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Nun war inzwischen in 1905 Herr Georg Rademacher, der sich mit Herrn Emil Helfferich zusammen in Telok Betong etabliert hatte, nach Hamburg gekommen, um zu versuchen, seine auf kleiner Basis arbeitende Firma zu vergrössern. Er wandte sich an mich, und da mir beide Leute gut gefielen, griff ich diesen Plan auf. Es war mir gelungen, den Norddeutschen Lloyd in die Java-Fahrt hineinzubringen, und dafür mussten gute Agenten gewonnen werden, die sich besonders für das Produktengeschäft interessieren sollten. Ich schlug daher dem Norddeutschen Lloyd vor, eine neue Firma in Java aufzumachen unter der Bezeichnung Handelsgesellschaft Helfferich & Rademacher, Batavia, Soerabaya, Telok Betong. Längere Verhandlungen führten zum Ziel, und 1. Juli 1907 ging das Geschäfts-Zirkular hinaus, nach welchem diese neue Firma mit fl. 600.000.– eingezahltem Kapital gegründet war, wovon die Hälfte durch den N. D. L. und durch meine Firma gezeichnet wurde. Herr Rademacher übernahm die Soerabaya-Niederlassung, und Herr Helfferich sollte das Geschäft in Batavia wahrnehmen, während Herr Paulmann, auch als verantwortlicher Teilhaber, in Telok Betong blieb.
Es wurden ganz genaue Richtlinien für die Führung des Geschäftes herausgegeben, die aber leider nicht beachtet wurden, und so kam es, dass eine Pfefferspekulation in so bedeutendem Masse eingeleitet wurde, dass daran diese neue Firma sofort nach ihrem Ins-Leben-Treten|2. Seite, 42| in Schwierigkeiten geriet. Da nun zu allem Überfluss im Herbst 1907 sich eine allgemeine Weltkrisis bemerkbar machte, wurde es zu einer Unmöglichkeit, die Firma durchzuhalten.Ich ging daher im Oktober 1907 zusammen mit meiner Frau nach dem Osten hinaus, um alles wieder in‘s Lot zu bringen. Es blieb schliesslich nichts anderes übrig, als die Handelsgesellschaft Helfferich & Rademacher in aller Stille zu liquidieren und sie unter dem Namen Behn, Meyer & Co. Ltd. wieder aufleben zu lassen, was am 14. April 1908 geschah. Herr Rademacher wurde Leiter der neuen Firma in Soerabaya, und Herr Theodor Helfferich übernahm die Batavia-Filiale, während Herr Emil Helfferich ausschied. Um aber auch letzteren wiederum die Möglichkeit zu geben, seine Fähigkeiten entsprechend zu verwerten, rief ich das Straits und Sunda Syndikat in‘s Leben, das als G. m. b. H. zwar nur ein Kapital von Rm 100.000.– hatte, wovon 25 % aufgezahlt wurden, während andererseits die einzelnen Teilhaber dieses Syndikats sich verpflichten mussten, mit einem mehrfachen ihrer Stammanteile als Kreditgeber für die neue Gesellschaft aufzutreten. Daraus entwickelte sich allmählich ein Pflanzungsbetrieb, der heute ein aufgezahltes Kapital von 2 1/2 Millionen Gulden besitzt. Ende 1936 hatte diese Gesellschaft einen Pflanzungsareal von 4.419 ha; davon entfielen auf Tee 2.300 ha und auf Kautschuk 1.811 ha, während Kaffee, Pfeffer und diverse Kulturen den übrigen Teil darstellten. In vollem Ertrag standen Ende 1936 3.580 ha. Gleichzeitig aber verwaltete diese Gesellschaft auch fremde Unternehmungen mit einem Pflanzungsareal von insgesamt 8.763 ha. Sie war zudem zugeschnitten auf den Betrieb von Bankgeschäften jeder Art, was sich in den Zeiten des grossen Krieges als sehr nützlich erweisen sollte.
