufhalten würden. Außerdem übermittelt Behn einige Informationen über die in Singapur erwarteten Warenlieferungen, aktuelle Preise und erhaltene Briefsendungen aus Hamburg.
Der Kaufmann Theodor August Behn, der im November 1840 gemeinsam mit Valentin Lorenz Meyer die Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur etabliert hatte, schreibt seinem Jugendfreund Georg Theodor Siemssen, der zu dieser Zeit für das Handelshaus T. E. Vidal & Co. in Batavia tätig ist, nach Möglichkeit regelmäßig, um Neuigkeiten aller Art zu berichten. Insbesondere informiert er ihn über Geschäftsgelegenheiten in Singapur, das sich zu einem wichtigen Umschlagplatz für den innerasiatischen Küstenhandel wie den internationalen Überseehandel entwickelt. Im vorliegenden Brief berichtet Behn von den Fortschritten beim Ausbau des eigenen Geschäfts und schildert ausführlich die unter mangelnder Nachfrage leidenden Umsatz- und Preisentwicklungen für Tee, Kampfer, Cassia lignea sowie verschiedene andere Gewürze. Er beklagt den Umstand, dass der Handel zwischen Deutschland und Asien noch immer in erster Linie über London abgewickelt werden muss. Außerdem verweist er auf die Zeitung „The Singapore Free Press“ als wichtiges Kommunikationsmedium für die Kaufleute in Singapur. Auch Neuigkeiten über finanzielle Schwierigkeiten von Geschäftspartnern in Deutschland nehmen einen hohen Stellenwert in seinem Bericht ein.
Valentin Lorenz Meyer, Teilhaber des Handelshauses Behn, Meyer & Co. in Singapur, legt seinem Freund Georg Theodor Siemssen in einem kurzen, unter Zeitdruck geschriebenen Brief dar, wie es zu dem von ihm getätigten Einkauf von Cassia lignea minderer Qualität für T. E. Vidal & Co. in Batavia kommen konnte und beteuert, in Unkenntnis, nicht in schlechter Absicht gehandelt zu haben. Er berichtet zudem von den offenkundigen Zahlungsschwierigkeiten des Handelshauses J. d‛Almeida & Sons in Singapur, von deutschen Neuankömmlingen in Singapur und aktuellen Nachrichten von dem auf der Heimreise nach Europa befindlichen Theodor August Behn aus Kalkutta.
Georg Theodor Siemssen, kaufmännischer Angestellter des Handelshauses T. E. Vidal & Co. in Batavia und zu dieser Zeit für seine Firma an der südchinesischen Küste unterwegs, berichtet dem Teilhaber und Leiter der Firma Christian Martin Metzendorff über seine Ankunft in Kanton und seinen Besuch in Macao, seine inzwischen gewonnenen Kenntnisse über das Angebot chinesischer Waren und deren Preise. Nach dem Ende des Opiumkrieges hätten sich viele Handelshäuser wieder nach Kanton zurückverlagert, nur wenige seien nach Hongkong gegangen. In Macao sei es deshalb schwierig gewesen, Geschäftskontakte anzubahnen. Siemssen berichtet außerdem über seine Einkäufe in Kanton, darunter Kampfer und Ingwer; auf Cassia und Tee müsse er allerdings noch warten. Berichtenswert erscheint ihm ferner, dass Bernhard Harkort und Richard von Carlowitz in Kanton noch immer größere Mengen an importierten Tuchwaren sowie außerdem Silberdraht im Angebot haben.
Georg Theodor Siemssen, der für die Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia in China unterwegs ist, um Waren einzukaufen, gibt mit diesem Schreiben an die Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur vorsorglich den Einkauf von Perlsago und Gambier in Auftrag, die er später selbst in Singapur in Empfang nehmen und mit dem Segelschiff Christian VIII nach Batavia bringen will. Er macht genaue Vorgaben für die Qualität, den Preis, die gewünschte Verpackung und das maximal zu akzeptierende Kursrisiko für den Umtausch der Währung. Als Zahlungsmethoden bietet er Barzahlung in Dollar oder Wechsel auf die Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia oder die Firma Roß, Vidal & Co. in Hamburg an. Außerdem teilt er Informationen über die allgemeine Lage des Im- und Exporthandels über Macao mit.
Der bei dem Handelshaus T. E. Vidal & Co. in Batavia angestellte Kaufmann Georg Theodor Siemssen, der sich gerade in Macao aufhält, wendet sich mit diesem Schreiben an die Firma Roß, Vidal & Co. in Hamburg, um sie über die in ihrem Auftrag und in enger Absprache mit T. E. Vidal & Co. getätigten und noch geplanten Ein- und Verkäufe von Waren in Macao, Kanton und Singapur zu informieren. Er gibt Rechenschaft über seine bisherigen Ausgaben und geht dabei ausführlich auf die jeweiligen Einkaufs- und Einstandspreise für die einzelnen Waren ein, darunter Cassia lignea, Kampfer, Rhabarber und Tee. Ferner legt er dar, zu welchen Bedingungen er die nach China auf dem Schiff mitgebrachten Silbermünzen verkaufen bzw. eintauschen konnte. Aus zeitlichen Erwägungen bittet er seine Auftraggeber, die Versicherung von Geld, Waren und bereits abgeschlossenen neuen Kaufverträgen für seine bevorstehende Überfahrt von Macao über Kanton nach Singapur in Hamburg vorzunehmen.
Georg Theodor Siemssen, der als Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co. in den Häfen Kanton und Macao Waren eingekauft hat, berichtet dem Teilhaber und Leiter der Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia ausführlich über die Mengen und Preise der in China eingekauften Waren sowie seine Pläne für deren Verschiffung nach Batavia. Zusätzliche Frachten für das eigene Schiff, den Christian VIII, zu bekommen, der in Begleitung Siemssens über Singapur nach Batavia segeln soll, gestaltet sich angesichts der günstigen konkurrierende Angebote von holländischen und chinesischen Schiffen nicht einfach.
Georg Theodor Siemssen, Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia, der sich gerade in Macao aufhält und demnächst mit dem der Firma gehörenden Schiff Christian VIII via Singapur nach Batavia zurückkehren will, berichtet Christian Martin Metzendorff, dem Teilhaber und Leiter dieser Firma, über seine in Kanton und Macao getätigten Einkäufe, darunter Cassia und Kampfer. Zusätzliche Frachtgüter für Singapur oder Batavia für den Christian VIII zu finden, ist ihm wegen starker Konkurrenz durch andere Anbieter nicht gelungen. Der ihm aufgetragene Verkauf von gebrochenem Glas gestaltet sich schwierig, da mehrere Zwischenhändler eingeschaltet werden müssen. Siemssen fügt seinem Brief Abschriften seiner Korrespondenz mit diesen Zwischenhändlern bei.
Georg Theodor Siemssen, Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia, der sich auf der Heimreise von China nach Batavia gerade in Singapur aufhält, erteilt der hier ansässigen Firma Behn, Meyer & Co. den Auftrag, bei nächster Gelegenheit eine gewisse Menge an Kampfer auf Rechnung seines Hauses in Batavia einzukaufen. Er gibt Mengen- und Preisvorstellungen dafür an, ohne sie fest zu fixieren, und bittet um eine Verladung mit Versicherung möglichst direkt nach Hamburg an die Adresse der Firma Roß, Vidal & Co. Die Bezahlung soll durch Wechsel erfolgen, die wahlweise auf T. E. Vidal & Co. oder Roß, Vidal & Co. gezogen werden können.
In seinem ersten überlieferten Schreiben an den Syndikus des Senats der Hansestadt Bremen, Johann Heinrich Wilhelm Smidt, gibt der Kaufmann Theodor August Behn, der 1840 gemeinsam mit Valentin Lorenz Meyer die Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur gegründet hatte und 1844 zum Konsul für die Hansestädte Bremen und Hamburg in Singapur berufen worden war, dem Senat die Empfehlung, grundsätzlich zu klären, ob nicht auch Bremen von Großbritannien vertraglich die sogenannte Meistbegünstigung für Singapur zugesichert bekommen könnte, wie das für die USA, Russland, Schweden und Österreich bereits geschehen ist. Er hat Sorge, dass die zu dieser Zeit durchaus liberale Handhabung des Schiffsverkehrs in Singapur nicht dauerhaft bestehen werde.
Theodor August Behn, der 1844 zum Konsul für die Hansestädte Bremen und Hamburg in Singapur berufen worden war, wendet sich im Nachgang zu seinem Schreiben vom 10. September 1845 (vgl. Dokument Nr. 2.2.1.1.14) erneut an Johann Heinrich Wilhelm Smidt, den Syndikus des Senats der Hansestadt Bremen, um ihn über das Ergebnis seiner weiteren Erkundungen über die Frage der Meistbegünstigung von Schiffen aus den Hansestädte und anderen Nationen in Singapur in Kenntnis zu setzen. Genauere Nachforschungen haben ergeben, dass die rechtlichen Grundlagen widersprüchlich sind.
John MacVicar, seit 1829 Konsul der Hansestadt Hamburg in Kanton, stellt mit dem hier in Abschrift vorliegenden Schreiben an den Senatssysndikus der Hansestadt Hamburg Dr. Johann Martin Lappenberg, wie zuvor an ihn herangetragen, sein schon länger nicht mehr persönlich ausgeübtes Amt zur Verfügung, erinnert an die Umstände seiner Ernennung und schlägt einen Nachfolger vor. Außerdem berichtet er über die Entwicklung des europäischen Handels mit China und legt seine Meinung über die Chancen deutscher Kaufleute dar, sich künftig stärker in diesen bisher noch immer von den Briten dominierten Handel einzuschalten.
Heinrich von Bülow, der preußische Minister der Auswärtigen Angelegenheiten, und Ernst von Bodelschwingh, der preußische Finanzminister, dämpfen in ihrem gemeinsamen Schreiben an den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. die nach dem Bekanntwerden des Vertrages von Nanjing (29. August 1842) wachsenden Erwartungen an die rasche Entfaltung des deutschen Ostasienhandels. Sie sehen keine zwingende Notwendigkeit, zur Förderung dieses Handels einen eigenen Handelsvertrag mit China anzustreben, denn sie rechnen mit der Gleichbehandlung aller Nationen durch die chinesische Regierung. Zur Erkundung der veränderten Handelsbedingungen und -möglichkeiten empfehlen sie, anders als einige Handelskammern und Unternehmer bereits vorgeschlagen haben, keine großangelegte Handelsexpedition auszurüsten und die Eröffnung von Konsulaten vorzubereiten, sondern vorerst nur einen Kommissar nach Ostasien zu entsenden. Als geeigneten Kandidaten benennen sie den Düsseldorfer Regierungssekretär Friedrich Wilhelm Grube, umreißen dessen genaue Aufgaben und bitten um Genehmigung der erforderlichen finanziellen Mittel.
Die Handelskammer für Aachen und Burtscheid gibt der Handelskammer für Elberfeld und Barmen zur Kenntnis, in welcher Weise sie gegenüber dem Oberpräsidenten der preußischen Rheinprovinz in Koblenz zur Frage der Entsendung eines Beauftragten zur Erkundung neuer Handelsmöglichkeiten mit Ostasien, insbesondere China, Stellung genommen hat. Aus der beigefügten Anlage geht hervor, dass sie empfiehlt, dem Beauftragten möglichst einige erfahrene Kaufleute und Fabrikanten an die Seite zu stellen. Besondere Aufmerksamkeit empfiehlt sie, dem möglichen Absatz von Wollwaren, Messingfabrikaten und Nähnadeln zu widmen. Preußische Konsulate hält sie vor allem in Kanton und Shanghai für wünschenswert.
Richard von Carlowitz, der sich seit November 1843 gemeinsam mit Bernhard Harkort auf einer von den beiden Leipziger Handelshäusern Carl & Gustav Harkort sowie C. Hirzel & Co. ausgestatteten Schiffsexpedition nach Ostasien befindet, die ihn u. a. nach Niederländisch-Indien, Britisch-Indien und Singapur sowie in die gerade erst für den internationalen Handel geöffneten Hafenstädte in China führt, berichtet seiner Familie in Dresden von seiner Ankunft und seinem bisherigen Aufenthalt in Kanton. Im Mittelpunkt der Schilderung stehen seine Eindrücke vom Alltagsleben der Chinesen, von ihrer durch den Ersten Opiumkrieg verschärften Fremdenfeindlichkeit und vom Handel mit den Europäern und Amerikanern. Er zeigt sich unentschlossen, ob er gemeinsam mit Bernhard Harkort ein eigenes Geschäft in China etablieren sollte.
Georg Theodor Siemssen, Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia, der sich noch in China aufhält, aber bereits seine Heimreise via Singapur nach Batavia plant, berichtet an die Firma Roß, Vidal & Co. in Hamburg, welche geschäftlichen Kontakte er in Macao geknüpft und welche Waren er dort sowie in Kanton für sie eingekauft hat. Nach dem Ende des Ersten Opiumkrieges, so legt er dar, habe sich der Handel wieder mehr nach Kanton verlagert. Siemssen hofft darauf, seine Einkäufe bis Anfang 1845 noch ergänzen zu können, insbesondere um Cassia lignea und Thee. Eine volle Frachtladung für den Christian VIII, das Schiff der Firma T. E. Vidal & Co. nach Europa zusammenstellen zu können, erscheint ihm jedoch aussichtslos, auch weil die mit fremder Fracht zu verdienenden Frachtraten zu niedrig sind. Für die Mitnahme der in China nicht verausgabten Carolus-Dollar nach Singapur, wo weitere Einkäufe getätigt werden sollen, bittet er Roß, Vidal & Co. eine Versicherung in Hamburg zu veranlassen. Nähere Informationen über den Markt für Importwaren aus Deutschland einzuziehen, hat sich - abgesehen von Gesprächen mit den beiden aus Leipzig entsandten Kaufleuten Richard von Carlowitz und Bernhard Harkort in Kanton - bisher als schwierig erwiesen.
Georg Theodor Siemssen, Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia, der sich auf der Heimreise von China nach Batavia gerade in Singapur aufhält, berichtet an die Firma Roß, Vidal & Co. in Hamburg, welche Waren er in China und jetzt vor allem auch in Singapur für sie eingekauft hat und wie sich jeweils die reinen Einkaufspreise zu den Einstandspreisen, bei denen auch Fracht, Versicherung und Provisionen zu berücksichtigen sind, verhalten. Singapur als Umschlagplatz für Waren aus China, die für Europa bestimmt sind, scheint nach dem Ende des Ersten Opiumkrieges belebt.
Richard von Carlowitz, der im Januar 1846 gemeinsam mit Bernhard Harkort das Handelshaus Carlowitz, Harkort & Co. in Kanton eröffnet hat, wendet sich mit diesem Brief an seinen Bruder Victor von Carlowitz in Dresden, um diesem dafür zu danken, dass er sich bei der sächsischen Regierung für die Ernennung Richards zum sächsischen Konsul in Kanton verwendet hat. Er legt offen dar, dass seiner Meinung nach möglichst nur ein einziger deutscher Konsul ernannt werden sollte - und zwar ein praktisch erfahrener Kaufmann wie er selbst, kein besoldeter „diplomatischer Agent“ des Zollvereins, wie in Preußen gerade erwogen wird.
Der von den beiden Leipziger Handelshäusern Carl & Gustav Harkort sowie C. Hirzel & Co. im Herbst 1843 auf eine ausgedehnte Schiffsexpedition nach Ostasien entsandte Richard von Carlowitz, der zum 1. Januar 1846 gemeinsam mit Bernhard Harkort im südchinesischen Kanton die Firma Carlowitz, Harkort & Co. eröffnet hatte, tritt in diesem Brief an seine Familie in Dresden vehement den in der Heimat kursierenden Gerüchten entgegen, die Leipziger Ostasienexpedition habe sich angesichts schlechter Absatzerfolge für die mitgebrachten Gewerbeerzeugnisse als ein Fehlschlag erwiesen.
Richard von Carlowitz, der zum 1. Januar 1846 gemeinsam mit Bernhard Harkort im südchinesischen Kanton die Firma Carlowitz, Harkort & Co. eröffnet hat, unternimmt mit diesem Brief einen Versuch, sich selbst als geeigneten Kandidaten für das Amt eines preußischen Konsuls in Kanton ins Gespräch zu bringen, da er ein praktisch erfahrener Kaufmann und zudem ein Kenner deutscher, für den Export nach China in Frage kommender Fabrikerzeugnisse sei. Richard von Carlowitz signalisiert, dass ihm die Stelle eines sächsischen Konsuls bereits in Aussicht gestellt worden sei. Ferner lässt er erkennen, dass ihm ein Gehalt für die Übernahme von amtlichen Aufgaben angemessen erscheinen würde.
Theodor August Behn, seit 1844 Konsul der Hansestädte Bremen und Hamburg in Singapur, nimmt in seinem Schreiben an Johann Heinrich Wilhelm Smidt, den Senatssyndikus der Hansestadt Bremen, Stellung zur Berufung eines deutschen Konsuls für China. Er dankt für die vorausgegangene Aufforderung Smidts, sich selbst um dieses Amt zu bemühen, lehnt das aber ab, zum einen weil das von ihm mitgegründete Handelshaus Behn, Meyer & Co. in Singapur inzwischen den Plan aufgegeben hat, eine eigene Niederlassung in China zu etablieren, zum anderen weil er gar keine dringende Notwendigkeit zur Berufung eines deutschen oder gar verschiedener deutscher, etwa preußischer, sächsischer und hanseatischer Konsuln in China sieht. Der Handel werde sich auch so weiter entfalten.
Richard von Carlowitz, der gemeinsam mit Bernhard Harkort zu Beginn des Jahres 1846 die Firma Carlowitz, Harkort & Co. in Kanton etabliert hat, wendet sich an den früheren Angestellten der Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia, Georg Theodor Siemssen, um ihm die geschäftliche Zusammenarbeit anzubieten. Vom Hörsensagen weiß er, dass Siemssen sich inzwischen ebenfalls selbständig gemacht hat, auf dem Weg von Hamburg nach Batavia ist, und er fordert ihn auf, sich beim Aufbau der eigenen Firma der Vermittlung von Carlowitz, Harkort & Co. zu bedienen. Er beteuert, dass es ihm keineswegs darum gehe, geschäftliche Geheimnisse Siemssens in Erfahrung zu bringen.
Theodor August Behn, Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur und zugleich Konsul der Hansestadt Hamburg und der Hansestadt Bremen in Singapur, berichtet dem Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg Carl Hermann Merck über die Veränderungen im deutschen, britischen und internationalen Handels seit dem Abschluss des Vertrages von Nanjing und der endgültigen Aufhebung der Navigationsakte im Jahr 1849. In Singapur macht sich eine deutliche Belebung des Warenumschlags zwischen Britisch-Indien, China, den Philippinen und der Westküste Amerikas bemerkbar, von der auch hanseatische Schiffe profitieren. Zudem steigen nach seiner Beobachtung die direkten Importe aus den Ländern Ostasiens in die Hansestädte. Er empfiehlt, geeignete Maßnahmen zur engeren Bindung der Schiffsmannschaften an die hanseatischen Schiffe zu ergreifen, um deren Attraktivität für Auftrageber in Ostasien noch zu erhöhen.
Reinhard Rittershaus, Mitbegründer der Firma Peres, Zapp & Rittershaus in Singapur, wendet sich im April 1854 – kurz nachdem es dem amerikanischen Commodore Perry unter Androhung von Gewalt gelungen war, die japanische Regierung mit dem Vertrag von Kanagawa (31. März 1854) zu einigen Zugeständnissen für amerikanische Schiffe und Kaufleute zu zwingen – an das Preußische Ministerium für Handel und Gewerbe in Berlin, um auf den Abschluss eines preußischen Handelsvertrages mit Japan zu drängen.
Arnold Otto Meyer, Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co. und zugleich Hanseatischer Konsul in Singapur setzt sich in seinem Schreiben an Carl Hermann Merck, den Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, dafür ein, möglichst rasch einen Handelsvertrag der Hansestädte mit dem Königreich Siam abzuschließen. Als Vorbild dient ihm der Freundschafts- und Handelsvertrag zwischen Großbritannien und Siam, der am 18. April 1856 ratifiziert worden ist und dem sich auch die Amerikaner bereits anzuschließen versuchen. Arnold Otto Meyer gibt auf Basis seiner eingehenden Erkundigungen detaillierte Empfehlungen für das weitere praktische Vorgehen. Ihm selbst gehe es vor allem darum, so legt er dar, dass Schiffe aus den Hansestädten künftig vermehrt in der Küstenschifffahrt zwischen Siam, Singapur und China beschäftigt werden, die bisher ganz überwiegend von chinesischen Kaufleuten und Reedern betrieben werde.
Der maßgeblich auf Initiative des hanseatischen Konsuls in Singapur, Arnold Otto Meyer, zustande gekommene Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen den Hansestädten Lübeck, Bremen und Hamburg einerseits, dem Königreich Siam andererseits tritt am 25. Oktober 1858 in Kraft. Er gewährt den Staatsangehörigen beider Parteien formell gleiche Rechte, darunter an erster Stelle die Freiheit des Handels und der Schifffahrt, zeigt in seinen detaillierten Bestimmungen aber, dass es praktisch vor allem um die Rechte der Bürger und Untertanen der drei Hansestädte im Königreich Siam geht. Ihnen wird zugesichert, dass sie sich niederlassen, ihre Religion ausüben, Häuser sowie Grund und Boden erwerben, Handel treiben und innerhalb des Landes unter gewissen Auflagen frei reisen, außerdem Siamesen in ihre Dienste stellen dürfen. Auch nach Minen zu schürfen und Fabriken zu errichten, wird ihnen prinzipiell erlaubt. Den zu berufenden hanseatischen Konsuln werden zahlreiche Aufgaben und Kompetenzen zugewiesen, darunter insbesondere auch die Konsulargerichtsbarkeit über ihre Landleute. Sie sollen ihr Amt in enger Abstimmung mit den siamesischen Behörden ausüben, die ihrerseits den Schutz von Eigentum und Leben der Bürger und Untertanen der Hansestädte versprechen. Für den Handel wird ein niedriger Ein- und Ausfuhrzoll von 3 Prozent auf den Warenwert festgelegt, sonstige Abgaben sollen nicht erhoben werden. Außerdem wird die Meistbegünstigung zugesichert. - Zum Zustandekommen des Vertrages: Vgl. Dokument Nr. 2.2.2.02.
Nach dem Bekanntwerden der Verträge von Tianjin, die Großbritannien, Frankreich, Russland und die USA im Zuge des Zweiten Opiumkrieges mit dem militärisch unterlegenen Kaiserreich China abschließen konnten, wendet sich die Commerz-Deputation der Hansestadt Hamburg an den Rat der Hansestadt Hamburg, um ihn auf die Dringlichkeit des Abschlusses von eigenen Handelsverträgen mit China und Japan hinzuweisen. Ihre Mitglieder befürchten, ohne eigene Handelsverträge künftig erhebliche Wettbewerbsnachteile in der Frachtschifffahrt hinnehmen zu müssen, in China wie in Japan, das sich dem internationalen Handel ebenfalls zu öffnen begonnen hat. Da weder eigenständige Bemühungen der drei Hansestädte noch die Vermittlung eines befreundeten ausländischen Staates erfolgversprechend erscheinen, empfehlen sie dem Rat der Hansestadt Hamburg, sich im Einvernehmen mit den Hansestädten Bremen und Lübeck der beabsichtigten Ostasienexpedition der Regierung Preußens in Namen des Deutschen Zollvereins anzuschließen. Sie halten es für zweitrangig, ob dabei separate Verträge für die Hansestädte mitverhandelt werden oder die Hansestädte sich an gemeinsamen Verträgen mit dem Preußen bzw. dem Deutschen Zollverein beteiligen, für viel wichtiger halten sie rasches und entschlossenes Handeln, um möglichst bald in den Genuss der Meistbegünstigung zu gelangen.
H. C. Wilmans, Teilhaber der Firma Metzendorff & Wilmans und zugleich Konsul der Hansestadt Hamburg in Batavia, übermittelt Carl Hermann Merck, dem Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, einen Bericht über die Belebung des Handels in Batavia und in Japan. Einfuhren von Manufakturwaren aus Europa werden nach seiner Einschätzung in beiden Fällen vorerst schwierig bleiben, zum einen wegen des Widerstands der niederländischen Handelskammern, die entgegen den Liberalisierungsbestrebungen der Niederländischen Regierung ihre Privilegien in Niederländisch-Indien nicht verlieren wollen, zum anderen wegen der in Japan vorerst nur schwer zu erhaltenden Rückfracht. Da er den Handel mit Japan aber für sehr vielversprechend hält und das Land sich für den internationalen Handel zu öffnen beginne, empfiehlt er, einen Handelsvertrag mit Japan abzuschließen; er traut sich sogar zu, einen solchen Vertrag selbst erfolgreich verhandeln zu können.
Der von Friedrich Albrecht Graf zu Eulenburg im Zuge der preußischen Ostasienexpedition mit den Bevollmächtigten des Shōguns TOKUGAWA Iemochi abgeschlossene Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag mit Japan, der am 24. Januar vereinbart wurde und zum 1. Januar 1863 in Kraft trat, sichert beiden Staaten das Recht zu, künftig diplomatische Vertreter und Generalkonsuln in die Hauptstadt des jeweils anderen Landes zu entsenden. Japan öffnet die Häfen von Hakodate, Kanagawa und Nagasaki für preußische Schiffe und gewährt preußischen Staatsangehörigen dort Residenz-, Eigentums-, Religionsfreiheits- und Handelsrechte, ihrer Bewegungsfreiheit im Lande werden dagegen klare Grenzen gesetzt. Preussische Staatsangehörige werden der preußischen Konsulargerichtsbarkeit unterstellt. Der Vertrag regelt zudem den wechselseitigen Umgang mit Schuldnern, Dieben und Verbrechern. Im Hinblick auf den Handel gewährt er preußischen Staatsangehörigen weitgehende Freiheiten, Waren zu exportieren und zu importieren, wobei im Weiterverkauf keine Binnenzölle zusätzlich zu den festgelegten Importzöllen erhoben werden sollen. Den preußischen Kaufleuten wird außerdem gestattet, fremde Währungen einzuführen sowie japanisches Münzgeld - bis auf Kupfermünzen - und ungemünztes Silber und Gold auszuführen.
Der von Friedrich Albrecht Graf zu Eulenburg im Zuge der preußischen Ostasienexpedition abgeschlossenen Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag der Staaten des Deutschen Zollvereins, der Großherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz sowie der drei norddeutschen Hansestädte mit dem Kaiserreich China sichert Preußen das Recht zu, künftig einen diplomatische Vertreter in die Hauptstadt Peking zu entsenden, der die Vertretung anderer deutscher Staaten mit übernehmen darf, denen ein solches Recht nicht zugestanden wird. Ihnen wird lediglich gestattet, einen Generalkonsul sowie weitere Konsularbeamte für die insgesamt 15 geöffneten Häfen und Städte Chinas zu ernennen, in denen sich Deutsche künftig niederlassen sowie Handel treiben und zwischen denen sie sich frei bewegen dürfen, während ihnen für Reisen ins Landesinnere Pässe vorgeschrieben werden. Deutsche in China unterstehen laut Vertrag künftig der Konsulargerichtsbarkeit ihres jeweils eigenen Landes. Der Vertrag regelt in den Artikeln 13 bis 29 sehr detailliert die Verfahren der Zusammenarbeit von deutschen Konsularbeamten und chinesischen Zollinspekteuren bei der Berechnung und für die Entrichtung der festgelegten Zölle und sonstigen Abgaben für alle Ein- und Ausfuhren sowie den Transithandel. Ferner legt der Vertrag fest, wie mit Schuldnern, Dieben, Verbrechern, Seeräubern und Deserteuren umzugehen ist und wie Beschwerden bei den Behörden vorgebracht und Konflikte geschlichtet werden sollen. Den kontrahierenden deutschen Staaten und ihren Angehörigen wird ausdrücklich die Meistbegünstigung zugesichert.
Dem Senat der Hansestadt Bremen liegt in seiner Sitzung am 14. November 1862 ein an Senator Johan Heinrich WilhelmSmidt gerichtetes Schreiben des Ministerialreferenten Krüger vom Senat der Hansestadt Hamburg vom 4. November 1862 mit angefügten Bericht vor, in dem dieser ausführlich über seine im Auftrag des Hamburger Senatssyndikus‛ Carl Hermann Merck geführten Gespräche mit Vertretern der niederländischen Regierung informiert, welche Möglichkeit diese sehen, die Hansestädte darin zu unterstützen, einen eigenen Handelsvertrag mit Japan abschließen zu können oder wenigstens die Zulassung ihrer Schiffe in den inzwischen geöffneten japanischen Häfen zu erlangen. Bei aller Aufgeschlossenheit der Niederländer für dieses Anliegen sehen die Chancen dafür, auch angesichts der schwierigen innenpolitischen Verhältnisse in Japan, nicht sehr günstig aus.
Mit dem Ausscheiden von Valentin Lorenz Meyer wird ein neuer Gesellschaftervertrag für die 1840 von Theodor August Behn und ihm gemeinsam gegründete Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur notwendig. Dem neuen Vertrag zufolge bringen Theodor August Behn und der bisherige Angestellte Friedrich Albert Schreiber ihr gesamtes Vermögen in die neue Gesellschaft ein, die das Geschäft von Behn, Meyer & Co. unter dem gleichen Namen nahtlos fortführen soll, während der jüngere Bruder von Valentin Lorenz Meyer, Arnold Otto Meyer, ein Kapital von 50.000 Mark Banco einzahlt. Der Vertrag legt die Grundlinien der Geschäftspolitik sowie die Rechte und Pflichten der drei Teilhaber dar, insbesondere im Hinblick auf die Abrechnung von Geschäfts- und Privatausgaben sowie die Gewinn- und Verlustbeteiligung. Besonderer Regelungsbedarf besteht für ein von Valentin Lorenz Meyer zu übernehmendes Schiff. Des Weiteren werden genaue Verfahren für den Umgang mit Todesfällen und Konflikten unter den Teilhabern festgeschrieben.
