|1. Blatt, Vorderseite|
p Zoe via Bombay
Singapore d. 28t. Febr. 1845.
Herren Ross, Vidal & Co.
Hamburg.
Bezugnehmend an meinen ergebenen Brief vom 21t. ds. wovon inliegend Duplicat, habe ich mich zum Empfange Ihrer werthen Briefe vom 3t. Septb. & 3t. Octb. zu bekennen, welche hier erst am 24t. ds. ankamen. Ich habe dieselben heute nach Batavia weiter befördert und dagegen gestern die Einlage von dort für Sie erhalten.
Von Camphor ist seit ich Ihnen zuletzt schrieb nichts weiter angekommen und für Kleinigkeiten ist bereits wieder 14 3/4 – 15 $ bezahlt. Nach Frankreich sind in den letzten Tagen ca. 300 Pic. gegangen, dagegen nach Madras ca. 1000 Pic. welche man als der [nachträglich von gleicher Hand ergänzt: europ.] Konsumption entzogen annehmen kann, da dort der Verbrauch von Camphor zum Einbalsamieren von Leichen in Folge der niedrigen Preise außerordentlich wächst. Ueberhaupt scheint der Verbrauch von Camphor in Europa allgemeiner zu sein, als gewöhnlich angenommen wird, da nun schon seit mehren Jahren die Befürchtungen für ein bedeutendes Fallen der Preise sich nie bei wirklicher Ankunft der Waare in demselben Maaße als vermuthet realisirt, selbst nach den vorigjährigen bedeutenden Zufuhren ist der Preis schnell wieder auf £ 6.5 s. gestiegen, nachdem der erste Schrecken vorüber war, & somit hoffe ich, daß auch der am Bord des Christian VIII befindliche Camphor nutzenbringend verkauft werden wird, obgleich nicht zum billigsten Preise eingekauft. Sollte ich während meiner Anwesenheit hier noch zu 12 – 13 $ kaufen können, was ich aber bezweifele, so werde ich noch 100 Pic. nehmen, um die ganze Parthie billiger zu stellen.
Hier habe ich seit meiner Ankunft noch gekauft & theils verladen, außer dem bereits erwähnten 300 Pic. Gambier à 1 $ 70 cs. & 200 Pic. Sago à 2 $ 90 für ca. 150 P. & 3 $ für 50 Pic. noch ferner ca. 150 P. Sago à 2 $ 95 cs. welcher ca. 2 1/8 s. einsteht. Dies läßt freilich nach Ihren letzten Berichten keinen Nutzen & selbst etwas Schaden, aber theils war es nothwendig dem Schiffe mehr schweres Gut zu geben, theils|2. Blatt, Vorderseite| sind die Berichte von England mit der Decb. Mail bedeutend besser für diesen Artikel.
Von Perlmutterschaalen kaufte ich, gleichfalls weil es schwere Ladung ca. 100 Pic. à 11 $. Die Waare ist nicht allerbeste Waare, sondern hat theilweise gelbliche Ränder, dagegen steht sie auch nur 5 1/3 s. ein.
Von Stöcken /Malacca in solcher Waare wir sie im vergangenen Jahre viel von Batavia erhielten, kaufte ich 15000 Stück à ca. 13 $ p 1000 Stück, welches ca. 7 1/4 p p. 100 Stück einsteht & 4000 St. 30 – 32 in. lang in guter Waare à 65 $ p mille = ca. 24 p dort.
Pfeffer ist hier augenblicklich sehr billig und von sehr guter Singapore Waare, schwarz & ziemlich schwer & frei von Staub & Stempeln kaufte ich 300 Pic. à 4 $ 35 cs., welches viel billiger als 15 fl. von Batavia, nur ca. 2 5/8 s. einsteht.
Von Ebenholz in schöner Waare, welches im letzten Jahre sich gut in Hamburg verkauft haben soll, nahm ich 100 Pic. à 1 $ & von Sapanholz zum Stauen gleichfalls 100 Pic. à 1 $ 75 cs. so wie ca. 15 Pic. gute Büffelhörner à 5 $ und zum Versuch einige Pic Gum. Sanguis Dracon. Von Gum. Guttae & Benzoe ist leider nichts hier, obgleich ich mich vielfach danach umhörte.
Die obenangeführten Waaren werden einen Betrag bilden von höchstens $ 6000. – . welches ich Sie der Assecuranz wegen zu bemerken bitte, mit den in China geladenen Waaren zusammen, wird also der Werth der Ladung bei Abgang von hier ca. $ 20600. – . betragen, falls ich nicht noch Gelegenheit finde, andere Producte billig zu kaufen. Sternanies würde zu 8 $ zu kaufen sein, welches nur etwas über 4 3/4 s. einsteht. Die Waare ist gut, ich bot für 50 Kisten 7 3/4 $ bis jetzt indessen vergebens.