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o. O.ohne Ort
G. m. b. H.Gesellschaft mit beschränkter Haftung
BMABehn Meyer Archiv, Hamburg
BMABehn Meyer Archiv, HamburgBM&C, Sammlung Druck 1Firma Behn, Meyer & Co., Sammlung Druckschriften 1
Behn, Meyer & Co. (seit 1906: Ltd.), SingapurDas 1840 von Theodor August Behn und Valentin Lorenz Meyer gegründete Handelshaus Behn, Meyer & Co. in Singapur entfaltete eine rege Geschäftstätigkeit, vor allem in Südostasien, geriet 1857 jedoch in eine schwere Krise, die vor allem dank Arnold Otto Meyer, eines jüngeren Bruders von Valentin Lorenz Meyer, der seit 1851 zu den Teilhabern zählte und außerdem kurz zuvor eine eigene Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg etabliert hatte, bewältigt werden konnte. In den 1880er und 1890er Jahren engagierte sich die Firma Behn, Meyer & Co. verstärkt im Schiffsgeschäft und übernahm die Vertretung namhafter Dampfschifffahrtsgesellschaften, darunter seit 1887 der Norddeutsche Lloyd in Bremen, seit 1890 die Deutsch-Australische Dampfschiffs-Gesellschaft in Hamburg und seit 1897 die Hamburg-Amerika-Linie in Hamburg. Treibende Kraft in diesem Geschäftsfeld war Franz Heinrich Witthoefft, der seit 1900 neben Eduard Lorenz Meyer und Adolf Laspe zu den drei Teilhabern zählte. 1891 wurde eine erste Niederlassung in Penang eröffnet, die sich dem Handel mit Zinn zuwandte. Im Jahr 1900 versuchte man auf den Philippinen Fuß zu fassen, 1901 wurde eine weitere Niederlassung in Sandakan (Britisch-Nordborneo) eröffnet, die zugleich als Agentur der Chartered Bank of India, Australia and China fungierte. 1906 wurde die Firma in eine britische Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt, die Behn, Meyer & Co. Ltd. mit Sitz in Singapur. Alleinige Aktionäre blieben die drei bisherigen Teilhaber, die sich künftig auf die Leitung der „Schaltzentrale“ Hamburg konzentrierten und sich in Singapur nicht länger auf Teilhaber, sondern auf angestellte Manager stützten. 1906 wurden zudem neue Niederlassungen in Cebu, Zamboanga und Ilo Ilo auf den Philippinen eröffnet sowie eine Beteiligung an der Singapore Rubber Company Ltd. in Singapur erworben, um am „Rubberboom“ partizipieren zu können. 1907 kam eine weitere Niederlassung in Bangkok (Siam) hinzu. Im Jahr darauf erfolgte die Übernahme der Handelsgesellschaft vorheen Helfferich & Rademacher mit Niederlassungen in Batavia, Surabaya, Telok Betong und Samarang in Niederländisch-Indien. 1913 gab es bei Behn, Meyer & Co. Ltd. mehr als einhundert europäische Angestellte. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam 1914 noch eine Niederlassung in Rangun (Britisch-Burma) hinzu. Vgl. ausführlich zur Unternehmensgeschichte, die aufgrund erhalten gebliebenen Überlieferungen eingehend untersucht werden kann:
Arnold Otto Meyer, Hamburg (Behn, Meyer & Co., Singapore, Penang, Manila und Sandokan)
;
Sieveking, Anfänge des Hauses Behn-Meyer & Co.
;
Sieveking, Behn-Meyer & Co.
;
Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 1
;
Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 2
;
Kleinsteuber, Merchants
;
Yacob, Trans-generational Renewal
;
Yacob, Rising of the Phoenix
;
Fiedler, Von Hamburg nach Singapur
.