Der Kaufmann und Mitbegründer der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, Theodor August Behn, der von 1844 bis 1852 auch als Konsul der Hansestädte Bremen und Hamburg in Singapur amtierte, bevor er Mitte 1852 nach Hamburg zurückkehrte und sein Amt an den Mitinhaber der Firma Behn, Meyer & Co., Friedrich Albert Schreiber, übergab, legt in diesem Bericht rückschauend auf eine gut siebenjährige Amtszeit seine Beobachtungen und Ansichten zur Stellung der Flagge Hamburgs in Singapur sowie zur allgemeinen Entwicklung des Handels an diesem neuen Umschlagplatz des Welthandels dar. Außerdem geht er näher auf Probleme des Postverkehrs zwischen Europa und Asien sowie die Aufgaben eines Konsuls ein. Zu letzteren zählt er insbesondere auch die Schlichtung von Konflikten zwischen Kapitänen und Schiffsmannschaften, die seiner Meinung nach nicht zuletzt aus der unterschiedlichen Auslegung von gedruckten Musterrollen resultieren.
Eduard Reimers, der 1846 zu den Mitbegründern der Firma Fischer & Co. in Kanton zählte, berichtet dem Senatssyndikus Carl Hermann Merck, dass er mit der alsbaldigen Bestätigung seines Exequaturs als Konsul der Hansestadt Hamburg in Hongkong rechne und übermittelt eine Liste der 1853 in Hongkong eingelaufenen Schiffe aus Hamburg. In seinem begleitenden Bericht hebt er hervor, dass diese Schiffe den Hafen Hongkong via Batavia und Singapur auch zum Proviantieren und als Umschlagplatz für den Handel mit China, den Philippinen, Kalifornien und Australien nutzten, ehe sie nach Europa zurückkehrten, teilweise also gleich mehrmals im Verlauf des Jahres in Hongkong ein- und ausliefen. Genaue Angaben über die zahlreichen dabei umgeschlagenen Waren zu machen, sei infolge des laxen Umgangs mit den vorgesehenen Formularen und dem verbreiteten Warenschmuggel etwa auf chinesischen Dschunken schwierig. Ferner weist Reimers auf die Bedeutung von Passagierfahrten hin, die zum einen nach Kalifornien, zum anderen nach Australien stattfinden. Für diese Fahrten seien Schiffe aus Hamburg wegen ihrer guten Beschaffenheit und des guten Betragens ihrer Mannschaften besonders beliebt.
Arnold Otto Meyer, Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, der sich gerade in Europa aufhält, berichtet seinem Schwager und Geschäftspartner Theodor August Behn, der inzwischen wieder in Hamburg lebt, von seinen persönlich geführten Gespräche mit verschiedenen Geschäftspartnern in Bremen. Besonders detailliert gibt er das Gespräch mit Carl Friedrich Ludwig Hartlaub und Wilhelm Ludwig Oelrich wieder, den beiden Teilhabern des Bremer Traditionshauses Johann Lange Sohn‛s Witwe & Co., bei denen erhebliche Verstimmung über Unregelmäßigkeiten bei den Buchungen und der Abwicklung des Zahlungsverkehrs für die letzten gemeinsam abgewickelten Geschäfte besteht, in die auch die Londoner Merchant Banken C. J. Hambro & Son und Frederick Huth & Co. einbezogen waren. Im Mittelpunkt der Geschäftsinteressen steht der Reishandel zwischen Bremen und Ostasien, der erheblich an Bedeutung gewonnen hat. Behn, Meyer & Co. sehen sich nicht in der Lage, die starke Nachfrage zur Zufriedenheit von Johann Lange Sohn‛s Witwe & Co. zu bedienen. Arnold Otto Meyer informiert einen Schwager darüber hinaus über zahlreiche informelle Gespräche, die er mit namhaften Kaufleuten und Reedern geführt hat.
Arnold Otto Meyer, der Anfang 1857 aus Singapur nach Hamburg zurückgekehrt war, um sich dort dauerhaft niederzulassen, schildert in seinen wahrscheinlich in den 1890er Jahren verfassten Lebenserinnungen die Auswirkungen der 1857 aufbrechenden internationalen Wirtschaftskrise, als das überraschend schnelle Endes des Krimkriegs (1853–1856) zum Preissturz für zahlreiche Produkte führte, nicht zuletzt für den aus Ostasien bezogenen Reis, und dadurch der internationale Wechselverkehr an den Rand des Zusammenbruchs geriet. Er legt dar, wie die verschiedenen Gläubiger der Firma Behn, Meyer & Co. an ihn herantraten, auf zusätzliche Garantien drangen und wie schwierig sich seine Versuche gestalteten, die drohende Zahlungsunfähigkeit durch den Transfer von Londoner Wechseln abzuwenden. Denn das Vertrauen in Wechsel sank rapide. Nur durch die Bereitschaft von engen Geschäftspartnern und Familienmitgliedern, immer neue Garantien zu stellen, gelang es Arnold Otto Meyer, sein Haus durch die Krise zu führen, das zwar überlebte, aber mit hohen Verlusten daraus hervorging, die zu kompensieren den Teilhabern kaum noch möglich war, da sie fast ihr gesamtes persönliches Vermögen hatten einsetzen müssen.
Martin Hermann Gildemeister, der gemeinsam mit Louis Kniffler dauerhaft nach Japan gehen will, um dort ein eigenes Unternehmen zu etablieren, berichtet seinem Onkel, dem Bremer Senator Ferdinand Donandt, unterwegs auf einer Reise nach Hongkong von seiner ersten Eindrücken aus Japan. Obwohl die Japaner noch gar kein großes Interesse an europäischen Industriewaren entfaltet hätten, wird das Land ihm zufolge geradezu geflutet mit Einfuhren aus Europa und den USA. Die Handelsbeziehungen Japans mit China seien dagegen bereits sehr eng, wenn auch durch hohe Silberimporte etwas ins Stocken geraten. Martin Hermann Gildemeister legt seinem Onkel die Währungsverhältnisse Japans näher dar, die durch den vermehrten Import von Silber und fremden Münzsorten in Turbulenzen geraten waren. Im Hinblick auf einen Handelsvertrag zwischen Bremen und Japan, empfiehlt Gildemeister, sich den Bemühungen Preußens anzuschließen, zumal Bremen aus Kostengründen nicht in der Lage sei, einen besoldeten Diplomaten nach Japan zu entsenden, was aus Prestigegründen aber fast zwingend erforderlich sei. Die Geringschätzung von Kaufleuten ist ihm auf seiner Reise durch Japan deutlich vor Augen getreten. Abschließend führt Gildemeister noch aus, dass es ihm gelungen ist, japanische Kohle zu verkaufen, obwohl das Interesse daran in Hongkong - im Gegensatz zu Shanghai - nur sehr schwach sei.
Die Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur legt gegenüber ihrem Teilhaber und Vertreter in Europa, Arnold Otto Meyer, dar, dass sie infolge ausbleibender Zahlungen aus China leider nicht in der Lage ist, die eigentlich schon zugesagten Zahlungen nach Hamburg zu leisten. Das Wirtschaftsjahr 1858 werde man voraussichtlich mit einem markanten Verlust abschließen, weshalb es sehr wünschenswert sei, von den Gläubigern in Europa mehr Zeit eingeräumt zu bekommen, möglichst etwa zwei Jahre, um deren offene Forderungen zu begleichen. Darüber hinaus sei es wünschenswert, von den Geschäftspartnern in Europa weitere Aufträge ohne strenge Auflagen zu bekommen, sodass man sich geschäftlich erholen könne. Betont wird zudem, dass aktuell noch schwebende Geschäfte durchaus Gewinn versprechend seien, sodass man begründet hoffe, demnächst wieder Zahlungen nach Hamburg leisten zu können.
In der von New York nach London und Kontinentaleuropa übergreifenden Weltwirtschaftskrise von 1857 zeigt sich die hohe Abhängigkeit der mit Hamburg und Bremen verbundenen, in Ostasien etablierten Handelshäuser, darunter auch die Firmen Arnold Otto Meyer in Hamburg und Behn, Meyer & Co. in Singapur. Zu ihren Kreditgebern zählt die Bremer Firma Fred R. Möller & Söhne, die sich am 19. Mai 1859 mit einem Mahnschreiben an Arnold Otto Meyer persönlich wendet, um ihn aufzufordern, die bestehende offene Forderung gegenüber Behn, Meyer & Co. möglichst rasch auszugleichen, da man selber in Bedrängnis sei. Arnold Otto Meyer wird nahegelegt, sich einen Überbrückungsgkredit bei befreundeten Geschäftspartnern zu besorgen.
Der Merchant Banker John Henry Schröder in London informiert Arnold Otto Meyer in Hamburg darüber, dass er bisher noch keine Remessen von der Firma Behn, Meyer & Co. aus Singapur zur Abdeckung der offenen Forderungen erhalten zu haben und mahnt, den Saldo in Höhe von mehr als 2.000 Pfund Sterling umgehend auszugleichen.
Die Firma Fred. R. Möller & Söhne in Bremen antwortet auf ein Schreiben von Arnold Otto Meyer, mit dem dieser tags zuvor auf das Mahnschreiben der Firma Fred. R. Möller & Söhne vom 19. Mai 1859 (vgl. Dokument Nr. 2.2.3.08) reagiert hatte. Die Firma zeigt sich mit dieser Antwort sehr unzufrieden und fordert feste Zusagen, wie ihre lange überfällige, aber noch immer offene Forderung gegen die Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur abgedeckt werden kann. Sie führt Beispiele von anderen Geschäftspartnern in Ostasien an, die ihren Verpflichtungen bereits nachgekommen seien, um zu unterstreichen, dass dies ihrer Meinung nach auch dem Haus Behn, Meyer & Co. möglich sein müsse. Fred R. Möller & Söhne wiederholen ihre Aufforderung, anderweitig einen Überbrückungskredit aufzunehmen, und kündigen nunmehr an, auf Behn, Meyer & Co. bezogene Wechsel spätestens im Mai an die eigenen Londoner Banken weiterzureichen.
Arnold Otto Meyer bittet die langjährigen Hamburger Geschäftspartner der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, die sich infolge des durch die internationale Wirtschaftskrise von 1857 ausgelösten Preisverfalls für viele ihrer Handelswaren in finanzieller Bedrängnis befindet, wesentlich mehr Zeit für die Abdeckung der offenen Forderungen einzuräumen, längstens bis Ende 1861. Dass die Firma in der Lage ist, sich auf längere Sicht wirtschaftlich aus eigener Kraft zu behaupten, versucht er mit der Vorlage eines bilanziellen Status zu untermauern. Die künftig erwirtschafteten Erträge verspricht er, umgehend entsprechend der Höhe der bestehenden Forderungen an die Gläubiger zu verteilen, entweder auf direktem Wege oder vermittelt über ihn als in Hamburg ansässigen Vertreter der Firma Behn, Meyer & Co. Die auf der vierten Seite erscheinenden Unterschriften der angesprochenen Hamburger Geschäftspartner sowie die von drei Bremer Handelshäusern und zwei Londoner Banken zeigen, dass sie - mit Ausnahme von Theodor August Behn - den von Arnold Otto Meyer unterbreiteten Vorschlag noch im Juni 1859 annehmen.
Als Verwalter des Hanseatischen Konsulats in Bangkok übermittelt Paul Pickenpack, Teilhaber der Firma Pickenpack, Thies & Co. in Bangkok, dem Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg Carl Hermann Merck Auszüge aus den Listen über die ein- und ausgelaufenen Schiffe im Hafen von Bangkok für das Jahr 1859. Ergänzend fügt er eine vergleichende Übersicht für die Exporte der Jahre 1859 zu denen der Jahre 1858 und 1857, bei der zwischen fremden und einheimischen Schiffen unterschieden wird. Erläuternd führt er aus, dass der Export bei den meisten Artikeln infolge der geringeren Nachfrage vor allem aus China zurückgegangen sei. Der Produktion habe das keinen Abbruch getan, sie sei seit der Öffnung des Hafens von Bangkok für den internationalen Handel beständig gestiegen, sodass sich auch die Preise weitgehend stablisiert hätten und nicht bei jedem kleinen Anstieg der Nachfrage nach oben entwickeln würden. Die Perspketiven für künftige Importe aus Europa beurteilt Pickenpack günstig, auch wenn der Import bisher noch weitgehend in den Händen von Siamesen chinesischer Abstammung liege, die ihre Wettbewerbsvorteile gegenüber europäischen Kaufleuten auszunutzen wüssten.
Agathon Friedrich Woldemar Nissen, Konsul der Hansestadt Hamburg in Kanton, verbindet die Übermittlung von Listen über die ein- und ausgelaufenen Schiffe aus Hamburg und Bremen in den Jahren 1857 bis 1861 an den Senatssyndikus Carl Hermann Merck in Hamburg mit der Erläuterung, dass Kanton erheblich unter den Folgen des Zweiten Opiumkrieges gelitten habe, zum einen wegen der Besetzung der Stadt durch britische und französische Truppen, zum anderen wegen der Etablierung einer neuen Zollbehörde unter europäischer Aufsicht. Dies habe zur Verlagerung des Handels nach Hongkong und Macao geführt. Nissen hofft auf einen neuen Aufschwung, weil die Besetzung Kantons inzwischen aufgehoben wurde und der von Friedrich Albrecht Graf zu Eulenburg für den Deutschen Zollverein und die Hansestädte erzielte Vertragsabschluss die Stationierung eines oder sogar mehrerer preußischer Kriegsschiffe auf der Rhede vor Whampoa zum Schutz deutscher Interessen vorsehe.
Kurz bevor Arnold Otto Meyer am 2. September 1862 noch einmal für zwei Jahre nach Singapur aufbricht, um nach der nur mit Mühe überstandenen Krise von 1857 direkt vor Ort für eine Neuausrichtung der Geschäftspolitik zu sorgen, erteilt er dem früheren Teilhaber von Behn, Meyer & Co. in Singapur, Johannes Mooyer, der inzwischen nach Hamburg zurückgekehrt ist, genaue Anweisungen für die Wahrnehmung der Vertretung von Behn, Meyer & Co. während seiner langen Abwesenheit. Er stattet ihn mit weitgehenden Vollmachten aus, erteilt ihm jedoch keine Prokura, um nicht den Anschein zu erwecken, die Firma Behn, Meyer & Co. habe eine eigene Niederlassung in Hamburg errichtet. Generell soll Mooyer keine Handelsgeschäfte auf eigenes Risiko mehr betreiben, sondern reine Kommissionsgeschäfte vereinbaren. Meyer legt ausführlich dar, mit welchen Geschäftspartner die Firma in den einzelnen Geschäftsbereichen in Hamburg, Großbritannien, verschiedenen Regionen Deutschlands, den Niederlanden und den USA in Verbindung steht und wie die üblichen Konditionen für Geschäftsabschlüsse mit ihnen aussehen. Der Handel mit Tuchwaren, Schießpulver und Waffen tritt dabei besonders hervor. Auch die Frage der Transportversicherung nimmt einen hohen Stellenwert ein. Außerdem wird Mooyer genau darüber informiert, bei welchen Banken und Handelshäusern die Firma Behn, Meyer & Co. Kredite in Anspruch nehmen kann.
Zurück von einem Besuch in Japan bei der Firma Louis Kniffler & Co. in Nagasaki bedankt sich Wilhelm Pustau, der gerade in Shanghai angekommen ist, bei seinem Gastgeber Louis Kniffler für die freundliche Aufnahme, informiert ihn über verschiedene Schiffe, die zwischen China und Japan unterwegs sind und legt dar, wie er mit der von Louis Kniffler & Co. gekauften Seide weiter verfahren will. Er steht mit verschiedenen potenziellen Endabnehmern in Europa in Verbindung, die jedoch unterschiedliche Preisvorstellungen haben. Er bittet Kniffler, seine genauen Dispositionen an Wilhelm Probst, den Leiter der Niederlassung Shanghai des Hauses Wilhelm Pustau & Co., durchzugeben. Pustau spricht Versicherungsfragen an, bestätigt außerdem, sich um die versprochenen Besorgungen für Mitarbeiter der Firma Louis Kniffler & Co. zu kümmern und bringt zum Ausdruck, dass er sich über die Wiederaufnahme der Geschäftsbeziehung freut.
Rudolph Lindau, Konsul der Schweizerischen Konföderation in Yokohama, berichtet Julius Menke, dem in Hongkong ansässigen Teilhaber der Firma Wilhelm Pustau & Co., die zu dieser Zeit gerade Überlegungen anstellt, Lindau mit der Etablierung einer Niederlassung in Yokohama zu betrauen, dass er vor wenigen Tagen in Japan angekommen sei. Im Verhältnis zwischen Japanern und Europäern hat sich nach seinem Eindruck seit seinem letzten Aufenthalt vor zwei Jahren nicht sehr viel verbessert: Es sei noch immer vom Widerwillen der Japaner gegenüber den Fremden und von Überheblichkeit der Europäer gegenüber den Japanern geprägt. Dennoch ist Lindau überzeugt, dass der Handel mit Japan in den nächsten Jahren weiter kräftig wachsen werde, da inzwischen zahlreiche Nationen Handelsverträge mit Japan abgeschlossen hätten, so wie auch die Schweiz, für die er schon 1859 das Konsulat in Yokohama übernommen hat. Er rät Menke, sich bei seinem anstehenden Besuch in Deutschland nochmals für den Abschluß eines Vertrages der Hansestädte mit Japan einzusetzen, denn der amtierende preußische Konsul - gemeint ist Louis Kniffler - sei zwar ein energischer Mann, habe aber nicht das Recht, andere als preußische Schiffe einzuklarieren.
Das Handelshaus C. Melchers & Co. in Bremen kommt am 1. Juni 1866 mit Hermann Melchers, einem Enkel des Unternehmensgründers Carl Melchers, und dem mit Hermann Melchers befreundeten Kaufmann Adolf André überein, mit diesem Gesellschaftsvertrag die neue Firma Melchers & Co. in Hongkong zu gründen. Das Bremer Stammhaus stellt dafür ein Kapital in Höhe von 100.000 Bremer Thaler zur Verfügung, über das Hermann Melchers und Adolf André zunächst nur zur Hälfte disponieren dürfen. Der Vertrag regelt die Anteile der Teilhaber, die zu 45 Prozent bei Hermann Melchers und zu jeweils 27 1/2 Prozent bei seinem Geschäftspartner Adolf André und der Firma C. Melchers & Co. liegen, sowie die damit verbundenen Rechte und Pflichten (Zinszahlung, Berichterstattung und geordnete Buchhaltung etc.) und legt außerdem die Leitlinien der Geschäftspolitik fest.
Friedrich Wilhelm Mathieu, seit 1862 als Generalkonsul der Hansestadt Hamburg in Batavia tätig, berichtet dem Senatssyndikus Carl Hermann Merck über die bisher wenig erfolgreichen Bemühungen, die für den Handel mit Niederländisch-Indien geltenden Differentialzölle tatsächlich moderater zu gestalten. Bei den Importen werden niederländische Fabrikanten weiterhin generell stark begünstigt, bei den Exporten vor allem die von Zucker und Kaffee nach den Niederlanden. Es bestehe allerdings Hoffnung, dass die darüber geführte Klage höheren Orts, also der Regierung der Niederlande, Berücksichtigung finden werde. Die von Mathieu übermittelten Schiffslisten zeigen, wie er kommentierend bemerkt, dass Schiffe aus Hamburg 1865 im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas zahlreicher in Batavia verkehrten und sich vor allem in der innerasiatischen Küstenfahrt betätigten. Der Handel der Insel Java insgesamt leidet nach seinen Ausführungen unter hohen Preisen und abnehmendem Wohlstand der Bevölkerung. Der Reisanbau, der in früheren Jahren ein wichtiges Exportgut geliefert habe, sei stark zurückgegangen, auch weil die Regierung Niederländisch-Indiens nichts zu seiner Förderung unternehme. Der Zuckeranbau leide vor allem darunter, dass die Regierung nicht mehr ausreichend gezwungene Arbeiter liefere und die Lohnkosten erheblich gestiegen seien.
Karl Christian Hagen, Teilhaber der Firma Hagen, da Silva & Co. und Hanseatischer Konsul in Takao auf der Insel Taiwan, übermittelt dem Senatssyndikus Carl Hermann Merck eine Denkschrift, mit der die in Xiamen ansässigen ausländischen Konsuln bereits im Juli 1866 gegen das von der chinesischen Regierung für die Insel Taiwan erlassene Ausfuhrverbot von Reis protestierten. Hagen, dessen Firma selbst im Reishandel tätig ist, stellt sich hinter deren Auffassung, dass die chinesische Regierung dazu ohne Abstimmung mit den Vertragsmächten gar kein Recht habe, selbst bei einer wirklichen Reisknappheit. Wenn man ihr dieses Recht zugestehe, so malt Hagen an die Wand, erlaube man ihr im Prinzip, auch den Handel in anderen Artikeln nach Belieben zu untersagen. Der preußische Gesandte in Peking scheine bisher nicht wirklich beunruhigt zu sein, für die Hansestädte aber sei die Frage angesichts der Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Reisexporte allein im Hafen von Takao auf Hamburger oder Bremer Schiffen erfolge, von großer Bedeutung. Er appelliert an Merck, sich seinerseits an die preußische Regierung zu wenden, um Abhilfe zu schaffen und als Gegenleistung für den Vertragsbruch zudem die Öffnung weiterer Häfen auf Taiwan und des vorgelagerten Pescadore Inseln zu erreichen.
William Robertson, der Stellvertrende Hanseatische Konsul in Ningbo, übermittelt Carl Hermann Merck, dem Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, eine Liste der im Jahr 1867 im Hafen von Ningbo ein- und ausklarierten Hamburger und Bremer Schiffe. Erläuternd fügt er an, dass sich der Handel mit Tee, Seide und Baumwolle in chinesischer Hand zwar gut entwickelt habe, der Handel ausländischer Kaufleute jedoch zurückgegangen sei. Als ausschlaggebende Gründe dafür nennt er zum einen den sinkenden Importbedarf an Reis, zum anderen die Verlagerung des Handels nach Shanghai, das mit Dampfschiffen in 12 bis 14 Stunden zu erreichen ist. Vor allem chinesische Händler wüssten davon zu profitieren, sodass europäische Kaufleute Ningbo wieder verlassen hätten. Ferner teilt Robertson mit, dass die chinesische Regierung eine allgemeine Lotsenordnung für die geöffneten Häfen zu erlassen plane.
Der vom Gründerkreis der Deutschen Bank wegen seiner praktischen Erfahrungen als Mitarbeiter der britischen Chartered Bank of India, Australia and China in Batavia zu ihren Beratungen hinzugezogene Gustav Dufresne wendet sich im Juli 1869 an Edgar Roß, den Teilhaber des Handelshauses Roß, Vidal & Co. und zugleich Verwaltungsratsmitglied der Norddeutschen Bank in Hamburg, um ihn über den Stand der Beratungen zu informieren und ihm eine vertrauliche Denkschrift über die Aufgaben und Ziele der neu zu etablierenden Bank zu übermitteln. Darin wird konstatiert, dass es bisher kein deutsches Bankinstitut gibt, das sich - ähnlich wie britische, französische und niederländische Häuser - der Finanzierung des deutschen Überseehandels widmet, obwohl dieser, wie weitere Ausführungen zum Tuch- und Seidenwarenhandel verdeutlichen, erhebliche Bedeutung gewonnen und mit seiner Ausrichtung nach Ostasien nun auch globale Dimensionen erreicht hat. Damit eröffnen sich, so legt die Denkschrift weiter dar, für ein deutsches Kreditinstitut vielfältige und lukrative Geschäftsfelder, insbesondere im Bereich des An- und Verkaufs von Wechseln, des Handels mit Devisen, der Vorschüsse auf Warengeschäfte, der Abwicklung des örtlichen Zahlungsverkehrs, der Hereinnahme von Einlagen sowie möglicherweise der Notenausgabe. Als wichtigster Schritt zur erfolgreichen Etablierung einer Bank, die sich diesen Aufgaben widmen will, wird die Gründung einer Niederlassung in London gesehen. Anschließend sei an eine Niederlassung in New York sowie weitere in Indien, China und Japan zu denken.
Max von Brandt, der Generalkonsul des Norddeutschen Bundes in Japan, wendet sich an Otto von Bismarck, den Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes, um ihn darüber zu informieren, dass die japanische Regierung ein strengeres Vorgehen gegen den unerlaubten lebhaften Handel in den nicht geöffneten Häfen Japans fordert. Von Brandt legt dar, dass die japanische Regierung dazu vertragsgemäß berechtigt sei und auch die Mitwirkung der Konsuln bei der Durchsetzung des Verbots verlangen könne, weshalb er sich bereits in dem von der japanischen Regierung gewünschten Sinne an diese gewandt und sie außerdem aufgefordert habe, ihn vertraulich und ausführlich über die Vorgänge in den nicht geöffneten Häfen zu informieren. Als wichtigstes Motiv der japanischen Regierung vermutet er, dass sie ihre Entscheidungsmacht über die Öffnung von Häfen nicht an regionale japanische Herrscher verlieren wolle. Das aber berge die Gefahr, so führt von Brandt aus, dass die von der japanischen Regierung beanspruchte Kontrolle über den gesamten Küstenhandel auf ausländischen Schiffen in die Hände einiger weniger „unscrupulöser fremder Firmen“ gelangen könne, zum Nachteil des allgemeinen Handels- und Schifffahrtsverkehrs. Die in Tokio ansässigen Diplomaten hätten deshalb in ihrer gemeinsamen Antwort an die japanische Regierung darum ersucht, über die von der Regierung selbst gegenüber den Lokalbehörden ergriffenen Maßnahmen für die Einhaltung der Verträge informiert zu werden. Von Brandt fügt seinem Schreiben Abschriften des diesbezüglichen Schriftwechsels mit dem japanischen Außenministerium sowie den Konsuln des Norddeutschen Bundes in Japan an.
In seinem Marktbericht vom Juli 1871 legt der in Hongkong ansässige deutsche Kaufmann Friedrich Peil dar, dass der Handel mit Manila und den Philippinen allein schon wegen der viel geringeren Bevölkerungszahl sicher nie die Bedeutung des Handels mit China erreichen werde, es angesichts der grundsätzlich günstigen geographischen Lage der Inselgruppe aber doch bemerkenswert sei, wie langsam er sich bisher entwickelt habe. Er lastet dies einer verfehlten Handelspolitik der spanischen Kolonialregierung an, die an Zöllen, Beschränkungen und Monopolen festgehalten habe, statt den freien Handel zu fördern und für die Einrichtung von Post- und Dampfschifffahrtsverbindungen zu sorgen. In jüngerer Zeit scheine sie ihren Kurs jedoch zu revidieren, die Aufhebung der Differentialzölle im April 1871 sei ein erster Schritt in die richtige Richtung. Peil nennt weitere Schritte, die in seinen Augen erforderlich sind, um den Handel zu heben, darunter vor allem die Verbesserung der Transport- und Kommunikationswege. Die Chancen für den vermehrten Absatz europäischer, insbesondere auch deutscher und österreichischer Textilwaren, die im Vergleich mit den bisher in Manila stark präsenten Angeboten englischer und schweizerischer Hersteller billiger angeboten werden könnten, beurteilt er durchaus günstig.
Der ehemalige Konsul Großbritanniens in Ningbo übermittelt detaillierte Listen über die Anzahl und Lastenträchtigkeit sämtlicher nicht-chinesischer Handelsschiffe, die im Jahr 1859 im Hafen von Ningbo ein- und ausklarierten. Gut die Hälfte dieser 203 einklarierten und 199 ausklarierten Handelsschiffe waren britische Schiffe. Nicht für alle Schiffe, aber doch die meisten kann Sinclair zudem genaue Angaben über die ein- und ausgeführten Handelswaren machen, bei den britischen Schiffen gestützt auf die vom britischen Konsulat geführten Bücher, bei den anderen Schiffen gestützt auf die Zollverzeichnisse. Abgesehen von Opium handelt es sich dabei vor allem um chinesische Waren aus dem Süden und dem Norden des Landes, die in Ningbo umgeschlagen werden. In seinem begleitenden Kommentar hebt Sinclair hervor, dass sich die Gesamtzahl der britischen Schiffe im Hafen von Ningbo im Jahr 1859 nicht unerheblich vermindert habe, was er auf die wachsende Präsenz deutscher Schiffe in der chinesischen Küstenschifffahrt zurückführt. Die deutschen Schiffe meist mittlerer Größe seien bei chinesischen Auftraggebern sehr beliebt, da sie sich für die Küstenschifffahrt besser eignen würden und zudem auch günstiger seien als die großen britischen Schiffe, was nicht zuletzt an den bisher ungerecht bemessenen Tonnengeldern liege. Seine eigenen Bemühungen, diese Ungerechtigkeit aus dem Weg zu räumen, seien jedoch nicht ohne Erfolg geblieben, kann er vermelden.
Rudolph Heinsen, der Hanseatische Konsul in Shanghai, berichtet Carl Hermann Merck, dem Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg über Neuerungen im Schiffsverkehr, u. a. im Hinblick auf die Beförderung von chinesischen Auswanderern, die als Kulis arbeiten wollen, sowie die in der innerasiatischen Küstenschifffahrt zwischen Cochinchina, China und Japan zu entrichtenden Tonnengelder, die bei vergleichsweise kurzen Frachtfahrten besonders ins Gewicht fallen. Er wirft die Frage auf, warum er als Hanseatischer Konsul die Informationen über Erlasse von solcher Bedeutung nicht direkt von der preußischen Gesandtschaft in Peking erhalte, sondern sie zuerst aus der Zeitung erfahre. Heinsen legt ferner dar, dass er gemeinsam mit den Konsuln anderer Staaten beim Daotai von Shanghai dafür eingetreten sei, die Einnahmen aus den Tonnengeldern bevorzugt für die Verbesserung der Schiffbarkeit des Huangpu und Jangtsekiang zu verwenden, nicht zuletzt für die Ausbaggerung des Huangpu bei seiner Mündung in den Jangtsekiang. Die Zahl der Hamburgischen Seeschiffe im Hafen von Shanghai sei im Jahr 1864 zurückgegangen, letztlich eine Folge der sinkenden Frachtraten. Gute Geschäfte in den chinesischen Gewässern mache jedoch das erste aus Hamburg stammende Dampfschiff.
