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Gegen Ende November 1905 stand es auf des Messers Schneide, dass der Norddeutsche Lloyd sich mit der Hamburg-Amerika Linie wegen verschiedener Fragen im Weltverkehr veruneinigen würde. Das hätte einen Ratenkrieg zwischen den beiden grossen Gesellschaften zur Folge gehabt, der in seinen Wirkungen wahrscheinlich verheerend gewesen wäre. Ich betrachtete das mit grosser Sorge, weil die Vertretung beider Linien im Osten in den Händen unserer Firma lag und wir durch einen Ausbruch von Streitigkeiten möglicherweise in diese hineingezogen worden wären. Mit Dr. Wiegand hatte ich darüber gesprochen, und bald nachdem schrieb er mir einen Brief, in dem er mich fragte, ob denn niemand in Hamburg in der Lage wäre, sich mit Berlin über diese Differenzen zu unterhalten und alles friedlich zu Ende zu bringen. Mit diesem Brief in der Tasche ging ich persönlich sofort zu Ballin und gab ihm meine Meinung. Daraufhin sagte mir Ballin, als ich ihm alles vortrug und ihn zu bestimmen versuchte, alle Differenzen durch Schiedsgericht aus der Welt zu bringen, er hätte keinen passenden Mann dafür. Aber wenn ich mich dafür stark genug fühlte, so hätte er nichts dagegen, wenn ich das Schiedsrichteramt übernehmen würde. Ich telegrafierte das sofort an Dr. Wiegand, und so brachte ich es zustande, dass beide Herren Generaldirektoren mit ihrem ganzen Anhang von Direktoren und Auskunftspersonen Anfang Dezember im Hotel Continental in Berlin zu einer Konferenz in meinem Beisein|2. Seite, 52| zusammenkamen. Ich hatte für die Abhaltung dieser Konferenz, die ich auf verschiedene Tage Dauer berechnete, einen grossen Salon gemietet, in dem 20 Personen an einer langen Tafel Platz hatten. Der Anfang dieser Konferenz spielte sich in höchst dramatischen Formen ab. Die Bremer Seite brachte ihre Beschwerden vor, und ich merkte schon, dass Ballin immer unruhiger. Plötzlich stand er auf und verliess mit seinem ganzen Anhang das Lokal, und bald danach folgte auch Generaldirektor Wiegand mit seinen Direktoren, sodass ich allein am Konferenztische sass. Ich ging dann in den Speisesaal hinunter, um mich zu stärken und traf dort zum ersten Male mit Herrn Marius Böger zusammen, der später noch eine Rolle in meinem geschäftlichen Leben spielen sollte. Wir beide liessen uns unser Frühstück gut munden, und nach Tisch ging ich zunächst zu Ballin, um ihn zu bewegen, sich wieder mit Dr. Wiegand an einen Tisch zu setzen. Nach vielem Widerstreben (er erzählte mir, er stände jetzt unter Behandlung von Schweninger, der schon genügend auf ihm rumgetrampelt hätte; er könne die Sache nicht mehr aushalten usw.) gelang es doch, ihn umzustimmen, und Wiegand, der von Anfang an ruhiger war, erklärte sich auch einverstanden, am nächsten Tage mit seinen Direktoren wieder zu erscheinen. Es hat dann 14 Tage gedauert, ehe diese Konferenz ihr Ende erreichte, zunächst in Berlin, dann später in Hamburg, wo der Schlussakt sich im Verwaltungsgebäude der Hamburg-Amerika Linie abspielte. Ich hatte das ganze Protokoll aufgemacht und die Ergebnisse der Konferenz darin so festgehalten, dass man glauben durfte, es würde in Zukunft zwischen den beiden Parteien immer alles glatt gehen. Das Schlussprotokoll wurde am 21. Dezember 1905 gezeichnet|3. Seite, 53| und legte die Interessensphären der einzelnen Reedereien fest. Es handelte sich dabei um die Fahrten der Hamburg-Amerika Linie und des Norddeutschen Lloyds nach den Vereinigten Staaten und Ostasien und um die Kosmos-Linie nach dem Westen Südamerikas, sowie die Afrika-Linien von Woermann und die Hamburg-Bremer Afrika-Linie. Der Kaiser schickte ein Glückwunschtelegramm zu diesem Friedensschluss zwischen den beiden deutschen Linien, und ich erhielt sehr liebenswürdige Briefe von beiden Generaldirektionen, die mir gleichzeitig ein grösseres Honorar für meine Bemühungen auszahlten, worauf ich absolut nicht gefasst gewesen war. Gleichzeitig wurde ich gebeten, in Zukunft das Schiedsrichteramt zwischen den beiden Gesellschaften wahrzunehmen und bei den grossen atlantischen Konferenzen zugegen zu sein. Ich habe das etwas über ein Jahr durchgehalten, sah aber dann doch ein, dass bei den fortwährenden kleinen Streitigkeiten zwischen den beiden Generaldirektoren mein Verbleib in dieser Stellung nicht haltbar war. Ich benutze deshalb die Gelegenheit zum Zurücktritt als ich in 1907 nach Südostasien wieder hinausfuhr.