Arnold Otto Meyer, HamburgDie Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg wurde 1857 von dem in die Hansestadt zurückgekehrten Arnold Otto Meyer gegründet, der zuvor einige Jahre in dem von Theodor August Behn gemeinsam mit seinem älteren Bruder Valentin Lorenz Meyer etablierten Handelshaus Behn, Meyer & Co. in Singapur tätig gewesen war. Die neue Firma in Hamburg sollte die Interessen von Behn, Meyer & Co. in Deutschland und Europa wahrnehmen. Arnold Otto Meyer trug durch seine persönliche Präsenz in Hamburg maßgeblich dazu bei, dass die Firma Behn, Meyer & Co. mit ihren internationalen Verflechtungen die Weltwirtschaftskrise von 1857 weitgehend unbeschadet überstand, denn es gelang ihm, ihre Gläubiger in Hamburg, Bremen und London zu einem langfristigen Zahlungsaufschub zu bewegen. Da er im Sommer 1862 zur Überwindung der Krisenfolgen nochmals für einige Jahre nach Singapur zurückkehrte, spielte die von ihm gegründete Firma Arnold Otto Meyer zunächst nur eine untergeordnete Rolle. Das änderte sich, als Arnold Otto Meyer 1864 nach Hamburg zurückgekehrt war und die Geschicke der beiden Schwesterfirmen nun von Hamburg aus als deren führender Kopf zu lenken begann. Mit den anderen Teilhabern von Behn, Meyer & Co. in Singapur stand er in einem intensiven brieflichen Austausch. Als er sich zur Jahrhundertwende aus den beiden Schwesterfirmen zurückzog, um ihre Geschicke künftig nur noch als stiller Gesellschafter zu begleiten, übernahmen sein Sohn Eduard Lorenz Meyer, Adolf Laspe und Franz Heinrich Witthoefft die verantwortliche Leitung der Geschäfte. Unter ihrer Führung entwickelte sich die Firma Arnold Otto Meyer zur eigentlichen Schaltzentrale des Handelshauses Behn, Meyer & Co. in Singapur, das 1906 in eine Aktiengesellschaft britischen Rechts umgewandelt wurde und nun stark expandierte. Die Firma Arnold Otto Meyer selbst eröffnete vor dem Ersten Weltkrieg keine Niederlassungen in Ostasien, beteiligte sich aber an einigen Gesellschaften, so beispielsweise an dem 1910 gegründeten Straits und Sunda Syndikat, das in die Plantagenwirtschaft Südostasiens investierte. Vgl.
Helfferich, Behn, Meyer & Co. / Arnold Otto Meyer, Bd. 1
;
Helfferich, Behn, Meyer & Co. / Arnold Otto Meyer, Bd. 2
;
Kleinsteuber, Merchants
.
Helfferich & Rademacher, Batavia / Telok BetongDie 1903 von Emil
Helfferich, Georg
Rademacher und Albert
Paulmann gegründete Firma Helfferich & Rademacher in Batavia widmete sich - gestützt auf
eine von Helfferich schon
zwei Jahre zuvor eingerichtete Niederlassung in Telok Betong im Süden Sumatras sowie eine von Rademacher geleitete neue Niederlassung
in Surabaya – insbesondere dem
Export von Pfeffer und
Kopra. Das
prosperierende Unternehmen wurde Anfang 1907 zum Zweck einer Beteiligung von
Arnold Otto Meyer in
eine Aktiengesellschaft niederländischen Rechts überführt, die
Handelsvereeniging voorheen Helfferich & Rademacher, die sowohl von Arnold Otto Meyer als auch
von verschiedenen anderen Firmen großzügige Kredite eingeräumt bekam und zudem mit der Vertretung des Norddeutschen Lloyds
beauftragt wurde. Durch den unerwarteten Verfall der Pfefferpreise
geriet die Firma noch im gleichen Jahr in wachsende finanzielle
Schwierigkeiten und wurde schließlich im Februar 1908 von der Firma Behn, Meyer & Co. Ltd. in
Singapur im Stillen aufgekauft.
Rademacher und Paulmann blieben als
Leiter der Filialen von Behn, Meyer
& Co. Ltd. in Surabaya
und Telok Betong tätig, Helfferich schied zunächst
aus. Vgl.
Helfferich,
Ein Leben
, S. 106–172;
Helfferich, Behn, Meyer
& Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 2
, S. 108–111.
Helfferich
, Emil: Ein Leben, Bd. 1 [zuerst: 1948], Reprint: Jakarta 2000
Helfferich
, Ein Leben
2000
Sattler
, Friederike: Risky Business: The Straits and Sunda Syndicate (1910–1945). German Investments in the Plantation Economy of Southeast Asia, in: Huber, Marie et al. (Hg.), Security Strategies in International Business History: German Companies in Asia in the 20th Century, Abingdon 2025 (im Druck)
Sattler
, Risky Business
2025
Singapur, auch: Sincapore, Singapore
Hamburg
London
Batavia [Stadt auf der Insel Java]
Surabaya [Stadt auf der Insel Java]; auch: Soerabaiya, Soerabaya, Sourabay, Sourabaya
Telok Betong [Ort auf der Insel Sumatra]
Java [Insel in Niederländisch-Indien]
Vereinigte Staaten von Amerika; auch: United States (US), United States of America (USA), Vereinigte Staaten von Nordamerika
Ostasien; auch: East Indies (englisch), Indien, Ostindien, „Osten“Der Begriff Ostasien wird in der vorliegenden Edition in einem ganz weiten Sinne verstanden als Klammer für diejenigen Weltregionen, die für deutsche Kaufleute im langen 19. Jahrhundert auf Segel- und Dampfschiffen durch Umrundung des Kaps der Guten Hoffnung an der Südspitze Südafrikas oder - seit 1869 - nach Durchfahren des Suezkanals über den Indischen Ozean oder durch Umrundung der Südspitze Südamerikas über den Pazifik erreichbar waren. In den historischen Quellen synonym verwendet werden die Begriffe Indien, Ostindien oder einfach „Osten“.