Woldemar Nissen, der Hanseatische Konsul in Hongkong, informiert Carl Hermann Merck, den Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, über die in China entbrannte Diskussion zwischen den Vertretern der europäischen Nationen hinsichtlich des in letzter Zeit stark angewachsenen Handels mit auswanderungsbereiten chinesischen Kulis, insbesondere nach Havana und anderen Destinationen an der amerikanischen Westküste. Bei den von ihnen geschlossenen Verträgen handle es sich formal zwar um freiwillig geschlossene Verträge, doch die Wirklichkeit komme dem Sklavenhandel sehr nahe. An Bord der Kulischiffe, die zumeist in Macao ihre Reise antreten würden, komme es vermehrt zu Meutereien. Nissen nimmt an, dass die Gesandten Großbritanniens und Frankreichs mit der chinesischen Regierung nun bereits ein Abkommen getroffen haben, das den Handel mit Kulies auf britischen und französischen Schiffen untersagt und er plädiert dafür, dass sich die Hansestädte - deren Schiffe nach seinen Angaben kaum in diesem Handel engagiert sind - einem solchen Abkommen anschließen sollten. In einem Postscriptum ergänzt er, dass der Wortlaut des Abkommens inzwischen publiziert worden sei, und er kündigt an, eine Zeitung entsprechenden Inhalts zu übermitteln. Unterstreichungen im Text und Randnotizen zeigen, dass diese Mitteilungen und Anregungen Nissens in Bremen große Aufmerksamkeit weckten.
Woldemar Nissen, der Hanseatische Konsul in Hongkong, der sich in seinem Konsulatsbericht vom 31. März 1866 dafür ausgesprochen hatte, dass sich die Hansestädte dem von Großbritannien und Frankreich mit der chinesischen Regierung am 5. März 1866 getroffenen Abkommen zum Verbot bzw. zur genauen gesetzlichen Regelung von „Kulitransporten“ anschließen sollten, wendet sich in dieser Sache erneut an Carl Hermann Merck, den Senator der Hansestadt Hamburg. Auf dessen Bitte, ihm potenziell zu vereinbarende Restriktionen für den „Kulihandel“ zu benennen, die im Interesse deutscher Reeder liegen, weist Nissen zunächst darauf hin, dass ihm zwar die diesbezüglichen britischen Verordnungen bekannt sind, die er zu übermitteln verspricht, nicht aber die französischen Bestimmungen. Nissen plädiert dafür, deutschen Schiffen eine Beteiligung an Kulitransporten nach der Westküste Amerikas zu untersagen, da diese wie Sklaven behandelt würden. Eine Beteiligung an diesem Handel könne dem Ruf der deutschen Reederei nur schaden. Davon zu trennen sei die Beförderung von chinesischen Passagieren, die ihre Passage selbst bezahlen. Für diese Passagierfahrt empfehle es sich, klare Obergrenzen für die jeweils an Bord gehende Anzahl an Menschen festzulegen, um die Sicherheit der Schiffe zu erhöhen und Unglücksfälle zu vermeiden. Außerdem schlägt Nissen vor, die für europäische Auswanderer geltenden Bestimmungen zur Anwendung zu bringen. - Zu dem vorausgegangenen Informationsautausch: Dokument Nr. 2.3.1.03. Zum Fortgang der Verhandlungen in den Hansestädten, die letztlich ohne klare Regelung im Sande verliefen: Wagner, „… so verwerflich die Sache an sich sein mag…“.
T. D. Raschen, Vorsitzer der Schiffahrer-Gesellschaft Vegesack, wendet sich an die Handelskammer Bremen, um auf die wachsenden Probleme mit Piraten in der chinesischen Küstenschifffahrt aufmerksam zu machen, die den deutschen Schiffahrtsbetrieb so massiv bedrohe, dass dieser womöglich ganz eingestellt werden müsse. Raschen ersucht die Handelskammer, sich beim Marineministerium für die Entsendung von Kanonenbooten zu verwenden. Als wichtigste Ursachen für die überhandnehmende Piraterie führt er neben der durch den Zweiten Opiumkrieg angefachten Ausländerfeindlichkeit der Chinesen die während des Amerikanischen Bürgerkriegs stark gestiegene Zahl von europäischen und amerikanischen Schiffen in China an. Mangels Aufträgen seien viele von ihnen stillgelegt und die Seeleute entlassen worden. Nicht wenige von ihnen hätten sich aus der Not heraus von chinesischen Piratenschiffen in Dienst nehmen lassen und würden diese nun bei ihren immer verwegeneren Raubzügen unterstützen. Von den Briten könne man nicht verlangen, den Schutz der Schiffe aller Nationen zu übernehmen. Abhilfe für die deutschen Küstenschifffahrer könne nur die Entsendung von eigenen, möglichst nicht zu schweren, wendigen Kanonenbooten schaffen.
Julius Menke, einer der Teilhaber des Handelshauses Wilhelm Pustau & Co. und zu dieser Zeit zugleich stellvertretender Konsul der Hansestadt Bremen in Hongkong übermittelt Johann Heinrich Wilhelm Smidt, dem Senator für die Auswärtigen Beziehungen der Hansestadt Bremen, verschiedene Verzeichnisse über den Schiffsverkehr im Hafen von Hongkong im Jahr 1868. Sowohl bei den europäischen als auch bei den amerikanischen Schiffen ist gegenüber 1867 ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, auch bei den Schiffen aus Bremen, Hamburg und Preußen zu verzeichnen ist. Als Hauptursache für diese Entwicklung benennt Menke, dass viele der früher in den chinesischen Gewässern fahrenden Segelschiffe inzwischen nach Europa zurückgekehrt seien. Eine Folge davon seien steigende Frachtraten für die verbliebenen Schiffe in der innerasiatischen Küstenschifffahrt, nicht zuletzt für die von chinesischen Auftraggebern bevorzugten deutschen Schiffe. Auch beim Piratenunwesen mache sich ein Rückgang bemerkbar.
Richard Krauel, zu dieser Zeit Mitarbeiter des deutschen Generalkonsulats in Shanghai, berichtet über den beschlossenen Verkauf der britischen Shanghai Steam Navigation Company an die chinesische China Merchants‛ Steam Navigation Company, der nicht nur kaufmännische, sondern darüber hinausgehende handelspolitische Bedeutung habe. Der Verkauf der 1866 gegründeten, zunächst sehr gut gehenden britischen Gesellschaft mit ihren 16 Dampfern, die auf drei Routen in der chinesischen Küstenschifffahrt eingesetzt werden, an die erst 1873 gegründete chinesische Gesellschaft sei durch deren direkte und indirekte Subvention seitens der chinesischen Regierung vorbereitet und nun mit einem günstigen Angebot an die britischen Aktionäre herbeigeführt worden. Dem aufmerksamen Beobachter könne nicht entgangen sein, so Krauel, dass China schon lange bestrebt sei, das Übergewicht fremder Flaggen in der chinesischen Küstenschifffahrt zurückzudrängen. Als treibende Kraft hinter dem nun zustande gekommenen Verkauf macht Krauel den Generalgouverneur der Provinz Zhili, Li Hongzhang aus, der selbst beträchtliche Summen für den Kauf vorgeschossen und zudem einige seiner vermögenden politischen Anhänger bewogen habe, sich ebenfalls an der Aufbringung des Kaufpreises zu beteiligen. Für die Zukunft erwartet Krauel die weitere Zurückdrängung der amerikanischen und der deutschen, durch die Eröffnung des Suezkanals ohnehin geschwächten Präsenz in der chinesischen Küstenschifffahrt, vor allem auch auf dem Jangtsekiang. Selbst wenn die China Merchants‛ Steam Navigation Company sich nicht behaupten werde, müsse man sich auf eine stärker werdende chinesische Konkurrenz in der Küstenschifffahrt einstellen.
David McLean, leitender Mitarbeiter in der Niederlassung London der Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC), wendet sich mit diesem Schreiben an Hermann Melchers, Teilhaber der Firmen C. Melchers & Co. in Bremen und Melchers & Co. in Hongkong, um ihm zu erläutern, warum sein Haus die von deutschen Ostasienhandelshäusern eingereichten Versicherungspolicen nicht mehr als Sicherheiten für Kredite zur Vercharterung von Schiffen im Überseeverkehr akzeptieren könne. Nach dem Konkurs des Handelshauses Wilhelm Pustau & Co. habe man schlechte Erfahrungen mit der Zahlungsbereitschaft der entsprechenden deutschen und schweizerischen Versicherungsgesellschaften gemacht.
Carl Conrad Lueder, der deutsche Generalkonsul in Shanghai, berichtet dem Auswärtigen Amt über die aktuelle Lage der Schifffahrt in Shanghai. Er konstatiert, dass es schon seit den frühen 1870er Jahren ein Überangebot an Schiffen und Waren gebe. Die Öffnung des Suezkanals habe nicht nur in der ostasiatischen Küstenschifffahrt, sondern auch in der Überseeschifffahrt nach Europa zur vermehrten Einstellung von Dampfern geführt, was die Frachtsätze für diese wie vor allem für Segelschiffe sinken ließ und viele Reedereien in existenzbedrohende Bedrängnis gebracht habe. Um Abhilfe zu schaffen, hätten sich neun größere Reedereien nun zusammengeschlossen, um ihr Angebot untereinander zu koordinieren und ihren Abladern gewisse Vergünstigungen zu gewähren. Das Abkommen zeige bereits erste Wirkung, indem die Frachtraten nach Europa angestiegen seien und vor allem Segelschiffe die Chance nutzen, die chinesischen Gewässer endgültig zu verlassen. Lueder weist darauf hin, dass die Deutsche Dampfschiffs-Rheederei zu Hamburg dem Abkommen nicht beigetreten sei und bekundet seine eigene Überzeugung, dass die Maßnahmen zur Wettbewerbsbeschränkung aktuell zwar dringend notwendig, aber nur vorübergehend sein dürften.
Hermann Melchers, Teilhaber der Firmen C. Melchers & Co. in Bremen und Melchers & Co. in Hongkong, wendet sich mit diesem Zeitungsartikel vehement gegen einige von Reichskanzler Otto von Bismarck im Mai 1881 mit der Denkschrift „Über den Ausfuhrhandel mit China und Australien“ in den Deutschen Reichstag eingebrachte Ideen zur staatlichen Förderung des deutschen Ausfuhrhandels. Der schon lange im internationalen Geschäftsverkehr stehenden Kaufmannschaft anzuraten, wie sie ihre Geschäfte zu verrichten habe, hält er grundsätzlich für ein „merkwürdiges Unternehmen der Regierung“. Schon die Behauptung, der deutsche Ausfuhrhandel mit China sei zurückgegangen, weist er zurück. Außerdem fehle es weder an vermittelnden Kommissionshäusern, noch an deutschen Banken in Ostasien oder subventionierten direkten Dampferlinien zwischen Deutschland und den Häfen in Ostasien.
Max von Brandt, der deutsche Gesandte in Peking, übermittelt Otto von Bismarck, dem Reichskanzler des Deutschen Reichs, den Prospekt der britischen Firma Jardine, Matheson & Co. zur Gründung der Indo-China Steam Navigation Company Ltd., die mit der Auflösung der China Coast Steam Navigation Company und der Yangtze Steamer Company einhergeht. Die Aufgaben der Indo-China Steam Navigation Company Ltd. sollen darin bestehen, den Dampfschiffsverkehr in und mit China zu fördern, allerdings unter Ausschluss derjenigen Linien, die nun von der Glen Line betrieben werden, die zuvor die Dampfer der China Coast Steam Navigation Company übernommen hat. Der Wettbewerb für die von deutschen Reedern betriebenen Dampfschifffsgesellschaften werde sich durch diese Konzentration und Kooperation der britischen Anbieter ohne Frage weiter verschärfen.
Die Bremer Firma E. C. Schramm & Co. schreibt dem Kapitän H. Zinke, der mit ihrem Segelschiff „Susanne“ gerade Hongkong erreicht hat, an die dortige Adresse der Firma Melchers & Co., um ihm ihre Überlegungen für die weitere Vercharterung des Schiffes mitzuteilen, die angesichts des scharfen Wettbewerbs mit den leistungsstarken, inzwischen dominierenden Dampfschiffen und niedriger Frachtraten nicht einfach sind. Es lagen bzw. liegen zwar verschiedene Angebote für Frachtfahrten ab Hongkong, ab Hiogo in Japan sowie ab den Philippinen vor, die nach New York, Boston oder San Francisco gehen sollen, doch die Schiffseigentümer geben dem Kapitän - nicht zuletzt, um Telegrammkosten zu sparen - freie Hand, vor Ort selbst zu entscheiden, welchen Auftrag er übernehmen will.
Die Bremer Firma E. C. Schramm & Co. schreibt dem Kapitän H. Zinke, der mit dem Segelschiff „Susanne“ noch immer in Hongkong liegt, an die dortige Adresse der Firma Melchers & Co., dass das von ihm sondierte Angebot für eine Frachtfahrt mit Zucker von Iloilo auf den Philippinen nach New York zu niedrig sei, er es also ablehnen solle. Da der Suezkanal infolge eines offen aufgebrochenen Konflikts zwischen Ägypten und Großbritannien womöglich bald gesperrt wird, beauftragt sie ihn nunmehr, vorerst überhaupt keine Vercharterung der „Susanne“ vorzunehmen; denn sie erwartet, dass die zu erzielenden Preise für Frachtfahrten von Ostasien nach Europa infolge der politischen Ereignisse wahrscheinlich anziehen werden. Zur vorausgegangenen Korrespondenz zwischen der Firma E. C. Schramm & Co. und Kapitän H. Zinke vgl. Dokument Nr. 2.3.1.12.
Johann Heinrich Focke, der deutsche Generalkonsul in Shanghai, informiert Otto von Bismarck, den deutschen Reichskanzler, über die bevorstehende Gründung einer britischen Aktiengesellschaft, die sich der Überseeschifffahrt zwischen Großbritannien und Ostasien widmen will. Die Aktien der China Shippers Mutual Steam Navigation Company Limited mit Sitz in London sollen über die Hongkong and Shanghai Banking Corporation und die London & County Bank an allen wichtigen Handels- und Börsenplätzen der Welt zur Zeichnung angeboten werden. Hinter der Gründung, so führt Focke aus, stehen angesehene Handelshäuser, die mit ihren eigenen Aufträgen für ausreichende Beschäftigung der neuen Gesellschaft sorgen können und denen laut Statut eine privilegierte Gewinnbeteiligung gegenüber allen anderen Aktionären zugesichert wird. Focke stuft das als entscheidenden Unterschied zu anderen Schifffahrtsgesellschaften ein, denn auf diese Weise werde die Solidarität zwischen den Handelshäusern als Befrachtern und der neuen Gesellschaft als Verfrachterin gefördert. Die Einführung dieses Prinzips, das bisher schon in der Seeversicherung oder bei den Banken Anwendung finde, in die Schifffahrtsbranche stelle ein handelspolitisch bedeutsames Novum dar und verdiene auch bei den in Deutschland etwa sich neu bildenden Schifffahrtsunternehmen höchste Beachtung.
Hermann Rettich, der deutsche Konsul in Singapur, berichtet Reichskanzler Otto von Bismarck von dem gemeinsamen Angebot einiger britischer und französischer Dampfschifffahrtsgesellschaften, die sich zur China Conference zusammengeschlossen haben: Diese bieten allen Kunden, die sich dazu verpflichten, bei ihren Befrachtungsaufträgen von Singapur nach London oder den Vereinigten Staaten ausschließlich Dampfer der beteiligten Gesellschaften zu berücksichtigen, sofern diese ausreichend Laderaum anbieten, eine Rückvergütung von 5 % auf die anfallenden Frachtkosten an. Rettich nimmt an, dass dieses nicht zuletzt gegen Hamburger und Bremer Schiffe gerichtete Angebot auf die Verschiffungen von Singapur nach den Vereinigten Staaten gar keinen und auf die Verschiffungen nach London nur geringe Auswirkungen haben wird, u. a. weil keiner der zahlreichen Befrachter in Singapur auf die Bereitstellung eines Dampfers der China Conference werde warten wollen. Er befürchtet also keine nachteiligen Auswirkungen für die deutsche Überseeschifffahrt.
Adolf Laspe schildert in seinem Erinnerungsbericht, wie es der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur nach der Übernahme der Vertretung des Norddeutschen Lloyds im Jahr 1886 gelang, ihr Schiffsgeschäft im Überseeverkehr zügig weiter auszubauen. Auch zuvor hatte sie schon Segel- und Dampfschiffe gechartert, um Ladungen von Singapur oder Penang nach Europa zu befördern. Doch nun kam die Aufgabe hinzu, Aufträge für regelmäßige Ladungen zu beschaffen. Laspe, der diese Aufgabe übernahm, bemühte sich erfolgreich um einen Großauftrag zur Verschiffung von Rohtabak von der Insel Sumatra nach Bremen, musste allerdings - da die nur monatlich verkehrenden Postdampfer des Norddeutschen Lloyds anfangs gar nicht genügend Laderaum zur Verfügung stellen konnten - zusätzliche Dampfer Hamburger und Bremer Reedereien auf gemeinsame Rechnung der Firmen Norddeutscher Lloyd und Behn, Meyer & Co. chartern. Er hebt hervor, dass er seine Tätigkeit als shipping clerk als eine Aufgabe von nationaler Bedeutung verstand.
Franz Heinrich Witthoefft, in den 1880er Jahren ein leitender Angestellter der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, der 1896 zu ihrem Teilhaber aufstieg, schildert in seinen 1938 niedergeschriebenen Lebenserinnerungen, wie das Unternehmen nach der Übernahme der Vertretung des Norddeutschen Lloyds im Jahr 1886 seine Aktivitäten im Schiffsgeschäft systematisch auszubauen begann. Er selbst bemühte sich dabei vor allem um den Auf- und Ausbau der Verbindungen nach Britisch-Borneo und nach Sumatra in Niederländisch-Indien. In beiden Fällen ging es darum, eigene und zusätzlich gecharterte Dampfer zu beschäftigen, die Plantagenprodukte wie vor allem Tabak nach Singapur für die Überseeverschiffung nach Europa liefern konnten und dafür sowohl chinesische Kontraktarbeiter als auch Waren für den Betrieb von Plantagen von Singapur nach Britisch-Borneo und Sumatra brachten. Witthoefft beschreibt anschaulich, unter welchen teils abenteuerlichen und strapaziösen Bedingungen er sich um alte und neue Geschäftskontakte bemühte, durch die sich das Handels- mit dem Schiffsgeschäft und die Küstenschifffahrt mit der Überseeschifffahrt immer enger verband. Die Firma Behn, Meyer & Co. hatte inzwischen sogar selbst in eine Plantage auf den Sulu-Inseln investiert.
Der Hamburgische Correspondent bringt am 11. Mai 1899 in der Rubrik „Asien“ die Übersetzung eines Zeitungsartikels aus der „Singapore Free Press“, in dem die Übernahme einer Reihe von Dampfern der Holt‛schen Blue Funnel Line durch deutsche Investoren als großer Schritt in der rapiden Entwicklung der deutschen Schifffahrt in Ostasien kommentiert wird. Der Schiffsverkehr zwischen den Straits Settlements, Siam und Britisch-Nordborneo werde künftig allein in deutscher Hand liegen und damit wahrscheinlich auch der Handel mit Kohle, Öl, Schiffsproviant und Gemischtwaren in ihre Hände übergehen. Das deutsche Handeln sei dabei nicht zu tadeln, heißt es, vielmehr könne man nur das Geschick und die Energie bewundern, mit der deutsche Interessen zum Tragen gebracht werden. Doch für die britischen Interessen sei die Entwicklung beunruhigend, denn dem deutschen Unternehmergeist hätten britische Reeder offenbar nur wenig entgegenzusetzen. Als Nutznießer eines getroffenen britisch-deutschen Abkommens zur Begrenzung des Wettbewerbs in der Frachtschifffahrt sieht der Artikel allein die deutschen Reeder.
Franz Heinrich Witthoefft, seit 1896 Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur und seit 1900 zugleich Teilhaber der Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg, schildert in seinen Lebenserinnerungen, wie es ihm im Laufe des Jahres 1905 gelungen sei, ein Abkommen zwischen dem Norddeutschen Lloyd und der HAPAG über die Abgrenzung ihrer weltweiten Interessensphären zu vermitteln. Da die Vertretung beider deutscher Dampfschifffahrtsgesellschaften in Singapur in den Händen von Behn, Meyer & Co. lag, fürchtete er, von den Folgen eines fortgesetzten Verdrängungswettbewerbs in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Seinen vermittelnden Gesprächen mit den beiden Generaldirektoren, zum einen Heinrich Wiegand vom Norddeutschen Lloyd, zum anderen Abert Ballin von der HAPAG, misst er entscheidende Bedeutung zu und lässt nicht unerwähnt, dass auch Kaiser Wilhelm II. sich bei ihm für die erfolgreiche Vermittlung bedankt habe. Längerfristig ein Schiedsrichteramt zwischen beiden Gesellschaften auszuüben, habe er jedoch abgelehnt.
Richard Paul Kiliani, seit 1905 deutscher Generalkonsul in Singapur, geht in seinen kurz vor dem Wechsel nach Australien niedergeschriebenen „Aufzeichnungen über einige wirtschaftliche Fragen Südost-Asiens“ auch auf die Schifffahrt ein. Er skizziert das vom Norddeutschen Lloyd aufgebaute umfangreiche Netz an Dampferlinien, das sowohl dem innerasiatischen Küstenhandel als auch der Verbindung zwischen den Rohstoffmärkten Ostasiens und der deutschen Industrie diene. Dieses Netz habe sich bisher vielleicht noch niemals gut rentiert, doch Kiliani warnt davor, wie gerade diskutiert wird, einen Teil der Linien aufzugeben. Das werde dem deutschen Ansehen in Ostasien und besonders in China schwer schaden. Er gibt zu bedenken, dass die von den drei großen deutschen SchifffahrtsgesellschaftenNorddeutscher Lloyd, HAPAG und DADG geschlossenen Ringabkommen sich durchaus nachteilig auf die deutsche Schifffahrt und Volkswirtschaft insgesamt auswirken. Der Mangel an organisatorischer Verbindung zwischen den deutschen Reedern und der deutschen Industrie fördere vielmehr die Monopolstellung Londons auf dem Weltmarkt. Kiliani empfiehlt, einen engeren Zusammenschluss der großen in Ostasien Handel treibenden deutschen Schifffahrtslinien zu erwägen und das deutsche Großkapital für Investitionen in neue Kohlenminen auf Sumatra zu interessieren, um die eigene Abhängigkeit bei der Kohlenversorgung von Großbritannien und Japan zu verringern. Die enge Zusammenarbeit von Kohlenminen, Banken, Reedern und Händlern in Japan stellt er als Vorbild heraus. Die Gründung eines deutsch-niederländischen Kohlentrusts könne dazu beitragen, Deutschland in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht eine „erstklassige Position“ in Südostasien zu verschaffen.
Rudolph Heinsen, der hanseatische Konsul in Shanghai, dankt Johann Heinrich Wilhelm Smidt, dem Senator für die auswärtigen Angelegenheiten der Hansestadt Bremen, für die Erlaubnis, eine Gebühr für die Ausübung der Konsulargerichtsbarkeit erheben zu dürfen und übermittelt Informationen zu einem Verein zur Unterstützung Hilfsbedürftiger, der in Shanghai etabliert wurde. Außerdem informierte er über die Verhandlungen des Shanghai Municipal Council über die Einführung einer neuen Steuer und bittet um die Erlaubnis, auch die Bremer Staatsangehörigen zur Entrichtung dieser zwar geringfügigen, aber umstrittenen Steuer auffordern zu dürfen. Sie soll nicht nur von den in Shanghai ansässigen ausländischen Grundbesitzern, sondern von allen ausländischen Kaufleuten erhoben werden, die Waren in Shanghai lagern. Zweck der Steuer ist der bessere Schutz von Person und Eigentum der Ausländer in Shanghai. Ferner spricht Heinsen aus gegebenem Anlaß die Frage an, ob sich hanseatische Staatsangehörige in Shanghai ganz nach eigenem Ermessen entweder der Konsulargerichtsbarkeit der Hansestädte oder der Preußens unterstellen können.
Theodor von Holleben, der deutsche Gesandte in Peking, informiert Otto von Bismarck, den Kanzler des Deutschen Reichs, über die von den diplomatischen Vertreter der Vertragsmächte auf Wunsch der Reeder und Kaufleute in Shanghai unternommenen Schritte zur Beseitigung der sogenannten Woosung-Barre an der Mündung des Huangpu in den Jangtsekiang, die durch fortschreitende Versandung den Schiffsverkehr zu beeinträchtigen droht. Da insbesondere die großen britischen und amerikanischen Schiffe befürchten müssten, die Barre in absehbarer Zeit nicht mehr passieren zu können, hätten sie schon frühzeitig eingehende Untersuchungen über die Möglichkeiten zur Beseitigung und die anfallenden Kosten angestellt. Die chinesischen Behörden hätten jedoch auf die Unmöglichkeit verwiesen, wirksame Abhilfe zu schaffen. Die internationale Handelskammer Shanghai sei nun vor einigen Monaten erneut an die Konsuln der Vertragsmächte in Shanghai herangetreten, die wiederum beschlossen hätten, das Anliegen an die diplomatischen Vertreter der Vertragsmächte in Peking heranzutragen. Von Holleben legt dar, dass die deutsche Schifffahrt bisher zwar nur mit 4 Prozent an der Dampfschifffahrt in Shanghai beteiligt, aber doch im Wachsen begriffen sei, weshalb er sich der Initiative angeschlossen und an mehreren gemeinsamen Noten der Vertreter Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands, Amerikas und Russlands an das Zongli Yamen beteiligt habe. Eine verbindliche Antwort der chinesischen Regierung stehe noch aus. Von Holleben fügt seinem Bericht Abschriften der einschlägigen Dokumente bei, darunter auch ein Memorandum des Generalinspekteurs der chinesischen Seezollbehörde Robert Hart.
Benjamin Telge, Teilhaber der Firma Telge, Nölting & Co., die sich mit ihren beiden Niederlassungen in Shanghai und Hamburg seit den 1860er Jahren einen Namen im Handel mit Waffen und Rüstungsgütern für China und Japan gemacht hat, informiert Max von Brandt, den deutschen Gesandten in Peking, der sich gerade in London aufhält, über die bevorstehende Auslieferung von Maschinen und die Entsendung von einigen deutschen Fachleuten nach Shanghai für den Aufbau einer Tuchfabrik in der Provinz Gansu im Innern Chinas. Den Auftrag dazu erteilte Generalgouverneur ZUO Zongtang, vermittelt über den in Shanghai ansässigen chinesischen Unternehmer HU Guangyong, zu dem Telge schon länger gute Verbindungen pflegt und der die Lieferung bereits bezahlt hat. Telge legt dar, dass er mit Folgeaufträgen rechnet, gerade auch im Bereich des Bergbaus, zu dessen Erkundung er einen Bergwerksingenieur mit nach Shanghai entsende. Er bittet Max von Brandt, dem deutschen Generalkonsul in Shanghai die Unterstützung seines Unternehmens zu empfehlen. Dieser Bitte kommt Max von Brandt, wie einem beiliegenden Schreiben an Bernhard von Bülow, den Staatssekretär im Auswärtigen Amt, zu entnehmen ist, am 19. September 1878 nach.
Gemeinsam mit Hermann Melchers hatte Adolf André im Juni 1866 die Firma Melchers & Co. in Hongkong gegründet und 1877 die Leitung ihrer neu eingerichteten Filiale in Shanghai übernommen. Im vorliegenden Privatbrief beschreibt er die gut gehenden Geschäfte an diesem wichtigen neuen Umschlagplatz des Welthandels, wobei das Schiffsgeschäft allerdings noch gestärkt werden müsse, und legt seine Überlegungen zur Fortführung der Partnerschaft dar. Deutlich wird, dass er Befürchtungen hegt, trotz seiner anerkannten Verdienste um das Familienunternehmen Melchers persönlich vor einer ungewissen beruflichen Zukunft zu stehen. Er fordert deshalb die Zusicherung eines festen Anteils von nicht weniger als 20 Prozent an der in China mitbegründeten und nunmehr florierenden Firma, nicht nur eine Verlängerung des bestehenden Vertrages.
Hermann Melchers antwortet mit diesem Brief auf die Vorschläge Adolf Andrés zur Fortführung der gemeinsamen Teilhaberschaft an der Firma Melchers & Co. in Hongkong, die dieser ihm am 7. November 1879 unterbreitet hatte. Vgl. Dokument Nr. 2.3.2.04 Anders als André gefordert hatte, stellt er ihm mit Rücksicht auf die Interessen der Unternehmerfamilie Melchers und die offene Zukunft aber keinen festen, auf Lebenszeit angelegten Anteil an der Firma Melchers & Co. in Hongkong und ihrer prosperierenden Niederlassung in Shanghai in Aussicht, sondern offeriert ihm eine Verlängerung des bestehenden Vertrages um zehn Jahre.
Adolf André, Teilhaber der Firma Melchers & Co. in Hongkong und Leiter ihrer Niederlassung in Shanghai, legt Hermann Melchers, Teilhaber der Firmen C. Melchers & Co. in Bremen sowie Melchers & Co. in Hongkong, in diesem Brief seine Überlegungen zum Umgang mit dem Teilhaber Wilhelm Reiners dar, mit dessen Verhalten und Leistung für das sowohl in Hongkong als auch in Shanghai sehr rasch expandierende Unternehmen er unzufrieden ist. Er formuliert Bedingungen und Auflagen für ein möglicherweise vorzeitiges Ausscheiden des bisherigen Teilhabers.