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Dr.Doktor
u. s. w., usw., & s. w.und so weiter
BMABehn Meyer Archiv, Hamburg
BMABehn Meyer Archiv, HamburgBM&C, Sammlung Druck 1Firma Behn, Meyer & Co., Sammlung Druckschriften 1
Behn, Meyer & Co. (seit 1906: Ltd.), SingapurDas 1840 von Theodor August Behn und Valentin Lorenz Meyer gegründete Handelshaus Behn, Meyer & Co. in Singapur entfaltete eine rege Geschäftstätigkeit, vor allem in Südostasien, geriet 1857 jedoch in eine schwere Krise, die vor allem dank Arnold Otto Meyer, eines jüngeren Bruders von Valentin Lorenz Meyer, der seit 1851 zu den Teilhabern zählte und außerdem kurz zuvor eine eigene Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg etabliert hatte, bewältigt werden konnte. In den 1880er und 1890er Jahren engagierte sich die Firma Behn, Meyer & Co. verstärkt im Schiffsgeschäft und übernahm die Vertretung namhafter Dampfschifffahrtsgesellschaften, darunter seit 1887 der Norddeutsche Lloyd in Bremen, seit 1890 die Deutsch-Australische Dampfschiffs-Gesellschaft in Hamburg und seit 1897 die Hamburg-Amerika-Linie in Hamburg. Treibende Kraft in diesem Geschäftsfeld war Franz Heinrich Witthoefft, der seit 1900 neben Eduard Lorenz Meyer und Adolf Laspe zu den drei Teilhabern zählte. 1891 wurde eine erste Niederlassung in Penang eröffnet, die sich dem Handel mit Zinn zuwandte. Im Jahr 1900 versuchte man auf den Philippinen Fuß zu fassen, 1901 wurde eine weitere Niederlassung in Sandakan (Britisch-Nordborneo) eröffnet, die zugleich als Agentur der Chartered Bank of India, Australia and China fungierte. 1906 wurde die Firma in eine britische Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt, die Behn, Meyer & Co. Ltd. mit Sitz in Singapur. Alleinige Aktionäre blieben die drei bisherigen Teilhaber, die sich künftig auf die Leitung der „Schaltzentrale“ Hamburg konzentrierten und sich in Singapur nicht länger auf Teilhaber, sondern auf angestellte Manager stützten. 1906 wurden zudem neue Niederlassungen in Cebu, Zamboanga und Ilo Ilo auf den Philippinen eröffnet sowie eine Beteiligung an der Singapore Rubber Company Ltd. in Singapur erworben, um am „Rubberboom“ partizipieren zu können. 1907 kam eine weitere Niederlassung in Bangkok (Siam) hinzu. Im Jahr darauf erfolgte die Übernahme der Handelsgesellschaft vorheen Helfferich & Rademacher mit Niederlassungen in Batavia, Surabaya, Telok Betong und Samarang in Niederländisch-Indien. 1913 gab es bei Behn, Meyer & Co. Ltd. mehr als einhundert europäische Angestellte. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam 1914 noch eine Niederlassung in Rangun (Britisch-Burma) hinzu. Vgl. ausführlich zur Unternehmensgeschichte, die aufgrund erhalten gebliebenen Überlieferungen eingehend untersucht werden kann:
Arnold Otto Meyer, Hamburg (Behn, Meyer & Co., Singapore, Penang, Manila und Sandokan)
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Sieveking, Anfänge des Hauses Behn-Meyer & Co.