Witthoefft, Franz HeinrichFranz-Heinrich WitthoefftKaufmann, Wirtschaftsvertreter, Politiker13011735819.11.186306.07.1941Franz Heinrich Witthoefft absolvierte eine kaufmännische Lehre bei der Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg und war von 1885 bis 1896 als leitender Angestellter für deren Schwesterfirma Behn, Meyer & Co. in Singapur tätig. 1896 stieg er zum Teilhaber des Unternehmens auf und blieb es bis 1905. Von 1900 bis 1941 war er zudem Teilhaber der Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg und übernahm zahlreiche Ämter in Wirtschaft und Politik (u.a. als Aufsichtsratsvorsitzender der Commerz- und Privatbank, als Präses der Handelskammer Hamburg, als Präsidiumsmitglied des Hansa-Bundes für Gewerbe, Handel und Industrie, als Vorsitzender des Wirtschaftsrats der Hansestadt Hamburg, als Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und im Senat der Hansestadt Hamburg). Ausführlicher zum beruflichen und politischen Wirken Witthoeffts:
Krause, „Witthoefft, Franz Heinrich“
;
Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 1
;
Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 2
.
Helfferich, EmilEmil HelfferichKaufmann, 12436165X17.01.187822.05.1972Emil Helfferich stammte - wie sein ältester Bruder Karl Theodor Helfferich und fünf weitere Geschwister - aus Neustadt an der Bergstraße, durchlief eine kaufmännische Lehre in Hamburg und gründete 1903 gemeinsam mit Georg Rademacher und Albert Paulmann die Firma Helfferich & Rademacher in Batavia / Telok Betong. Er selbst übernahm die Leitung der Niederlassung in Telok Betong. Als die 1907 mit Unterstützung von Arnold Otto Meyer in Hamburg in eine Aktiengesellschaft umgewandelte Firma bald darauf durch Pfefferspekulationen in finanzielle Schwierigkeiten geriet und im Februar 1908 von Behn, Meyer & Co. Ltd. in Singapur aufgekauft wurde, schied er zunächst aus, betätigte sich jedoch bald darauf als Berater für die Neuorganisation des Produktengeschäfts von Arnold Otto Meyer. Gemeinsam mit Franz Heinrich Witthoefft trat er für verstärkte deutsche Investitionen in die Plantagenwirtschaft
Südostasiens ein und zählte zu den treibenden Kräften für die Gründung des Straits und Sunda Syndikats, an dem deutsche und belgische Investoren beteiligt waren. Er blieb bis 1928 in Niederländisch-Indien, übernahm nach seiner Rückkehr nach Deutschland politische und wirtschaftliche Ämter, etwa als Hamburgischer Staatsrat, als Vorsitzender des Ostasiatischen Vereins und als Vorsitzender des Aufsichtsrats der HAPAG. 1932 engagierte er sich im sogenannten Keppler-Kreis, dessen Mitglieder Reichspräsident Paul von Hindenburg aufforderten, Adolf Hitler zum Reichskanzler zu berufen. 1933 trat er der NSDAP bei. Vgl.
Helfferich, Ein Leben
;
Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 2
, passim;
Kemper/Rentschler, Handlungsspielräume
, S. 273–281.
Rademacher, GeorgGeorg RademacherKaufmann, KonsulGeorg Rademacher stammte aus Hamburg und gründete 1903 gemeinsam mit Emil Helfferich und Albert Paulmann die Firma Helfferich & Rademacher in Batavia / Telok Betong. Er selbst übernahm die Leitung der Niederlassung in Surabaya. Als die Firma, die 1907 in eine Aktiengesellschaft überführt worden, bald darauf durch Pfefferspekulationen in massive finanzielle Schwierigkeiten geriet und im Februar 1908 von Behn, Meyer & Co. Ltd. in Singapur aufgekauft wurde, übernahm er Leitung der Niederlassung Surabaya der Firma Behn, Meyer & Co. Ltd.. 1909 wurde er außerdem zum deutschen Konsul in Surabaya ernannt. Vgl.
Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 2
, passim.
Paulmann, AlbertAlbert PaulmannKaufmannAlbert Paulmann stammte aus Elberfeld und gründete 1903 gemeinsam mit Emil Helfferich und Georg Rademacher die Firma Helfferich & Rademacher in Batavia / Telok Betong. Er selbst übernahm die Leitung der Niederlassung in Telok Betong. Als die Firma, die 1907 in eine Aktiengesellschaft überführt worden war, bald darauf jedoch durch Pfefferspekulationen in massive finanzielle Schwierigkeiten geriet und im Februar 1908 von Behn, Meyer & Co. Ltd. in Singapur aufgekauft wurde, übernahm er Leitung der Niederlassung Telok Betong der Firma Behn, Meyer & Co. Ltd.. 1909 wurde er zudem zum deutschen Konsul in Surabaya ernannt. Vgl.
Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 2
, passim.
Teilhaber; auch: Ahsocié, Associé, Gesellschafter, Partner, Theilhaber, Theilnehmer
LiquidationDer aus dem Französischen stammende Begriff „Liquidation“ bezeichnet die formelle Auflösung einer juristisch selbständigen Firma, unter Umständen durch einen amtlich bestellten Liquidator.
Plantage; auch: Cultur, Estates-Geschäft, Pflanzung, Plantagengeschäft, Plantagengesellschaft
Kapital; auch: Aktienkapital, Bankkapital, Capital, Einschuß, Gesellschaftskapital, Privat-Capital, Stamm-Capital, working capital (englisch)
Gulden, niederländischer [Währungseinheit]; auch: fl., gld. Der niederländische Gulden, abgekürzt gld., wurde auch florin (französich) oder florijn (niederländisch) genannt, beides abgekürzt fl.
Hektar [Flächenmaß]Der Hektar ist ein Flächenmaß, das vor allem in der Land- und Forstwirtschaft verwendet wird. 1 Hektar entspricht dabei 10.000 Quadratmetern, 100 Hektar einem Quadratkilometer.
Vertreter, Vertretung; auch: agency (englisch), agent (englisch), Agent, Agentur, Alleinvertretung, Handelsagentur, representation (englisch), representative (englisch), Vertretungsgebiet, Vertretungsvertrag
Spekulation, Spekulationsgeschäft; auch: Differenzgeschäft, Speculation
Preis; auch: Außenhandelspreis, Bruttopreis, Einkaufspreis, Facturapreis, Kaufpreis, Listpreis, Preisentwicklung, Preisverfall, price (englisch), Selbstkostenpreis, value (englisch), Verkaufspreis, Waarenwerth, Weerth, Wert, Werthbemessung
Mark, deutsche [Währungseinheit]; auch: M.Ursprünglich als Begriff für das Gewicht von Gold, Silber und Münzen verwendet, dann als Bezeichnung für verschiedene Münzen, darunter die in den norddeutschen Hansestädten gängige Courantmark, wurde die „Mark“ mit der deutschen Reichsgründung von 1870/1871 zur einheitlichen Währung des Deutschen Reiches. Sie lässt sich in 100 Pfennige aufteilen. Vgl.
Bott, Handwörterbuch des Kaufmanns, Bd. 3
, S. 833;
Junghans, Entwicklungen
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Geld; auch: Baares, Geldmittel, Kassa-System, money (englisch), Verkehrsmittel, Zahlungsmittel
Tee; auch: tea (englisch), Teehandel, TheeTee und Teehandel sind wegen ihrer großen Bedeutung für die Export- wie die Importländer im 19. Jahrundert schon häufiger Gegenstand eingehender wirtschaftshistorischer Untersuchungen gewesen. Aus der jüngeren Forschungsliteratur seien nur zwei Studien hervorgehoben:
Rappaport, Thirst for Empire
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LIU, Tea War
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Kaffee; auch: Caffe, Caffee, coffee (englisch), coffy (niederländisch), Liberia Kaffee
Pfeffer; auch: Black Java, Black Pepper, Lampong, peeper (niederländisch), White Muntok
Bank; auch: Aktienbank, Bankenwelt, Bankgeschäft, Bankhaus, banking operations (englisch), Geldgeber, Geldinstitut, Geschäftsbank, Großbank, Investmentbank, issuing bank (englisch), merchant bank (englisch), Privatbankhaus