H. H. Joseph, der in Shanghai die Interessen der Peninsular & Oriental Steam Navigation Company vertritt, richtet sich in einem als Druckschrift verbreiteten offenen Brief an P. J. Hughes, den britischen Generalkonsul in Shanghai, um ihn darüber zu informieren, dass sich die Vertreter aller großen, in Shanghai vertretenen Dampfschifffahrtsgesellschaften, darunter auch die deutschen Firmen Melchers & Co. sowie Siemssen & Co., am Tag zuvor an Max von Brandt, den deutschen Ministerresidenten und Doyen den diplomatischen Corps in Peking, gewandt haben, um erneut auf das Problem der Versandung der Mündung des Huangpu aufmerksam zu machen. Joseph bittet Hughes um seine Unterstützung, was dieser, wie in der Druckschrift dokumentiert ist, sofort zusagt. In ihrem Schreiben an Max von Brandt geben die Vertreter der britischen, französischen, deutschen und japanischen Dampfschifffahrtsgesellschaften ihren großen Unmut über die offenkundige Untätigkeit der chinesischen Regierung zu erkennen, obwohl einige Jahre zuvor eigens ein geeigneter Flussbagger angeschafft wurde. Die Unterschriften zeigen, in welchem Wettbewerbsfeld sich die beiden deutschen, in Shanghai ansässigen Handelshäuser zu dieser Zeit bewegen. Auffallend ist jedoch, dass nicht alle namhaften in Shanghai ansässigen deutschen Handelshäuser - etwa die Firma Carlowitz & Co. - vertreten sind.
Das Preußische Ministerium für Handel und Gewerbe übermittelt der Handelskammer Elberfeld einen ausführlichen Bericht über die aktuelle Lage der Seiden- und Baumwollindustrie in Shanghai und bittet darum, ihn interessierten Kreisen zur Kenntnis zu bringen. Der mit einem kurzen Anschreiben übermittelte Bericht nennt die in Shanghai etablierten und nach Möglichkeit persönlich besuchten Fabriken der Seiden- und der Baumwollindustrie, die sich teils in ausländischer, teils in chinesischer privater oder staatlicher Hand befinden, woraus sich Spannungen ergeben. Nicht überall wurde dem Berichterstatter der Zugang gewährt. In beiden Branchen zeigt sich nach seinen Beobachtungen jedoch, dass der Übergang von der auf Handarbeit beruhenden Produktion hin zur industrieller Fertigung mit Maschinen in vollem Gange ist. Im Bereich der Baumwollindustrie sind deutsche Handelshäuser, darunter die Firmen Telge & Co. sowie Carl Rohde & Co. am Ausbau der Fabriken beteiligt, indem sie Maschinen liefern und Finanzierungen bereitstellen. Der Berichterstatter skiziert, welche Möglichkeiten des vermehrten Absatzes deutscher Maschinen er in den beiden ausführlich beschriebenen Branchen sowie in zahlreichen anderen Branchen sieht. Er betont, dass sich die bereits bestehenden Fabriken sämtlich in nichtdeutscher Hand befänden, entsprechende Angebote also wesentliche Vorteile gegenüber den Angeboten der Konkurrenz bieten müssten, sieht angesichts der erkennbaren industriellen Entwicklung Shanghais aber gute Chancen für die deutsche Industrie, auf diesem Markt besser Fuß zu fassen, gerade im Bereich des Maschinenbaus. Als Vorteile nennt er die günstigen Arbeitskräfte und die guten Schifffahrtsverbindungen, als mit zu bedenkende Nachteile den mangelnden Marken- und Patentschutz und das für Ausländer wenig vorteilhafte Zollsystem.
Die Hauptverwaltung Hongkong der Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) wendet sich mit diesem Schreiben an den Leiter ihrer Niederlassung in Hamburg, F. T. Koelle, um - neben anderen Punkten - die Modalitäten des Zahlungsverkehrs für ein Geschäft der Firma Bradley & Co. in Hongkong und Shanghai zu klären, das diese gemeinsam mit der Firma F. M. Wolff in Hamburg abwickeln will. Während die Hamburger Firma den Umschlagplatz Hongkong nutzen will, um chinesische Produkte einzukaufen, soll der Zahlungsverkehr nach den Vorstellungen von Bradley & Co. möglichst über die HSBC abgewickelt werden, nicht über die Chartered Bank of India, Australia and China oder die Deutsch-Asiatische Bank. Im Hinblick auf die in Hongkong ansässige Firma Melchers & Co. widerum muss geklärt werden, zu welchen Konditionen die von ihr ausgestellten Wechsel von der Niederlassung Hamburg der HSBC akzeptiert und diskontiert werden sollen; sie plant offenbar einen Wechsel der Bank hin zur HSBC, da diese - genau wie sie - sowohl in Hongkong als auch in Shanghai ansässig ist.
Im Rahmen der regelmäßig geführten Geschäftskorrespondenz wendet sich die Hauptverwaltung Hongkong der Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) mit diesem Schreiben an den Leiter der Niederlassung in Hamburg, F. T. Koelle, um ihn für die Firma Bradley & Co. in Hongkong und Shanghai, zu der seit Gründung der Bank enge Verbindungen existieren, um Vermittlung von geeigneten deutschen Geschäftspartnern in Hamburg zu bitten. Zugleich werden Informationen über die aktuelle wirtschaftliche Situation der Firma Bradley & Co. sowie das Ansehen verschiedener deutscher Kaufleute übermittelt, die von sich aus Interesse an einer Zusammenarbeit mit Bradley & Co. in Hongkong und Shanghai zeigen.
Die Hamburger Firma Schmidt & Co. wendet sich mit diesem Schreiben an die Firma Bradley & Co. in Hongkong, um ihr die Aufnahme von Geschäftsbeziehungen vorzuschlagen. Als Umschlagplatz für Waren aus China hatte Hongkong neben Shanghai inzwischen so große Bedeutung erlangt, dass es Schmidt & Co. geboten scheint, sich nicht länger allein auf die Verbindung mit der Niederlassung Shanghai der Firma Bradley & Co. zu stützen. Ob die gewünschte Verbindung nach Hongkong tatsächlich zustande kam, ist nicht dokumentiert.
Philipp C. Heineken, seit 1909 Generaldirektor des Norddeutschen Lloyds in Bremen, besucht auf seiner ausgedehnten Ostasienreise im Oktober 1910 für einige Tage auch Shanghai. In seinem nach Tagebuchaufzeichnungen niedergeschriebenen Erinnerungsbericht schildert er seine Eindrücke von der internationalen Metropole, von der Besichtigung verschiedener Fabrik- und Schifffahrtseinrichtungen sowie von den Ergebnissen seiner Gespräche und Verhandlungen mit der Firma Melchers & Co., die mit der Vertretung des Norddeutschen Lloyds beauftragt ist. Mit der Wahrnehmung der Vertretung und den von Melchers getroffenen Einrichtungen, insbesondere auch an der eigenen Anlegestelle auf dem Shanghai gegenüber liegenden rechten Ufer des Huangpu, zeigt sich Heineken sehr zufrieden. Man befinde sich dort in guter Gesellschaft, etwa mit der britischen Firma Butterfield & Swire. Erschwernisse für die eigene Kundschaft, von denen in der deutschen Presse die Rede war, kann er nicht erkennen. Heineken trifft mit Vertretern von Butterfield & Swire sowie der China Merchants‛ Steam Navigation Company zusammen, um Vereinbarungen über die Flussschifffahrt auf dem Jangtsekiang zu treffen. Auch mit dem Repräsentanten der Deutsch-Asiatischen Bank bespricht er sich. Das vom deutschen Gesandten in Peking und vom deutschen Generalkonsul in Shanghai an ihn herangetragene Ansinnen, der Norddeutsche Lloyd und die HAPAG sollten gemeinsam ein großes Grundstück zum Bau einer neuen Pieranlage linksseitig des Huangpu erwerben, reagiert er mit großer Reserve.
Ein nicht namentlich genannter Korrespondent des Deutschen Handels-Archivs, der zuvor in Kairo stationioniert war und nun aus Kanton berichtet, legt ausführlich seine Ansichten über die bestehenden Hemmnisse und die Möglichkeiten zur Hebung des Exports von deutschen Industriewaren im Allgemeinen und im Hinblick auf China im Besonderen dar. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf Textilwaren und Gebrauchsgegenstände, Maschinen werden nicht ausdrücklich erwähnt. Seine Darlegungen beruhen auf Gesprächen mit deutschen Kaufleuten in Kanton und Hongkong, deren Firmennamen, Niederlassungen und Vertretungen in Europa sämtlich genannt werden, um der deutschen Industrie die Anbahnung des Kontakts zu erleichtern. Die Meinungen von drei Kaufleuten, die anonym bleiben, gibt der Korrespondent am Schluss seines Artikels in eigenen Worten wieder. Als Hauptursachen für den bisher nur schwach entwickelten Export deutscher Industrieprodukte nach China benennt er erstens mangelnde bzw. zu stark schwankende Qualität und unzureichende Zuverlässigkeit der Lieferungen, zweitens eine risikoscheue und viel zu kurzfristig ausgerichtete Geschäftspolitik, die in erster Linie auf Kommissionsgeschäfte setzt, sowie drittens die zu schwach ausgeprägte Bereitschaft, sich den Gegebenheiten des chinesischen Marktes und den Bedürfnissen chinesischer Kunden anzupassen. Die Kaufleute selbst bringen außerdem die nicht von der Hand zu weisenden, etwa durch geographische und handelspolitische Rahmenbedingungen gegebenen Wettbewerbsnachteile gegenüber dem Angebot britischer Industriewaren zur Sprache und lassen ihre Aufgeschlossenheit für „ausgleichende“ staatliche Subventionen durch die deutsche Regierung erkennen.
August Heinrich Exner, seit kurzem Direktor der Leipziger Bank und zuvor für die Deutsche Bank mit der Finanzierung von Eisenbahnen in China befasst, nutzt die dabei gewonnenen Einblicke für seine publizistische Arbeit. In einem Beitrag, der am 2. März 1887 in der Berliner Börsen-Zeitung erschien, widmet er sich ausführlich den deutschen Versicherungsgesellschaften in China. Er geht zunächst auf die Tradition der von den einzelnen Gilden chinesischer Kaufleute geleisteten wechselseitigen Versicherung ein, das er als ein Bestechung und Korruption hervorbringendes und förderndes System beschreibt. Erst im Handel mit europäischen Kaufleuten hätten chinesische Kaufleute die Vorzüge moderner westlicher Versicherungsgesellschaften kennengelernt, insbesondere auf dem Gebiet der Transportversicherung. Deutsche Versicherungsgesellschaften hätten es allerdings bisher kaum geschafft, sich in diesem Geschäftsfeld zu etablieren; so gebe es in Shanghai, dem wichtigen Umschlagplatz des internationalen Handels, mehr als 40 britische und australische, aber nur 14 deutsche Transportversicherungsgesellschaften. Als wichtigste Ursachen dafür führt Exner an, dass die deutschen Gesellschaften offenkundig zu schwerfällig und vorsichtig, vor allem aber in China nur ungenügend bekannt seien und deshalb auch für Regierungsaufträge, was im Falle von Waffen- und Munitionslieferungen zu erheblichen Problemen führen könne.
Carl Illies, Teilhaber der Firma C. Illies & Co. mit Niederlassungen in Yokohama, Tokio, Hyogo und Hamburg, der gerade aus Japan nach Deutschland zurückgekehrt ist, legt der Handelskammer Hamburg nach der Lektüre von Berichten der deutschen Gesandtschaft in Tokio und des deutschen Generalkonsulats in Yokohama wunschgemäß seine Ansichten dar, wie von deutscher Seite eine Geschäftsverbindung zur japanischen Großreederei Nippon Yūsen Kaisha geknüpft werden könnte, die ihre Dampfschiffe und Materialien bisher fast ausschließlich aus Großbritannien bezieht. Er empfiehlt den in Betracht kommenden deutschen Industrieunternehmen, mit ganz konkreten und gut vorbereiteten Angeboten den direkten Kontakt zur Nippon Yūsen Kaisha zu suchen, also nicht den in seinen Augen aussichtslosen Weg über britischen Einkaufsgesellschaften zu gehen. Für den Fall, dass man abgelehnte Anfragen an diese britischen Einkaufsgesellschaften nutzen will, um Unterlagen für eine Beschwerde über die ungehörige - und für die Japaner letztlich sogar nachteilige - Bevorzugung der Briten bei der japanischen Regierung zu sammeln, könne dies allerdings doch sinnvoll sein.
Der Staatswissenschaftler Hermann Schumacher, der 1897/1898 Mitglied einer Kommission deutscher gewerblicher Sachverständiger war, die Ostasien bereiste, berichtet in seinen 1949 verfassten Erinnerungen über seinen Besuch in Tokio und die dabei geführten Gespräche mit japanischen Bankiers, Unternehmern und Politikern. Als besonders eindrucksvoll stellt er die Begegnung mit dem Bankier und Industriellen SHIBUSAWA Eiichi heraus, der seinem Gast unumwunden darlegte, dass Japan das im Zuge des Russisch-Japanischen Krieg von 1894–1895 annektierte Korea zu einem Musterbeispiel für die japanische Kolonisation machen wolle. Ein weiteres Gespräch führte Schumacher mit HAYAKAWA Senkichirō vom Mitsui-Konzern, der nicht nur eine Bank und eine Handelsgesellschaft, sondern inzwischen auch eigene Fabriken betrieb; näheres über die Geschäftspolitik dieses Familienkonzerns in Erfahrung zu bringen, sei allerdings nicht möglich gewesen. Ferner folgte Schumacher einer Einladung des Privatsekretärs von Ministerpräsident ITŌ Hirobumi, bei der ihm klar geworden sei, dass Japan offenkundig nicht an der Schwelle zu einem neuen „Merkantilzeitalter“ stand, sondern sich bei seiner weiteren wirtschaftlichen Entwicklung im Kern auf private Unternehmen wie Mitsui und Mitsubishi zu stützen gedachte. Erst später sei ihm klargeworden, so reflektiert Schumacher, dass die hohe Kriegsentschädigung, die China an Japan entrichten musste, den japanischen Staat in die Lage versetzt habe, sowohl private japanische Unternehmen zu unterstützen als auch verstärkt in staaatliche japanische Industriebetriebe zu investieren, für die - über die Köpfe der ausländischen Kaufleute in den Vertragshäfen hinweg - umfangreiche Regierungsaufträge an ausländische Industrieunternehmen erteilt wurden.
Max A. Stempel, ein Mitarbeiter in der Exportabteilung der Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. in Elberfeld, legt 1908 einen ausführlichen Bericht über die Zusammenarbeit mit verschiedenen Handelshäusern und den Absatz von synthetischen Farben in China, Hongkong und Japan vor. Er geht dabei detailliert auf die Entstehung und Entwicklung der Zusammenarbeit mit denjenigen Firmen ein, die jeweils mit der Vertretung der Interessen der Farbenfabriken beauftragt sind, benennt ihr Leitungspersonal, beschreibt ihre Organisation, ihre Geschäftspolitik und ihren Umgang mit chinesischen bzw. japanischen Händlern sowie ihr jeweiliges Wettbewerbsumfeld. Deutlich wird die hohe Bedeutung der Firmen Wm. Meyerink & Co. in Shanghai für den Absatz in China und der Firma Carl Rohde & Co. in Yokohama für den Absatz in Japan. In beiden Fällen besteht eine enge, auch auf die Entsendung von Personal gestützte Kooperation, die sich in der Praxis immer wieder neu bewähren muss. Der Bericht liefert Informationen über Interessenskonflikte und Ansätze zu ihrer Lösung, über Schwierigkeiten bei der Einführung neuer Farben und nicht zuletzt über die erzielten Umsätze in den Jahren zwischen 1889 und 1907.
Jacob Jebsen, Teilhaber der Firma Jebsen & Co. in Hongkong, schreibt seinem Partner Heinrich Jessen, der sich gerade in Apenrade aufhält, um ihm für die Übermittlung mehrerer Briefe und Unterlagen zu danken, darunter der Auflösungsvertrag mit der Firma Diederichsen, Jebsen & Co. in Qingdao. Jacob Jebsen teilt seine Überlegungen zur künftigen Personalpolitik, Geschäftsausrichtung und Finanzierung des gemeinsamen Unternehmens mit, das gerade dabei ist, eine weitere Niederlassung in Kanton zu etablieren und für das Heinrich Jessen das schon etwas länger bestehendes Büro in Hamburg neu einrichten soll. Die Geschäftslage stellt sich insgesamt - trotz des Expansionskurses - nicht besonders günstig dar, zudem kursieren in Hongkong Gerüchte über die Gründung moderner, mit importierten Maschinen betriebener Webereien und Färbereien in chinesischer Hand, die das auf der exklusiven Vertretung der Badischen Anilin- und Soda-Fabrik und ihrer Farbstoffe beruhende Geschäft von Jebsen & Co. künftig grundlegend in Frage stellen könnten.
Der am 15. Oktober 1908 von den Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. in Elberfeld mit der Firma Melchers & Co. in Hongkong geschlossene Vertrag über die Generalvertretung der Farbenfabriken in Hongkong und China, mit dem sich die Farbenfabriken von ihrer langjährigen Vertretung durch die Firma Wm. Meyerink & Co. in Shanghai trennen, legt in 13 Paragrafen fest, wie die Zusammenarbeit beim Vertrieb der Farbstoffe sowie der pharmazeutischen und fotografischen Erzeugnisse aussehen soll. Hohe Priorität erhält die Festlegung, dass ein von den Farbenfabriken entsandter Angestellter (oder mehrere), dem die Leitung des Verkauf der Bayer‛schen Produkte obliegen wird, ein eigenes Büro in den Geschäftsräumen von Melchers & Co. in Shanghai bekommt. Verkaufsverträge mit Kunden sollen stets sowohl von diesem Vertreter der Farbenfabriken als auch von der Firma Melchers & Co. unterschrieben werden. Weitere Bestimmungen des Vertrages regeln die Lagerung und Versicherung der Produkte, die Berechnung der Verkaufskommission, die Aufteilung der anfallenden Geschäftskosten, die Übernahme des Lagers von der Firma Wm. Meyerink & Co., Abrechnungs- und Zahlungsmodalitäten, Rechte an Handelsmarken und Warenetiketten sowie Karenzzeiten für den Fall, dass der auf fünf Jahre abgeschlossene Vertrag nicht verlängert werden sollte.
Emil Schwencke, der Geschäftsführer des Ostasiatischen Vereins (OAV) in Hamburg, übersendet der Handelskammer Duisburg vertraulich 50 Exemplare eines gedruckten Berichts, den der Handelssachverständige beim deutschen Generalkonsulat in Shanghai verfasste. Seinen Ausführungen über „Mißstände im direkten Geschäftsverkehr mit chinesischen Firmen“ pflichtet Schwencke in seinem Anschreiben bei und empfiehlt den Bericht zur Verteilung an die für den Export arbeitenden Industrieunternehmen. Im Bericht selbst wird davor gewarnt, das von den erfahrenen Handelshäusern in Shanghai etablierte Zahlungssystem für chinesische Geschäftspartner zu umgehen und sich über eigene Zwischenhändler oder Handlungsreisende direkt mit chinesischen Abnehmern in Verbindung zu setzen. Solange man dabei Geschäfte nach dem Grundsatz „Auslieferung der Ware gegen Zahlung in Europa“ vereinbare, sei noch eine gewisse Sicherheit gegeben, nicht jedoch bei den jüngst vermehrt beobachteten Geschäften nach dem Grundsatz „Auslieferung der Ware gegen Akzept“, welches keinerlei Gewähr gegen das Ausfallrisiko biete und dem vermehrten Entstehen „chinesischer Schwindelfirmen“ Vorschub leiste.
Jacob Jebsen, Teilhaber der Firma Jebsen & Co. in Hongkong, der sich inzwischen in Apenrade niedergelassen hat, schreibt an Julius Riecken, der zum 1. März 1910 die Leitung der Firma Jebsen & Co. in Hongkong übernomnmen hat, um ihm eine Rückmeldung auf verschiedene übermittelte Briefe zu geben. Er hebt die wirtschaftliche Bedeutung der Vertretung der BASF für die Firma Jebsen & Co. hervor und lobt in diesem Zusammenhang Rieckens intensive persönliche Reisetätigkeit in der Provinz Fujian. An der Berichterstattung Rieckens darüber, die auch der BASF zur Kenntnis gelangt, hat er jedoch einiges zu bemängeln. Die allgemeine Geschäftslage kommentiert Jacob Jebsen vor dem Hintergrund der revolutionären Ereignisse in China mehrfach als nicht sehr erfreulich, auch über die künftige Zusammenarbeit mit den Firmen Lauts & Haesloop sowie Diederichsen & Co. besteht noch keine Klarheit. Jebsen ist sich aber bewusst, mit der Vertretung der BASF besser dazustehen als viele andere Handelshäuser.
Heinrich Jülich, ein Mitarbeiter der Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG in Mülheim am Rhein, reist im Juli 1910 auf Veranlassung seiner Firma von Köln über Moskau und Wladiwostok nach Tokio, weil die dort ansässige japanische Post- und Telefonbehörde zuvor eine umfangreiche Lieferung von Telefonkabeln reklamiert und die Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG von der Liste der für japanische Regierungsaufträge zugelassenen Firmen, die sog. list of approved makers, gestrichen hatte. Jülich soll vor Ort gemeinsam mit Mitarbeitern der Firma M. Raspe & Co., von der sich die Felten & Guilleaume Carlswerk AG nach Meinungsverschiedenheiten mit ihrer früheren Vertretung C. Illies & Co. in Japan vertreten lässt, persönliche Gespräche mit verschiedenen Repräsentanten der japanischen Post- und Telefonbehörde führen, um zu unterstreichen, dass es hinsichtlich der Kabel und ihrer technischen Kapazität zu einem Missverständnis gekommen war. Sein wichtigstes Ziel besteht darin, die Wiederzulassung der Felten & Guilleaume Carlswerk AG zur Bewerbung um japanische Regierungsaufträge zu erreichen und damit zugleich ihr Ansehen als erstklassige Firma wiederherzustellen. Im vorliegenden Brief vom 13. August 1910 legt Jülich seine Eindrücke von der ersten Begegnung mit Vertretern der japanischen Post- und Telefonbehörde dar, bei der das Missverständis als solches aufgeklärt, aber noch keine Einigung über die weitere Vorgehensweise erzielt werden konnte. Darüber hinaus berichtet Jülich von Gesprächen mit Vertretern anderer deutscher Firmen, darunter Siemens. Zum weiteren Verlauf der Verhandlungen vgl. Dokument Nr. 2.4.1.11, Dokument Nr. 2.4.1.12, Dokument Nr. 2.4.1.13, Dokument Nr. 2.4.1.14.
Wie Heinrich Jülich bei seinen vorausgegangenen Gesprächen mit Vertretern der japanischen Post- und Telefonbehörde empfohlen worden war, wendet er sich am 16. August 1910 mit der vorliegenden schriftlichen Eingabe an deren Direktor KOMATSU Kenjiro, um nochmals darzulegen, dass es bei der Lieferung von Telefonkabeln zu einem bedauerlichen Missverständnis hinsichlich ihrer elektrischen Leitungskapazität gekommen war und man darum bitte, die Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG wieder auf die Liste der für japanische Regierungsaufträge zugelassenen Firmen, die sog. list of approved makers, zu setzen, von der sie infolge der reklamierten Lieferung gestrichen worden war. Zum den vorausgegangenen Gesprächen sowie dem weiteren Verlauf der Verhandlungen vgl. Dokument Nr. 2.4.1.10, Dokument Nr. 2.4.1.12, Dokument Nr. 2.4.1.13, Dokument Nr. 2.4.1.14.
In seinem Brief vom 25. August 1910 berichtet Heinrich Jülich an die Felten & Guilleaume Carlswerk AG, dass ihn der Direktor der japanischen Post- und Telefonbehörde, KOMATSU Kenjiro, bei einem persönlichen Gespräch noch um Geduld hinsichtlich einer Entscheidung über die schriftliche Eingabe vom 16. August 1910 gebeten habe. Vgl. Dokument Nr. 2.4.1.11. Jülich berichtet ferner von einem Besuch der Telefonzentrale der Stadt Tokio und den dabei sondierten Möglichkeiten, auch Telefonapparate und Telefonanlagen eigener Herstellung nach Japan zu verkaufen. In die Vermittlung einzuschalten wäre dabei die Firma M. Raspe & Co., die mit der Vertretung der Felten & Guilleaume Carlswerk AG in Japan betraut war. Zum weiteren Verlauf der Verhandlungen: Vgl. Dokument Nr. 2.4.1.13, Dokument Nr. 2.4.1.14.
Anknüpfend an seine seit Anfang August 1910 in Tokio geführten Gespräche und Verhandlungen sowie seine vielfältigen Reiseeindrücke legt Heinrich Jülich in diesem Brief an die Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG vom 1. September 1910 allgemeine Überlegungen zum Japangeschäft dar, das angesichts der raschen Industrialisierung des Landes generell große Chancen bot. Besonders beschäftigt ihn die Frage, ob sich die Felten & Guilleaume Carlswerk AG in Japan auch künftig vor allem auf die Vertretung durch das Handelshaus M. Raspe & Co. stützen sollte. Man werde sich neben japanischen Regierungsaufträgen vermehrt auch um die Anbahnung von Geschäften mit privaten Unternehmen wie zum Beispiel Mitsui bemühen müssen, was auf Wunsch dieser Firmen auch ohne Vermittlung durch Dritte geschehen könne, denen in der Regel eine Provision gezahlt werden müsse. Zu den vorausgegangenen und nachfolgenden Gesprächen und Verhandlungen vgl. Dokument Nr. 2.4.1.10; Dokument Nr. 2.4.1.12; Dokument Nr. 2.4.1.14.
Im vorliegenden Brief berichtet Heinrich Jülich, der am 11. September 1910 von Yokohama nach Kobe weitergereist war, der Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG über seinen Abschiedsbesuch in der japanischen Post- und Telefonbehörde und den erreichten Stand der dort seit Anfang August 1910 geführten Verhandlungen über die Wiederzulassung von Felten & Guilleaume Carlswerk AG zu japanischen Regierungsaufträgen. Sie habe noch keine abschließenden Ergebnisse erbracht, offenkundig aber die richtigen Anstöße gegeben, sodass es nicht aussichtlos scheine, künftig in den Bau einer anvisierten Telegrafenverbindung zwischen Japan und Deutschland via Tsingtau einbezogen zu werden. Ferner legt Jülich seine Überlegungen zur künftigen Zusammenarbeit mit den beiden Handelshäusern M. Raspe & Co. sowie H. Ahrens & Co. Nachf. dar, bei der berücksichtigt werden müsse, dass sich immer häufiger auch japanische Firmen als direkte Geschäftspartner anboten. Zu den vorausgegangenen und nachfolgenden Gesprächen und Verhandlungen vgl. Dokument Nr. 2.4.1.10; Dokument Nr. 2.4.1.12; Dokument Nr. 2.4.1.13.
Nachdem Heinrich Jülich, ein Mitarbeiter der Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG in Mülheim am Rhein, im November 1910 von seiner mehrmonatigen Dienstreise nach Ostasien zurückgekehrt war, legt er in diesem Memorandum seine allgemeinen Eindrücke von den Japanern als Geschäftspartnern nieder. Als wichtigste Ursachen von Fehleinschätzungen seitens der Europäer macht er neben ihren mangelnden japanischen Sprachkenntnissen tiefgreifend andere kulturelle Prägungen der Japaner aus. Im Hinblick auf die von der japanischen Post- und Telefonbehörde geltend gemachte Reklamation einer umfangreichen Lieferung von Telefonkabeln, die der Anlaß für seine Reise gewesen war, gesteht er ein, dass die von den Japanern durchgesetzte Forderung nach Ermäßigung des Preises und Zahlung einer Konventionalstrafe aus deren Sicht gut zu begründen sei. Angesichts der offenkundig nicht sehr belastbaren Vertragstreue japanischer Geschäftsleute empfiehlt er, vorerst möglichst keine direkten Geschäftsbeziehungen mit japanischen Firmen aufzunehmen, sondern an der Zusammenarbeit mit vermittelnden deutschen Handelshäusern in Japan festzuhalten. Zu den vorausgegangenen Verhandlungen vgl. Dokument Nr. 2.4.1.10, Dokument Nr. 2.4.1.11, Dokument Nr. 2.4.1.12, Dokument Nr. 2.4.1.13, Dokument Nr. 2.4.1.14.
Fritz M. Warburg, Teilhaber des Bankhauses M. M. Warburg & Co. in Hamburg, hält in einem Vermerk für die Kreditabteilung fest, was er bei einem Gespräch mit Carl Illies jun., dem gerade von einer längeren Japanreise zurückgekehrten Teilhaber des Handelshauses C. Illies & Co. in Hamburg, an neuen Informationen über wirtschaftliche Lage des Landes sowie verschiedene deutsche Firmen in Japan gewonnen hat. Illies beurteilt die wirtschaftlichen Aussichten Japans günstig, auch wenn das Steuersystem zu hohen Anforderungen stelle und zur Steuerhinterziehung ermuntere. Nach Warburgs Eindruck entwickelt sich die Firma C. Illies & Co. selbst sehr gut, ähnliches gilt nach den Ausführungen von Illies auch für die auf dem Maschinenimport ausgerichtete Firma Simon, Evers & Co., während das Handelshaus M. Raspe & Co. in seiner Beurteilung deutlich schlechter abschneidet. Warburg hält fest, dass man sich also darin bestätigt fühlen könne, sich bereits von M. Raspe & Co. zurückgezogen zu haben. Was die geschäftliche Zusammenarbeit zwischen M. M. Warburg & Co. und C. Illies & Co. selbst angeht, notiert Warburg seine Zusage an Illies, die Verlängerung der Laufzeit von Tratten künftig unkompliziert zu handhaben und die erforderlichen Dokumente auch nachliefern zu können. Er hofft allerdings, C. Illies & Co. künftig auch zur Inanspruchnahme eines Blankokredits gegen höhere Provisionszahlung bewegen zu können.