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Sieveking, Behn-Meyer & Co.
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Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 1
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Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 2
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Kleinsteuber, Merchants
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Yacob, Trans-generational Renewal
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Yacob, Rising of the Phoenix
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Fiedler, Von Hamburg nach Singapur
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Arnold Otto Meyer, HamburgDie Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg wurde 1857 von dem in die Hansestadt zurückgekehrten Arnold Otto Meyer gegründet, der zuvor einige Jahre in dem von Theodor August Behn gemeinsam mit seinem älteren Bruder Valentin Lorenz Meyer etablierten Handelshaus Behn, Meyer & Co. in Singapur tätig gewesen war. Die neue Firma in Hamburg sollte die Interessen von Behn, Meyer & Co. in Deutschland und Europa wahrnehmen. Arnold Otto Meyer trug durch seine persönliche Präsenz in Hamburg maßgeblich dazu bei, dass die Firma Behn, Meyer & Co. mit ihren internationalen Verflechtungen die Weltwirtschaftskrise von 1857 weitgehend unbeschadet überstand, denn es gelang ihm, ihre Gläubiger in Hamburg, Bremen und London zu einem langfristigen Zahlungsaufschub zu bewegen. Da er im Sommer 1862 zur Überwindung der Krisenfolgen nochmals für einige Jahre nach Singapur zurückkehrte, spielte die von ihm gegründete Firma Arnold Otto Meyer zunächst nur eine untergeordnete Rolle. Das änderte sich, als Arnold Otto Meyer 1864 nach Hamburg zurückgekehrt war und die Geschicke der beiden Schwesterfirmen nun von Hamburg aus als deren führender Kopf zu lenken begann. Mit den anderen Teilhabern von Behn, Meyer & Co. in Singapur stand er in einem intensiven brieflichen Austausch. Als er sich zur Jahrhundertwende aus den beiden Schwesterfirmen zurückzog, um ihre Geschicke künftig nur noch als stiller Gesellschafter zu begleiten, übernahmen sein Sohn Eduard Lorenz Meyer, Adolf Laspe und Franz Heinrich Witthoefft die verantwortliche Leitung der Geschäfte. Unter ihrer Führung entwickelte sich die Firma Arnold Otto Meyer zur eigentlichen Schaltzentrale des Handelshauses Behn, Meyer & Co. in Singapur, das 1906 in eine Aktiengesellschaft britischen Rechts umgewandelt wurde und nun stark expandierte. Die Firma Arnold Otto Meyer selbst eröffnete vor dem Ersten Weltkrieg keine Niederlassungen in Ostasien, beteiligte sich aber an einigen Gesellschaften, so beispielsweise an dem 1910 gegründeten Straits und Sunda Syndikat, das in die Plantagenwirtschaft Südostasiens investierte. Vgl.
Helfferich, Behn, Meyer & Co. / Arnold Otto Meyer, Bd. 1
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Helfferich, Behn, Meyer & Co. / Arnold Otto Meyer, Bd. 2
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Kleinsteuber, Merchants
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Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (HAPAG), Hamburg; auch: Hamburg-Amerika-Linie (HAL)Zur Unternehmensgeschichte der 1847 gegründeten HAPAG in Hamburg, die sich zunächst der Transatlantikfahrt zuwandte, ihre Schiffe dann aber auch in der Ostasien- und Australienfahrt einsetzte und sich unter der Leitung ihres Generaldirektor Albert Ballin seit der Jahrhundertwende zu einer der größten Dampfschifffahrtsgesellschaften der Welt entwickelte. Ballin stützte sich u.a. auf ein „Literarisches Bureau“, in dem umfassend und systematisch Informationen über die weltweite Schiffahrt gesammelt und aufbereitet wurden. Vgl.