Von andern Producten ist wenig am Markt & nicht zu billigen Preisen. Von Cochin China kamen dieser Tage 3 Schiffe mit Zucker herein, die Proben habe ich noch nicht gesehen.
Da der Junkenhandel dieses Jahr wieder bedeutender als letztes Jahr ist, so ist auch im Importhandel mehr Leben & manche Manufacturen, namentlich Greyshirtings verkaufen sich|3. Blatt, Vorderseite| sehr nutzenbringend. Grey Shirting, 72 reeds bedingen 3 $ 15 = 25 cs., geringen Longcloth. 36 Yrd, welche 2 $ 40 cs. einstehen, wurden zu 2 $ 65 cs. baar verkauft. Spanish Stripes 60 in. an den Leisten 1 1/4 $. Zink 8 $, Tauwerk 11 $. Blei ist nicht am Platze & augenblicklich für Camphorkisten so begehrt, daß 7 – 8 $ p Pic zu bedingen sein würden.
d: 2t. März 1845.
Die Zoe geht erst heute nach Bombay, da es indessen die einzige Gelegenheit für die Overlandmail via Bombay bisher war, so konnte ich obigen Brief nicht früher senden, obgleich es jetzt fraglich ist, ob er in Zeiten für die April Mail ankommt.
Von Camphor ist bisher noch nichts wieder angekommen. Der obenerwähnte Betrag der Ladung wird also höchst wahrscheinlich unverändert bleiben. Am 5t. dss. oder 6t. dss. werde ich wohl erst segeln können, da Capt. Bruhn mit dem Stauen der Ladung nicht eher fertig werden wird.
Gegen den Theil der Ladung, welcher nicht durch die mitgebrachten Dollars gedeckt wird, werde ich auf Sie zu ziehen so frei sein und ersuche vorkommend um Ihren gefälligen Schutz. Verkauft habe ich die Wechsel noch nicht.
Für den cochinchinesischen Zucker dessen ich oben erwähnte & der sehr gut fällt wird 5 1/2 $ gefordert, welches ca. 6 1/8 – 1/4 d. einsteht.
Ohne Veranlassung zu einem Mehren für heute verbleibe ich mit besonderer Achtung
Ihr ergebener
G. T. Siemssen.
p, p., pr.per (lateinisch)
d.der, die, das
Feb., Febr, Febr.Februar
ds., dss.dieses [Monats, Schreibens etc.]
Sep., Sept, Sept., Septb., Septr., Septbr, Septbr.September
Oct, Oct., Octb., Octbr, Octbr., Octr.October
ca, ca.circa (lateinisch)
europ.europäisch
Dec, Dec., Decb, Decbr, Decbr.December
St., St/Stück
d, d:den [in einer Datumsangabe]
PABBPrivatarchiv Bert Becker, Hongkong (China)
PABBPrivatarchiv Bert Becker, Hongkong (China)Sammlung Siemssen
T. E. Vidal & Co., BataviaAus dem von den beiden Brüdern Theodor Edmund Vidal und Camille Vidal 1828 etablierten Handelsstützpunkt Batavia der Kaufmannsreederei Roß, Vidal & Co. in Hamburg, ging bald darauf die eigenständige Firma T. E. Vidal & Co. hervor. Sie importierte in erster Linie Roheisen aus englischer und schwedischer Produktion nach Java, aber auch Glaswaren, Messer, Spielzeug und Tauwerk, außerdem Leder, Leisten und Seife aus deutscher Herstellung. Zucker, Reis und Gewürze bildeten die
Rückfracht nach Hamburg
. Als 1841 viele etablierte Handelshäuser in Batavia in eine finanzielle Krise gerieten, weil sie von der Javaschen Bank zuvor für den steigenden Import an europäischen Manufaktur- und Fabrikwaren in Ermangelung von Silbermünzen zu großzügig mit Krediten in Form von Papiergeld ausgestattet worden waren, standen T. E. Vidal & Co. relativ gut da. - Weitere Informationen zur Unternehmensgeschichte finden sich in: Ernst Hieke, Über die Anfänge des deutschen Handels mit Ostindien. Das hamburgische Handelshaus Ross, Vidal & Co. und die Vorgeschichte von Siemssen & Co., unveröffentlichtes Manuskript, in: Staatsarchiv Hamburg (StAH), 622-1/506, 27.