Fritz M. Warburg, Teilhaber des Bankhauses M. M. Warburg & Co. in Hamburg, hält in einem Vermerk für die Kreditabteilung fest, dass er eine Unterredung mit zwei Vertretern des Handelshauses C. Illies & Co. in Hamburg geführt hat, bei der es um die möglichen Konditionen für einen Spezialkredit zur Finanzierung der Abwicklung eines Großauftrags des SUMITOMO-Konzerns zur Errichtung einer Radsatzfabrik, den die Grusonwerk AG in Buckau gemeinsam mit anderen Lieferanten erteilt bekommen hat. Die von Warburg vorgeschlagenen Konditionen finden jedoch keine Zustimmung; die beiden Parteien kommen deshalb überein, im nächsten Schritt Carl Illies jun. zu konsultieren.
Der Vertretungsvertrag, den die Gasmotoren-Fabrik Deutz AG in Köln am 20. Februar 1914 mit der Firma Simon, Evers & Co. GmbH in Hamburg abschließt, regelt die genauen Rechte und Pflichten der Vertragspartner im Hinblick auf den Absatz von Motoren und anderen Maschinen in Japan und Korea, das im Zuge des Russisch-Japanischen Krieges (1904–1905) von Japan besetzt worden ist. Die 1873 gegründete Firma Simon, Evers & Co., die durch Technologieimporte aus Deutschland nicht unwesentlich zur Elektrifizierung und Industrialisierung Japans beigetragen hat, war in den Jahren zuvor durch eine schwere Krise erschüttert worden, gehörte aber noch immer zu den wichtigsten europäischen Importeuren von Maschinen in Japan.
Walter Edelmann, ein aus der Schweiz stammender Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, schreibt von seinem Heimatort Trogen an Arnold Otto Meyer, den in Hamburg ansässigen Teilhaber von Behn, Meyer & Co. sowie der Firma Arnold Otto Meyer, um ihn ausführlich über die kürzlich in Marseille und Lyon geführten Gespräche mit dem dort angesiedelten Vertreter sowie verschiedenen Abnehmern des Handelshauses zu informieren. Bei einem dieser Abnehmer in Marseille gibt es massive Beschwerden sowohl über den Vertreter als auch die Firma Behn, Meyer & Co. selbst, da sie ihn trotz erkennbaren Preisverfalls für Kopra noch zu weiteren Ankäufen ermutigt und zudem schlechte Qualität geliefert hätten. Edelmann legt dar, dass es ihm gelungen sei, die Sachlage aufzuklären und einen annehmbaren Kompromiss zur vorläufigen Entspannung der Lage zu finden und durch weitere Gespräche die Voraussetzungen dafür zu schaffen, den Absatz von Kopra und Gambier künftig auf andere, in seinen Augen seriösere Geschäftspartner in Marseille und Lyon stützen zu können.
Adolf Laspe, geschäftsführender Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, wendet sich mit einem ausführlichen Brief an Arnold Otto Meyer, den in Hamburg ansässigen Teilhaber der Firmen Behn, Meyer & Co. in Singapur und Arnold Otto Meyer in Hamburg, um ihn davon abzuhalten, das bedeutende Zinngeschäft der Niederlassung Penang aufzugeben, wie Walter Edelmann, ein anderer Teilhaber von Behn, Meyer & Co., kurz zuvor vorgeschlagen hatte. Dieser habe erhebliche Vorbehalte gegen den chinesischen Geschäftspartner CHIN Kee in Penang, auf den Behn, Meyer & Co. hinsichtlich des Einschmelzens von Rohzinn zur Verfeinerung der Qualität angewiesen sind; offenbar befürchte er, von CHIN Kee übervorteilt und in eine Krise hineingerissen zu werden. Laspe legt dar, warum es seiner Meinung nach falsch wäre, den Handel mit Zinn einzustellen und damit zugleich auch die wichtige Geschäftsverbindungen zur Firma A. Strauß & Co. in Penang und London aufzugeben, die das verfeinerte Zinn auf den Markt in Europa brachte. Edelmann leide unter einer schweren Nervenkrankheit, versetzte die Mitarbeiter des Hauses ungewollt in große Unruhe und sei - auch nach eigenem Bekunden - seinen Aufgaben nicht mehr gewachsen. Laspe macht konkrete Vorschläge, wie seiner Meinung nach mit der Situation umgegangen werden sollte und welche personellen Konsequenzen mit dem von ihm erhofften schnellen Ausscheiden Edelmanns verbunden wären. Deutlich wird, dass die Ausweitung des eigenen Handelsnetzes zu wachsende Risiken und zudem zu einer angespannten personellen Lage geführt hat. Laspe plädiert dafür, künftig mehr Personal einsetzen zu können.
Auf der Generalversammlung der Jelebu Mining and Trading Co., Ltd., einer Zinnminen- und Handelsgesellschaft in Penang, an der auch das deutsche Handelshaus Behn, Meyer & Co. in Singapur beteiligt ist, berichtet der Vorsitzende und Direktor des Unternehmens, der armenische Kaufmann Joaquim Parsick Joaquim, zunächst über die - nicht unerwarteten - schwachen Erträge des letzten halben Jahres, verursacht durch rückläufige Zinnfördermengen sowie hohe Vorschüsse und Opiumlieferungen an die Bergarbeiter. Die neu erworbene Konzession für eine Zinnmine in Britisch-Burma sei aber vielversprechend. Auf Vorschlag von Franz Heinrich Witthoefft werden der Vorsitzende und ein weiteres Mitglied des Direktoriums im Amt bestätigt.
Franz Heinrich Witthoefft, Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, legt in diesem Brief an Arnold Otto Meyer, Teilhaber der Firmen Arnold Otto Meyer in Hamburg sowie Behn, Meyer & Co. in Singapur, ausführlich dar, welche Maßnahmen zur Bewältigung der sogenannten Zinn-Affäre in der bisher selbständig geführten en Niederlassung Penang der Firma Behn, Meyer & Co. er bereits ergriffen hat, äußert sich außerdem zu den Verantwortlichkeiten der dortigen leitenden Angestellten und stellt Berechnungen über die künftige Profitabilität der Niederlassung Penang an. Durch die lange Zeit unentdeckt gebliebenen, systematischen Unterschlagungen des chinesischen Lagerverwalters LOW Chang sind ganz erhebliche Verluste eingetreten, die nicht nur die Frage nach personalpolitischen Konsequenzen aufwerfen, sondern auch eine Reorganisation der Niederlassung Penang nahelegen, wenn sie nicht gleich ganz geschlossen werden soll. Die Entscheidung darüber liegt, wie Witthoefft deutlich macht, bei Arnold Otto Meyer.
Die Zeitung Straits Budget berichtet am 22. Februar 1900 ausführlich über die Generalversammlung der im Jahr zuvor gegründeten Temelong Hydraulic Tin Mining Company, Ltd., in Singapur, an der das deutsche Handelshaus Behn, Meyer & Co. nicht nur maßgeblich beteiligt ist, sondern für die es auch die Generalvertretung übernommen hat. Dem von Arnot Reid geleiteten Board of Directors der Gesellschaft gehört auch Franz Heinrich Witthoefft von Behn, Meyer & Co. an, übernimmt bei der Generalversammlung aber keinen aktiven Part. Reid berichtet über das inzwischen engagierte Personal und die Verlegung einer Wasserpipeline, mit deren Hilfe der Abbau des Zinns in der Region Temelong in Perak auf der Malayischen Halbinsel künftig erleichtert werden soll. Der Umgang mit den wahrscheinlich vermehrt in die Flüsse gelangenen Zinnrückständen ist allerdings noch ungeklärt und sorgt für Diskussionen.
Die Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg wendet sich mit diesem Schreiben an die Vertretung Manila ihrer Schwesterfirma Behn, Meyer & Co. in Singapur, um Probleme der Geschäftsabwicklung zu besprechen, die sich aus den instabilen Währungsverhältnissen auf den von Revolution und Krieg erschütterten Philippinen ergeben. Nach der Philippinischen Revolution von 1896–1898, dem Spanisch-Amerikanischen Krieg von 1898 und dem Philippinisch-Amerikanischen Krieg von 1899–1902 war die Inselgruppe von der spanischen in die amerikanische Kolonialverwaltung übergegangen. Der Autor des Briefes, wahrscheinlich Franz Heinrich Witthoefft, ein Teilhaber sowohl von Arnold Otto Meyer in Hamburg als auch von Behn, Meyer & Co. in Singapur, regt an, über die Abwälzung des Währungsrisikos auf die Geschäftspartner nachzudenken.
Die neu etablierte Firma Behn, Meyer & Co. Limited teilt ihren Geschäftspartnern per Rundschreiben mit, dass sie zum 1. Januar 1906 die Geschäfte der Firma Behn, Meyer & Co. an den Standorten Singapur, Penang, Manila und Sandakan vollständig übernommen habe und auf die Fortführung der Geschäftsbeziehungen hoffe. Das Gesellschaftskapital in Höhe von 2.500.000 Straits Dollar sei vollständig von den Partnern der früheren Firma sowie einigen Angestellten der neuen Firma gezeichnet worden. In Europa sei man in Hamburg und London vertreten. Mitgeteilt wird außerdem, dass in Übereinstimmung mit der Satzung der Gesellschaft künftig ein neu gebildetes Beratungsgremium, bestehend aus den vier maßgeblichen Partnern, für die Kontrolle des Unternehmens verantwortlich sei.
Die Firmen Helfferich & Rademacher in Batavia und Telok Betong und Arnold Otto Meyer in Hamburg schließen am 4. Mai 1905 einen Vertrag über ihre künftige Zusammenarbeit. Arnold Otto Meyer verspricht, der Firma Helfferich & Rademacher die Vertretung des Norddeutschen Lloyds in Batavia und Surabaya zu verschaffen, sofern Helfferich & Rademacher bis zum 1. Juli 1905 eine eigene Niederlassung in Surabaya errichten. Helfferich & Rademacher wiederum sagen zu, einen Anteil der vom Norddeutschen Lloyd an sie zu entrichtenden Kommission an Arnold Otto Meyer abzuführen und Arnold Otto Meyer außerdem mit der Generalagentur für den Verkauf ihrer Produkte in Europa zu beauftragen, sofern Arnold Otto Meyer ihnen entsprechende Kredite bewilligt oder bei Dritten zu beschaffen hilft, die zur Ausweitung des Produktengeschäfts erforderlich sind. Auch für den Einkauf von Waren in Europa und Amerika für Helfferich & Rademacher durch die Firma Arnold Otto Meyer werden entsprechende Vereinbarungen getroffen. Ferner versprechen Helfferich & Rademacher, bis zum 15. Juni 1908 ihre Bilanz für 1907 vorzulegen und räumen Arnold Otto Meyer das Recht ein, nach deren Prüfung zum 1. Juli 1908 bekanntzugeben, dass sich die Firma Arnold Otto Meyer vom 1. Januar 1909 an an der in eine holländische Aktiengesellschaft umgewandelten Firma, nun die Handelsvereeniging voorheen Helfferich & Rademacher, beteiligen werde. Weitere Vereinbarungen des Vertrages betreffen die Überleitung der Geschäfte von Helfferich & Rademacher auf die Handelsvereeniging, deren Leitungspersonal und die Gewinnverteilung sowie die aufzusetzenden Statuten.
Franz Heinrich Witthoefft, seit den 1890er Jahren der führende Kopf und Manager der Schwesterfirmen Behn, Meyer & Co. in Singapur, Arnold Otto Meyer in Hamburg sowie seit 1906 auch Arnold Otto Meyer & Co. in London, schildert in seinen Lebenserinnerungen, wie er gemeinsam mit dem Norddeutschen Lloyd die von Emil Helfferich, Georg Rademacher und Albert Paulmann gegründete Handelsgesellschaft Helfferich & Rademacher in Batavia zu einer Aktiengesellschaft ausgebaut habe, die zum einen den Norddeutschen Lloyd in Batavia, Surabaya und Telok Betong vertreten, zum anderen das Produktengeschäft betreiben konnte. Weil sich die Firma nicht an die vereinbarten Richtlinien für das Geschäft gehalten habe, sei sie jedoch in Schwierigkeiten geraten und durch eine stille Liquidation von Behn, Meyer & Co. Ltd. in Singapur übernommen worden. Um Emil Helfferich eine Chance zur Bewährung seiner Fähigkeiten zu geben, den Witthoefft ganz offenkundig in erster Linie für das Abweichen von den Richtlinien verantwortlich macht, habe er - Witthoefft - das Straits und Sunda Syndikat ins Leben gerufen, eine Plantagengesellschaft, die inzwischen über ein Kapital von 2,5 Millionen Gulden verfüge und ein Areal von mehr als 13.000 Hektar verwalte.
Franz Heinrich Witthoefft, Teilhaber der Firmen Arnold Otto Meyer, Hamburg, und Arnold Otto Meyer & Co., London, ist nach Batavia gereist, um sich ein Bild über die Lage der durch satzungswidrige Spekulationsgeschäfte in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Firma Helfferich & Rademacher zu machen, an deren Umwandlung in eine Aktiengesellschaft sein Haus seit kurzem beteiligt ist. Aus Batavia berichtet er nach Hamburg, was er über die finanziellen Verhältnisse, verschiedene Zahlungsvorgänge und die noch vorhandenen Lagervorräte an Pfeffer in Erfahrung bringen konnte. Die von den drei Teilhabern der Handelsgesellschaft Helfferich & Rademacher zu leistenden Einzahlungen auf das Kapital der Aktiengesellschaft sind laut Witthoefft trotz der eingetretenen hohen Verluste nicht gefährdet, da deren Familienmitglieder einspringen werden. Um die Handelsgesellschaft Helfferich & Rademacher zahlungsfähig zu halten und in der Öffentlichkeit keinen schlechten Eindruck entstehen zu lassen, sollen Obligationen aufgenommen und verschiedene bilanzpolitische Maßnahmen ergriffen werden, sodass der zu erwartende hohe Verlust von 250.000,- Gulden über mehrere Jahre verteilt durch künftige Erträge wieder ausgeglichen werden kann. Witthoefft hält abschließend fest, dass Helfferich niemals wieder derartige Spekulationsgeschäfte machen dürfe, was er auch versprochen habe; das Geschäft an sich sei aber gut aufgezogen. Von einer Kapitalbeteiligung des Norddeutschen Lloyds an der Handelsgesellschaft Helfferich & Rademacher, zu der es wenig später kam, ist hier noch nicht keine Rede. Vgl. dazu Dokument Nr. 2.4.2.09.
Emil Helfferich, dessen Firma Helfferich & Rademacher durch Pfefferspekulationsgeschäfte in finanzielle Schwierigkeiten geraten und 1908 von der Firma Behn, Meyer & Co. Ltd. in Singapur übernommen worden war, legt in seinem 1948 publizierten Erinnerungsbericht rückblickend dar, wie es ihm Anfang 1909 gelang, die Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg von seiner Idee eines Pool-Plans zur Rationalisierung des weltweiten Ein- und Verkaufs von Kopra zu überzeugen. Er betont das Misstrauen, das ihm anfangs entgegengeschlagen sei, seine Hartnäckigkeit und seine Erfolge bei der Umsetzung des Pools, dessen Funktionsweise und Reichweite bis hin zu Abnehmern in St. Nazaire, St. Petersburg und Odessa anschaulich beschrieben wird.
Franz Heinrich Witthoefft und Emil Helfferich, beide für das Handelshaus Arnold Otto Meyer in Hamburg tätig, skizzieren in ihrer Denkschrift zunächst kurz die Entwicklung des deutschen Handels und der deutschen Schifffahrt mit Südostasien seit den 1840er Jahren und betonen dabei die Bedeutung von Handel und Schifffahrt für den Export und das Wachstum der deutschen Industrie. Beginnend mit dem unabhängig gebliebenen Königreich Siam über die britisch beherrschte Malayische Halbinsel bis nach Niederländisch-Indien gehen sie dann näher auf den Im- und Export sowie die wirtschaftlichen Verhältnisse in einzelnen Ländern Südostasiens ein und beschreiben die Position, die deutsche Handelshäuser und Reedereien jeweils einnehmen, mit welchen Wettbewerbern und welchen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sie konfrontiert sind. Insgesamt sehen sie große Chancen für deutsche Interessenten, sich durch vermehrte Investitionen stärker als bisher in die vielversprechende wirtschaftliche Entwicklung Südostasiens einzuschalten, etwa im Eisenbahnbau, im Kohlen- und Zinnbergbau und vor allem in der modernen, rationell betriebenen Plantagenwirtschaft. In all diesen Bereichen sehen sie Möglichkeiten, hohe Profite zu erzielen und plädieren dafür, den deutschen Handel stärker als bisher mit Kapital zu unterstützen, wie es bei den englischen und niederländischen Handelshäusern durch mächtige Gruppen von Financiers längst geschehe; nur so könnten der deutsche Handel und die deutsche Schifffahrt zum Nutzen der deutschen Industrie ihre Position halten und würden nicht in absehbrarer Zeit ins Hintertreffen geraten.
Alexander von Rössing, Direktor der Filiale Bremen der Deutschen Bank, antwortet Elkan Heinemann, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank und verantwortlich für deren Emissions- und Konsortialgeschäft, auf dessen Bitte um Stellungnahme zu dem von der Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg an die Bank herangetragenen Vorschlag, an der Gründung eines deutschen Investmenttrusts für Plantagen in den Straits Settlements und Niederländisch-Indien zu beteiligen. Von Rössing, früher selbst einige Jahre für Behn, Meyer & Co. in Singapur tätig, rät aus zwei Gründen davon ab. Zum einen ist er der Meinung, dass der gegenwärtige Boom der Kautschukplantagen bereits in einigen Jahren überschritten sein wird, zum anderen sieht er ein gravierendes Personalproblem, weil weder die Deutsche Bank noch die Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg bzw. ihre Schwesterfirma Behn, Meyer & Co. Ltd. in Singapur über ausreichend Erfahrung und Expertise in dem anvisierten Geschäftsfeld verfügen. Er sieht die Gefahr, dass die Deutsche Bank in Abhängigkeit von den beiden Handelsfirmen geraten könnte, erklärt aber seine Bereitschaft, weiteres ihm von der Filiale Hamburg zugesandtes Material in der Sache zu studieren.
Emil Helfferich, Angestellter der Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg, schreibt seinem älteren Bruder Karl Helfferich, der dem Vorstand der Deutschen Bank angehört, um ihn über einen beabsichtigten persönlichen Besuch von Franz Heinrich Witthoefft, des führenden Kopfs der Firma Arnold Otto Meyer, in Berlin zu informieren, in dem es nochmals um die Beteiligung der Deutschen Bank an der Gründung eines Investmentstrusts für Plantagengesellschaften in den Straits Settlements und Niederländisch-Indien gehen soll. Emil Helfferich legt nochmals dar, wovon er seinen Bruder schon mündlich informiert hat, dass inzwischen nicht nur eine belgische Investorengruppe, sondern - anstelle der zögerlichen Deutschen Bank - deren schärfste Konkurrentin, die Disconto-Gesellschaft in Berlin, Interesse an einer Beteiligung zeige. Die von der Deutschen Bank geäußerten Bedenken in Hinblick auf rechtliche und personalpolitische Aspekte betrachtet Emil Helfferich als nicht stichhaltig. Man könne das Vorhaben sicher auch ohne die Deutsche Bank umsetzen, doch er hoffe noch immer auf eine günstige Wendung.
Emil Helfferich, Angestellter der Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg, der als künftiger Geschäftsführer der im September 1909 gegründeten Straits und Sunda Syndikat mbH in Aussicht genommen ist, berichtet von seiner ersten, im Auftrag des Syndikats unternommenen Erkundungsreise nach Ceylon, Malaya und Niederländisch-Indien aus Batavia. Er steht dort im intensiven Austausch mit dem Makler F. Neumann, der von den niederländischen Eigentümern eine Vollmacht zum Verkauf des wirtschaftlich sehr interessanten Grundbesitzes Djasinga erteilt bekommen, auch bereits eine Option auf das Land an britische Interessenten verkauft hat, sich aber nicht sicher ist, ob diese Option tatsächlich ausgeübt werden wird. Es bestehe also die Möglichkeit, so berichtet Helfferich, dass er bzw. die Straits und Sunda Syndikat mbH im Januar 1910 selbst eine Option auf den Kauf des Landes an Hand bekommen könne. Er plane, Djasinga demnächst persönlich zu besuchen, wolle die Mitglieder des Syndikats aber schon auf Basis der von Neumann zur Verfügung gestellten Expertenberichte vorab über das Objekt informieren. Neben der geografischen Lage, der Bodenbeschaffenheit, der auf dem Land ansässigen Bevölkerung, der Verfügbarkeit von Arbeitskräften, der Wasserversorgung und dem Stand verschiedener Anbaukulturen, vor allem Reis, Kaffee und Kautschuk, geht er dabei auch auf den Kaufpreis, die zu erwartenden Erträge der Bewirtschaftung und die Gründung und Organisation einer oder mehrere Plantagengesellschaften ein.
Der von Karl Christian Feindel, dem deutschen Generalkonsul in Singapur, wahrscheinlich nicht auf direktem Wege an das von Clemens Delbrück geleitete Reichsamt des Innern übermittelte Bericht über die Entwicklung des globalen Kautschukmarktes vom 7. April 1911, wird von dieser Behörde am 28. Juni 1911 in Abschrift an die Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. in Elberfeld weitergegeben. Feindel legt in seinem Bericht dar, dass er weiterhin von starken Schwankungen am weltweiten Kautschukmarkt ausgeht, durch vorangegangene Spekulationen auch eine gewisse Unruhe in den Wertpapierhandel eingezogen sei, er den Plantagenanbau von Kautschuk und entsprechende Investitionen aber dennoch als weiterhin vorteilhaft betrachte. Eine Gefahr berge allerdings die Entdeckung des künstlichen Kautschuks, auch wenn über die zu erwartende Produktion und Konsumtion desselben noch große Unsicherheit bestehe. Ausgehend von diesen grundsätzlichen Überlegunge gibt Feindel einen zahlenbasierten Überblick über die weltweite Produktion von Plantagenkautschuk und setzt dabei einen Schwerpunkt auf Südostasien. Die wirtschaftlichen Aussichten für „solide Kautschukgesellschaften“ beschreibt er als gut, ihre Rentabilität hänge allerdings stark von gut geschulten Pflanzern und ausreichend Arbeitskräften ab.
Adolf Langen wendet sich mit diesem Brief an seinen Onkel, den Kölner Unternehmer Eugen Langen, um ihn um weitere Unterstützung für den Aufbau eines Sägewerks mit angegliederten Plantagen auf den Key-Inseln in Niederländisch-Indien zu bitten. Neben der bereits erfolgten Entsendung von Mitarbeitern der Firma J. J. Langen & Söhne, an der sein Onkel bis 1883 maßgeblich beteiligt war, geht es ihm nun vor allem um technische Ausrüstung und Maschinen. Ausführlich beschreibt er auch die auf den Key-Inseln verfügbaren Naturprodukte, die für die Verarbeitung und den Export interessant sein könnten. Deutlich wird das Selbstverständnis Adolf Langens als Kolonialunternehmer, der es zu Vermögen und Anerkennung zu bringen hofft.
Der Kölner Unternehmer Eugen Langen antwortet mit diesem Schreiben auf einen Brief seines Neffen Adolf Langen vom 16. August 1884 Dokument Nr. 2.5.1.01, der sich zu dieser Zeit auf den Key-Inseln in Niederländisch-Indien mit einem Sägewerk und angegliederten Plantagen als Kolonialunternehmer selbständig zu machen versucht. Eugen Langen signalisiert ihm weiterhin Unterstützung für das Vorhaben, durch das neue Einkaufs- und Absatzmärkte für die Langen‛schen Unternehmen in Deutschland erschlossen werden könnten, zumal sich die deutsche Regierung in den frühen 1880er Jahren dem Erwerb eigener Kolonien in Afrika und Ozeanien zuzuwenden begann. Eugen Langen mahnt seinen Neffen aber zugleich zu größerer finanzieller Zurückhaltung und betriebswirtschaftlicher Umsicht; außerdem fordert er mehr Präzision bei der Beschreibung der vor Ort benötigten technischen Produkte. Auch Informationen aus dem geschäftlichen und familiären Umfeld in Köln werden übermittelt.
Adolf Langen wendet sich mit diesem Brief erneut an seinen Onkel, den Kölner Unternehmer Eugen Langen, dem er bereits am 16. August 1884 geschrieben Dokument Nr. 2.5.1.01 und der ihm am 28. Oktober 1884 auch geantwortet hatte Dokument Nr. 2.5.1.02. Diesmal berichtet Adolf Langen ausführlich über die praktischen Schwierigkeiten beim Aufbau eines Sägewerks mit angegliederten Plantagen auf den Key-Inseln in Niederländisch-Indien. Er beschwert sich über die angebliche Inkompetenz und Unbotmäßigkeit einiger seiner Mitarbeiter, die ihm von der Firma J. J. Langen & Söhne zur Verfügung gestellt worden waren, die er nun aber maßgeblich für den ausbleibenden Erfolg seines eigenen Kolonialunternehmens verantwortlich macht. Dennoch bittet er um weitere, vor allem auch finanzielle Unterstützung durch seinen Onkel bzw. dessen Fürsprache bei J. J. Langen & Söhne.
Im März 1885 trat Heinrich Gottfried Langen gemeinsam mit seiner Ehefrau Frances eine Reise zu den Key-Inseln in Niederländisch-Indien an, um seinen älteren Bruder Adolf Langen bei dem Auf- und Ausbau eines Dampfsägewerks mit angeliederten Probeplantagen für Teakholz, Tabak, Kaffee, Kräuter, Muskat und Pfeffer zu unterstützen. In einem Erinnerungsbericht, der 1902 in Wien veröffentlicht wurden, blickt er auf den schließlich mehr als dreijährigen Aufenthalt zurück. Neben einer Schilderung der am 28. März 1883 in Southampton angetretenen Überfahrt nach Batavia, der Darstellung von Geografie, Flora und Fauna sowie der auf den Key-Inseln lebenden Menschen und ihrer Gewohnheiten beschreibt er darin auch detailliert den Betrieb des Sägewerks und der Plantagen, die letztlich nicht zu einem wirtschaftlichen Erfolg geführt werden können. Als Hauptursachen des Misserfolgs benennt er unzureichende Transportmöglichkeiten, komplizierte Arbeits- und Lohnverhältnisse, eine kaum entfaltete Geldwirtschaft sowie für Ausländer unvorteilhafte, weil eng an die einzelnen Dorfgemeinschaften geknüpfte Eigentums- und Nutzungsrechte für den Grund und Boden. Auch der Versuch, die Viehzucht auf den Key-Inseln zu etablieren, scheitert, dies allerdings vor allem an den klimatischen Bedingungen.
Nach gut dreijähriger Geschäftstätigkeit erstattet Ferdinand Rinkel, Vorstandsmitglied und Leiter der Filiale Shanghai der Deutsch-Asiatischen Bank, dem Aufsichtsrat im Februar 1893 ausführlich Bericht über die Entwicklung der Bank, die bisher - abgesehen von der Präsenz der meisten ihrer Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder in Deutschland - nur in China mit zwei Niederlassungen vertreten ist, in Shanghai und Tianjin. Zu der erhofften Beteiligung an Eisenbahnprojekten im nordöstlichen China ist es bisher nicht gekommen, was Rinkel in erster Linie auf das Fehlen einer starken Zentralregierung zurückführt. Sich stattdessen auf die Handelsfinanzierung zu konzentrieren, hält Rinkel für wenig aussichtsreich. Um die Geschäfte ausgewogener gestalten zu können, plädiert er vielmehr für den raschen Ausbau der Organisation durch Eröffnung weiterer Niederlassungen, zum einen in London, zum anderen in Britisch-Indien. (Der Aufsichtsrat folgt diesen Vorschlägen jedoch nicht, sondern dringt auf eine zurückhaltende Geschäftspolitik.)
Die 1865 von Kaufleuten ganz unterschiedlicher Nationalität ins Leben gerufene Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) und die 1889 von mehreren deutschen Banken gegründete Deutsch-Asiatische Bank (DAB) treffen im Juli 1895 ein Abkommen, in dem sie sich über ihr Vorgehen bei Verhandlungen mit der chinesischen Regierung in Peking und den Provinzialregierungen über Anleihen und Vorschussgeschäfte für die Lieferung von Industriewaren, Maschinen und Ausrüstungen verständigen. Sie vereinbaren, sich gegenseitig über entsprechende Anfragen zu informieren und die Verhandlungen nach dem Grundsatz der Parität zu führen, sich von chinesischer Seite also nicht gegeneinander ausspielen zu lassen, sondern den Wettbewerb zu beschränken. Für die Verhandlungen mit chinesischen Unternehmen, insbesondere Eisenbahngesellschaften, soll von Fall zu Fall über ein ähnliches Vorgehen entschieden werden, das alltäglich laufende Bankgeschäft aber unberührt bleiben. Der Vertrag stellt Weichen für eine Phase der engeren Zusammenarbeit zwischen HSBC und DAB, die der DAB in China zum Durchbruch im internationalen Emissionsgeschäft verhilft.