Witthöft, HAPAG
;
Witthöft, Hapag-Lloyd
,
Seiler, Ostasienfahrt
;
Seiler, Australienfahrt
;
Ritter, Der Kaiser und sein Reeder
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Wiborg/Wiborg, Unser Feld ist die Welt
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Afrikanische Dampfschiffs-Actiengesellschaft (Woermann-Linie), HamburgDie 1885 gegründete Afrikanische Dampfschiffs-Actiengesellschaft in Hamburg, an der sich namhafte Kaufleute, Reeder und Bankiers der Hansestadt beteiligten, übernahm die zuvor vom Handelshaus C. Woermann betriebene Dampfschifffahrt zwischen Hamburg und Westafrika und baute ihr Liniennetz in den folgenden Jahren gezielt weiter aus, vor allem nach Ost- und Südwestafrika. Vgl.
Todzi, Unternehmen Weltaneignung
, passim.
Wiborg
, Susanne/
Wiborg
, Klaus: Unser Feld ist die Welt. 1847–1997. 150 Jahre Hapag-Lloyd, hg. von der Hapag-Lloyd AG, Hamburg 1997
Wiborg/Wiborg
, Unser Feld ist die Welt
1997
Helfferich
, Emil: Zur Geschichte der Firmen Behn, Meyer & Co., gegründet in Singapore am 1. November 1840, und Arnold Otto Meyer, gegründet in Hamburg am 1. Juni 1857, Bd. 2: 1863–1933, Hamburg 1967
Helfferich
, Behn, Meyer & Co. / Arnold Otto Meyer, Bd. 2
1967
Kludas
, Arnold: Die Geschichte der deutschen Passagierschiffahrt, Bd. 3: Sprunghaftes Wachstum 1900 bis 1914, Hamburg 1988
Kludas
, Passagierschiffahrt, Bd. 3
1988
Thiel
, Reinhold: Die Geschichte des Norddeutschen Lloyd 1857–1970 in fünf Bänden, Bd. 1: 1857–1883 (2001), Bd. 2: 1884–1899 (2002), Bd. 3: 1900–1919 (2003), Bd. 4: 1920–1945 (2004), Bd. 5: 1945–1970 (2005), Bremen 2001 bis 2005
Thiel
, Geschichte des Norddeutschen Lloyd
2001 bis 2005
Singapur, auch: Sincapore, Singapore
Hamburg
Ostasien; auch: East Indies (englisch), Indien, Ostindien, „Osten“Der Begriff Ostasien wird in der vorliegenden Edition in einem ganz weiten Sinne verstanden als Klammer für diejenigen Weltregionen, die für deutsche Kaufleute im langen 19. Jahrhundert auf Segel- und Dampfschiffen durch Umrundung des Kaps der Guten Hoffnung an der Südspitze Südafrikas oder - seit 1869 - nach Durchfahren des Suezkanals über den Indischen Ozean oder durch Umrundung der Südspitze Südamerikas über den Pazifik erreichbar waren. In den historischen Quellen synonym verwendet werden die Begriffe Indien, Ostindien oder einfach „Osten“.
Berlin
Vereinigte Staaten von Amerika; auch: United States (US), United States of America (USA), Vereinigte Staaten von Nordamerika
Südamerika; auch: Süd-Amerika
Afrika
Bremen
Südostasien
Witthoefft, Franz HeinrichFranz-Heinrich WitthoefftKaufmann, Wirtschaftsvertreter, Politiker13011735819.11.186306.07.1941Franz Heinrich Witthoefft absolvierte eine kaufmännische Lehre bei der Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg und war von 1885 bis 1896 als leitender Angestellter für deren Schwesterfirma Behn, Meyer & Co. in Singapur tätig. 1896 stieg er zum Teilhaber des Unternehmens auf und blieb es bis 1905. Von 1900 bis 1941 war er zudem Teilhaber der Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg und übernahm zahlreiche Ämter in Wirtschaft und Politik (u.a. als Aufsichtsratsvorsitzender der Commerz- und Privatbank, als Präses der Handelskammer Hamburg, als Präsidiumsmitglied des Hansa-Bundes für Gewerbe, Handel und Industrie, als Vorsitzender des Wirtschaftsrats der Hansestadt Hamburg, als Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und im Senat der Hansestadt Hamburg). Ausführlicher zum beruflichen und politischen Wirken Witthoeffts:
Krause, „Witthoefft, Franz Heinrich“
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Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 1
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Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 2
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Wiegand, Heinrich (seit 1879: Dr.)Heinrich WiegandRechtsanwalt, Reeder11757985817.08.185529.03.1909Heinrich Wiegand studierte Jura und promovierte 1879 an der Universität Göttingen. Als niedergelassener Rechtsanwalt in Bremen wurde er anschließend auch für den Norddeutschen Lloyd tätig. 1892 trat er als Direktor in den Norddeutschen Lloyd ein und stieg 1899 zum Generaldirektor des Unternehmens auf, das sich unter seiner Leitung zu einem global agierenden Reedereikonzern entwickelte. Um den außerordentlich scharfen Wettbewerb in der Frachtschifffahrt zu begrenzen, befürwortete er Abkommen mit anderen Schifffahrtsgesellschaften, so auch mit der HAPAG in Hamburg. Als Wiegand starb, steckte der Norddeutsche Lloyd infolge eines konjunkturellen Einbruchs der Weltwirtschaft in einer Finanzkrise. Vgl.