Roß, Vidal & Co., HamburgDie Geschichte der Kaufmannsreederei Roß, Vidal & Co. in Hamburg ist eng verknüpft mit der hugenottischen Kaufmannsfamilie Vidal, deren Spuren sich in Hamburg bis in das frühe 18. Jahrundert zurückverfolgen lassen. Nach dem Tod des Inhabers der Firma Vidal & Co., Charles Louis Vidal (1758–1809) verheiratete sich dessen Witwe Sophie Vidal, geb. Roß (1770-?) mit Johann Heinrich Liebrecht, der zuvor einige Jahre als Prokurist für die Firma tätig gewesen war. Unter dem Namen Witwe Vidal & Co. führten sie das Unternehmen gemeinsam fort und kauften 1823 ein erstes eigenes Segelschiff, das im Sommer 1823 über Rio de Janeiro und Buenos Aires nach Batavia auf Fahrt ging. Mit dem Eintritt von Daniel Roß (1777–?) in die Firma, einem jüngeren Bruder Sophie Vidals, der zuvor als Kaufmann in London tätig gewesen war, änderte diese 1827 ihren Namen zu Roß & Liebrecht. Nur zwei Jahre später etablierten Roß & Liebrecht die erste deutsche Handelsagentur in Batavia, die von Theodor Edmund Vidal und Camille Vidal, zwei Söhnen von Charles Louis und Sophie Vidal, geleitet und später von ihnen unter dem Namen T. E. Vidal & Co. als eigenständige Firma weitergeführt wurde. Roß & Liebrecht firmierte 1830, mit dem Ausscheiden von Johann Heinrich Liebrecht um zu Roß & Co., um nur drei Jahre später, als Daniel Roß seinen Sohn Edgar Daniel Roß und seinen Schwiegersohn Adolph Eduard Vidal in die Firma aufnahm, erneut umbenannt wurde, nun zu Roß, Vidal & Co. Seine Blütezeit als Kaufmannsreederei erlebte das Haus Roß, Vidal & Co. in der zweiten Hälfte der 1850er Jahre, als es die eigenen sieben Segelschiffe, darunter die „Mary Stewart“, das einst größte hamburgische Segelschiff überhaupt, mehrfach nach Batavia, Singapur und China entsandte; in Ostasien betätigten sich diese Schiffe auch in der Küstenschifffahrt und kehrten nach ein, zwei Jahren mit Waren nach Hamburg zurück. Außerdem beteiligten sich Roß, Vidal & Co. an der Finanzierung der Handelsgeschäfte anderer Kaufleute, wobei ihnen nicht zuletzt die guten Verbindungen der ursprünglich aus Schottland stammenden Familie Roß zu verschiedenen Merchant Bankern in London von Nutzen waren. 1856 gehörten Roß, Vidal & Co. zu den Mitbegründern der Norddeutschen Bank AG. - Weitere Informationen zur frühen Unternehmensgeschichte finden sich in: Ernst Hieke, Über die Anfänge des deutschen Handels mit Ostindien. Das hamburgische Handelshaus Ross, Vidal & Co. und die Vorgeschichte von Siemssen & Co., unveröffentlichtes Manuskript, in: Staatsarchiv Hamburg (StAH), 622-1/506, 27. Vgl. außerdem
Schmidt, Bankwesen
.
Batavia [Stadt auf der Insel Java]
Singapur, auch: Sincapore, Singapore
Hamburg
China; auch: chinesisches Kaiserreich, chinesisches Reich, chinesische Republik, Reich der Mitte
Europa; auch: Europe (englisch)
Bombay
Frankreich
Madras [Ort an der Ostküste Indiens]
Großbritannien; auch: England, Great Britain, United Kingdom of Great Britain and Ireland, Vereinigtes Königreich Großbritannien und IrlandNach dem Zusammenschluss des 1707 gebildeten Königreichs Großbritannien mit dem nur noch formell selbständigen Irland im Jahr 1801 lautete die offizielle Staatsbezeichnung Großbritanniens bis 1927 Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland. Das Staatsgebiet umfasste auf den Britischen Inseln die vier Landesteile England, Wales, Schottland und Irland, hinzu kamen abhängige Territorien auf allen Kontinenten, deren größte Ausdehnung 1922 erreicht war. 1927, mit der Bildung des Irischen Freistaats, wurde die offizielle Staatsbezeichnung verändert zu Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland.