Max von Brandt, der deutsche Gesandte in Peking, kommt in einem Schreiben an die Disconto-Gesellschaft in Berlin auch auf die Frage des Eisenbahnbaus in China zu sprechen. Er berichtet über verschiedene, ihm bekannt gewordene neue amerikanische und internationale Konsortien zur Finanzierung von chinesischen Eisenbahnprojekten. Teilweise würden diese auch als Kantonesische Syndikate auftreten und damit suggerieren, dass das eingezahlte Kapital von Chinesen aufgebracht worden sei. Das bezweifelt Max von Brandt und hält es nicht für ratsam, sich von deutscher Seite an solchen fingiert chinesischen Syndikaten zu beteiligen. Zugleich empfiehlt er aber, sich stärker den chinesischen Auffassungen anzupassen und den eigenen Unterhändlern mehr Spielraum für die vor Ort zu treffenden Entscheidung einzuräumen. Im Hinblick auf die Deutsch-Asiatische Bank, an der die Disconto-Gesellschaft beteiligt ist, sieht von Brandt die Notwendigkeit mit den in China ansässigen, bereits im Regierungsgeschäft tätigen Handelshäusern wie beispeilsweise Carlowitz & Co. zu kooperieren.
Vertreter des deutschen Konsortiums für Asiatische Geschäfte (KfAG), Berlin, auf der einen Seite sowie der British and Chinese Corporation (Limited), London, und der Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC), Hongkong / Shanghai / London, auf der anderen Seite kommen am 1. und 2. September 1898 in London zusammen und vereinbaren - wie sie im vorliegenden Protokoll festhalten - die Abgrenzung von zwei Einflusssphären für die Finanzierung von Eisenbahnprojekten in China: Demnach zählt im Kern die Provinz Shandong und das Flussgebiet des Huang He zur deutschen Sphäre, im Kern das Flussgebiet des Jangtsekiang zur britischen Sphäre. Auf der Grundlage dieser Vereinbarung sollen künftig gemeinsame deutsch-britische Bewerbungen um Konzessionen für den Bau von Eisenbahnlinien im nördlichen China vorgenommen, das erforderliche Kapital von den beiden Gruppen gemeinsam aufgebracht und die Umsetzung der Projekte in der jeweiligen Einflusssphäre dann in getrennter Verantwortung vorgenommen werden.
Der am 18. Mai 1899 fertig ausgearbeitet vorliegende Vorvertrag zwischen der chinesischen Regierung einerseits, einer deutschen und einer britischen Bankengruppe andererseits über den Bau der Eisenbahnstrecke Tianjin-Zhenjiang im Norden Chinas, an deren Finanzierung sich neben der Deutsch-Asiatischen Bank (DAB) auch die von der Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) sowie dem Handelshaus Jardine, Matheson & Co. repräsentierte British and Chinese Corporation (Limited) beteiligen will, regelt detailliert die Rechte und Pflichten der Vertragspartner. Vorgesehen ist die gemeinsame Emission einer chinesischen Staatsanleihe im Umfang von 7,4 Millionen Pfund durch die beiden Bankengruppen, aber die im Namen der chinesischen Regierung wahrzunehmende getrennte Verantwortung für eine nördliche und eine südliche Eisenbahnteilstrecke in deutscher bzw. britischer Hand, wobei den Banken auch die Beschaffung der Baumaterialien einschließlich der Schienen und des rollenden Materials obliegen soll. Vorgesehen ist ferner die Konstituierung eines zentralen chinesischen Boards of Directors sowie von zwei chinesisch-deutschen Boards of Commissioners, bei denen die Aufsicht über das jeweilige Baugeschehen und Personal liegen soll.
Ausgelöst durch die Bemerkung des Vertreters der Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) in London, Ewen Cameron, den Eisenbahninteressen des Hauses werde nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet, legt der Leiter der Niederlassung Tianjin, D. H. Mackintosh ihm am 21. Dezember 1899 ausführlich dar, warum es seiner Meinung nach zu Kursverlusten für eine von der Bank aufgelegte Anleihe für die Imperial Railways of North China gekommen ist und weiter kommt. Er macht unverantwortliches Verhalten britischer Politiker sowie der britischen Presse, einen ignoranten und schwachen britischen Gesandten in Peking, vor allem aber das Agieren „falscher Freunde“ Großbritanniens in China selbst dafür verantwortlich, unter ihnen vor allem der neu berufene Generaldirektor der Imperial Railways of North China, ZHANG Yi, und der aus Deutschland stammende, politisch einflussreiche Zollinspektor in Tianjin, Gustav Detring. Mackintosh ist davon überzeugt, dass diese „falschen Freunde“ gezielt versuchen, den britischen Einfluß im Norden Chinas zugunsten der Russen zurückzudrängen und dadurch das langjährige konstruktive Engagement der HSBC für die wirtschaftliche Erschließung Chinas durch den Bau von Eisenbahnlinien zunichte zu machen drohen.
Der deutsche Konsul in Hankou, Wilhlem Scholz, erstattet mit diesem Schreiben dem deutschen Generalkonsul in Shanghai, Wilhelm Knappe, ausführlich Bericht über die Auswirkungen des Bankrotts zweier Kompradoren der Firmen Carlowitz & Co. sowie Arnhold, Karberg & Co., der zu einem heftigen Konflikt zwischen den deutschen Firmen und den chinesischen Kaufleuten führte, die angesichts der eingetretenen Zahlungsausfälle für bereits gelieferte Waren um ihre Existenz fürchten mussten und deshalb zum Boykott aufgerufen hatten. Scholz legt seine Bemühungen um eine Schlichtung des Konflikts dar und spricht auch Spannungen unter den deutschen Firmen in Hankou mit an, zu denen nicht zuletzt auch Melchers & Co. zählen. Der Vorfall sorgt für erhebliche Unruhe bei chinesischen Kaufleuten und steigert das Misstrauen gegenüber deutschen Handelshäusern und ihrer eventuellen Beteiligung an Eisenbahnbauprojekten, für die sich insbesondere Carlowitz & Co. zuvor angeboten hatten.
Heinrich Cordes, Leiter der Niederlassung Tianjin der Deutsch-Asiatischen Bank, berichtet Philipp Alfons Mumm von Schwarzenstein, dem deutschen Gesandten in Peking, von einer Unterredung mit LIANG Dunyaun, dem kürzlich berufenen Zolldaotai in Tianjin, der im Auftrag Yuan Shikais an den deutsch-britisch-chinesischen Verhandlungen über das Eisenbahnprojekt Tianjin-Zhenjiang beteiligt war. Dieser habe ihm mitgeteilt, dass Yuan Shikais beabsichtige, diese Bahnlinie selbst zu bauen und zwar mit dem durch eine Staatsanleihe im Ausland beschafften Geld. An den Vorvertrag vom 18. Mai 1899 fühle er sich nicht mehr gebunden. Zu weiteren Einzelheiten der Vorstellungen Yuan Shikais habe LIANG Dunyan sich nicht äußern wollen. Cordes sieht Möglichkeiten, die Verhandlungen durch Berücksichtigung früherer chinesischer Vorschläge voranzubringen und bittet um eine Unterredung.
Die Deutsch-Chinesische Eisenbahn-Gesellschaft berichtet ihren Gesellschaftern am 9. Juli 1906 ausführlich über den aktuellen Stand der deutsch-britisch-chinesischen Verhandlungen über das Eisenbahnprojekt Tianjin-Zhenjiang. Am vorliegenden Vertragsentwurf, der auf Basis des Vorvertrages vom 18. Mai 1899 (vgl. Dokument Nr. 2.5.2.05) inzwischen mehrfach überarbeitet wurde, haben sich weitere Änderungen ergeben. Sie betreffen u. a. die Verteilung der zu erwartenden Einnahmen und die Bildung eines gemeinsamen oder zweier getrennter Boards of Commissioners. Die von Heinrich Cordes, dem von der Deutsch-Asiatischen Bank entsandten deutschen Unterhändler, in die Diskussion eingebrachte Idee, zur Beschleunigung der Verhandlungen mit den Chinesen den Vorvertrag vom 18. Mai 1899 ganz aufzuheben, nur eine chinesische Staatsanleihe zu begeben und die Verantwortung für Bau und Betrieb der Eisenbahn den Chinesen zu überlassen, sei aus mehrfachen Gründen abgelehnt worden, darunter nicht zuletzt die zu erwartenden Nachteile für die deutsche Industrie und die Schädigung des deutschen Ansehens in China. Mit den Briten habe man sich aber über gewisse Zugeständnisse an die Chinesen verständigt.
Heinrich Cordes, der von der im Auftrag Deutsch-Chinesischen Eisenbahn-Gesellschaft agierenden Deutsch-Asiatischen Bank zum deutschen Unterhändler für die chinesisch-britisch-deutschen Verhandlungen über die Fianzierung und Bau des Eisenbahnprojektes Tianjin-Zhenjiang berufen wurde, hält in seinen Aufzeichnungen die Ergebnisse eines ausführlichen persönlichen Gesprächs mit dem von der chinesichen Regierung mit der Sache betrauten Generalgouverneur ZHANG Zhidong am 1. und 2. Juli 1907 in dessen Amtssitz in Wuchang fest. Nach seinem Eindruck ist ZHANG Zhidong lebhaft an einer konstruktiven Fortführung der Verhandlungen interessiert, sieht aber die Notwendigkeit, den chinesischen Kritikern des vom Ausland finanzierten Eisenbahnbaus entgegenzukommen. Cordes betont, sich bei dem Gespräch auf bloße Erläuterungen beschränkt zu haben und gibt die von ZHANG Zhidong während der Unterredung entwickelten Leitlinien für erfolgversprechende weiteren Verhandlungen sehr detailliert und unkommentiert wieder. Er soll sie auch dem chinesischen Verhandlungsführer LIANG Dunyan zur Verfügung stellen.
Max M. Warburg, Teilhaber des Bankhauses M. M. Warburg & Co. in Hamburg, lässt nach einem persönlichen Gespräch mit Paul Sachse, einem früheren Teilhaber und langjährigen Leiter der Firma Carlowitz & Co. in Hongkong, in einem Aktenvermerk für die hauseigene Geheim-Auskunftei schriftlich festhalten, was er durch Sachse über die finanzielle Lage des Handelshauses erfahren hat, das sich immer wieder auch als Partner für die Finanzierung und Umsetzung von Eisenbahnprojekten in China anbietet, infolge allzuschnellen Wachstums und des Boykotts chinesischer Kaufleute nach dem Konkurs eines seiner Kompradoren im Jahre 1904 aber keinen tadellosen Ruf mehr genießt (vgl. Dokument Nr. 2.5.2.07). Demnach hat die Firma Carlowitz & Co. noch immer mit nicht absetzbaren Warenlagern im Wert von etwa 10 bis 14 Millionen Mark zu kämpfen, verfügt aber über ein Vermögen von rund 7 Millionen Mark. Aus der Reaktion Sachses auf eine eigene Nachfrage schließt Warburg, dass das Handelshaus derzeit einen Verlust in der Größenordnung von bis zu 2 Millionen Mark verkraften muss.
Die Zentrale der Chartered Bank of India, Australia and China (Chartered Bank) in London informiert mit diesem Schreiben ihre Vertretung in New York über die finanzielle Situation der Firma Arnhold, Karberg & Co. in Hongkong, mit der sie in Europa, den USA und Ostasien an vielen Standorten in geschäftlicher Verbindung steht und die sich immer wieder auch um Aufträge für die Umsetzung großer Bauprojekte etwa im Eisenbahn- und Hafenausbau anbietet. Besondere Sorge bereitet die Frage, ob es Arnhold, Karberg & Co. in Tianjin (China) gelingen wird, ihre beträchtlichen offenen Forderungen gegenüber chinesischen Kaufleuten einzutreiben. Arnhold, Karberg & Co. haben zur Überbrückung um einen zusätzlichen Kredit der Chartered Bank gebeten, den sie als Einlage bei der erst kürzlich gegründeten Commercial Guarantee Bank der Provinz Zhili hinterlegen wollen, damit diese in ihrem Namen die Forderungen eintreiben kann. Doch wie der dem Schreiben beigefügte Schriftwechsel zwischen der Zentrale und der Niederlassung Tianjin der Chartered Bank zeigt, bestehen erhebliche Zweifel, dass es Arnhold, Karberg & Co. überhaupt jemals gelingen wird, diese offenen Forderungen gegenüber chinesischen Kaufleuten in Nordchina einzutreiben. Der hier nicht genannte Grund für diese Skepsis liegt darin, dass die Beziehungen des Handelshauses zu vielen ihrer chinesischen Geschäftspartner schon seit längerem angespannt ist, weil 1904 ein Komprador des Unternehmens in Hankou in Bankrott gegangen war und dadurch zahlreiche chinesische Kaufleute, die über ihn Waren an Arnhold, Karberg & Co. geliefert hatten, nur mit einem Boykott gegen das deutsche Unternehmen durchsetzen konnten, dass diese für den ihnen entstandenen Schaden aufkamen. Vgl. Dokument Nr. 2.5.2.07.
In seinem 1925 auf Anregungen von Mortimer L. Schiff, eines Sohnes des amerikanischen Bankiers Jacob H. Schiff, verfassten Memorandum schildert der frühere Präsident der Bank von Japan TAKAHASHI Korekiyo rückblickend seine Eindrücke von den Gesprächen und Verhandlungen mit Jacob H. Schiff über die Emission japanischer Staatsanleihen zur Finanzierung des Russisch-Japanischen Krieges in den Jahren 1904 und 1905. Ihm schlägt dabei in Großbritannien und auch den USA große Sympathie für Japan entgegen, andererseits muss er zur Kenntnis nehmen, dass die Vertreter der britischen und amerikanischen Banken die Bereitschaft des Publikums, in japanische Kriegsanleihen zu investieren, eher spektisch beurteilen. In Jacob H. Schiff findet er jedoch unerwartet einen wichtigen Unterstützer, der nicht nur in den USA und Großbritannien über zahlreiche nützliche Verbindungen verfügt, sondern über das Bankhaus M. M. Warburg & Co. in Hamburg auch einen Zugang zum deutschen Kapitalmarkt zu bahnen versteht.
Jacob H. Schiff vom Bankhaus Kuhn, Loeb & Co. in New York, legt Max M. Warburg vom Bankhaus M. M. Warburg & Co. in Hamburg, in diesem Schreiben seine Eindrücke von den Verhandlungen zwischen britischen, französischen, amerikanischen und deutschen Banken über eine dritte japanische Kriegsanleihe dar, die gerade in London im Beisein des Präsidenten der Bank von Japan, TAKAHASHI Korekiyo, stattgefunden haben. Er teilt mit, dass der angestrebten Unterbeteiligung des Hauses M. M. Warburg & Co. nichts mehr im Wege stehe. Den wachsenden Einfluss von Vertretern kleinerer britischer Investmentbanken wie H. Panmure Gordon & Co. oder Parr‛s Bank sieht er jedoch kritisch, weil ihnen - ebenso wie dem Haus N. M. Rothschild & Sons - der finanzielle Weitblick fehle. Außerdem informiert Jacob H. Schiff seinen Geschäftspartner Max M. Warburg über seine vertraulich geführten Gespräche mit Sir Ernest Cassel über die Bildung eines gemeinsam mit verschiedenen französischen Banken zu bildenden Trusts, dessen genauer Zweck nicht genannt wird.
Der Bankier Max M. Warburg übermittelt dem ihm befreundeten Reeder und Generaldirektor der HAPAG Albert Ballin mit diesem kurzen Schreiben einen längeren Brief, den er von TAKAHASHI Korekiyo, dem Präsidenten der Bank von Japan, erhalten hat. Darin informiert TAKAHASHI Max M. Warburg über die politischen Hintergründe des kürzlich erfolgten japanischen Regierungswechsels und die damit einhergehende Wende in der japanischen Finanzpolitik. Diese werde sich künftig darauf richten, die Verschuldung Japans gegenüber dem Ausland konsequent zurückzufahren. Warburg, dessen Bankhaus M. M. Warburg & Co. in den Jahren zuvor an der Emission mehrerer japanischer Anleihen auf den internationalen Kapitalmärkten beteiligt war, unterstreicht gegenüber Ballin, dass er diese Entwicklung sehr begrüsst.
Der deutsche Staatswissenschaftler Karl Thieß, der lange für die HAPAG in Hamburg tätig gewesen war, bevor er 1904 einen Ruf an die Technische Universität Danzig angenommen hatte, um sich unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten mit dem modernen, auf Eisenbahnen und Dampfschiffe gestützten Verkehrswesen zu beschäftigen, bekam 1908 die Gelegenheit zu einem dreijährigen Aufenthalt in Japan, um für das japanische Eisenbahnamt zu arbeiten. Wie er dem Generaldirektor der HAPAG, Albert Ballin, im vorliegenden Schreiben berichtet, sieht er im Verkehrswesen gute Chancen für die engere Zusammenarbeit von japanischen und deutschen Ingenieuren und damit auch die politische Wiederannäherung zwischen beiden Ländern.
Der britische Economist kommentiert am 21. Oktober 1911 die revolutionären Ereignisse in China, die überraschend seien, aber doch Ausdruck einer Bewegung seien, die sich bis zum chinesischen Zusammenbruch im Krieg gegen Japan von 1894 zurückverfolgen lasse. Es handle sich nicht nur um eine Reformbewegung, sondern um den Kampf des chinesischen Volkes gegen die korrupte, inkompetente und regierungsunfähige Mandschu-Dynastie der Qing, die sich auf Kosten der Provinzen bereichert habe. Ihr System habe schon in den 1850er Jahren zur Taiping-Rebellion geführt, doch der Nationalstolz der Chinesen sei auch durch die Konflikte mit den europäischen Mächten, die das Land rücksichtslos geplündert hätten, immer wieder verletzt worden. Der Wettlauf um Einflusssphären, Eisenbahn- und Bergbaukonzessionen habe die Aufteilung des Landes vorangetrieben. Dagegen habe sich eine Reformbewegung gebildet, mit einer ausländerfeindlichen Unterströmung, die wiederum zu europäischen Interventionen führte, durch die letztlich die korrupte Mandschu-Dynastie an der Macht gehalten worden sei. Jetzt aber habe die Auseinandersetzung zwischen Zentralregierung und Provinzen, auch im Hinblick auf den Umgang mit den Ausländern und ausländischen Investoren im eigenen Lande eine neue, von erstarkendem Nationalismus geprägte Dimension erreicht. China gehöre den Chinesen, sei die Parole. Vor dieser Entwicklung habe man europäische Investoren frühzeitig gewarnt. Sie werde nun allerdings von dem im Exil geschulten SUN Yat-sen bewusst vorangetrieben, der offenkundig eine effiziente revolutionäre Organisation geschaffen habe, die auch von chinesischen Kaufleuten in Singapur, San Francisco und andernorts unterstützt werde und offenkundig die Sympathie vieler Europäer in China genieße; sie ziele auf ein chinesische föderale Republik und werde vielleicht auch von dem modernen Militär unterstützt, das Yuan Shikai aufgebaut habe. Die chinesische Revolution sei gegen die Mandschu-Dynastie gerichtet und nationalistisch, aber offenkundig nicht anti-europäisch. Der Artikel schließt mit der ausdrücklichen Warnung vor einer europäischen Intervention.
Repräsentanten der französischen, britischen, deutschen und amerikanischen Banken, die in den Jahren zuvor für die chinesische Regierung umfangreiche Anleihen emittiert haben und sich inzwischen zu einem gemeinsamen Konsortium zusammengeschlossen haben, treffen sich am 8. November 1911 in Paris, um zu entscheiden, wie sie sich angesichts der revolutionären Ereignisse in China verhalten sollen. Die Lage erscheint sehr unübersichtlich, da nicht klar ist, ob es noch eine alte oder schon eine neue, ja überhaupt eine verantwortliche Regierung gibt. Im Hinblick auf die bereits begebenen Anleihen kommen die Vertreter der vier Bankengruppen überein, selbst dafür zu sorgen, dass ihre Anleger keine Ausfälle hinnehmen müssen, damit es nicht zu massiven Kurseinbrüchen an den Börsen kommt. Im Hinblick auf die Frage, wen man mit neuen Anleihen unterstützen soll, die Qing-Dynastie oder die Revolutionäre um Sun Yat-sen, beschließen sie, möglichst Neutralität zu wahren und vorerst keine Zahlungen für bereits getroffene Abkommen zu leisten, bevor klar ist, wer eine verantwortliche Regierung stellen wird. Den jeweils eigenen Vertretern der Banken in Peking soll mitgeteilt werden, dass man durchaus zu Verhandlungen mit einer verantwortlichen chinesischen Regierung über neue Anleihen bereit sei.
Repräsentanten der französischen, britischen, deutschen und amerikanischen Banken, die in den Jahren zuvor für die chinesische Regierung umfangreiche Anleihen emittiert haben und sich inzwischen zu einem gemeinsamen Konsortium zusammengeschlossen haben, treffen sich am 12. März 1912 in London, um über die Anleihewünsche der neuen provisorischen, von Präsident YUAN Shikai geführten republikanischen chinesischen Regierung zu entscheiden. Diese sollen nicht nur für das Militär, für Gehalts- und Pensionszahlungen der Beamten und für die allgemeine Reorganisation der Regierung verwendet werden, sondern auch für den Schuldendienst der bereits laufenden Anleihen. Die Vertreter der vier Bankengruppen kommen überein, die Wünsche weitgehend zu erfüllen und legen die genauen Bedingungen dafür fest. In Absprache mit ihren jeweiligen Regierungen stimmen die Repräsentanten der vier Bankengruppen außerdem einer späteren Beteiligung von Bankengruppen aus Russland und Japan zu, die von deren Regierungen benannt werden sollen.
Die Vertreter der dem Konsortium für Asiatische Geschäfte angehördenden Banken stimmen in ihrer Sitzung am 17. April 1912 dem Vorschlag von Charles Stewart Addis von der Hongkong and Shanghai Banking Corporation grundsätzlich zu, in die Verhandlungen der britischen, französischen, deutschen und amerikanischen Bankengruppen mit der neuen republikanischen chinesischen Regierung künftig auch Vertreter von russischen und japanischen Banken mit einzubeziehen und für Mitte Mai 1912 eine erste gemeinsame Konferenz ins Auge zu fassen. Außerdem werden die ebenfalls von Addis unterbreiteten Vorschläge für nähere Instruktionen an die Vertreter der vier Bankengruppen in Peking für die schwebenden Verhandlungen mit der chinesischen Regierung über weitere Anleihen diskutiert. Während die britischen und amerikanischen Banken erkennbar dahin tendieren, das republikanische China bei seinen Reformanstrengungen finanziell weiter zu unterstützen, ohne es zu bevormunden und von außen kontrollieren zu wollen, plädieren andere - wie die Franzosen und die Mitglieder des Konsortiums für Asiatische Geschäfte - ganz im Einklang mit den Vorschlägen der Vertreter fast aller beteiligten Banken vor Ort in Peking für mehr direkte Kontrolle über die Verwendung der Gelder. Zur Frage der Einbeziehung russischer und japanischer Banken vgl. auch Dokument Nr. 2.5.3.07; Dokument Nr. 2.5.3.09.
Der Bankier Max M. Warburg informiert den mit ihm befreundeten und gerade zur Kur in Bad Kissingen weilenden Reeder Albert Ballin über den aktuellen Stand der internationalen Verhandlungen über die sogenannte chinesische Reorganisationsanleihe, in die auf ausdrücklichen chinesischen Wunsch hin auch Banken aus Japan und Russland einbezogen werden sollen, was bei den schon seit längerem für chinesische Staatsanleihen auf den internationalen Kapitalmärkten zusammenwirkenden Banken aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den USA jedoch noch immer auf Vorbehalte stößt, vor allem wegen der wachsenden Anforderungen an die Koordinierung und Abstimmung. (Vgl. hierzu auch Dokument Nr. 2.5.3.07; Dokument Nr. 2.5.3.08). Die Bestrebungen der franzöischen Banken, auch belgische Bankinstitute in die Finanzierung mit einzubeziehen, erschwert die Absprachen zusätzlich, wie Warburg offen anspricht. Nebenbei teilt er Ballin die Aktienkurse für verschiedene Schifffahrtsgesellschaften mit.
Adolf Widmann, Teilhaber der Firma Melchers & Co. in Hongkong, schreibt im Oktober 1914 an die beiden in Shanghai ansässigen Teilhaber des Hauses, um sie - empört und aufgewühlt - über die aktuelle Entwicklung im Umgang der Briten mit den Deutschen in Hongkong zu unterrichten. Hatte es zunächst so ausgesehen, als sei der Gouverneur der britischen Kronkolonie trotz des erklärten Krieges zwischen Großbritannien und Deutschland zu einem pragmatischen Miteinander bereit, so dringt die Regierung in London jetzt auf ein kompromissloses Vorgehen: Widmann selbst steht kurz vor der Internierung in einem Kriegsgefangenenlager, die Firma Melchers & Co. ist in Hongkong mit ihrer Liquidation konfrontiert. Widmann legt dausführlich dar, welche Abwicklungsschritte er in personeller und geschäftlicher Hinsicht bereits vorgenommen hat, auch gestützt auf die Hongkong and Shanghai Banking Corporation, und was demnächst möglichst von Shanghai aus noch zu berücksichtigen, erreichen und erledigen ist.
Der Autor C. A. W. Rose, stellvertretender britischer Handelsattaché in China, legt in diesem Artikel dar, worin sich nach seiner Beobachtung die inzwischen oft erfolgreicheren deutschen von britischen Handelsfirmen in China unterscheiden. Er umreist zunächst vier verschiedene Gruppen von Firmen, um sich mit seinen weiteren Ausführungen auf die vierte Gruppe von Handelshäuser zu konzentrien, die vor allem Stückgüter nach China importieren und im Gegenzug chinesische Waren exportiere. Denn gerade hier fallen die britschen Häuser nach seinem Eindruck immer mehr zurück. Der Autor fragt nach real bestehenden Vorteilen, unterschiedlichen Handelsmethoden und besonderen Erfolgsgeheimnissen der deutschen Firmen. Ausschlaggebend für deren Erfolge scheinen ihm die vergleichsweise großzügige Gewinnbeteiligung für leitende Mitarbeiter, darunter auch Chinesen, die Aufgeschlossenheit für die chinesische Kultur und Sprache sowie ein aktives und sehr beharrliches Marketing im chinesischen Hinterland zu sein, viel weniger dagegen die oft vermuteten staatlichen Subventionen.
Emil Helfferich, ehemaliger Mitarbeiter der Firma Arnold Otto Meyer und Geschäftsführer der Straits und Sunda Syndikat mbH in Hamburg, der von 1910 bis 1928 fast durchgehend selbst in Niederländisch-Indien tätig war, beschreibt rückblickend um das Jahr 1940 in einem für die Publikation bestimmten Erinnerungsbericht, wie sich die Lage für deutsche Kaufleute zu Beginn und während des Ersten Weltkriegs dort darstellte. Er betont, dass die Mitarbeiter der britischen Aktiengesellschaft Behn, Meyer & Co. Ltd. in Niederländisch-Indien bzw. der kurz nach Kriegsbeginn wegen der befürchteten britischen Beschlagnahmung von Vermögenswerten gegründeten N. V. Behn, Meyer & Co. Handel Maatschappy in Batavia wichtige Aufgaben zur Wahrung deutscher Interessen übernommen hätten, etwa im Hinblick auf die Anweisung und Betreuung deutscher Schiffe. Viele Deutsche in Niederländisch-Indien, darunter auch Mitarbeiter von Behn, Meyer & Co., hätten sofort nach Kriegsausbruch versucht, nach Deutschland zu gelangen, um sich dem Militär zur Verfügung zu stellen, doch das sei durch englische Gegenmaßnahmen weitgehend verhindert worden. Java habe vielmehr viele Deutsche aus Singapur, den Straits Settlements, aus Britisch-Indien und Französisch-Indochina aufnehmen müssen. Um sie alle habe sich die N. V. Behn, Meyer & Co. Handel Maatschappy vorbildlich gekümmert, während zugleich das Gemeinschaftsgefühl der Deutschen mit Kriegsausbruch zum Durchbruch gelangt sei, wozu auch die Gründung des Deutschen Bundes in Niederländisch-Indien beigetragen habe. Unter den mit der britischen „Schwarzen Liste“ verfügten Sanktionen habe man schwer gelitten, weil sich viele niederländische und chinesische Kaufleute abwandten. Mit der Gründung der von deutschen und österreichischen Kaufleuten getragenen Oost-Indischen Producten-Bank N. V. habe man sich gegen die fast vollständige Lahmlegung des Handels mit Europa zu behaupten und auf die Nachkriegszeit vorzubereiten versucht. Der teils mit Geheimkurier organisierte Ankauf vorerst nicht exportierbarer Produkte sei tatsächlich gelungen, nicht jedoch der Verkauf in Deutschland nach Kriegsende. Dies sei enttäuschender Weise von deutschen Stellen behindert worden, die ihre Aufträge bevorzugt an halb-niederländische oder niederländische Firmen vergeben hätten. Trotz aller Bedrängnis habe sich die Firma Behn, Meyer & Co. jedoch genau wie das Straits und Sunda Syndikat bis heute behaupten können. Ungebrochen durch den verlorenen Krieg sei man mit neuer Kraft wieder an die Arbeit gegangen.