Brinkhus, Kaiser Wilhelm II.
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Bessell, Norddeutscher Lloyd
;
Thiel, Geschichte des Norddeutschen Lloyd
, insbesondere Bd. 3.
Wilhelm II. (Eigenname: Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen)Wilhelm II.König von Preußen, Kaiser des Deutschen Reichs 11863289227.01.185904.06.1941Wilhelm II. aus dem Hause Hohenzollern und durch seine Mutter ein Enkel der britischen Königin Victoria amtierte von 1888 bis 1918 als König von Preußen und Deutscher Kaiser. Aus der umfangreichen biographischen Literatur vgl. insbesondere:
Krockow, Kaiser Wilhelm II.
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Clark, Wilhelm II.
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Teilhaber; auch: Ahsocié, Associé, Gesellschafter, Partner, Theilhaber, Theilnehmer
Vertreter, Vertretung; auch: agency (englisch), agent (englisch), Agent, Agentur, Alleinvertretung, Handelsagentur, representation (englisch), representative (englisch), Vertretungsgebiet, Vertretungsvertrag
Dampfschifffahrt; auch: Dampferlinie, Dampfschifffahrtsgesellschaft
Passage; auch: Passagegeld, Passageschein, Passagier, Passagierdampfer, Passagierschifffahrt
Frachtfahrt; auch: Befrachtung, Frachtschifffahrt, Verfrachtung
Fracht [Frachtkosten]; auch: Frachtpreis, Frachtrate, Frachtspesen
Telegrafie; auch: Cabeln, Code, Drahten, Private Code (englisch), Special Code (englisch), Telegraph, telegraph (englisch), Telegraphic Address (englisch), TelegraphieNeben Briefen und anderen schriftlichen Nachrichten wurde die Telegrafie im 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Kommunikationsmedium der im Fernhandel tätigen Kaufleute und Reeder. Nachdem die technischen Infrastrukturen geschaffen worden waren, ging es nicht zuletzt darum, neue Routinen und Rhythmen im Umgang mit dem Medium sowie Wege zu finden, eigene Geschäftsgeheimnisse zu schützen. Zu diesem Zweck wandten die Kaufleute in ihrer telegrafischen Geschäftskorrespondenz häufig eigene, speziell entwickelte Codes an, sodass die übermittelten Informationen, etwa sensible Preisinformationen oder Namen von Auftraggebern und Kunden, nicht ohne Weiteres von Dritten mitgelesen werden konnten. Durch Verkürzung der Wortlängen konnten zudem erhebliche Kosten gespart werden. Vgl. hierzu exemplarisch:
Helfferich, Behn, Meyer & Co. / Arnold Otto Meyer, Bd. 2
, S. 78f. - Zur generellen Bedeutung der Telegrafie für die wirtschaftliche Globalisierung:
Wenzlhuemer, Connecting the Nineteenth-Century World
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Reederei; auch: Rederei, Rhederei
Lohn; auch: Bezüge, Gage, Gehalt, Salair, salary (englisch), Vergütung, wage (englisch)