Malakka [Stadt auf der Malayischen Halbinsel]; auch: Malacca
Siemssen, Georg TheodorGeorg Theodor SiemssenKaufmann, Konsul101991322315.03.181624.11.1886Georg Theodor Siemssen ging im Auftrag des Handelshauses Roß, Vidal & Co. in den 1830er Jahren auf Expeditionsfahrten nach Ostasien und wurde schließlich für deren Niederlassung in Batavia, die Firma T. E. Vidal & Co. tätig. Er stand im engen Austausch mit seinen früheren Schulfreunden Theodor August Behn und Valentin Lorenz Meyer, die sich 1840 mit der Firma Behn, Meyer & Co., in Singapur selbständig gemacht hatten. Er selbst konnte sich dazu erst 1846 entscheiden und ließ sich mit der Firma Siemssen & Co. in Kanton nieder. 1852 wurde er zum Konsul der Hansestadt Hamburg in Kanton berufen, 1855 bzw. 1856 übernahm er auch die Aufgaben eines Konsuls der Hansestädte Bremen und Lübeck. Das von ihm gegründete Unternehmen entwickelte sich zu einem der bedeutendsten deutschen Handelshäuser in China mit Verbindungen nach Südostasien, Europa und Amerika. Er selbst kehrte 1858 nach Hamburg zurück, konzentrierte sich mit der Firma G. T. Siemssen auf die Pflege der Geschäftsverbindungen in Europa und übernahm verschiedene Ehrenämter. Von 1862 bis 1873 gehörte er der Hamburgischen Bürgerschaft an. Vgl.
Möring, Siemssen & Co.
.
Zoe
Angestellter; auch: Beamter (Privatbeamter), Employé
EinstandspreisDer im Warenhandel gebräuchliche Begriff des Einstandspreises setzt sich zusammen aus dem Einkaufspreis (Listenpreis), von dem unter Umständen noch ein Preisnachlass abgezogen werden kann, und den Bezugsspesen, zu denen Fracht, Versicherung, Provisionen etc. gerechnet werden. Der Einstandspreis einer Ware, die in Macao gekauft und zum einen nach Singapur, zum anderen nach London geliefert werden soll, hat also in der Regel den gleichen Einkaufspreis, aber unterschiedliche Einstandspreise - je nach Bestimmungsort und den dafür zusätzlich anfallenden Kosten. Vgl.
Bott, Handwörterbuch des Kaufmanns, Bd. 2
, S. 72.
Fracht [Frachtkosten]; auch: Frachtpreis, Frachtrate, Frachtspesen
Versicherung; auch: Assecuranz, insurance (englisch), policy (englisch), Versicherungsgesellschaft, Versicherungspolice, premium (englisch), Versicherungsprämie, Versicherungswesen
Provision; auch: provision (englisch), Umsatzprovision
Erster Opiumkrieg (1839–1842)Der Erste Opiumkrieg (1839–1842) zwischen Großbritannien und China entbrannte, nachdem China energische Versuche unternommen hatte, den illegalen Opiumhandel britischer und anderer Kaufleute über den Hafen von Kanton zu unterbinden, der bis dahin für den Ausgleich des britischen Handelsdefizits mit China sorgte. Die Beschlagnahmung umfangreicher Opiumbestände durch den chinesischen Sonderbeauftragten LIN Zexu im Herbst 1839 veranlasste Großbritannien zur Entsendung von Kriegsschiffen, die mehrere chinesische Küstenstädte belagerten und teils eroberten und so den Abschluss des Vertrages von Nanjing (29. August 1842) erzwangen, des ersten der so genannten Ungleichen Verträge. - Aus der umfangreichen Literatur zu Hintergründen, Verlauf und Folgen des Ersten Opiumkrieges vgl. insbesondere:
Fay, Opium War
;
Hunt, India-China Opium Trade
;
Purdue, First Opium War
;
Lovell, Opium War
;
Platt, Imperial Twilight
;
MAO, Qing Empire
;
CHEN, Merchants
.
Kampfer; auch: Campher, CamphorDer aus den Bestandteilen des in Asien weit verbreiteten Kampferbaums gewonnene Kampfer, ein farbloses oder weißes Pulver, wurde im 19. Jahrhundert vor allem für medizinische Zwecke verwendet.
Konsum; auch: Consumption, Consumtion, Konsument, Verbrauch, Verbraucher
Preis; auch: Außenhandelspreis, Bruttopreis, Einkaufspreis, Facturapreis, Kaufpreis, Listpreis, Preisentwicklung, Preisverfall, price (englisch), Selbstkostenpreis, value (englisch), Verkaufspreis, Waarenwerth, Weerth, Wert, Werthbemessung
Pound Sterling [Währungseinheit]; auch: £, £ st., l., Pfund Englisch, Pfund SterlingDas britische Pound Sterling, üblicherweise abgekürzt mit dem Zeichen £, unterteilt sich in shilling, abgekürzt s oder sh, und pence, abgekürzt d (für „denarius“). Ein Pound Sterling entspricht dabei 20 shilling oder 240 pence (1 shilling = 12 pence).
Gambir; auch: GambierGambir ist ein natürlicher brauner Farb- und Gerbstoff, der aus den jungen Stengeln und aus den Blättern der Strauchpflanze Uncaria gambir oder ähnlicher Arten gewonnen werden kann.
à; auch: à rata, pro rataDie aus dem Französischen stammende Präposition „à“, die mit „je nach Verhältnis“ ins Deutsche zu übersetzen ist, wird zur Bezeichnung von Relationen genutzt, etwa für „3 Stück à 1 Kilogramm“.
Perlmutt; auch: mother of pearl (englisch)
Rohr; auch: Bambus, Stöcke, Stuhlrohr„Rohr“ ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Rohrpflanzen, wie zum Beispiel Bambusrohr, Schilfrohr oder Zuckerrohr.
Mille [Mengeneinheit]Das aus dem Lateinischen stammende Zahlwort „Mille“ steht für Tausend.
Pfeffer; auch: Black Java, Black Pepper, Lampong, peeper (niederländisch), White Muntok
Sapanholz; auch: Sapan Holz, Siapan Holz, Siappan Holz
Gummi Sanguis DraconisAls „Gummi Sanguis Draconis“ wird pflanzliches Gummiharz bezeichnet, aus dem auch rotbrauner Farbstoff gewonnen werden kann.
Gummi Guttae; auch: Gummé Guttae, GummiguttaAls „Gummi Guttae“ wird pflanzliches Gummiharz bezeichnet, aus dem auch gelber Farbstoff gewonnen werden kann.
Gummi Benzoe; auch: BenzoeAls „Gummi Benzoe“ wird pflanzliches Gummiharz bezeichnet, das aus einigen Arten der Pflanze Styrax gewonnen wird, die in verschiedenen Ländern Südostasiens wildwachsend vorkommen.
Kiste [Raummaß]; auch: chest (englisch)Die Kiste ist ein vor allem im Teehandel übliches Raummaß, das im 19. Jahrhundert regional noch stark schwankte. Nicht nur unterschiedliche Kantenlängen, auch die schwankende Feuchtigkeit des Tees machen eine präzise Umrechung in standardisierte Gewichtseinheiten schwierig. In Hamburg wurde eine Kiste Tee in den 1840er Jahren üblicherweise mit 25 Kilogramm veranschlagt.
Zucker; auch: Raffinadezucker, Rohzucker, sugar (englisch), zeeker (niederländisch), zuykar (niederländisch), zuyker (niederländisch)
Warenprobe; auch: Probekiste, Probensammlung, Warenprobenpacket
Dschunke; auch: Jonke, Junke, YongDer Begriff „Dschunke“ bezeichnet ein Segelschiff traditioneller chinesischer Bauart. Für die Küstenschifffahrt in Ostasien blieb es im 19. Jahrhundert von Bedeutung wurde aber schrittweise von Dampfern verdrängt. Vgl.
HAO, Commercial Revolution
, S. 19f., 122, 191, 199, 262.
Shirtings; auch: Grey goods, Grey Shirtings, Grey Shirtings prints, White ShirtingsDer aus dem Englischen übernommene Begriff „Shirtings“ stand im 19. Jahrhundert für Gewebe aus ungefärbtem Baumwollgarn, die gebleicht und teilweise bedruckt in den Handel kamen und vor allem zur Herstellung von Hemden verwendet wurden.
Long Cloth; auch: Long Ells, LongellsDer aus dem Englischen stammende Begriff „Long Cloth“ bezeichnet Tuchwaren aus Baumwollgarn, die in besonders großen Längen in den Handel kamen und zumeist für die Herstellung von Unterwäsche und Hemden verwendet wurden.
Spanish StripesDer aus dem Englischen übernommene Begriff „Spanish Stripes“ bezieht sich auf ein spezielles Baumwollgewebe.
Postverkehr; auch: Landverbindung, overland mail (englisch), Overlandmail, Postdampfer, Postschifffahrt, Postverlauf, Sattelkurier, Ueberlandweg
Wechsel; auch: bill (englisch), draft (englisch), Solawechsel, Tratte, WechselverkehrDer Wechsel ist ein Wertpapier, bei dem grundsätzlich zwischen einem Solawechsel und einer Tratte zu unterscheiden ist.