Mit den deutschen Kaufleuten in Ostasien im langen 19. Jahrhundert hat sich die historische Forschung bislang nicht sehr intensiv beschäftigt. Es liegen zwar einige Aufsätze und Darstellungen zur Geschichte namhafter deutscher Ostasienhandelshäuser vor, etwa zu Behn, Meyer & Co. in Singapur oder zu Carlowitz & Co., Siemssen & Co., Melchers & Co. sowie Jebsen & Co. in China.1 Doch die Anforderungen wissenschaftlicher Standards erfüllen sie nur in Ausnahmefällen, vorbildlich beispielsweise im Hinblick auf das Handelshaus C. Illies & Co. in Japan.2 Oft lassen die vorliegenden Darstellungen jedoch nicht einmal erkennen, auf welcher Quellengrundlage sie erarbeitet wurden, und es ergibt sich aus ihnen auch kein über das einzelne Unternehmen hinausgehendes Gesamtbild. Welchen Beitrag die Ostasienkaufleute zur Entfaltung des deutschen Außenhandels im langen 19. Jahrhundert und zur Einbindung Deutschlands in die globale Wirtschaft geleistet haben, ist deshalb weitgehend ungeklärt. 1In der Reihenfolge ihres Erscheinens: Heinz Beutler, Hundert Jahre Carlowitz & Co. Hamburg und China. Ein Beitrag zur wirtschaftsgeschichtlichen Entwicklung des deutschen China-Handels, Hamburg 1946; Emil Helfferich, Zur Geschichte der Firmen Behn, Meyer & Co., gegründet in Singapore am 1. November 1840, und Arnold Otto Meyer, gegründet in Hamburg am 1. Juni 1857, 2 Bände, Hamburg 1957 bzw. 1967; Adolf von Hänisch, Jebsen & Co., Hongkong. China-Handel im Wechsel der Zeiten 1895–1945, Apenrade 1970; Maria Möring, Siemssen & Co. 1846–1971, Hamburg 1971; Henning Melchers, Die Geschichte der Firma Melchers 1806–2006, Bremen 2006; Arne Cornelius Wasmuth/Laura Miller, Die drei Makrelen. Ein Porträt der Jebsen & Jessen Firmengruppe, Hongkong 2008; Fritz Kleinsteuber, Merchants Beyond the Seas. Die Geschichte des Handelshauses Behn Meyer, 2 Bände, Hamburg 2018. 2Johannes Bähr/Jörg Lesczenski/Katja Schmidtpott, Handel ist Wandel: 150 Jahre C. Illies & Co, München Zürich 2009.
Die Edition zu Deutschlands weltwirtschaftlichen Verflechtungen im 19. und 20. Jahrhundert greift das Thema aus diesem Grund auf. Sie möchte der historischen Forschung neue Impulse vermitteln und stellt ihr deshalb eine Vielzahl von sorgfältig ausgewählten, gehaltvollen und wissenschaftlich kommentierten Primärquellen zur Verfügung. Dabei kommen ganz unterschiedliche Gruppen von Akteuren zu Wort, nicht nur die deutschen Kaufleute und Reeder mit Ostasiengeschäft, deren überlieferte Korrespondenzen, Geschäftsunterlagen und Konsulatsberichte gesichtet wurden, sondern nach Möglichkeit auch ihre jeweiligen Geschäftspartner sowie die verschiedenen in- und ausländischen staatlichen Akteure einschließlich der verstärkt um Einfluss ringenden imperialen Mächte in den Ländern Ostasiens – in Niederländisch-Indien und auf den Philippinen, in Britisch-Indien und den Straits Settlements, in China, Japan und Siam sowie Französisch-Indochina, um nur die wichtigsten zu nennen.
Die präsentierten Quellen sind für viele Forschungsfragen offen. Ausgehend von der bisher unbeantwortet gebliebenen zentralen Frage, welchen Beitrag die Ostasienkaufleute zur Entfaltung des deutschen Außenhandels im langen 19. Jahrhundert und zur Einbindung Deutschlands in die globale Wirtschaft geleistet haben, bemüht sich die Edition jedoch vor allem darum, die folgenden Themenkomplexe transparenter und besser erforschbar zu machen: erstens, wie die Strukturen der von deutschen Kaufleuten und Reedern über ihre Stützpunkte in Ostasien geknüpften Handels- und Schifffahrtsnetzwerke aussahen; zweitens, was von ihnen mit welchen Partnern, zu welchen Bedingungen und mit welchen Erträgen im jeweiligen wirtschaftlichen und politischen Umfeld gehandelt wurde; drittens, wie der von deutschen Kaufleuten und Reedern getragene Handel mit und in Ostasien finanziert wurde; viertens, in welche Wertschöpfungsketten dieser Handel eingebunden war und mit welchen Investitionsprojekten er sich verknüpfte; sowie, fünftens, in welcher Beziehung der kaufmännische Handel und die kaufmännische Schifffahrt zur deutschen Handels- und Kolonialpolitik standen.
Die Gliederung des Quellenkorpus ist narrativ angelegt und folgt im Wesentlichen –
mit einigen Überlappungen zwischen den Teilkapiteln –
der Chronologie. Ihr zeitlicher Ausgangspunkt sind die 1780er Jahre, denn der zunächst
vor allem von Bremer und Hamburger Kaufleuten und
Reedern getragene deutsche Ostasienhandel begann sich bereits zu dieser Zeit zu entfalten.
Durch die Napoleonischen Kriege, die
französische Kontinentalsperre und die britische Gegenblockade kam er jedoch fast
vollständig wieder zum Erliegen. Nach Aufhebung der
Kontinentalsperre 1814 dominerten britische und niederländische Handelshäuser das
Geschäft mit Ostasien und ließen anderen europäischen
Händlern zunächst wenig Entfaltungsmöglichkeiten, auch wenn einige sich bemühten,
neue Geschäftsmöglichkeiten mit und in Ostasien zu
erkunden. Erst mit dem Ersten Opiumkrieg (1839–1842) zwischen Großbritannien und China
und dem das Kriegsende besiegelnden Vertrag von
Nanjing vom 20. August 1842 veränderte sich die Lage grundlegend: Denn das unterlegene
China sah sich nun gezwungen, mehrere seiner
Häfen nicht nur für den britischen, sondern den internationalen Handel zu öffnen.
Diese Chance ergriffen nun vermehrt auch deutsche
Kaufleute und Reeder, die Schiffe mit Waren nach Ostasien entsandten, dort Stützpunkte
errichteten oder Firmen gründeten, um im
innerasiatischen wie im Überseehandel mit Europa, Amerika, Australien und Ozeanien
tätig zu werden und weitreichende Handelsnetzwerke
aufzuspannen. Von
Gebündelt werden die zur Abdeckung des gesamten langen 19. Jahrhunderts von den 1780er Jahren bis zum Ersten Weltkrieg ausgewählten und aufbereiteten 162 Quellen in die folgenden sechs Teilkapitel:
Mit Ausnahme des abschließenden kurzen Teilkapitels umfassen sie jeweils mehrere Unterkapitel mit entsprechenden Quellengruppen, deren Bildung durch ihre Einbettung in den historischen Kontext in der kapitelübergreifenden Einleitung noch näher begründet wird. Dabei fällt diese Einbettung im ersten Teilkapitel, das angesichts des nur schwach entwickelten deutschen Ostasienhandels nur zwei kurze Unterkapitel mit relativ wenigen Quellen zu den Pionieren dieses Handels umfasst, deutlich ausführlicher aus als in den folgenden Teilkapiteln, in denen die Quellen stärker für sich sprechen.
Um die in der Einleitung skizzierte historische Entwicklung angemessen zu dokumentieren und einen entsprechenden Quellenkorpus für den vorliegenden Band aufzubauen, wurde eine Vielzahl von privaten und öffentlichen Archiven im In- und Ausland konsultiert. Bei der Sichtung der einschlägigen Quellenbestände und der Auswahl geeigneter Quellen wurde besonderer Wert darauf gelegt, die deutschen Kaufleute und Reeder mit Ostasiengeschäft möglichst unmittelbar in ihrem geschäftlichen Metier zu zeigen, ohne das wirtschaftliche und politische Umfeld ihres Wirkens zu vernachlässigen. Deshalb kommen in der Edition nicht nur die Kaufleute und Reeder selbst zu Wort, deren überlieferte Korrespondenzen, Geschäftsunterlagen und Konsulatsberichte gesichtet wurden, sondern möglichst auch ihre jeweiligen Geschäftspartner sowie die verschiedenen in- und ausländischen staatlichen Akteure einschließlich der im langen 19. Jahrhundert um wachsenden Einfluss ringenden imperialen Mächte in den Ländern Ostasiens. Grenzen waren der Recherche nach aussagekräftigen Quellen allerdings nicht nur durch die generell sehr lückenhafte Überlieferung von Handelshäusern, die nur in wenigen Ausnahmefällen ein eigenes Unternehmensarchiv aufgebaut und unterhalten haben, sondern auch durch die sprachlichen Barrieren und den hohen, ausgesprochen zeitaufwändigen Transkriptionsbedarf für die ganz überwiegend handschriftlich vorliegenden Quellen gesetzt. Und hinzu kamen arbeitsökonomische Überlegungen: So war es in dem gesetzten Zeitrahmen für das Teilprojekt zu den Deutschen Kaufleuten in Ostasien im langen 19. Jahrhundert leider nicht möglich, die Perspektive der anderen, nicht nur der britischen und französischen, sondern auch der chinesischen, japanischen, malaiischen oder vietnamesischen Kaufleute, Ämter und Behörden auf die deutschen Kaufleute und Reeder und ihr Geschäftsgebaren durch Archivbesuche in diesen Ländern wirklich auszuloten. Dem Zeitregime geschuldet ist dies bislang nur punktuell geschehen und sollte im Rahmen der Weiterarbeit an der Gesamtedition zu „Deutschlands weltwirtschaftlichen Verflechtungen im 19. und 20. Jahrhundert“ möglichst noch gezielt ergänzt werden, vor allem durch Recherchen in einschlägigen zentralen Archiven etwa in Peking, Hongkong, Tokio, Singapur, Djakarta und Bangkok sowie in den lokalen Archiven der Vertragshafenstädte. Gerade für die ausländisch geführten Handelshäuser in Ostasien ist das von hoher Bedeutung, denn sie führten nach bisherigen Feststellungen in der Regel zwei verschiedene Kontore, zum einen für die internationale, von den Inhabern und leitenden europäischen oder amerikanischen Angestellten auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch oder Niederländisch abgewickelte Korrespondenz, zum anderen für den von Kompradoren und chinesischen, japanischen, malaiischen und anderen vor Ort gewonnenen Angestellten in asiatischen Sprachen abgefassten Schriftwechsel mit den einheimischen Geschäftspartnern und vor allem auch den Ämtern, Behörden und Repräsentanten des Landes. Die in den deutschen, europäischen und amerikanischen Archiven überlieferten Dokumente umfassen jedoch, wenn überhaupt, nur die vom ersten Kontor geführte internationale Korrespondenz, nicht den vom zweiten Kontor geführten inländischen Schriftwechsel. Ihn aufzuspüren stellt eine ganz besondere Herausforderung dar, die vielfältige Sprach- und Landeskenntnisse erfordert, sich im Interesse einer wirklich multiperspektiven Sicht auf die Entfaltung des Handels im 19. Jahrhundert jedoch lohnen dürfte. Vorbildlich sind in dieser Hinsicht die Sondierungen, die für das Handelshaus C. Illies & Co. bereits vorgenommen wurden.11Vgl. Internationale Geschäftskorrespondenz von L. Kniffler & Co. (1859–1876). Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Ostasienwissenschaften, Geschichte Japans. https://kniffler.ub.rub.de/exist/apps/Kniffler/documentation/aboutSources.xml .
Besucht und konsultiert wurden im Einzelnen bisher die folgenden Archive und Bestände:
| Nummer | Datum | Titel | Zum Dokument |
|---|---|---|---|
| 2.3.1.10 | 09.06.1881 | Hermann Melchers, Der deutsche Ausfuhrhandel nach Ostasien, 9. Juni 1881 | Zum Dokument |
| 2.2.3.21 | 20.07.1869 | Gustav Dufresne, Berlin, an Edgar Roß, Hamburg, betr. eine vertrauliche Denkschrift über die Aufgaben und Ziele der neu zu errichtenden Deutschen Bank, 20. Juli 1869 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.03 | 23.10.1899 | Bericht Valentin Lorenz Meyers, Mitbegründer der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, über seine Tätigkeit für dieses Handelshaus in den Jahren 1838 bis 1848, aufgezeichnet am 23. Oktober 1899 | Zum Dokument |
| 2.2.1.2.06 | 28.02.1845 | Georg Theodor Siemssen, Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia, aus Singapur, an die Firma Roß, Vidal & Co., Hamburg, betr. bereits getätigte und noch geplante Ein- und Verkäufe, 28. Februar / 2. März 1845 | Zum Dokument |
| 2.4.1.10 | 13.08.1910 | Heinrich Jülich, Angestellter der Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG in Mülheim am Rhein, aus Tokio, an die Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG, Mülheim am Rhein, betr. einen Besuch in der japanischen Post- und Telefonbehörde, 13. August 1910 | Zum Dokument |
| 2.2.3.17 | 01.06.1866 | Vertrag der Firma C. Melchers & Co. mit den beiden Kaufleuten Hermann Melchers und Adolf André zur Gründung der Firma Melchers & Co. in Hongkong, 1. Juni 1866 | Zum Dokument |
| 2.4.1.18 | 20.02.1914 | Vertretungsvertrag zwischen der Gasmotoren-Fabrik Deutz AG, Köln-Deutz, und der Firma Simon, Evers & Co. GmbH, Hamburg, 20. Februar 1914 | Zum Dokument |
| 2.2.2.06 | 24.01.1861 | Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen dem Königreich Preußen und dem Kaiserreich Japan, 24. Januar 1861 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.14 | 10.09.1845 | Theodor August Behn, Konsul der Hansestädte Bremen und Hamburg in Singapur, an Johann Heinrich Wilhelm Smidt, Senatssyndikus der Hansestadt Bremen, betr. die Meistbegünstigung von Schiffen aus Bremen, Hamburg und Lübeck in Singapur, 10. September 1845 | Zum Dokument |
| 2.4.1.01 | Februar 1881 | Deutsche Kaufleute in Kanton über die Möglichkeiten zur Hebung des deutschen Ausfuhrhandels, Februar 1881 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.08 | 14.12.1844 | Georg Theodor Siemssen, Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co., Batavia, aus Kanton, an Christian Martin Metzendorff, Teilhaber und Leiter der Firma T. E. Vidal & Co., Batavia, betr. die in Kanton getätigten Geschäfte, 14. Dezember 1844 | Zum Dokument |
| 2.3.1.14 | 28.11.1882 | Johann Heinrich Focke, deutscher Generalkonsul in Shanghai, an Otto von Bismarck, Reichskanzler des Deutschen Reichs, betr. die Gründung der China Shippers Mutual Steam Navigation Company Limited, 28. November 1882 | Zum Dokument |
| 2.5.1.04 | 1902 | Heinrich Gottfried Langen, Bericht über das Sägewerk mit angegliederten Plantagen seines Bruders Adolf Langen auf den Key-Inseln in Niederländisch-Indien, 1902 | Zum Dokument |
| 2.5.1.03 | 16.06.1885 | Adolf Langen, Key-Inseln, an Eugen Langen, Köln, betr. die Schwierigkeiten beim Aufbau eines Sägewerks mit angegliederten Plantagen auf den Key-Inseln, 16. Juni 1885 | Zum Dokument |
| 2.5.1.02 | 28.10.1884 | Eugen Langen, Köln, an Adolf Langen, Toeal, betr. den Aufbau eines Sägewerks mit angegliederten Plantagen auf den Key-Inseln, 28. Oktober 1884 | Zum Dokument |
| 2.2.3.23 | 09.06.1871 | Friedrich Peil, Inhaber der Firma Friedrich Peil in Hongkong, Marktbericht über Manila, 9. Juli 1871 | Zum Dokument |
| 2.4.1.14 | 11.09.1910 | Heinrich Jülich, Angestellter der Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG in Mülheim am Rhein, aus Kobe, an die Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG, Mülheim am Rhein, betr. Abschiedsbesuch bei KOMATSU Kenjiro, Direktor der japanischen Post- und Telefonbehörde, 11. September 1910 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.06 | 09.04.1842 | Theodor August Behn, Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co., Singapur, an Georg Theodor Siemssen, kaufmännischer Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co., Batavia, betr. die allgemeine Geschäftslage, 9. April 1842 | Zum Dokument |
| 2.1.1.04 | [nach dem 11.05.1784] | Bericht Samuel Shaws, des ersten amerikanischen Konsuls in Kanton, über die Gepflogenheiten des Handels in Kanton im Jahr 1784, o. O. , o. D. [nach dem 11. Mai 1784] | Zum Dokument |
| 2.5.2.06 | 21.12.1899 | D. H. Mackintosh, Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC), Niederlassung Tianjin, an Ewen Cameron, HSBC, London, betr. die "falschen Freunde" Großbritanniens beim Eisenbahnbau im Norden Chinas, 21. Dezember 1899 | Zum Dokument |
| 2.5.2.07 | 11.12.1904 | Wilhelm Scholz, Deutscher Konsul in Hankou, an Wilhelm Knappe, Deutscher Generalkonsul in Shanghai, betr. die Folgen des Bankrotts zweiter Kompradoren der Firmen Carlowitz & Co. sowie Arnhold, Karberg & Co., 11. Dezember 1904 | Zum Dokument |
| 2.4.2.05 | 22.02.1900 | Generalversammlung der Temelong Hydraulic Tin Mining Company, Ltd., in Singapur, 22. Februar 1900 | Zum Dokument |
| 2.5.2.05 | 18.05.1899 | Vorvertrag zwischen der chinesischen Regierung, einer deutschen und einer britischen Bankengruppe über die Finanzierung und den Bau der Tientsin-Zhenjiang-Eisenbahnlinie, 18. Mai 1899 | Zum Dokument |
| 2.3.1.18 | 11.05.1899 | „Die bevorstehende Übertragung von Holt‛s Bangkok- und Borneo-Dampfern an ein deutsches Syndikat“, in: Hamburgischer Correspondent, 11. Mai 1899 | Zum Dokument |
| 2.5.2.04 | 02.09.1898 | Minutes of Meetings held at New Court St. Swithins Lane, London, on the 1st and 2nd September 1898 | Zum Dokument |
| 2.4.2.04 | 16.07.1896 | Franz Heinrich Witthoefft, Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, aus Penang, an Arnold Otto Meyer, Teilhaber der Firmen Behn, Meyer & Co. in Singapur und Arnold Otto Meyer in Hamburg, nach Hamburg, betr. die Zinn-Affäre in Penang, 16. Juli 1896 | Zum Dokument |
| 2.5.2.03 | 27.06.1896 | Max von Brandt, Deutscher Gesandter in Peking, an Bord des Dampfers „Empress of China“ unterwegs auf dem Pazifik, an die Direktion der Disconto-Gesellschaft, Berlin, betr. die in China zu führenden Verhandlungen über den Bau von Eisenbahnen, 27. Juni 1896 | Zum Dokument |
| 2.5.2.02 | 27.07.1895 | Vertrag zwischen der Hongkong and Shanghai Banking Corporation und der Deutsch-Asiatischen Bank betr. chinesische Geschäfte, 27. Juli 1895 | Zum Dokument |
| 2.4.2.03 | 08.04.1895 | Generalversammlung der Jelebu Mining and Trading Co., Ltd., in Penang, 8. April 1895 | Zum Dokument |
| 2.4.2.02 | 01.05.1894 | Adolf Laspe, Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co., Singapur, an Arnold Otto Meyer, Teilhaber der Firmen Behn, Meyer & Co., Singapur, und Arnold Otto Meyer, Hamburg, nach Hamburg, betr. Überlegungen zur Aufgabe des Zinngeschäfts der Niederlassung Penang und personalpolitische Fragen, 1. Mai 1894 | Zum Dokument |
| 2.5.2.01 | Februar 1893 | Ferdinand Rinkel, Bericht über die bisherigen Geschäftstätigkeit der Deutsch-Asiatischen Bank, Februar 1893 | Zum Dokument |
| 2.4.1.03 | 22.07.1890 | Carl Illies, Teilhaber der Firma C. Illies & Co., Hamburg, an die Handelskammer Hamburg, betr. die Geschäftsanbahnung mit der Nippon Yūsen Kaisha, 22. Juli 1890 | Zum Dokument |
| 2.3.2.08 | 29.03.1890 | Preußisches Ministerium für Handel und Gewerbe, Berlin, an die Handelskammer Elberfeld, betr. die Seiden- und Baumwollindustrie in Shanghai und den deutschen Maschinenexport, 29. März 1890 | Zum Dokument |
| 2.3.1.01 | 1859 | 2. Bericht des vormaligen britischen Consuls in Ningpo, Herrn Sinclair, betreffend die Schifffahrt des gedachten Hafens im Jahre 1859 | Zum Dokument |
| 2.3.2.01 | 07.12.1865 | Rudolph Heinsen, Hanseatischer Konsul in Shanghai, an Johann Heinrich Wilhelm Smidt, Senator der Hansestadt Bremen, betr. die Erhebung einer neuen Steuer und die Handhabung der Konsulargerichtsbarkeit, 7. Dezember 1865 | Zum Dokument |
| 2.3.2.03 | 14.09.1878 | Benjamin Telge, Teilhaber der Firma Telge, Nölting & Co., Shanghai / Hamburg, aus Hamburg, an Max von Brandt, deutscher Gesandter in Peking, nach London, betr. einen Großauftrag zur Lieferung deutscher Maschinen nach Shanghai, 14. September 1878 | Zum Dokument |
| 2.4.2.11 | 1908 | Emil Helfferich, Erinnerungsbericht betr. Entwicklung und Umsetzung eines Pool-Plans zur Rationalisierung des weltweiten Ein- und Verkaufs von Kopra, 1908/1909 | Zum Dokument |
| 2.3.1.17 | 1938 | Franz Heinrich Witthoefft, Lebenserinnerungen, Auszug betr. das expandierende Schiffsgeschäft der Firma Behn, Meyer & Co. nach der Übernahme der Vertretung des Norddeutschen Lloyds 1886, o. O., o. D. [1938] | Zum Dokument |
| 2.3.1.19 | 1938 | Franz Heinrich Witthoefft, Lebenserinnerungen, Auszug betr. die Vermittlung zwischen dem Norddeutschen Lloyd und der HAPAG zur Abgrenzung ihrer Interessensphären am 21. Dezember 1905, o. O., o. D. [1938] | Zum Dokument |
| 2.3.2.06 | 31.12.1879 | Adolf André, Teilhaber und Leiter der Niederlassung Shanghai der Firma Melchers & Co. in Hongkong, aus Shanghai, an Hermann Melchers, Teilhaber der Firmen C. Melchers & Co. in Bremen sowie Melchers & Co. in Hongkong, nach Bremen, betr. Fortführung der Teilhaberschaft, Personalpolitik und Management der Niederlassung Shanghai, 31. Dezember 1879 | Zum Dokument |
| 2.4.1.05 | 1908 | Max A. Stempel, Angestellter der Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. in Elberfeld, Bericht über die Zusammenarbeit mit verschiedenen Handelshäusern und den Absatz von Farben in China, Hongkong und Japan, o. D. [1908] | Zum Dokument |
| 2.3.2.05 | 30.12.1879 | Hermann Melchers, Teilhaber der Firmen C. Melchers & Co. in Bremen sowie Melchers & Co. in Hongkong, aus Bremen, an Adolf André, Teilhaber und Leiter der Niederlassung Shanghai der Firma Melchers & Co. in Hongkong, in Shanghai, betr. Fortführung der Teilhaberschaft und Fragen der Personalpolitik in der Firma Melchers & Co., 30. Dezember 1879 | Zum Dokument |
| 2.2.3.11 | 10.06.1859 | Arnold Otto Meyer, Hamburg, an einige Hamburger Geschäftspartner, betr. die weitere Unterstützung der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, mit neun bestätigenden Unterschriften, 10. Juni 1859 | Zum Dokument |
| 2.2.3.04 | 27.01.1855 | Arnold Otto Meyer, Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, aus Bremen, an Theodor August Behn, Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur und Inhaber der Firma August Behn in Hamburg, betr. die geführten Gespräche mit Geschäftspartnern in Bremen, 27. Januar 1855 | Zum Dokument |
| 2.2.3.03 | 10.01.1854 | Eduard Reimers, Konsul der Hansestadt Hamburg in Hongkong, an Carl Hermann Merck, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. den Schiffsverkehr und Handel in Hongkong, 10. Januar 1854 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.12 | 07.02.1845 | Georg Theodor Siemssen, Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia, aus Macao, an Christian Martin Metzendorff, Teilhaber und Leiter der Firma T. E. Vidal & Co., Batavia, betr. Ein- und Verkäufe in Macao und Kanton, 7. Februar 1845 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.11 | 22.01.1845 | Georg Theodor Siemssen, kaufmännischer Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia, aus Kanton, an Christian Martin Metzendorf, Teilhaber und Leiter der Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia, betr. die in Kanton und Macao getätigten Einkäufe, 22. Januar 1845 | Zum Dokument |
| 2.2.1.2.05 | 13.12.1844 | Georg Theodor Siemssen, Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia, aus Kanton, an die Firma Roß, Vidal & Co., Hamburg, betr. bereits getätigte und noch geplante Einkäufe in China, 13. Dezember 1844 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.04 | 12.12.1840 | Theodor August Behn, Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co., Singapur, an Ludwig Wagener, kaufmännischer Angestellter der Firma Gleichmann & Busse, Hamburg, betr. die eigene Geschäftseröffnung und Preise für Handelsgüter in Singapur, 12. Dezember 1840 | Zum Dokument |
| 2.1.2.04 | 17.01.1831 | John MacVicar, Konsul der Hansestadt Hamburg in Kanton, an Karl Sieveking, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. die Bedingungen für Hamburgische Schiffe in Kanton, 17. Januar 1831 | Zum Dokument |
| 2.1.2.03 | 1785 | Rechtfertigung des Supercarga G. Melm, warum das Schiff Asia, ausgerüstet von der Königlich Preußischen Asiatischen Handlungs-Compagnie zu Emden, und geführet von Capitaine Broers, nicht direct von Batavia nach Europa zurückgekehret, sondern eine Reise nach Bombay und Surate gemacht?, Bremen 1785 | Zum Dokument |
| 2.4.2.06 | 31.12.1903 | Firma Arnold Otto Mayer, Hamburg, an die Firma Behn, Meyer & Co., Vertretung Manila, betr. die instabilen Währungsverhältnisse auf den Philippinen, 31. Dezember 1903 | Zum Dokument |
| 2.2.3.08 | 19.05.1859 | Firma Fred R. Möller & Söhne, Bremen, an Arnold Otto Meyer, Hamburg, betr. offene Forderungen, 19. Mai 1859 | Zum Dokument |
| 2.6.01 | 29.10.1914 | Adolf Widmann, Teilhaber der Firma Melchers & Co., Hongkong, an Carl Michelau und John W. Bandow, ebenfalls Teilhaber der Firma Melchers & Co., nach Shanghai, betr. die aktuelle Situation in Hongkong, 29. Oktober 1914 | Zum Dokument |
| 2.2.1.2.09 | 27.09.1846 | Richard von Carlowitz, Kanton, an das preußische Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten, Berlin, betr. die Einrichtung und Besetzung eines Konsulats in Kanton, 27. September 1846 | Zum Dokument |
| 2.2.1.2.03 | 14.06.1843 | Handelskammer für Aachen und Burtscheid an die Handelskammer für Elberfeld und Barmen zur Übermittlung eines Schreibens an den Oberpräsidenten der preußischen Rheinprovinz betr. die Handelsverbindungen mit China, 14. Juni 1843 | Zum Dokument |
| 2.4.2.01 | 20.07.1891 | Walter Edelmann, Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, aus Trogen, an Arnold Otto Meyer, Teilhaber der Firmen Behn, Meyer & Co. in Singapur und Arnold Otto Meyer in Hamburg, nach Hamburg, betr. seine Gespräche mit Abnehmern von Kopra in Marseille und Lyon, 20. Juli 1891 | Zum Dokument |
| 2.2.1.2.02 | 16.03.1843 | Gemeinsames Schreiben des preußischen Ministers der Auswärtigen Angelegenheiten, Heinrich von Bülow, und des preußischen Finanzministers, Ernst von Bodelschwingh, an König Friedrich Wilhelm IV., betr. die Förderung des Chinahandels und die Entsendung eines Sachverständigen, 22. März 1843 | Zum Dokument |
| 2.6.03 | ca. 1940 | Emil Helfferich über die Lage deutscher Kaufleute in Niederländisch-Indien zu Beginn und während des Ersten Weltkriegs, o. D. [ca. 1940] | Zum Dokument |
| 2.4.2.12 | 1909 | Franz Heinrich Witthoefft / Emil Helfferich, Denkschrift über „Deutsche Wirtschaftspolitik in Südost-Asien“, Hamburg 1909 | Zum Dokument |
| 2.2.3.14 | August 1862 | „Instructionen für Herrn Johannes Mooyer“, aufgesetzt von Arnold Otto Meyer in Hamburg im August 1862 | Zum Dokument |
| 2.4.1.13 | 01.09.1910 | Heinrich Jülich, Angestellter der Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG in Mülheim am Rhein, aus Yokohama, an die Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG, Mülheim an Rhein, betr. allgemeine Überlegungen zum Japan-Geschäft, 1. September 1910 | Zum Dokument |
| 2.4.1.12 | 25.08.1910 | Heinrich Jülich, Angestellter der Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG in Mülheim am Rhein, aus Tokio, an die Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG, Mülheim am Rhein, betr. ein Gespräch mit KOMATSU Kenjiro, Direktor der japanischen Post- und Telefonbehörde, 25. August 1910 | Zum Dokument |
| 2.2.3.02 | Juni 1852 | Theodor August Behn, Konsul der Hansestadt Hamburg in Singapur, an Carl Hermann Merck, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. die Entwicklung des Handels in Singapur, den Postverkehr mit Europa und die Aufgaben eines Konsuls, Juni 1852 | Zum Dokument |
| 2.3.1.05 | 08.02.1868 | T. D. Raschen, Vorsitzer der Schiffahrer-Gesellschaft Vegesack, an die Handelskammer Bremen, betr. die Piraterie in chinesischen Gewässern, 8. Februar 1868 | Zum Dokument |
| 2.5.1.01 | 16.08.1884 | Adolf Langen, Timor Koepang, an Eugen Langen, Köln, betr. den Aufbau eines Sägewerks mit angegliederten Plantagen auf den Key-Inseln, 16. August 1884 | Zum Dokument |
| 2.2.2.03 | 25.10.1858 | Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen dem Königreiche Siam und den freien Hansestädten, 25. Oktober 1858 | Zum Dokument |
| 2.2.3.01 | 31.12.1851 | Gesellschaftervertrag zwischen Theodor August Behn, Friedrich Albert Schreiber und Arnold Otto Meyer zur Neukonstituierung der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, 31. Dezember 1851 | Zum Dokument |
| 2.2.1.2.04 | 02.11.1844 | Richard von Carlowitz, Kanton, an seine Familie in Dresden, betr. die Arbeits- und Lebensbedingungen für ausländische Kaufleute in Kanton, 2./8. November 1844 | Zum Dokument |
| 2.4.2.10 | 07.12.1907 | Franz Heinrich Witthoefft, Teilhaber der Firmen Arnold Otto Meyer, Hamburg, und Arnold Otto Meyer & Co., London, aus Batavia, an die Firma Arnold Otto Meyer, Hamburg, betr. die Pfefferspekulationen und die aktuelle Situation der Handelsgesellschaft Helfferich & Rademacher, 7. Dezember 1907 | Zum Dokument |
| 2.4.2.08 | 04.05.1905 | Vertrag zwischen der Firma Helfferich & Rademacher in Batavia und Telok Betong und der Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg über die künftige Zusammenarbeit, 4. Mai 1905 | Zum Dokument |
| 2.5.2.08 | 10.11.1905 | Heinrich Cordes, Deutsch-Asiatische Bank (DAB), Tianjin, an Philipp Alfons Mumm von Schwarzenstein, Deutscher Gesandter in Peking, betr. den Stand der deutsch-britisch-chinesischen Verhandlungen über das Eisenbahnprojekt Tianjin-Zhenjiang und die Voraussetzungen für deren Weiterführung, 10. November 1905 | Zum Dokument |
| 2.5.3.02 | 21.11.1905 | Jacob H. Schiff, Teilhaber des Bankhauses Kuhn, Loeb & Co. in New York, aus London, an Max M. Warburg, Teilhaber des Bankhauses M. M. Warburg & Co. in Hamburg, betr. die Einbeziehung von M. M. Warburg & Co. in die Platzierung der dritten japanischen Kriegsanleihe von 1905, 21. November 1905 | Zum Dokument |
| 2.4.2.07 | 01.01.1906 | Zirkular zur Übernahme der Geschäfte der Firma Behn, Meyer & Co. durch die neu gegründete Firma Behn, Meyer & Co. Limited, Singapur, 1. Januar 1906 | Zum Dokument |
| 2.5.2.09 | 09.07.1906 | Bericht der Deutsch-Chinesischen Eisenbahn-Gesellschaft an ihre Gesellschafter betr. die deutsch-britisch-chinesischen Verhandlungen über das Eisenbahnprojekt Tianjin-Zhenjiang, 9. Juli 1906 | Zum Dokument |
| 2.5.2.10 | 12.07.1907 | Heinrich Cordes, Deutsch-Asiatische Bank (DAB), Tianjin, Notizen über eine Unterredung mit ZHANG Zhidong in Wuchang am 1. und 2. Juli 1907 über das Eisenbahnprojekt Tianjin-Zhenjiang, 12. Juli 1907 | Zum Dokument |
| 2.5.3.03 | 31.08.1908 | Max M. Warburg, Teilhaber des Bankhauses M. M. Warburg & Co., Hamburg, an Albert Ballin, Generaldirektor der HAPAG, Hamburg, zur Übermittlung eines Schreibens von TAKAHASHI Korekiyo betr. die japanische Finanzpolitik, 31. August 1908 | Zum Dokument |
| 2.4.1.06 | 17.09.1908 | Jacob Jebsen, Teilhaber der Firma Jebsen & Co., Hongkong, an Heinrich Jessen, Teilhaber der Firma Jebsen & Co., Hongkong, nach Apenrade, betr. Personal- und Finanzfragen sowie die wachsende Konkurrenz durch chinesische Webereien und Färbereien, 17. September 1908 | Zum Dokument |
| 2.5.2.11 | 21.09.1908 | Max M. Warburg, Teilhaber des Bankhauses M. M. Warburg & Co., Hamburg, Notiz betr. die Firma Carlowitz & Co. für die hauseigene Geheim-Auskunftei, 21. September 1908 | Zum Dokument |
| 2.4.1.07 | 15.10.1908 | Vertrag zwischen den Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co., Elberfeld, und der Firma Melchers & Co., Hongkong, über die Wahrnehmung der Generalvertretung der Farbenfabriken in Hongkong und China, 15. Oktober 1908 | Zum Dokument |
| 2.5.3.04 | 14.11.1908 | Karl Thieß, deutscher Berater im japanischen Eisenbahnamt, aus Tokio, an Albert Ballin, Generaldirektor der HAPAG, Hamburg, betr. das japanische Verkehrsministerium und dessen Eisenbahnprojekte in der Mandschurei, 14. November 1908 | Zum Dokument |
| 2.4.2.13 | 10.07.1909 | Alexander von Rössing, Deutsche Bank, Filiale Bremen, an Elkan Heinemann, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, Zentrale Berlin, betr. die Bildung eines deutschen Instituts zur Finanzierung von Unternehmungen in den Straits Settlements und Niederländisch-Indien, 10. Juli 1909 | Zum Dokument |
| 2.4.2.14 | 02.08.1909 | Emil Helfferich, Angestellter der Firma Arnold Otto Meyer, Hamburg, an Karl Helfferich, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, Zentrale Berlin, betr. die Gründung eines Investmenttrusts für Plantagengesellschaften in den Straits Settlements und Niederländisch-Indien, 2. August 1909 | Zum Dokument |
| 2.4.2.15 | 17.12.1909 | Emil Helfferich, Exposé über den Grundbesitz Djasinga auf Java, 17. Dezember 1909 | Zum Dokument |
| 2.3.1.20 | 1910 | Richard Paul Kiliani, Deutscher Generalkonsul in Singapur, Aufzeichungen über wirtschaftliche Fragen Südostasiens, Auszug betr. die Schifffahrt, o. D. [Sommer 1910] | Zum Dokument |
| 2.4.1.11 | 16.08.1910 | Heinrich Jülich, Angestellter der Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG in Mülheim am Rhein, aus Tokio, an KOMATSU Kenjiro, Direktor der japanischen Post- und Telefonbehörde, Tokio, betr. Wiederzulassung der Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG zur Bewerbung um japanische Regierungsaufträge, 16. August 1910 | Zum Dokument |
| 2.5.2.12 | 01.10.1910 | William Hoggan, Chartered Bank of India, Australia and China (Chartered Bank), Head Office London, an F. Bennett, Vertretung der Chartered Bank in New York, betr. die Firma Arnhold, Karberg & Co., 1. Oktober 1910 | Zum Dokument |
| 2.3.2.09 | 19.11.1910 | Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC), Hauptverwaltung Hongkong, an die Niederlassung der HSBC in Hamburg, F. T. Koelle, betr. die Firmen Bradley & Co. sowie Melchers & Co. in Hongkong / Shanghai, 19. November 1910 | Zum Dokument |
| 2.4.1.15 | 05.12.1910 | Heinrich Jülich, Angestellter der Firma Felten & Guilleaume Carlswerk AG, Mülheim am Rhein, Allgemeines über Japan, 5. Dezember 1910 | Zum Dokument |
| 2.3.2.12 | 1911 | Philipp C. Heineken, Generaldirektor des Norddeutschen Lloyds in Bremen, Aufzeichnungen zu einem Besuch in Shanghei vom 17. bis 21. Oktober 1910, o. D. [1911] | Zum Dokument |
| 2.4.2.16 | 07.04.1911 | Karl Chrsitian Feindel, Deutscher Generalkonsul in Singapur, Bericht über die Entwicklung des globalen Kautschukmarktes, 7. April 1911 | Zum Dokument |
| 2.4.1.08 | 10.07.1911 | Emil Schwencke, Geschäftsführer des Ostasiatischen Vereins Hamburg, an die Handelskammer Duisburg, betr. Missstände des direkten Geschäftsverkehrs mit chinesischen Firmen, 10. Juli 1911 | Zum Dokument |
| 2.4.1.09 | 30.09.1911 | Jacob Jebsen, Teilhaber der Firma Jebsen & Co., Hongkong, aus Apenrade, an Julius Riecken, Leiter der Firma Jebsen & Co., Hongkong, betr. den Vertrieb von Indigo der Badischen Anilin- und Soda-Fabrik sowie die allgemeine Geschäftslage in China, 30. September 1911 | Zum Dokument |
| 2.5.3.05 | 21.10.1911 | „The Manchu Dynasty and the Chinese Revlution“, in: The Economist, 21. Oktober 1911 | Zum Dokument |
| 2.5.3.06 | 08.11.1911 | Minutes of the Meeting of the French, British, German & American Groups at the Office of the Banque de l‛Indo-Chine, Paris, on 8th November, 1911, 8. November 1911 | Zum Dokument |
| 2.3.2.10 | 09.02.1912 | Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC), Hauptverwaltung Hongkong, an die Niederlassung der HSBC in Hamburg, F. T. Koelle, betr. die Firma Bradley & Co. in Hongkong / Shanghai, 9. Februar 1912 | Zum Dokument |
| 2.5.3.07 | 12.03.1912 | Inter-Bank Conference: Minutes of Meeting at the Office of the British and Chinese Corporation Ltd., London, on the 12th March, 1912 | Zum Dokument |
| 2.5.3.08 | 17.04.1912 | Protokoll der Sitzung des Konsortiums für Asiatische Geschäfte am 17. April 1912 betr. die Rahmenbedingungen und Konditionen für neue chinesische Anleihen, 17. April 1912 | Zum Dokument |
| 2.5.3.09 | 27.04.1912 | Max. M. Warburg, Teilhaber des Bankhauses M. M. Warburg & Co., Hamburg, an Albert Ballin, Generaldirektor der HAPAG, nach Kissingen, betr. die Bemühungen Chinas um finanzielle Unterstützung durch amerikanische und europäische Banken, 27. April 1912 | Zum Dokument |
| 2.3.2.11 | 14.05.1912 | Firma Schmidt & Co., Hamburg, an die Firma Bradley & Co., Hongkong / Shanghai, 14. Mai 1912 | Zum Dokument |
| 2.4.1.16 | 31.10.1913 | Fritz M. Warburg, Teilhaber des Bankhauses M. M. Warburg & Co., Hamburg, Notiz betr. einen Besuch von Carl Illies, Teilhaber der Firma C. Illies & Co., Hamburg, 31. Oktober 1913 | Zum Dokument |
| 2.4.1.17 | 06.02.1914 | Fritz M. Warburg, Teilhaber des Bankhauses M. M. Warburg & Co., Hamburg, Notiz betr. ein Gespräch mit Vertretern der Firma C. Illies & Co., Hamburg, über die Gewährung eines Großkredites zur Industriefinanzierung, 6. Februar 1914 | Zum Dokument |
| 2.6.02 | 11.11.1915 | C. A. W. Rose, Memorandum on Trade Expansion in China. A Comparison of British and German Methods, 11. November 1915 | Zum Dokument |
| 5.3.01 | 1925 | TAKAHASHI Korekiyo, ehemaliger Präsident der Bank von Japan, Memorandum über Gespräche und Verhandlungen mit Jacob H. Schiff zur Beteiligung britischer, amerikanischer und deutscher Banken an der Emission japanischer Kriegsanleihen in den Jahren 1904 und 1905, 1925 | Zum Dokument |
| 2.4.2.09 | 1938 | Franz Heinrich Witthoefft, Lebenserinnerungen, Auszug betr. die Gründung und stille Übernahme der Handelsgesellschaft Helfferich & Rademacher, o. O., o. D. [1938] | Zum Dokument |
| 2.4.1.04 | 1949 | Hermann Schumacher, Bericht über einen Besuch in Tokio und die dabei geführten Gespräche mit Bankiers, Unternehmern und Politiker im Jahr 1898, o. O., 1949 | Zum Dokument |
| 2.1.1.02 | 25.11.1782 | Partenreeder Carl Philip Cassel et al., Emden, Special Instruction und Anstellung der Super Cargas G. Melm und G. A. Panse auf dem Schiffe „Asia“, 25. November 1782 | Zum Dokument |
| 2.1.2.01 | 31.05.1797 | William A. Thompson, Hamburg, an die Herren Estevan Locatelli und Pedro Everardo Camper, Manila, betr. Anfrage einer Lieferung, 31. Mai 1797 | Zum Dokument |
| 2.1.2.02 | 25.09.1825 | Handelsabkommen zwischen Großbritannien und den drei Hansestädten Lübeck, Bremen und Hamburg, 29. September 1825 | Zum Dokument |
| 2.1.2.03 | 12.10.1826 | Karl Sieveking, Senatsyndikus der Hansestadt Hamburg, an James Colquhoun, Generalkonsul der Hansestädte Lübeck, Bremen und Hamburg in London, betr. die Beschwerde der Firma Anderson, Hoeber & Co. über Handelsdiskriminierungen durch die East India Company, 12. Oktober 1826 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.01 | 21.03.1839 | Protokoll einer außerordentlichen Sitzung der Handelskammer Kanton um 10 Uhr abends am 21. März 1839 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.02 | 26.10.1839 | William Jardine, Teilhaber der Firma Jardine, Matheson & Co., London, an Lord Palmerston, britischer Außenminister, betr. Empfehlungen für die Verhandlungen mit der chinesischen Regierung, 26. Oktober 1839 | Zum Dokument |
| 2.1.2.05 | 17.10.1840 | Edgar Daniel Roß, Teilhaber der Kaufmannsreederei Roß, Vidal & Co., Hamburg, an Georg Theodor Siemssen, Supercargo des Schiffes „Mary Stewart“ auf der Reise von Cuxhaven über New York nach Batavia, 17. Oktober 1840 | Zum Dokument |
| 2.1.2.06 | 31.12.1840 | Eingabe der Handelshäuser Wilson, Smith & Co., J. E. Herderschee, Wattendorff, Zimmermann & Co., Lagnier & Co., Van Dasten & Co., p. Pro Tan Oeko und E. Borel an die Direktion der Javaschen Bank, Batavia, betr. die gegenwärtige Handels- und Finanzkrise, 31. Dezember 1840 | Zum Dokument |
| 2.1.2.07 | 06.03.1841 | Camille Vidal, Konsul der Hansestadt Hamburg in Batavia, an Karl Sieveking, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. den Verlust eines Schiffes und die schwierige Lage der Handelshäuser in Batavia, 6. März 1841 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.05 | 21.07.1841 | Theodor August Behn, Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co., Singapur, an Georg Theodor Siemssen, kaufmännischer Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co., Batavia, betr. neue Nachrichten aus Kanton und geschäftliche Möglichkeiten in Singapur, 21. Juli 1841 | Zum Dokument |
| 2.2.1.2.01 | 09.01.1843 | John MacVicar, Bürgermeister von Manchester und bisher Konsul der Hansestadt Hamburg in Kanton, an Johann Martin Lappenberg, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. sein Amt und die Entwicklung des europäischen Handels mit China, 9. Januar 1843 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.07 | 21.09.1843 | Valentin Lorenz Meyer, Teilhaber der Firma Behn, Meyer & Co., Singapur, an Georg Theodor Siemssen, kaufmännischer Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co., Batavia, betr. den Einkauf von Cassia lignea minderer Qualität in China, die Zahlungsschwierigkeiten eines gemeinsamen Geschäftspartners, deutsche Neuankömmlinge in Singapur und Nachrichten von Theodor August Behn aus Kalkutta, 21. September 1843 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.09 | 13.01.1845 | Georg Theodor Siemssen, kaufmännischer Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia, aus Macao, an die Firma Behn, Meyer & Co., Singapur, betr. Einkauf von Waren für T. E. Vidal & Co., 13. Januar 1845 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.10 | 13.01.1845 | Georg Theodor Siemssen, kaufmännischer Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co., Macao, an die Firma Roß, Vidal & Co., Hamburg, betr. den Ein- und Verkauf von Waren in China und Singapur, 13. Januar 1845 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.13 | 07.05.1845 | Georg Theodor Siemssen, Angestellter der Firma T. E. Vidal & Co. in Batavia, aus Singapur, an die Firma Behn, Meyer & Co., Singapur, betr. Auftrag zum Einkauf von Kampfer, 7. Mai 1845 | Zum Dokument |
| 2.2.1.1.15 | 01.10.1845 | Theodor August Behn, Konsul der Hansestädte Bremen und Hamburg in Singapur, an Johann Heinrich Smidt, Syndikus des Senats der Hansestadt Bremen, betr. die Meistbegünstigung von Schiffen aus den Hansestädte und aus anderern Nationen in Singapur, 1. Oktober 1845 | Zum Dokument |
| 2.2.1.2.07 | 23.05.1846 | Richard von Carlowitz, Kanton, an seinen Bruder Victor von Carlowitz, Dresden, betr. die konsularische Vertretung der deutschen Interessen in Kanton, 23. Mai 1846 | Zum Dokument |
| 2.2.1.2.08 | 23.07.1846 | Richard von Carlowitz, Kanton, an seine Familie in Dresden, betr. die in der Heimat kursierenden Gerüchte, die von ihm begleitete Expedition und Geschäftsgründung habe sich als ein Fehlschlag erwiesen, 23. Juli 1846 | Zum Dokument |
| 2.2.1.2.10 | 03.11.1846 | Theodor August Behn, Konsul der Hansestadt Bremen in Singapur, an Johann Heinrich Wilhelm Smidt, Senatssyndikus der Hansestadt Bremen, betr. ein deutsches Konsulat in China, 3. November 1846 | Zum Dokument |
| 2.2.1.2.11 | 22.07.1847 | Richard von Carlowitz, Teilhaber der Firma Carlowitz, Harkort & Co., Kanton, an Georg Theodor Siemssen, Batavia, betr. die mögliche engere geschäftliche Kooperation, 22. Juli 1847 | Zum Dokument |
| 2.2.1.2.12 | 28.08.1850 | Theodor August Behn, Konsul der Hansestädte Hamburg und Bremen in Singapur, an Carl Hermann Merck, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. die Entwicklung des deutschen und internationalen Handels am Umschlagplatz Singapur, 28. August 1850 | Zum Dokument |
| 2.2.2.01 | 17.04.1854 | Reinhard Rittershaus, Teilhaber der Firma Peres, Zapp & Rittershaus, Singapur, an das preußische Ministerium für Handel und Gewerbe, Berlin, betr. den Abschluss eines Handelsvertrages mit Japan, 17. April 1854 | Zum Dokument |
| 2.2.2.02 | 04.07.1856 | Arnold Otto Meyer, Hanseatischer Konsul in Singapur, an Carl Hermann Merck, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. einen Handelsvertrag mit dem Königreich Siam, 4. Juli 1856 | Zum Dokument |
| 2.2.3.05 | 1857 | Arnold Otto Meyer über die Auswirkungen der internationalen Wirtschaftskrise von 1857 auf die Firmen Arnold Otto Meyer in Hamburg und Behn, Meyer & Co. in Singapur, o. O. [Hamburg], o. D. [ca. 1890er Jahre] | Zum Dokument |
| 2.2.3.07 | 20.02.1859 | Firma Behn, Meyer & Co., Singapur, an Arnold Otto Meyer, Hamburg, betr. die aktuelle Lage des Handelshauses, 20. Februar 1859 | Zum Dokument |
| 2.2.2.04 | 25.03.1859 | Commerz-Deputation der Hansestadt Hamburg an den Rat der Hansestadt Hamburg, Eingabe zum Abschluss von Handelsverträgen mit China und Japan, 25. März 1859 | Zum Dokument |
| 2.2.3.06 | 12.05.1859 | Martin Hermann Gildemeister, früherer Angestellter der Firma Pandel & Stiehaus in Batavia, aus Hongkong, an seinen Onkel Ferdinand Donandt, Senator der Hansestadt Bremen, über die Perspektiven des Handels und die Währungsgepflogenheiten in Japan, 12./20. Mai 1859 | Zum Dokument |
| 2.2.3.09 | 20.05.1859 | John Henry Schröder, Merchant Banker, London, an Arnold Otto Meyer, Hamburg, betr. offene Forderungen, 20. Mai 1859 | Zum Dokument |
| 2.2.2.05 | 20.05.1859 | H. C. Wilmans, Konsul der Hansestadt Hamburg in Batavia, an Carl Hermann Merck, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. die Entwicklung des Handels in Batavia und in Japan, 20. Mai 1859 | Zum Dokument |
| 2.2.3.10 | 21.05.1859 | Firma Fred R. Möller & Söhne, Bremen, an Arnold Otto Meyer, Hamburg, betr. offene Forderungen, 21. Mai 1859 | Zum Dokument |
| 2.2.3.12 | 26.01.1860 | Paul Pickenpack, Verwalter des Hanseatischen Konsulats in Bangkok, an Carl Hermann Merck, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. die Entwicklung des Handels in Bangkok, 26. Januar 1860 | Zum Dokument |
| 2.2.2.07 | 02.09.1861 | Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen den Staaten des Deutschen Zollvereins, den Großherzogtümern Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz sowie den Hansestädten Lübeck, Bremen und Hamburg und dem Kaiserreich China vom 2. September 1861 | Zum Dokument |
| 2.2.3.13 | 20.03.1862 | Woldemar Nissen, Konsul der Hansestadt Hamburg in Kanton, an Carl Hermann Merck, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. die Entwicklung des Handels in Kanton und die erhoffte Entsendung preußischer Kriegsschiffe, 20. März 1862 | Zum Dokument |
| 2.2.3.15 | 03.06.1862 | Wilhelm Pustau, Teilhaber der Firma Wilhelm Pustau & Co. in Kanton, aus Shanghai, an Louis Kniffler, Teilhaber der Firma Louis Kniffler & Co. in Nagasaki, betr. die geschäftliche Zusammenarbeit, 3. Juni 1862 | Zum Dokument |
| 2.2.2.08 | 14.11.1862 | Auszug aus dem Protokoll der Sitzung des Senats der Hansestadt Bremen vom 14. November 1862 | Zum Dokument |
| 2.2.3.16 | 10.07.1864 | Rudolph Lindau, Konsul der Schweizerischen Konföderation in Yokohama, an Julius Menke, Teilhaber der Firma Wilhelm Pustau & Co. in Hongkong, betr. den Handel mit Japan, 10. Juli 1864 | Zum Dokument |
| 2.3.1.03 | 31.03.1866 | Woldemar Nissen, Hanseatischer Konsul in Hongkong, an Carl Hermann Merck, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. den Schiffstransport chinesischer Kulis, 31. März 1866 | Zum Dokument |
| 2.3.1.02 | 07.04.1866 | Rudolph Heinsen, Hanseatischer Konsul in Shanghai, an Carl Hermann Merck, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. die Schifffahrt auf dem Jangtsekiang und dem Huangpu sowie den ersten Dampfer der Hamburger Handelsflotte, 7. April 1866 | Zum Dokument |
| 2.2.3.18 | 14.06.1866 | Friedrich Wilhelm Mathieu, Generalkonsul der Hansestadt Hamburg in Batavia, an Carl Hermann Merck, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. die Entwicklung des Handels in Niederländisch-Indien und den reisanbau auf Java, 14. Juni 1866 | Zum Dokument |
| 2.2.3.19 | 23.01.1867 | Karl Christian Hagen, Teilhaber der Firma Hagen, da Silva & Co. und Hanseatischer Konsul in Takao, an Carl Hermann Merck, Senatssysndikus der Hansestadt Hamburg, betr. das chinesische Ausfuhrverbot für Reis, 23. Januar 1867 | Zum Dokument |
| 2.3.1.04 | 10.04.1867 | Woldemar Nissen, Hanseatischer Konsul in Hongkong, an Carl Hermann Merck, Senator der Hansestadt Hamburg, betr. die Regulierung desSchiffstransports chinesischer Kulis auf deutschen Schiffen, 10. April 1867 | Zum Dokument |
| 2.2.3.20 | 14.02.1868 | William Robertson, Stellvertretender Hanseatischer Konsul in Ningbo, an Carl Hermann Merck, Senatssyndikus der Hansestadt Hamburg, betr. die Verlagerung des Handels nach Shanghai, 14. Februar 1868 | Zum Dokument |
| 2.3.1.06 | 19.04.1869 | Julius Menke, stellvertretender Konsul der Hansestadt Bremen in Hongkong, an Johann Heinrich Smidt, Senator der Hansestadt Bremen, betr. die rückläufige Präsenz deutscher Schiffe in Hongkong, 19. April 1869 | Zum Dokument |
| 2.2.3.22 | 20.12.1869 | Max von Brandt, Generalkonsul des Norddeutschen Bundes in Japan, aus Yokohama, an Otto von Bismarck, Kanzler des Norddeutschen Bundes, Berlin, betr. den Umgang der japanischen Regierung mit dem lebhaften Handel in den nicht geöffneten Häfen Japans, 20. Dezember 1869 | Zum Dokument |
| 2.3.2.02 | 22.03.1874 | Theodor von Holleben, Deutscher Gesandter in Peking, an Otto von Bismarck, Reichskanzler des Deutschen Reichs, betr. die Bemühungen zur Beseitigung der Woosung-Barre, 22. März 1874 | Zum Dokument |
| 2.3.1.07 | 18.01.1877 | Richard Krauel, Deutsches Generalkonsulat Shanghai, Bericht über den Verkauf der Shanghai Steam Navigation Company an die China Merchants‛ Steam Navigation Company, vertraulich, 18. Januar 1877 | Zum Dokument |
| 2.3.1.08 | 03.12.1878 | David McLean, Mitarbeiter der Niederlassung London der Hongkong and Shanghai Banking Corporation, an Hermann Melchers, Teilhaber der Firmen C. Melchers & Co. in Bremen und Melchers & Co. in Hongkong, betr. Akzeptanz deutscher Versicherungspolicen als Sicherheiten, 3. Dezember 1878 | Zum Dokument |
| 2.3.2.04 | 07.11.1879 | Adolf André, Teilhaber und Leiter der Niederlassung Shanghai der Firma Melchers & Co. in Hongkong, aus Shanghai, an Hermann Melchers, Teilhaber der Firmen C. Melchers & Co. in Bremen sowie Melchers & Co. in Hongkong, nach Bremen, betr. die Geschäfte der Firma Melchers & Co. in Shanghai und die Fortführung der Teilhaberschaft, 7. November 1879 | Zum Dokument |
| 2.3.1.09 | 03.12.1879 | Carl Conrad Lueder, Deutscher Generalkonsul in Shanghai, an das Auswärtige Amt, Berlin, betr. die Schifffahrt in Shanghai, 3. Dezember 1879 | Zum Dokument |
| 2.3.1.11 | 09.03.1882 | Max von Brandt, deutscher Gesandter in Peking, an Otto von Bismarck, Reichskanzler des Deutschen Reichs, betr. die Indo-Chinese Steam Navigation Company des Hauses Jardine, Matheson & Co., 9. März 1882 | Zum Dokument |
| 2.3.1.12 | 29.06.1882 | Firma E. C. Schramm & Co., Bremen, an Kapitän H. Zinke, Schiff „Susanne“, c/o Firma Melchers & Co., Hongkong, 29. Juni 1882 | Zum Dokument |
| 2.3.1.13 | 13.07.1882 | Firma E. C. Schramm & Co., Bremen, an Kapitän H. Zinke, Schiff „Susanne“, c/o Firma Melchers & Co., Hongkong, 13. Juli 1882 | Zum Dokument |
| 2.3.1.15 | 23.06.1885 | Hermann Rettich, Deutscher Konsul in Singapur, an Otto von Bismarck, Reichskanzler des Deutschen Reichs, Berlin, betr. ein Angebot der „China Conference“, 23. Juni 1885 | Zum Dokument |
| 2.3.1.16 | 1886 | Adolf Laspe, Erinnerungsbericht, Auszug betr. das expandierende Schiffsgeschäft der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur nach der Übernahme der Vertretung des Norddeutschen Lloyds 1886, o. O., o. D. | Zum Dokument |
| 2.3.2.07 | 12.01.1887 | H. H. Joseph, Vertreter der Peninsular & Oriental Steam Navigation Company, Shanghai, an P. J. Hughes, britischer Generalkonsul in Shanghai, betr. eine Eingabe verschiedener Handelshäuser zur Ausbaggerung der Woosung-Barre nahe Shanghai, 12. Januar 1887 | Zum Dokument |
| 2.4.1.02 | 02.03.1887 | August Heinrich Exner über deutsche Versicherungs-Gesellschaften in China und speziell die Versicherung von Waffentransporten deutscher Händler bei britischen Gesellschaften, 2. März 1887 | Zum Dokument |
| 2.1.1.01 | 15.11.1781 | Der Magistrat der Stadt Aurich an den Magistrat der Stadt Emden betr. einen Erlaß Friedrichs, König von Preußen, über die Einrichtung eines Comtoirs in Emden zur Förderung des Handels mit Ostindien und China, 15. November 1781 | Zum Dokument |
Deutschlands weltwirtschaftliche Verflechtungen im 19. und 20. Jahrhundert,
Warning: Undefined array key "dwwv02" in /xml/dwwv/frontend/index.php on line 607
Warning: Trying to access array offset on null in /xml/dwwv/frontend/index.php on line 607
Warning: Undefined array key "dwwv02" in /xml/dwwv/frontend/index.php on line 607
Warning: Trying to access array offset on null in /xml/dwwv/frontend/index.php on line 607
: ,
bearb. v.
Warning: Undefined array key "dwwv02" in /xml/dwwv/frontend/index.php on line 609
Warning: Trying to access array offset on null in /xml/dwwv/frontend/index.php on line 609
Warning: Undefined array key "dwwv02" in /xml/dwwv/frontend/index.php on line 609
Warning: Trying to access array offset on null in /xml/dwwv/frontend/index.php on line 609
Warning: Undefined array key "dwwv02" in /xml/dwwv/frontend/index.php on line 609
Warning: Trying to access array offset on null in /xml/dwwv/frontend/index.php on line 609
, ,
URL:
Abgerufen am: